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 Straßen der Stadt

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Ebony*
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Do 9 Apr - 20:51

cf: Felder
Weg zur Mall

Ich schlage mich eine Weile durch das Dickhicht und meide ganz bewusst den Feldweg, welcher in die Stadt führt. Wer weiß ob der wild gewordene Racheengel mir folgt. Ich kann mir zumindest nur schwer vorstellen, dass Patsys kleine Ansprache auch nur irgendetwas bei der Dunkelhaarigen bewirkt hat. Ich habe die Rachegelüste sogar in ihren Augen funkeln sehen. Sie hätte mich niemals gehen lassen, ich hätte sie vernichten sollen! Der Schmerz in meinem Oberarm reißt mich unsanft aus meinen Gedanken und ich verziehe das Gesicht. Ich habe nichts womit ich die Blutung stillen könnte. Nicht einmal ein Kleidungsstück, dass sich dafür eignen würde. Mein Blick gleitet an meinem mittlerweile blutüberströmten Arm hinab. Verdammt! Die Wunde ist tief und sieht ziemlich übel aus.

Ich laufe schneller und keuche fast schon erleichtert auf, als ich die Gebäude der Stadt vor mir erkenne. Ich erreiche schließlich den Stadtrand und bewege mich im Schutz der Häuserwände voran. Das letzte was ich jetzt noch gebrauchen kann, ist in diesem Zustand gesehen zu werden. Ich habe keine Lust auf eine weitere Auseinandersetzung. Ich bahne mir also ungesehen meinen Weg durch die Straßen. Nur vereinzelt kann ich Jugendliche beobachten. Wieder raubt mir der Schmerz fast den Verstand, Schweißperlen bilden sich auf meiner Stirn und mein Herz rast wie verrückt. Du wirst verbluten, ehe du die Mall erreichst, hallt noch die Drohung der Dunkelhaarigen in meinen Ohren wider. Ich fluche leise und schwöre in diesem Moment Rache. Wenn ich das hier überstehe, werde ich nicht ruhen, bis ich dich gefunden und vernichtet habe, Schätzchen. Egal wie! Meine Hände ballen sich zu Fäusten.

Doch...ob sie recht hat? Oder war das nichts weiter als Panikmache? Wie schnell verblutet ein Mensch? Ich laufe noch eine ganze Weile, stütze mich aber mittlerweile an den Häuserwänden ab. Als ich schließlich um eine Ecke biege, pralle ich mit meinem Oberkörper unsanft gegen etwas. Ich schaue erschrocken auf und bemerke schnell, dass es sich nicht einen Gegenstand, sondern um eine Person handelt. Viel kann ich jedoch nicht erkennen, da der oder die Fremde die Kapuze tief ins Gesicht gezogen hat. „Hey! Was stehst du hier so blöd herum?“, fauche ich die Person wütend und lautstark an. Ich versuche den Fremden zur Seite zu drängen, berühre diesen aber mit meinem verwundeten Arm, wobei nun mein Blut an seiner Kleidung haftet. Ich keuche unvermittelt vor Schmerz auf und sinke in die Knie. Kleine Sterne tanzen vor meinen Augen und ich versuche ruhig zu atmen. „Verschwinde!“, zische ich. „Na los!“ Ich kann jetzt wirklich keine Zeugen gebrauchen! Es reicht schon, dass die Dunkelhaarige bis jetzt ungeschoren davongekommen ist und ich den Kriegsschauplatz verlassen musste. Noch eine Demütigung kann ich momentan nicht ertragen.
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Cathal*
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Do 9 Apr - 22:47

Wie ein Raubtier auf der Jagd streife ich durch die Gassen und halte Ausschau nach irgendetwas, das mich interessieren könnte. Irgendetwas, das meine Dienste wert wäre und mich für ein paar Tage beschäftigt. Meine Sinne sind geschärft, meine Aufmerksamkeit gilt den Menschen in meiner näheren Umgebung, denn ich habe wenig Lust, irgendeinem der Tribes in die Arme zu laufen. Mit kleineren Menschengruppen komme ich zurecht, aber von größeren Ansammlungen halte ich mich lieber fern. Zu unübersichtlich und unkontrollierbar. Lieber bleibe ich hier draußen, mitten im Nirgendwo, möglichst am Rande der Stadt und nicht wirklich drin. Ein Leben in den Schatten und wenn nötig, werde ich innerhalb von Sekunden mit ebendiesen verschmelzen. Doch momentan stehe ich einfach nur an einer Hauswand und beobachte in sicherer Entfernung. Ein paar Meter weiter sind drei Jugendliche in eine hitzige Diskussion vertieft. Ich kann nicht verstehen, worüber sie reden, aber die paar Wortfetzen, die ich aufschnappen konnte, lassen mich vermuten, dass sie in irgendwelche zwielichtigen Dinge verwickelt zu sein scheinen. Und ich kann mir nicht helfen, so etwas zieht mich geradezu magisch an, wie das Licht die Motten. Sobald ich weiß, was genau dort abläuft, werde ich mich entscheiden. Darüber, ob ich ihnen meine Dienste anbiete oder ihnen gehörig die Tour vermassle.

Meine gesamte Konzentration ist auf dieses Gespräch gerichtet und so bemerke ich viel zu spät die Gefahr, die sich von hinten nähert. Noch bevor ich mich umdrehen kann, prallt der Fremde gegen meine Schulter. Blitzschnell reagiere ich, packe ihn am Handgelenk und bin kurz davor seinen Arm hochzureißen, doch meine Hand rutscht ab und fühlt sich seltsam glitschig an. Was zur Hölle? Die eindeutig weibliche Stimme verwirrt mich nur noch mehr, während ich aus dem Augenwinkel wahrnehme, wie sich meine potentiellen Auftraggeber aus dem Staub machen. „Sag mal, bist du bescheuert hier so rumzubrüllen?“, knurre ich zurück und obwohl die junge Frau mich offensichtlich nicht angreifen wollte, trägt das nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. „Hysterische Kuh“, fluche ich und drehe mich der Quelle des Übels zu, um zu sehen, wer mir gerade den Tag versaut. Doch anstelle der wildgewordenen Furie finde ich nur eine verletzte, hilflose Frau zu meinen Füßen vor, die so aussieht als hätte sie sich mit den falschen Leuten angelegt. Mein Blick gleitet von ihr zu dem Blut an meiner Hand und wieder zurück, während die Worte, die aus ihrem Mund kommen, deutlich machen, dass sie noch immer versucht die Furie zu spielen. Doch der Schmerz in ihren Augen spricht eine andere Sprache.

„Bist du lebensmüde oder so?“ Fragend ziehe ich eine Augenbraue nach oben, bevor ich prüfend ihren Arm mustere, an dem unaufhörlich Blut herabläuft. Man kann über mich ja so einiges behaupten. Dass es mich einen Scheiß interessiert, wie es anderen Leuten geht. Dass ich unberechenbar bin und mich von nichts und niemandem von meinen Plänen abhalten lasse. Und im Grunde ist alles davon wahr. Doch was ich niemals tun würde, ist, jemanden vor meinen Augen verbluten zu lassen. Zumindest nicht, wenn derjenige es nicht hundertprozentig verdient hat. Ohne großartig zu überlegen, ziehe ich ein Messer aus meinem Stiefel, schiebe meine Kapuzenjacke ein Stück nach oben und schneide einen Teil meines Shirts darunter ab, den ich der Fremden reiche. „Hier. Press das auf die Wunde.“ Angesichts des fiebrigen Films auf ihrer Haut frage ich mich allerdings, ob das genug ist. Anscheinend kann sie ja nicht einmal mehr laufen. Doch ich weiß weder, wo sie herkommt, noch wo sie gerade hinwollte. Zu viele Unbekannte. Und trotzdem höre ich mich fragen: „Gibt es sonst noch irgendetwas, was ich für dich tun kann?“ Ob ich es dann letztendlich tue, kann ich ja gleich immer noch entscheiden.
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Ebony*
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Fr 10 Apr - 13:53

Die Gestalt vor mir entpuppt sich eindeutig als männlich. Aber er gehört scheinbar zu der hartnäckigeren Sorte. Der Fremde packt wütend mein Handgelenk, als ich mit ihm zusammenstoße. Das viele Blut daran verhindert jedoch, dass er mich wirklich festhalten kann. Er ist sichtlich verärgert darüber, dass ich ihn so lautstark angemacht habe und wirft mir einen bissigen Kommentar an den Kopf. Hysterische Kuh?! Ich folge seiner flüchtigen Kopfbewegung und erkenne, wie sich drei Jugendliche eilig aus dem Staub machen. „Oh, habe ich dir deine Geschäftspartner vergrault? Oder deine Opfer?“, fauche ich bissig zurück. „Nenn mich noch einmal so und ich zeige dir, was eine wirklich hysterische Kuh so alles mit dir anstellen kann!“ Meine Augen funkeln bedrohlich, auch wenn ich mich in keiner sonderlich guten Position befinde. Das zweite Mal an diesem Tag.

Er soll endlich verschwinden! Als ich ihn schließlich zur Seite stoßen will und vor Schmerzen in die Knie sinke, sehe ich für einen kurzen Moment nur noch Sterne. In meinen Ohren rauscht es und seine Stimme klingt, als käme sie von ganz weit her. Ob ich lebensmüde bin? Gute Frage. Ich versuche mich hinzustellen, lasse es dann aber lieber bleiben und verdamme mich für diese Situation. Ich höre seltsame Geräusche und schaue auf, als der Fremde mir einen Stofffetzen reicht. Er zerreißt seine Kleidung um mir zu helfen?, schießt es mir durch den Kopf, doch ich verwerfe den Gedanken schnell wieder. Ich sollte seine Hilfe nicht annehmen, sondern weitergehen. Doch meine Vernunft siegt schließlich und ich nehme den Stofffetzen entgegen. „Bilde dir ja nichts darauf ein.“, sage ich zähneknirschend und setze mich auf den Boden. Ich ziehe meinen Mantel aus, lehne mich erschöpft mit dem Rücken an die Wand und begutachte für einen kurzen Moment die Wunde. „Sieht übel aus was?“, raune ich leise und presse schließlich den Stoff darauf. Es dauert nicht lange, dann verfärbt dieser sich rot.

Ich lehne meinen Kopf an die Wand und schaue aus wachsamen Augen zu dem Fremden hoch. Noch immer kann ich nicht erkennen, wer sich hinter der Kapuze verbirgt. Ob er sonst noch etwas für mich tun kann? Ich hebe ungläubig meine Augenbrauen an. „Hast du Langeweile? Oder glaubst du, dass du mich mit der Nummer abschleppen kannst? Vergiss es, okay! Ich bin keines dieser Flittchen, die man gegen einen Apfel bekommt.“, sage ich eine Spur zu angriffslustig. Ich schließe für einen Moment die Augen und gehe meine Möglichkeiten durch. Ich könnte mich zur Mall durchkämpfen, doch wer sagt mir, dass mir dort geholfen werden kann? Oder ich kann erst einmal hier bleiben, meine Kräfte schonen und sehen ob der Kerl wirklich was auf dem Kasten hat. Wenn er nur einen Vorteil aus dem ganzen ziehen will, kann ich immer noch verschwinden.

Ich öffne meinen Augen und fixiere ihn. „Du hast nicht zufällig Schmerzmittel oder Antibiotika dabei, großer Retter?“, frage ich und verdrehe leicht die Augen. Natürlich nicht. Wer hat schon in der heutigen Zeit noch brauchbare Medikamente bei sich. „Ansonsten gibt es nicht viel, was ich tun kann oder?“, wenn ich Glück habe verläuft das ganze glimpflich, wenn nicht...tja dann würde sich laut der Dunkelhaarigen so gut wie die ganze Stadt freuen. Oh, diesen Gefallen tue ich euch nicht!

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Sa 11 Apr - 0:44

Diese Zicke scheint es auf mich abgesehen zu haben, denn sie macht sich tatsächlich noch über mich lustig, nachdem sie mir schon mein Geschäft versaut hat. Und das, obwohl ich ihr nicht einmal etwas getan habe. Ich sollte ihr besser zeigen, dass man sich mit mir lieber nicht anlegt! „An deiner Stelle würde ich aufpassen, dass du nicht mein nächstes Opfer bist.“ Im Gegensatz zu ihrem Gekeife spreche ich mit ruhiger, aber dennoch drohender Stimme. Wenn sie so weitermacht, gibt es hier gleich eine Volksversammlung. Ihre nächsten Worte lassen jedoch meine Wut verfliegen und mich stattdessen auflachen. „War das ein Angebot?“ Ehrlich, eine Frau wie sie lege ich doch mit links übers Knie. Die Frage ist nur, was ich mit ihr anstelle, wenn ich sie unter meiner Kontrolle habe.

Wohl nicht mehr viel, wie es aussieht, denn im Gegensatz zu ihrer großen Klappe sieht sie aus als wird sie nicht mehr lange durchhalten. Warum sie mich dann lieber angiftet anstatt mich um Hilfe zu bitten? Tja, die Antwort darauf kenne ich nur zu gut. Ich würde mir an ihrer Stelle wahrscheinlich auch lieber den Arm abschneiden als einem Fremden zu vertrauen. Andererseits… wäre ich vermutlich trotzdem so klug zu begreifen, wann ich keine andere Wahl hätte. Viel werde ich nicht für sie tun können, wenn sie sich weiterhin weigert, aber immerhin kann mir nachher niemand vorwerfen, dass ich es nicht zumindest versucht hätte. Auch wenn das Stück Stoff im Grunde ein Tropfen auf den heißen Stein ist. „Hab schon Schlimmeres gesehen“, bemerke ich wahrheitsgemäß, was nicht heißen soll, dass das hier nicht schlimm ist. Ehrlich gesagt kann das hier verdammt hässlich enden und das ist wohl auch der Grund, warum ich nicht schon das Weite gesucht habe.

Dass sie weiterhin ihr Gift in meine Richtung versprüht, juckt mich relativ wenig. Genauer gesagt gar nicht. Deshalb ignoriere ich das Ganze einfach und warte ab, bis sie ihr Pulver verschossen hat, was schätzungsweise in ein paar Minuten der Fall sein wird, wenn ihr die Kraft dazu fehlt, mich weiter anzugreifen. Zumindest scheint auch bei ihr langsam der Gedanke durchzusickern, dass sie aus der Nummer nicht so einfach wieder herauskommt. Ihre Forderung gleicht aber eher einem Fiebertraum als der Realität. Ja klar, hab ich immer dabei und mache mich damit zur wandelnden Zielscheibe, würde ich ihr am liebsten antworten, doch Ironie hilft jetzt keinem von uns weiter. „Du brauchst keine Tabletten, sondern jemanden, der deinen Arm richtig versorgt. Und die Schmerzen sind gerade dein geringstes Problem.“ Wenn sie jetzt nicht direkt auf der Straße verblutet, kann sie schließlich immer noch eine Blutvergiftung riskieren.

Seufzend ziehe ich etwas aus der Seitentasche meines Rucksacks. „Desinfektionsspray“, erkläre ich und hoffe, dass sie nun nicht nachfragt, woher ich das habe. Ich kann nicht fassen, dass ich im Begriff bin, so etwas Wertvolles an eine Person zu verschwenden, die ich nicht einmal kenne. Und die mich anscheinend am liebsten lynchen würde, wäre sie dazu noch in der Lage. Und alleine die Tatsache, dass sie das nicht mehr ist, bewegt mich dazu mich vor ihr hinzuknien und ihr direkt in die Augen zu sehen, um sicherzugehen, dass sie nicht doch ihre Krallen ausfährt. „Das wird jetzt höllisch wehtun. Und du wirst mich dafür hassen. Aber das tust du ja eh schon“, stelle ich mit einem frechen Grinsen fest, bevor ich vorsichtig ihre Hand mit dem Stück Stoff von der Wunde löse und einen kühlen Film darauf sprühe, der sich für sie wahrscheinlich wie tausend heiße Nadeln anfühlt. „Gern geschehen“, scherze ich daher bloß, bevor ich wieder zum Ernst der Lage zurückkomme. „Der Arm muss verbunden werden, das ist dir klar, oder?“ Davon dass wir hier rumsitzen, ändert sich schließlich rein gar nichts. Und da ich nicht mit einem halben Verbandskasten durch die Gegend laufe, bleiben uns im Grunde nur zwei Möglichkeiten. „Entweder ich besorge etwas und bin in ein paar Minuten wieder da“, beginne ich und lasse bewusst die Information außen vor, dass sie in der Zwischenzeit verbluten könnte, „oder ich bringe dich irgendwo hin, wo ich dir helfen kann“. Mehr kann ich ihr wirklich nicht anbieten und das ist auch mehr als ich in den letzten Monaten für einen anderen Menschen getan habe.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Sa 11 Apr - 13:40

Ich sollte aufpassen, dass ich nicht sein nächstes Opfer werde? Die Stimme des ominösen Fremden klingt dunkel und bedrohlich. Abfällig lasse ich meine Augen über seine hochgewachsene Gestalt gleiten. „Oh bitte, mach dich nicht lächerlich.“, raune ich nun ebenso leise. „Ich mag vielleicht verletzt sein. Aber deswegen bin ich noch lange nicht hilflos. An mir wirst du keine Freude haben, kapiert?“ Ob ich ihm ein Angebot gemacht habe? Ein kaltes Lächeln huscht über meine Lippen. „Vielleicht?“ Wenn er spielen will, von mir aus.  Er unterschätzt mich maßlos. Das ist gut...und zwar gut für mich!

Als ich an der Wand lehne und die tiefe Wunde betrachte, erwähnt der Fremde nur, dass er schon schlimmeres gesehen hat. Es zeigt, dass er hart im nehmen ist und kein Nichtsnutz, der schon bei der kleinsten Lebenskrise in Panik gerät. Ich brauche also keine Tabletten, sondern jemanden der meinen Arm fachgerecht versorgt. Ich verdrehe bei diesen Worten gelangweilt die Augen. Klugscheißer! Vermutlich hätte ich ihm dieses Wort auch vor den Kopf geknallt, wenn ich in einer besseren Verfassung gewesen wäre. Mir ist kalt und dennoch bilden sich Schweißtropfen auf meiner Stirn. Irgendetwas geht hier verdammt nochmal komplett schief! Als der Fremde schließlich in der Seitentasche seines Rucksacks herumkramt, mache ich mich innerlich darauf gefasst, dass er ein Messer oder etwas ähnliches zückt um mich endgültig zu erledigen. Ich blicke ihn jedoch erstaunt an, als er ein Desinfektionsmittel hervorholt.

Meine Augen erfassen jede Bewegung des Fremden, als dieser sich zu mir hinkniet. Ich weiche seinem Blick nicht aus. „Entweder du bist ein sehr hohes Tier eines Tribes...“, raune ich leise. „Oder aber du bist ein verdammt geschickter Dieb. Wie solltest du sonst an so ein Zeug herankommen?“ Beide Varianten haben so ihre Vorzüge. Meine Augen tasten sein Gesicht ab, dass ich nun deutlicher erkennen kann. Er hat stechend scharfe grüne Augen und hat es scheinbar nicht nötig sein Gesicht hinter einer Kapuze zu verstecken. Nun offenbart er mir wenig neues. Es würde brennen, aber ich hasse ihn ja sowieso schon? Ich erwidere sein Grinsen mit einem kühlen Lächeln. Wo du Recht hast. Ich beobachte, wie er das Stück Stoff von meinem Arm löst. Als das Spray auf die Wunde trifft, keuche ich vor Schmerzen auf, beiße dann aber fest die Zähne zusammen und nur ein dunkles Knurren entweicht meiner Kehle. Ich werde mich ganz sicher nicht bloßstellen, indem ich vor ihm schreie oder gar winsele. Dennoch raubt mir der Schmerz beinahe den Verstand, mein Körper zittert. „Verdammt! Willst du mich umbringen?", zische ich und lehne erschöpft und keuchend den Kopf an die Wand, versuche das Brennen irgendwie zu ertragen.

Gern geschehen? „Oh witzig ist der Herr auch noch.“, sage ich und verenge meine Augen. „Machst du dich immer über deine Patienten lustig?“ Doch er scheint noch immer nicht genug von der Situation zu haben. Er will etwas besorgen oder mich irgendwo hin bringen? Das erste Mal funkeln meine Augen nicht angriffslustig auf. Vielmehr spiegelt sich darin Verwunderung wider. Ich schaue ihn ernst an. „Was für ein Ort soll das sein?“, hake ich misstrauisch nach. Aber im Grunde habe ich keine Wahl. Die Mall ist noch zu weit entfernt und wer sagt mir, dass er tatsächlich wiederkommt, wenn er jetzt verschwindet. „Ich komme mit.“, entscheide ich mich dann und halte ihm missgestimmt die Hand hin. Ich hasse es so hilflos zu sein! „Kannst du mir...hoch helfen?“ Mit der anderen Hand versuche ich mich an der Wand hoch zu stemmen. Meine Beine fühlen sich an, als wären sie aus Gummi. „Was willst du für deine Hilfe?“, frage ich kühl nach. Ich weiß, dass er kein heiliger Samariter ist. Also wozu das geschäftliche nicht jetzt schon abklären? Mein Leben ist mir so einiges wert. Allein schon weil ich der Dunkelhaarigen nicht gönne, dass sie das bekommt was sie will: Meinen Tod.

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Do 16 Apr - 3:07

Ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal, für wen sie mich hält. Ich bin weder auf der Suche nach Freunden noch nach Feinden, ich bin eher wie ein Geist, der Kerl, den niemand kennt. Ich erledige meine Aufträge und schon bin ich wieder verschwunden. So handelt man sich am wenigsten Ärger ein. „Das bleibt mein kleines Geheimnis“, erwidere ich daher nur mit einem Zwinkern auf ihre Frage, woher ich meine wenigen Besitztümer beziehe. Schließlich kenne ich diese Frau nicht einmal und meine Fähigkeiten sind und bleiben etwas, das ich nicht jedem auf die Nase binde. Diese Informationen sind in dieser Welt zu wertvoll, um sie zu verschwenden, denn wenn ich nicht aufpasse und die falschen Leute davon erfahren, ist meine Tarnung aufgeflogen und ich bin gelinde gesagt am Arsch. Doch davon lasse ich mir nichts anmerken, bin wie immer die Ruhe in Person, auch angesichts des Bildes, das sich mir bietet. Denn ich weiß aus Erfahrung, wenn ich nicht schnell genug handele, stirbt sie mir unter meinen Händen weg. Und das ist das Letzte, was ich will. „Das hätte ich auch einfacher haben können“, schmunzele ich, vielleicht um die Situation etwas aufzulockern, doch ihr scheint absolut nicht nach Scherzen zumute zu sein. „Und motzt du immer die Leute an, die versuchen dir zu helfen?“, stelle ich die Gegenfrage, doch wirklich böse meine ich das nicht. Ihre Reaktion ist nur allzu verständlich, vor allem nach dem, was sie offensichtlich durchgemacht hat. Dafür scheint sie verdammt stark zu sein, eine Kämpferin, und selbst im Angesicht des Todes greift sie jeden an, der ihr zu nahe kommt.

Vorher ständig mit Gegenwehr konfrontiert, bin ich daher völlig baff, als sie mir plötzlich zu vertrauen scheint. Immerhin bedeutet das für die meisten Leute nichts Gutes und auch wenn ich davon gerade eine Ausnahme mache, habe ich ihr nichts versprochen. Das könnte ich auch gar nicht. „Ähm“, bringe ich wenig hilfreich hervor, denn zum einen habe ich überhaupt nicht damit gerechnet so weit zu kommen und zum anderen habe ich gehofft sie würde mir sagen, wohin ich sie bringen soll. Doch ich spreche selten etwas aus, ohne zumindest ein paar Gedanken im Hinterkopf zu haben. Während ich ihr vorsichtig auf die Beine helfe, gehe ich in meinem Kopf die Möglichkeiten durch und schon wenige Sekunden später schlage ich die Richtung ein, für die ich mich entschieden habe. Das Gute daran, dass ich für andere Leute arbeite, ist, dass ich ein paar sehr hilfreiche Kontakte geknüpft habe. Auch ich muss mich schließlich für Notfälle absichern. Doch so selten, wie ich in der Stadt bin, und so oft, wie sich hier etwas ändert, habe ich keine Ahnung, ob ich diesen Ort noch so vorfinden werde, wie ich ihn in Erinnerung habe. Es ist ein Schuss ins Blaue, aber es ist besser als nichts zu tun.

Und während ich sie so schnell, wie es eben aufgrund ihrer Verletzung möglich ist, die zwei Gassen weiter schleppe, stellt sie mir eine Frage, über die ich ganz entgegen meiner Gewohnheit noch gar nicht nachgedacht habe. Wie gesagt, ich würde nie jemanden einfach so sterben lassen, solange der mir nichts Schwerwiegendes getan hat. Dass ich in einer solchen Situation helfe, ist für mich selbstverständlich. Schließlich hätte ich mir damals gewünscht, dass das Gleiche jemand für Kayla und Callum getan hätte – wenn ich schon nicht selbst in der Lage dazu gewesen bin. Doch da sie die Sache anspricht und angesichts dessen, dass ich gleich in ein Haus eindringen werde, das mir nicht gehört, sage ich ihr, wie das in meiner Welt so läuft: „Eine Hand wäscht die andere. Ich helfe dir und falls ich irgendwann einmal Hilfe brauchen sollte…“ Den Satz kann sie selbst beenden. Ehrlich gesagt werde ich vermutlich gar nicht darauf zurückkommen. Ich weiß ja nicht einmal, was sie zu bieten hat. Doch im Moment interessiert mich sowieso nur, dass ihre Wunde wieder verheilt. Sonst braucht sie nicht einmal den morgigen Tag zu planen.

An dem heruntergekommenen Wohnhaus angekommen, versuche ich zunächst die Tür auf normalem Wege zu öffnen, doch wie erwartet ist niemand da. Also hole ich mein Werkzeug aus dem Rucksack und breche die Tür kurzerhand auf, denn für etwas anderes reicht die Zeit nicht. Dann helfe ich der Fremden in den Wohnbereich und ziehe mich kurz in ein Nebenzimmer zurück, wo ich zum Glück noch das Versteck vorfinde, das außer mir nur einer weiteren Person bekannt ist und der ich für das hier vermutlich jetzt mehr als einen Gefallen schulde. Mit etwas Wasser, einer Salbe und einem Verband kehre ich zu der jungen Frau zurück und versorge fachmännisch ihre Wunde. Ich habe keine Ahnung, ob sie damit über den Berg ist, aber die Blutung zu stoppen, verschafft ihr immerhin die Chance dazu. Lediglich eine Flasche mit Trinkwasser kann ich ihr noch anbieten, denn Flüssigkeit ist momentan alles, was sie braucht. Alles andere liegt nicht mehr in meiner Hand. Und doch weiß ich nicht, ob ich sie hier jetzt zurücklassen kann. „Du bist allein, oder?“, spreche ich meine Vermutung aus, denn wenn man einen wildfremden Menschen um Hilfe bittet, ist das naheliegend. Und auch wenn ich am liebsten so schnell wie möglich wieder aus der Stadt verschwinden würde, sollte sie in den nächsten Stunden nicht alleine sein.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Fr 17 Apr - 10:57

So, so...wer er ist bleibt also sein kleines Geheimnis? Ich ziehe leicht meine Augenbrauen hoch, als der Fremde mir zuzwinkert. Wie interessant. Er ist also niemand, der seine Identität gerne preisgibt, jemand der lieber keine Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Er ist clever. Was man meiner Meinung nach nicht gerade von jedem hier in der Stadt behaupten kann. Sie alle hier spielen Frieden...sie basteln sich eine heile Welt zusammen, die schon lange nicht mehr existiert. Das kann gar nicht gut gehen. Wenn er gewollt hätte, hätte er mich viel leichter erledigen können, als mit dem Spray? Er sieht mich amüsiert an, ich hingegen verdrehe nur wieder die Augen. Na sicher. Schließlich fragt er mich noch, ob ich immer die Leute anmotze, die mir helfen wollen. „Wenn diejenigen es verdient haben...“, raune ich leise und nun huscht ein amüsiertes Lächeln über meine Lippen. „Ja.“

Der Fremde ist sichtlich überrascht, als ich einwillige mit ihm zu kommen. Damit hat er scheinbar absolut nicht gerechnet. Ich habe es bewusst vermieden, ihm etwas von der Mall oder den Mall Rats zu erzählen. Erstens werde ich keinen wildfremden Menschen dort anschleppen, zweitens werde ich den anderen ganz sicher nicht die Genugtuung geben, mich so zu sehen. Fraglich ist sowieso, ob sie noch in der Mall hausen oder ob sie sich bereits ein anderes Rattenloch gesucht haben. Mit Hilfe des Fremden erhebe ich mich mit zittrigen Beinen und brauche einen kurzen Moment, ehe ich sicher den Boden unter meinen Füßen spüren kann. Mir ist übel und mein Körper fühlt sich matt an. Dennoch beiße ich die Zähne zusammen und auch wenn ich mich leicht auf den hochgewachsenen Kerl stützen muss, kommen wir relativ schnell voran. Ich folge ihm, etwas anderes bleibt mir nicht übrig.

Meine Augen gleiten über die Gegend und schließlich kommen wir an einem ziemlich heruntergekommenen Haus an. Ich sehe mich kurz um. Niemand scheint von uns Notiz genommen zu haben. Er schlägt mir einen Deal vor. Er hilft mir und ich tue das gleiche, sollte er einmal in Not geraten. Ich schaue ihn an und nicke knapp. „Einverstanden, Fremder.“ Und ich meine dies absolut ehrlich. Ich lehne mich an eine Hauswand und beobachte ihn dabei, wie er versucht die Tür zu öffnen. Ich ziehe verwundert die Augenbrauen hoch, als er schließlich Werkzeug aus seiner Tasche holt und die Tür sehr professionell aufbricht. „Wow...“, sage ich leise als er mich wieder stützt und mich ins Haus führt. „Du bist ein Einbrecher und ein Dieb. Wie ich vermutet habe. Und du bist wahrscheinlich einer der Besten.“, stelle ich fest. Nun schaue ich mich in dem Haus um, während wir uns ins Wohnzimmer begeben.

Ich setze mich kurzerhand auf das Sofa, lege meinen Rucksack und meinen Mantel auf den Boden und lehne mich etwas zurück. Ich schließe für einen kurzen Moment die Augen, während der Fremde kurz verschwindet und dann mit Verbandsmaterial und Salbe zurückkommt. Warum bin ich so verdammt müde? Ich öffne die Augen und sehe ihn an. Ich beobachte ihn stumm dabei, wie er meine Wunde sehr fachmännisch versorgt. Größeres Glück hätte ich gar nicht haben können, wie mir scheint. „Warum tust du das alles?“, frage ich leise, aber ernst. „Du hättest mich genauso gut auf der Straße liegen lassen können. Und jetzt erzähl mir nicht, dass du ein Menschenfreund bist. Das nehme ich dir nicht ab.“ Der Verband sitzt perfekt. Ich weiß, dass die Wunde eigentlich genäht werden müsste und wenn ich überleben sollte eine Narbe entstehen wird. Aber immerhin wird diese mich immer daran erinnern, dass ich nun eine Aufgabe habe. Nämlich, mich an der Bogenschützin zu rächen. Und ihr ebenso etwas zu verpassen, dass sie immer an mich erinnern wird.

Ich nehme die Flasche dankend entgegen. Fast in einem Zug leere ich diese und lege den Kopf dann wieder erschöpft an die Lehne des Sofas. Meine Augenlider werden immer schwerer und ich spüre eine bleierne Müdigkeit, die meinen Körper erfasst. Ich bin so müde, dass es mir egal ist, was er von mir denken mag. Dass es mir sogar egal ist ob ich ihm nun trauen kann oder nicht. Also lege ich mich auf das Sofa und bin gerade dabei den Kampf gegen den Schlaf zu verlieren, als er mich noch fragt ob ich alleine bin. „Ich brauche keinen Babysitter, falls du das meinst...“, murmle ich nur leise und obwohl ich in keiner guten Verfassung bin, immernoch eine Spur trotzig. Dann fallen mir die Augen zu und ich verfalle in einen zweistündigen, heilsamen Schlaf.

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Di 21 Apr - 12:01

cf: Strand- Ufer

Warum bin ich überhaupt zurückgekommen. Warum bin ich nicht einfach weiter gezogen,
wie ich es eigentlich vorgehabt habe? Achja richtig, Keoni, und Ami. Langsam fange ich an die beiden echt zu hassen. Warum habe ich sie damals überhaupt in Schutz genommen? Keoni ist an jenem Abend abgehauen , und somit war unsere kurz Beziehung am Ende . Ich habe meinen Freund verloren,während Amiria wahrscheinlich immer noch ihre große Liebe Ryan hat. Vielleicht hat Akona Recht gehabt. Amiria ist vielleicht wirklich nur ein kleines verwöhntes Mädchen, was immer das kriegt was sie will, während die anderen leer ausgehen. Ich laufe
und , laufe . Bemerke dabei nicht, dass ich total vom Weg abgekommen bin.

tbc: Waldweg
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mi 22 Apr - 2:53

Noch immer haben wir nicht unsere Namen ausgetauscht und wenn es nach mir geht, hat das auch absolut keine Eile. Ich konzentriere mich gern aufs Wesentliche und lasse mich von nichts davon ablenken. So ist es mir auch herzlich egal, dass sie mich gerade dabei beobachtet, wie ich in ein Haus einbreche, wie sie es nennt, und ihr damit eine meiner Fertigkeiten offenbare. Doch als sie meint sich aus irgendeinem Grund bei mir einschleimen zu müssen, kann ich ein leichtes Schnauben nicht unterdrücken. Einer der Besten? Für wen hält sie mich? Für irgendeine Art Held? Weit gefehlt. „Ich versuche bloß zu überleben. Wie jeder hier“, gebe ich trocken zurück und dränge die Gedanken an die Situationen zurück, in denen ich alles andere als glanzvoll hoffnungslos versagt habe.

Stattdessen erledige ich den mir selbst auferlegten Job und versuche zumindest für den Moment das Richtige zu tun. Schließlich habe ich mir für Notfälle wie diesen ein paar Dinge angeeignet und ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass ich meine Kenntnisse irgendwann einmal bei einer wildfremden Person anwenden würde. Sie ist also nicht die Einzige, die dahingehend überrascht ist, und auf ihre Frage nach meinen Motiven kann ich nur wenig antworten, denn diesmal habe ich gehandelt ohne großartig darüber nachzudenken. Ganz entgegen meinem Wesen, wie sie offenbar erkannt hat, aber ich unternehme auch selten den Versuch das zu verbergen. „Du hast Recht“, gebe ich daher zu. „Ich gehöre vermutlich nicht zu den Menschen, denen man trauen sollte. Aber ich bin kein Mörder. Und hätte ich dich dort liegen lassen, wäre ich jetzt genau das.“ Ich sage die Wahrheit, noch etwas, das ich nicht oft tue. Vielleicht ist das eine meiner Schwächen, dass ich niemanden sterben sehen kann. Denn wenn ich jetzt darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich so einige Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen habe, mich in Dinge eingemischt habe, die mich nichts angehen. Doch hätte ich noch einmal die Wahl, würde ich es wieder genauso tun. Diese Welt hat schon zu viele Opfer gefordert und diesen Irren, die noch immer dort draußen herumlaufen, muss Einhalt geboten werden.

Glücklicherweise schaffe ich es seit längerem, mich alleine durchzuschlagen. Von der jungen Frau vor mir scheint man das nicht gerade behaupten zu können, denn abgesehen von ihrem losen Mundwerk weist ihre Verteidigung offensichtlich einige Lücken auf. „Das sehe ich“, kommentiere ich daher nur knapp ihre Aussage, dass sie keinen Aufpasser braucht. Um ehrlich zu sein, ist das auch das Letzte, was ich für sie sein will. Doch da ich mir nicht sicher bin, ob es gut oder schlecht ist, dass sie gerade ins Land der Träume abdriftet, bleibt mir praktisch gar keine andere Wahl als hier noch ein wenig Zeit zu verbringen. Meine Auftragssuche kann ich für heute vermutlich sowieso vergessen, denn mit dem Blut, das an mir klebt, sehe ich nicht gerade vertrauenserweckend aus. Also lasse auch ich mich in einen Sessel sinken, versuche mich weitgehend von dem unliebsamen Rot zu befreien und warte dann einfach ab.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Do 23 Apr - 12:51

Der Fremde versucht bloß zu überleben? Ihm scheint es ganz und gar nicht zu gefallen, dass ich sein diebisches Talent gelobt habe. Das lässt nur zwei logische Schlüsse zu. Entweder ist es um sein Selbstvertrauen, aus welchen Gründen auch immer, ziemlich mies bestellt. Oder aber, er will einfach keine Aufmerksamkeit. Meine Neugierde ist in jedem Fall geweckt und ich werde des Rätsels Lösung schon noch auf die Schliche kommen. Er gibt zu, dass er kein Mensch ist, dem man trauen sollte. Aber er ist auch kein Mörder. „Verstehe. Also dient das hier alles bloß der Beruhigung deines eigenen Gewissens.“, sage ich kühl, aber nicht wertend. Mir würde es in seiner Position wohl ähnlich gehen. „Zu dumm, dass ausgerechnet du derjenige warst, der mich gefunden hat, was?“, raune ich leise und gespielt mitfühlend. Seine letzte ironische Bemerkung bekomme ich nicht mehr mit, was vermutlich auch besser so ist.

Mein Schlaf ist in den nächsten Stunden ziemlich unruhig. Ich wälze mich stetig hin und her und Schweißperlen bilden sich erneut auf meiner Stirn. Kurz vor dem aufwachen stöhne ich, gequält von den Schmerzen, auf. „Zoot...“, hauche ich leise im Schlaf und kneife die Augen zusammen. Ich sehe ihn. Er kommt auf mich zu und streckt seine Hand nach mir aus. Ich will danach greifen, doch in seiner Hand liegt nun ein großes Messer. Er grinst mich wild und verrückt an und hebt das Messer an, um endlich zuzustechen. Hinter ihm erscheint ausgerechnet Bray, der seelenruhig alles mit ansieht. Es einfach akzeptiert. Ich sehe wie die scharfe Klinge des Messers auf meinen Körper zu saust. „Nein!“, schreie ich schrill, schrecke hoch und sitze kerzengerade auf dem Sofa. Ich keuche heftig und schaue mich gehetzt um. Wo bin ich? Ich blinzle ein paar Mal und dann spüre ich den Schmerz. Es ist als würde ein Feuer in meinem Oberarm lodern und diesen zerfressen. Mir wird übel, doch der Schmerz holt mich auch zurück in die Realität.

Meine Augen wandern langsam durch den Raum und bleiben an jemandem haften, der in einem Sessel sitzt. Es ist nicht Zoot. Vielmehr, der seltsame Fremde. „Du...“, raune ich schwach und etwas heiser und Erleichterung durchflutet meinen Körper, ich schließe für einen Moment die Augen. „Du bist noch da...“, stelle ich dann verwundert fest. Ich fühle mich als hätte mich ein Gefährt der Technos überfahren. Mein Kopf dröhnt und der Schmerz ist kaum auszuhalten. „Ich dachte du wärst jemand...anderes.“, doch dann schüttle ich den Kopf, als mir klar wird, dass das nur ein schrecklicher Traum war. "Habe ich lange geschlafen?" Ich hasse es, dass ich mir vor ihm so eine Blöße geben muss. Wie ein lächerliches, scheues Reh, huscht es mir durch den Kopf. Was ist aus dir geworden Ebony?! Du lässt dich von einer wild gewordenen Bogenschützin in die Enge treiben und zeigst dich vor einem Fremden schwach und verwundbar. Das muss ein Ende haben!

Ich verbanne diese Gedanken und widme mich wieder ganz dem Unbekannten. „Hast du etwas da, dass man zu einer Armschlinge umfunktionieren kann?“, meine Augen wandern zu der verbundenen Stelle. Jede kleinste Bewegung schmerzt wie die Hölle, dennoch habe ich nicht vor hier ewig untätig herumzusitzen. In mir macht sich ein seltsames Gefühl breit, als ich den mir Unbekannten mustere. Dankbarkeit? Dafür, dass er hier war, als ich aufwachte? Ich schaue ihn eine Weile an. „Verrätst du mir deinen Namen, großer Unbekannter?“, frage ich also. Normalerweise bedeuten mir Namen nichts. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich ihn zuordnen möchte. Er soll nicht bloß ein Schatten in meiner Erinnerung bleiben, immerhin habe ich ihm einiges zu verdanken.

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Sa 25 Apr - 8:45

cf: Weg zur Stadt

Brady läuft ohne Probleme an meiner Hand richtung Mall. Es ist schon spät geworden ich bin müde und die Kleine wird es sicherlich auch sein. Ich stimme ein Kinderlied an, damit ihre Sorgen um Trudy, die noch zurück gebliben ist, etwas verschwindet. Ich singe Hänschen Klein vor mich her und hoffe Brady kennt das Lied. Auf die Schnelle ist mir kein beszeres Lied eingefallen, trozdem hoffe ich es stellt sie zufreiden. Ich verkneife mir in Gähnen und greife mit der Hand an dem Eimer mit den Fischen um, der Griff fühlt sich unangenehm an, da der Eimer so voll und schwer ist. Langsam kommen wir der Mall näher.

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Sa 25 Apr - 20:37

cf: Vero Centre - Lobby

Wir betreten die Straßen und bahnen uns unseren Weg Richtung Mall. Wieder entgehen mir die misstrauischen Blicke der übrigen Jugendlichen nicht. Mir soll es Recht sein. Ein bisschen Respekt hat noch niemandem geschadet. Ich werfe Vanessa, welche zwischen Joel und mir geht, einen kurzen Blick zu. Das Gespräch von eben ist nicht der Rede wert? Das sah mir aber ganz anders aus. Ich werde aus ihr einfach nicht schlau. Sie ist so ganz anders als ich. Sie spielt gerne kleine Spielchen und kann bitterböse Gedanken hinter einem engelsgleichen Lächeln verstecken. Ich hingegen ziehe den direkteren, ehrlicheren Weg vor. Dass ich ein netter Mensch bin, kann man von mir aber auch nicht behaupten. Ich kann Menschen ohne mit der Wimper zu zucken vernichten, wenn es denn mein Auftrag ist. Doch Ram hat der Kampftruppe aufgetragen, niemanden zu töten, es sei denn es gibt keinen anderen Ausweg sich selbst oder eine andere Person zu schützen. Joel hat sich uns nun angeschlossen. „Vanessa soll kurz bei den Mall Rats vorstellig werden und ihnen eine Nachricht überbringen.“, unterrichte ich ihn kühl. „Wir sollen lediglich für ihre Sicherheit sorgen.“ Die Sonne geht langsam unter und ich beschleunige meine Schritte. Es kommt sicher nicht besonders gut, wenn wir erst mitten in der Nacht bei ihnen auftauchen. Und Ram wollte, dass wir einen halbwegs guten Eindruck machen. Nach einiger Zeit kommt die Mall in Sichtweite. „Da wären wir.“, raune ich nur leise und betrete gemeinsam mit meinen beiden Gefährten die Mall.

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Sa 25 Apr - 21:03

cf: Vero centre- Lobby

Während wir dem Rattenloch immer näher kommen, informiert
Ginger Joel über meinen Auftrag, den Ram mir gegeben hat.
Ich höre den beiden überhaipt nicht richtig zu, denn ich muss mich schließlich
innerlich schon etwas auf meine Rolle vorbereiten. Ich will dass alles glatt über die Bühne läuft.
Wie eine Schauspielerin vor einer wichtigen Szene in einem Blockbuster.
Kurz darauf haben wir unser Ziel erreicht. Man gut , dass ich meine Handschuhe anhabe. Schon von außen über kommt mich ein Grauß. Aber nun gut. The show must go on.....

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo 27 Apr - 11:49

cf: Märkte - Roadhouse Eingangsbereich
Straßen zwischen Markt und Industriegebiet

Ich weiß immer noch nicht wo ich hinsoll und streife recht wahllos durch die Gegend. Mal links, mal
rechts, immer die Augen aufhaltend ob sich eine vernünftige Unterkunft auftut.
Das ich dabei langsam zum Industriegebiet laufe bemerke ich gar nicht, aber mir ist es auch
irgendwie völlig egal wohin meine Füße mich tragen. Müder werde ich, von Schritt zu Schritt, Straße
für Straße - was kein Wunder ist, denn schon bald ist es tiefe Nacht. Vor mich hin gähnend
versuche ich die Augen offen zu halten, es gelingt mir nur teilweise und so blinzle ich vor mich hin.

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   So 3 Mai - 0:50

Ich habe ja schon viel erlebt, aber von jemandem angegriffen zu werden, dem man versucht das Leben zu retten, das ist auch mir neu. Wäre ich an ihrer Stelle, wären mir die Gründe für die Hilfe meines Retters ziemlich egal, aber sie besitzt tatsächlich die Dreistigkeit mich… herauszufordern? „Wäre es dir lieber, ich hätte dich verbluten lassen?“, gebe ich schroff zurück. Ich habe keine Ahnung, was genau sie von mir hören will, aber gerade hätte ich große Lust ihr den Hals umzudrehen. Ihr Glück, dass sie einschläft und mich nicht weiter reizt. So gelingt es auch mir mich ein wenig zu entspannen. Ich lasse die Verwundete nicht aus den Augen, doch abgesehen von ein paar Albträumen scheint alles in Ordnung zu sein. Die werden sie wohl noch eine ganze Weile quälen, denn ganz egal wie stark sie sich geben mag, so etwas steckt man nicht so leicht weg. Wobei ich immer noch nicht weiß, was eigentlich passiert ist. Und das ist etwas, was mich brennend interessiert. Wenn da draußen Leute herumlaufen, die andere Menschen lebensgefährlich verletzen, dann sollte ich besser wissen, wer das ist. Wofür ich diese Informationen dann verwenden werde? Das überlege ich mir, wenn es soweit ist.

Ein Schrei reißt mich aus meinen Gedanken und lässt mich kurz zusammenzucken. Die Fremde ist aufgewacht und offensichtlich noch ein wenig orientierungslos. „Alles okay“, versuche ich sie daher zu beruhigen. „Du bist in Sicherheit.“ Sie ist sichtlich überrascht mich zu sehen. Anscheinend hält sie mich immer noch für ein Arschloch, das sie einfach so hier liegen lassen würde. Oder für jemand ganz anderen, wie sie sagt. „Der, der dir das angetan hat?“ Mir ist klar, dass ich ziemlich direkt bin, aber um den heißen Brei herumzureden, liegt mir nun einmal nicht. „Nein, nicht besonders lang“, beantworte ich ihre Frage, wie lange sie geschlafen hat. „Wieso? Hast du noch etwas vor?“ Sie sollte sich lieber noch eine Weile ausruhen, aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich an ihrer Stelle wahrscheinlich auch keine Lust, noch mehr Zeit an einem fremden Ort zu verbringen. Tatsächlich scheint sie schon wieder weitermachen zu wollen wie bisher, wozu sonst bräuchte sie so etwas wie eine Armschlinge? Ich sehe sie nur leicht ungläubig an. „Tut mir leid. Mit so viel Luxus kann ich dann doch nicht dienen.“ Die Wunde wird auch so verheilen, es wird eben nur ein wenig länger dauern. Nach solch einer schwerwiegenden Verletzung muss man sich die Zeit nehmen, ob man nun will oder nicht. Doch wer wäre ich, ihr das zu sagen? So wie ich sie bisher kenne, würde sie sowieso nicht auf mich hören. Etwas Eindruck scheine ich aber doch hinterlassen zu haben, denn sie fragt mich nach meinem Namen und die Art, wie sie das tut, entlockt mir ein leises Lachen. „Bevor du mich weiter so betitelst, gerne. Ich heiße Cathal.“ Eigentlich hätte ich ihr jetzt irgendeinen beliebigen Namen nennen können, so wie ich es ab und zu tue, wenn ich nicht weiß, ob ich jemandem trauen kann. Doch hier und jetzt sehe ich keinen Grund, meine wahre Identität zu verschleiern. „Und mit wem habe ich das Vergnügen?“ Kurz schenke ich ihr ein ehrliches Lächeln, bevor meine Gedanken mich wieder an die wichtigen Fragen erinnern und ich somit etwas ernster werde. „Also, was genau ist da draußen passiert?“
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   So 10 Mai - 13:47

cf: Weg zur Stadt

Trudy erklärt mir, mit unverhohlener Begeisterung, weshalb die Ecos sie so faszinieren. Sie leben im Einklang mit der Natur, müssen sich um Vorräte keine Sorgen machen und Brady könnte in der Natur leben und mit anderen Kindern spielen. Das alles klingt nachvollziehbar und ich glaube, dass Trudy dort wirklich glücklicher wäre. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es bei den Waldmenschen wirklich so viel sicherer für Brady und Trudy ist, wie sie annimmt. Nur weil die Ecos sich aus den Angelegenheiten der Stadt heraushalten, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht ebenso einem Angriff zum Opfer fallen könnten. Und wer würde ihnen dann zu Hilfe eilen, wenn der Überfall von anderen Menschen gar nicht bemerkt werden würde? Isolation birgt auch Gefahren. „Sind sie denn gut organisiert? Ich meine, was die Abwehr von Angriffen angeht?“ Im Gegensatz zu Trudy halte ich absolut nichts von den Waldmenschen.

Wir haben komplett gegensätzliche Vorstellungen von einem besseren Leben. Aber so lange wir die Ansichten des jeweils anderen respektieren, wird es dennoch funktionieren. Ich bin der Grund, weshalb sie nicht zu den Ecos gegangen ist?! „Ich...?“, frage ich ziemlich ungläubig und hebe abwehrend die Hände. „Also Trudy...das ehrt mich, aber...du solltest wegen mir keine deiner Träume begraben. Mach deine Entscheidung bitte nicht von mir abhängig okay? Wie gesagt, ich würde dich dort besuchen.“ Ich mache eine Pause und lächle sie etwas gequält an. „Und...vielleicht kannst du mich von den Vorzügen der Ecos überzeugen?!“, ich grinse etwas, da meine Stimme doch sehr ungläubig klingt. Tatsächlich wäre es problematisch, wenn sie zu den Ecos gehen würde. Vermutlich wäre ich noch nicht einmal befugt das geheiligte Territorium zu betreten. Aber wir würden schon einen Weg finden. Und sie soll das tun, was sie für richtig hält.

Trudy stimmt meinem Vorschlag, die Schule betreffend, zu und ich nicke leicht. Wir kommen bei der Stadt an und Trudy sieht wirklich nicht glücklich aus. Ich glaube aber, dass es ihr besser gehen wird, wenn sie erst einmal die Mall betreten hat. Sie erwidert meinen Kuss leidenschaftlich und raunt mir dann leise zu, dass auch für sie, die Zeit bei den Dünen, immer eine kostbare Erinnerung bleiben wird. Sie ist bereit die Höhle des Löwen zu betreten? Ich nicke. „Auf in den Kampf...unerschrocken und furchtlos!“, sage ich gespielt kampfeslustig und zwinkere ihr dann zu. Meinen Arm lege ich ihr locker auf ihre Schultern und zusammen betreten wir sie Straßen der Stadt. Ich gehe ziemlich lässig die Straßen entlang, dafür dass ich eher inkognito unterwegs sein sollte. Aber die Zeiten des Versteckens sind endgültig vorbei! Außerdem rechnet niemand damit, mich ohne Wachleute auf den Straßen anzutreffen. Also rechne auch ich nicht mit einem Angriff. Auf der Straße begegnen wir einigen Jugendlichen, die aber viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, als uns Beachtung zu schenken. Umso besser.

-
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There the rainstorm came over me, and I felt my spirit break,
I had lost all of my belief you see, and realized my mistake.

sig made by Ivayne :*
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