
The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012 |
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Chuck* Techno
Anzahl der Beiträge: 54 Anmeldedatum: 17.05.15
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Lisa
 | Thema: Re: Straßen der Stadt Mo 10 Aug - 15:07 | |
| Rams Leute verschwinden endlich aus meinem Blickfeld und ich lenke meine dunklen Augen auf die kleine Asiatin. Das Gerede hinter meinem Rücken interessiert mich nicht. Sollen sie zu Ram laufen, er kennt mich. Er weiß, dass ich ein arroganter Scheißkerl bin. Und er hat mich dennoch zu sich gerufen. Sie müssen mit mir leben, bis mein Auftrag hier beendet ist. Mein Zorn verraucht, als ich Lee-Min mustere. Ich werde sie nicht dafür verurteilen, dass sie ganz allein hier aufgetaucht ist. Naiv wie sie ist, hat sie mich für einen guten Kerl gehalten. Jetzt weiß sie, dass dem nicht so ist! Hoffentlich lernst du draus! Noch immer sieht sie mich aus geweiteten Augen an. Sie zittert leicht, genau wie Chiara vor nicht all zu langer Zeit. Na wunderbar!, denke ich zähneknirschend. Chuck, du bist scheinbar ein Meister darin, junge Seelen zu brechen! Ich lege ohne viele Worte meine Hände auf ihre Schultern und ziehe sie an mich. Zuerst verspüre ich einen leichten Widerstand, doch schließlich lässt sich die Asiatin regelrecht in meine Arme fallen. Ich lege meine Arme um sie und sie legt ihren Kopf an meine Brust. Ihr Körper vibriert leicht und ich vernehme ein Schluchzen. Weint sie?! Himmel, jemandem Beistand zu leisten liegt mir nicht! Hätte sie sich das nicht für ihre Brüder aufsparen können? Doch ich sage vorerst nichts, halte sie einfach fest.
Lee-Min schüttelt den Kopf, als ich sie frage, ob die Wache ihr sehr wehgetan hat. Na immerhin! Auf meine nächste Frage hin, fängt die Kleine an, heillos irgendwelche Wortfetzen zu stottern. Immer wieder werden ihre Worte durch lautes Schluchzen unterbrochen. „Schhh...“, versuche ich sie zu besänftigen und fahre mit meiner Hand langsam über ihren Rücken. „Beruhig dich, Kleines.“, raune ich leise, während ich versuche aus ihren Worten schlau zu werden. „Wer ist tot?“, frage ich dann mit verständnislosem Blick und löse mich aus ihrer Umarmung. Ich nehme sie bei der Hand und ziehe sie ein Stück vor das Vero Centre. Heraus aus der dunklen Niesche. „Dein Hund? Hör zu , das ist wirklich tragisch aber ich habe keine Zeit um...“,ich stocke jedoch als sie die nächsten Worte stottert. Ihr geht es schlecht? Ich soll ihr helfen?? „Wem?“, frage ich leise und verenge meine dunklen Augen leicht, als mich eine schlimme Vorahnung überkommt. Es gibt nur eine einzige weibliche Person, die wir beide kennen. Chiara! Das Mädchen, dass ich ein für alle mal vergessen sollte. Mein Magen krampft sich unwillkürlich heftig zusammen. Und du Scheißkerl hast sie allein gelassen! „Du...meinst...“, beginne ich und blinzle sie verwirrt an. „Du meinst jetzt nicht...Chiara...oder?“, bringe ich schließlich mit gepresster Stimme hervor, ein unbändiger Schmerz blitzt in meinen Augen auf.
Ich könnte es nicht ertragen, wenn...Er hat ihr wehgetan, dringen Lee-Mins Worte erneut an mein Ohr. „Verdammt, was ist passiert??“, frage ich zornig und spüre ein Kribbeln in meiner Hand, balle diese zur Faust. Am liebsten hätte ich jetzt auf irgendetwas eingeschlagen! „Wer hat ihr wehgetan und wo ist sie jetzt??“ Ich funkele Lee-Min wutentbrannt an, doch mein Zorn richtet sich vielmehr auf meine Hilflosigkeit. Irgendjemand hat ihr Schmerzen zugefügt...und ich war nicht da um ihr zu helfen. Ich lasse meine Augen über die Umgebung wandern und verharre abrupt an einer auf dem Boden kauernden Gestalt. Ein dunkelhaariges Mädchen sitzt mitten auf der Straße, die Knie angewinkelt, den Kopf darauf gestützt. Das Haar wirr. Scheiße! Mein Herz krampft sich ein zweites Mal an diesem Tag entsetzlich zusammen und ich spüre ansatzweise Tränen in meinen Augen aufsteigen. Schnell wende ich den Blick wieder von ihr ab, blinzele diese weg. Ich weine nie! Und auch nicht jetzt, verdammt!! Doch sie ist es. Die stolze...wunderschöne Raubkatze. Gebrochen. Zusammengekauert. Ich habe dieses Bild schon einmal gesehen. Früher. Die Scheiße wiederholt sich immer! Aber ich kann nicht zu ihr gehen. Jemand anderes muss ihr helfen!
Meine Augen lenken sich auf Lee-Min, sie wirken leer. Kalt, doch unendlich traurig. „Das...war keine gute Idee, Lee-Min“, raune ich leise. „Sie...wir...“, ich stocke. Sie will dich nie wiedersehen. Du bist der Letzte dem sie jetzt begegnen will! Du wirst alles nur noch schlimmer machen. Ich schlucke, lege dann jedoch Lee-Min abwesend die Hand auf die Schulter und wende mich zu Chiara um. Langsam, wie in Zeitlupe gehe ich auf sie zu. Mit jedem Schritt, den ich ihr näher komme, fühle ich mich besser und schlechter zugleich. Hass auf mich selbst, Wut, Trauer...und etwas ganz anderes...dass ich nicht beschreiben kann, nimmt von mir Besitz. Doch ich bin nicht so dumm zu glauben, dass sie wegen mir hier ist. Niemals hätte sie freiwillig den Weg zu mir gefunden. Niemals!! Sie wird es hassen, mich nun zu sehen. Doch deshalb darf ich ihr meine Hilfe nicht verwehren. Ich habe sie schon einmal im Stich gelassen. Schritt für Schritt nähere ich mich dem Mädchen, meine Hände wandern dabei in die Hosentaschen und mein Blick ist gefühlskalt. Weder Mitleid, noch Zorn liegen in ihnen. Eine kalte Maske gleitet auf mein Gesicht. Ich komme bei der Dunkelhaarigen an und gehe langsam neben ihr in die Hocke. Sie hat noch immer ihr Gesicht zwischen den Knien vergraben. Unschlüssig hocke ich da und mustere sie.
Schon jetzt kann ich erkennen, dass irgendjemand sie übel zugerichtet hat. Wenn dieser jemand noch lebt...werde ich ihm die schlimmsten Qualen bescheren, die ein Mensch nur haben kann. Ich werde dir jeden einzelnen Knochen in deinem Körper brechen, du Scheißkerl! Ob er sie...? Der Schmerz der mich bei diesem Gedanken überkommt, raubt mir beinahe die Sinne und meine Augen werden noch eine Spur dunkler. Wieviele von diesen gebrochenen Seelen habe ich schon auf der Straße kauern sehen. Doch nur der Anblick Chiaras schafft es, mein Herz zu brechen. „Chiara...“, raune ich mit belegter, heiserer Stimme. „Ich bin es. Chuck. Lee-Min hat dich zu mir gebracht.“ Ich löse meine rechte Hand aus der Hosentasche und halte ihr diese hin, ohne sie jedoch auch nur ansatzweise zu berühren. „Kannst du gehen? Komm mit mir, du musst dich ausruhen. Und hier bist du in Sicherheit.“, ich mache eine Pause und muss all meine Kraft für das letzte Wörtchen aufbringen, dass ich nun an sie richte. „Bitte.“, presse ich zwischen den Zähnen hervor. Denn auch für mich sind diese Worte keine Selbstverständlichkeit. Ich habe Angst vor dem, was ich zu sehen bekomme, wenn sie sich erhebt. Angst vor der Wahrheit. Vermutlich hat der Kerl sie vergewaltigt, sie für immer zerstört. Und ich fühle mich schuldig! |
|  | | Chiara* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 63 Anmeldedatum: 28.06.15 Alter: 16
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Single Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Julez
 | Thema: Re: Straßen der Stadt Mo 10 Aug - 22:59 | |
| Lee-Min muss bemerkt haben das ich einfach nicht mehr kann. Wo auch immer sie mich hier hingebracht hat, es scheint irgendein Problem gegeben zu haben, wenn auch nur halbwegs bekomme ich mit das uns jemand nicht da haben will, denn irgendeine Männerstimme stammelt etwas davon das wir verschwinden sollen. Nachdem mich die kleine Asiatin an die Seite gezogen hatte setzte sie mich auf einen Stein, lächelt mich liebvoll an und meint sie hätte mir schon gesagt das sie mich zu einem Freund bringt. Merkwürdige Freunde hast du, bei der netten Begrüßung!...Aber ist jetzt auch vollkommen egal...mein Kopf bringt mich gleich um den Verstand! Noch bevor ich etwas sagen konnte, reicht mir Lee-Min eine Wasserflasche und verschwindet, sie scheint es ziemlich eilig zu haben. Meine Schmerzen wurden langsam unerträglicher, sie beherschen mich. Schließlich beschließe ich aufzustehen, da ich es nicht mehr einsehe auf Lee-Min zu warten, sie hatte was von ausruhen gesagt und ihr Wort anscheind nicht gehalten, denn hier zu sitze ist eine Qual. Doch mein Vorhaben misslingt, ein schwarzer Schleier erscheint nach nur wenigen Schritten vor meinem Auge und zwingt mich dazu mich mitten auf der Straße nieder zu lassen. Ich habe das Gefühl mein Kopf würde gleich platzen, der Kerl muss mich mächtig getroffen haben, der Wichser! Hoffentlich hat er jetzt noch mehr Schmerzen wie ich! Von meiner Umgebung bekomme ich kaum noch etwas mit, die Augen offen zu halten ist eine erhebliche Belastung, denn der Lichteinfall macht es nur noch unerträglicher. Also beschließe ich es einfach gleich nochmal zu versuchen weiter zu gehen denn im moment zwang mich mein Körper auf dem Boden sitzen zu bleiben. Vieleicht kam Lee-Min ja doch noch irgendwann zurück, aber nach ihr zu rufen, das wäre mich im Traum nicht eingefallen.
Ich winkel meine Beine an um meinen Kopf auf die Knie zu legen, mit meinen Handen drücke ich immer wieder gegen meine Stirn. Die Kopfschmerzen machen mich wahnsinnig, ich fühle mich kraftlos und ausgelaugt, ich weiss nicht wie lang ich das noch aushalte. Weiterhin halte ich meine Augen geschlossen. Das jemand auf mich zu kommt bemerke ich noch nicht mal, denn die Schmerzen nehmen alle meine Sinne für sich in anspruch. Schließlich bekomme ich doch mit das sich jemand zu mir niederlässt und ich hoffe einfach das es Lee-Min ist. Wenn nicht dann...? Weg laufen kann ich jetzt ehe nicht, ist mir doch egal was die mit mir machen! Doch dann höre ich wie jemand meinen Namen sagt. Chuck? Langsam hebe ich meinen Kopf und blinzel ihn an. Was macht er hier? Lee-Min hat mich zu ihm gebracht? Meine Augen wandern zu der Asiatin, doch ich schaffe es nicht ihr einen bösen Blick zuzuwerfen, meine Gesichtszüge zu verändern würde nur schmerzhaft in meinem Kopf pochern. Anschließend blicke ich wieder zu Chuck. Sein Anblick verwirrt mich, ich weiss nicht ob ich nun sauer sein soll, oder ob es mir einfach nur unangenehm ist das er mich so sieht. Wahrscheinlich denkt er nun, man kann mich nicht mal fünf Minuten alleine lassen...aber er hatte mich allein gelassen und es tat weh! Mir wird klar das ich nach all dem was geschehen ist überhaupt noch gar keine Gelegenheit hatte darüber nachzudenken. Eigendlich solle ich ihn hassen! Doch ich kann es irgendwie immer noch nicht. "Chuck..." sage ich mit leiser schwacher Stimme "...ich...ich..." kurz überlege ich was ich sagen soll ...ich hätte dich nicht gehn lassen dürfen!...NEIN das kannst du ihn nicht sagen. Und rede weiter "...ich wusste nicht das Lee-Min mich hier hin bringt" Ich beobachte wie Chuck mir seine Hand entgegenhält und mich anschließend fragt ob ich gehen kann. Ich soll mit ihm kommen und mich ausruhen meint er, ich wäre hier in Sicherheit. Ich sehe ihn nur Unsicher an Mit ihm mitgehen? Ich müsste verrückt sein. schließt es mir durch den Kopf. Einen Moment sage ich gar nichts, denn ich bezweifel das es gut für mich wäre mit ihm mitzugehen und überlege nach einer Alternative Ich könnte Lee-Min fragen ob sie mir hilft...Ach ja ihr hab ich das ja alles hier grade zu verdanken! Doch dann höre ich wie Chuck mich darum bittet, er benutzt doch tatsächlich dieses Wort, und ich kann absolut nachvollziehen wie schwer es fällt das auszusprechen, denn ich selbst benutze es auch so gut wie gar nicht. Zaghaft ergreife ich seine Hand, die Berührung mit ihm verwirrt mich. Ich weiss nicht was ich verspüren soll, Wut? Hass? Oder einfach nur dieses Gefühl froh zu sein das er da ist? Vieleicht auch Peinlichkeit? Weil das er mich so sehen muss, ist mir extrem unangenehm. Nachdem der Bastard sich an mir Vergreifen wollte hatte ich keine Kraft mich um mein Äuseres zu kümmern. Doch nun auf Chuck angewiesen zu sein... Ich hasste mich schon selbst dafür, aber was für eine Wahl hatte ich denn? Er soll ja nicht denken ich mach das wegen ihm.
Langsam versuche ich mich auf meine Beine zu stellen. Doch es ist gar nicht so leicht. Regelrecht benommen fühle ich mich. Das Äußere wirkt alles verschwommen. Nach einigen kleinen Schritten bleibe ich stehen. Denn ich wollte nicht hinfallen. Keine Ahnung ob ich es alleine schaffen würde, aber ich wollte es versuchen. "Ist es sehr weit?" frage ich Chuck, denn ich kenne mich hier schließlich nicht aus und wer weiss wie weit mich meine Beine noch tragen würden. Mein Blick fällt noch einmal auf Lee-Min, sie meine vorhin noch sie würde mich nicht alleine lassen. Warum auch immer, aber ich wollte nicht das sie nun geht "Du bleibst doch hier oder?" frage ich sie während ich ihr einen verzeifelten Blick zu werfe. Bitte erzähl Chuck nicht was du gesehn hast! Es ist meine Sache und ich werd schon selbst irgendwie damit fertig das der Kerl mich vergewaltigen wollte....Aber es ist nichts passiert und das ist die Hauptsache! denke ich mir in der Hoffnung das sie ihre Klappe hält. -  |
|  | | Lee -Min* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 56 Anmeldedatum: 21.06.15
 | Thema: Re: Straßen der Stadt Di 11 Aug - 16:04 | |
| Mit aller Mühe , versuchte Chuck Lee-Min zu beruhigen , was ihr sichtlich schwer fiel. Für Chuck musste es gerade zu Kraft kosten, ihr bei ihrem Gestammel auch nur ein kleines bisschen zu folgen. Er zog sie weiter aus der Nische heraus, und betrachtete sie weiterhin. Als sie jedoch das Wort Tot erwähnte, wurde er hellhörig, und fragte ob es Puppy ist , der tot wäre, dass sehr tragisch ist, er aber keine Zeit für sowas hätte. Gerade wollte er wohl noch etwas hinzufügen, als seine Augen sich zu zornigen Schlitzen formten. Er schien langsam aber sicher zu begreifen, von wem Lee-Min da wirklich sprach. Sicherheitshalber fragte er aber nochmal nach ,ob sie sie meinte. Sie nahm langsam den Kopf von seiner Brust, und schaute ihn nur an . Ob sie Chiara meinen würde?Vorsichtig nickte sie. Seine Stimme klang verletzt, sehr verletzt sogar, und während Lee-Min sich langsam anfing zu beruhigen, fragte sie sich auf einmal, weshalb er so reagierte. Es war unvermeidlich zu erkennen , dass ihm etwas an Chiara lag...
Zornig ballte Chuck seine Hand zur Faust, und blitzte sie an. Er wollte wissen, was genau passiert war. Lee-Min entfernte sich ein Stück von ihm. War er jetzt wütend auf sie? Hatte sie wohl möglich etwas falsch gemacht? Der...der Mann ,von gestern Abend , weißt du noch? Er wollte sie... Das Wort aussprechen, dazu war sie gerade nicht in der Lage. Ihre Stimme klang monoton , im Moment wollte sie ihm keine weiteren Gefühle mehr zeigen. Am liebsten hätte sie ihn angebrüllt da es für sie gerade so ausah, als ob er ihr für alles die Schuld geben wollte. Doch sie blieb ruhig. War es Chiara überhaupt recht , dass sie es ihm erzählte? Doch bitte , sag ihr nicht , dass ich es dir gesagt habe, fügte sie leise hinzu .Sowas ist das schwerste überhaupt, für einen Menschen , der von so etwas betroffen war. Er blickte von ihr weg, und seine Augen wanderten durch die Gegend, und als er Chiara erblickte, war plötzlich nichts mehr von Zorn in seinem Blick zu spüren. Lee-Min konnte überrascht mit ansehen, wie sich Tränen in seinen Augen sammelten, was ihr gleichzeitig selber wieder welche in die Augen trieb. Ihm tat es so weh sie zu sehen. Was war gestern Abend passiert, dass er jetzt meinte, dass es keine gute Idee war? Durfte sie sie nicht mitbringen, aber wieso? Sie erinnerte sich kurz an Gestern Abend zurück. Chiara und Chuck hatten sich hier und da mal blöde Worte an den Kopf geworfen, aber war das nicht alles nur Spaß gewesen? Wo hätte ich denn sonst Hilfe für sie holen sollen? Du warst die erste Person, die mir in den Sinn kam, antwortete sie. Kurz dachte sie an ihre Brüder.Nein, wenn ich sie zu ihnen gebracht hätte, dann hätten sie gefragt , was passiert wäre , und Lee-Min hätte Woo-Bin und Jin-Hoo dann die ganze Wahrheit erzählen müssen.Das sie fast ein Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Immer noch haderte sie mit sich, ob sie richtig gehandelt hatte. Wer weiß, vielleicht hatte sie es sogar verdient, dass Puppy auf und davon war. Vielleicht sollte dies ihre Strafe sein.Noch nie zuvor, war sie in einer Situation wie der hier verwickelt. Das machte ihr Angst. Unglaubliche Angst.
Doch die Gedanken verdrängte sie erst einmal. Jetzt war Chiara wichtig. Lee-Min hoffte so sehr, dass was immer gestern Abend zwischen den beiden auch passiert war, Chuck ihr helfen würde. Dennoch sah man ihm an , dass er hin und hergerissen war. Mit sich kämpfte. Sein Blick kam zu ihr zurück, als er meinte dass dies keine gute Idee war. Chuck, bitte, Du musst ihr helfen! Sie hat sonst niemanden außer uns! Sie klang bestimmt , aber dennoch lag eine gewisse Sanftheit in ihrer Stimme. Still wartete sie ab. Wartete darauf , dass Chuck irgendeine Reaktion von sich gab. Doch anstatt etwas zu sagen, machte er langsam ein paar Schritte nach vorne, in die Richtung , in der Chiara geradezu zusammen gekauert saß. Lee- Min´s Herz schlug vor Aufregung schneller, ihre Augen weiteten sich. Ihr Zustand hat sich verschlechtert! , dachte sie nur noch besorgt , während sie anfing , Chuck zu folgen.
Als sie bei Chiara angekomen waren , stellte Lee-Min fest, dass sie nicht mal einen Schluck aus der Wasserflasche genommen hatte. Dabei ist es gerade jetzt sehr wichtig, dass sie Flüssigkeit zu sich nimmt. Chucks merkwürdigen Gesichtsausdruck, verstand sie irgendwie nicht, als er sich langsam zu Chiara hinunter hockte. Lee- Min tat es ihm gleich . Chiara versuchte , so gut es ging , sich darauf zu konzentrieren, wer da überhaupt vor ihr war, als Chuck langsam auf sie einzureden begann. Er erklärte Chiara, dass Lee-Min sie zu ihm gebracht hatte, hielt ihr vorsichtig die Hand entgegen und fragte, ob sie gehen konnte. Chiara sollte mit ihm kommen, sich ausruhen. Sein "Bitte" zwang er sich quasi aus dem Mund heraus.
Erst jetzt schien Chiara zu realisieren, wer da vor ihr saß. Immer wieder schaute sie von Chuck auf Lee- Min, bis zuletzt ihr Blick an Chuck festhielt. Sie habe nicht gewusst, dass Lee-Min sie hier hinbringen würde. Vielleicht war das auch besser so , denn genau wie er sah man Chiara an , dass es ihr mehr als schwerfiel , ihn zu sehen. Schließlich willigte sie ein, indem sie vorsichtig versuchte auf zu stehen, was ihr zwar gelang, man dennoch nach ein paar Schritten erkennen konnte , dass sie alles andere als gesund war. Schnnell stellte sich Lee- Min auf die Seite neben ihr, und fing an sie vorsichtig zu stützen. Sehr leise klang die Frage von Chiara in ihren Ohren, ob sie denn mit hier bleiben würde. Sie schenkte ihr ein warmes und sicheres Lächeln. Das habe ich dir doch versprochen. Ich lasse dich nicht alleine. -  |
|  | | Chuck* Techno

Anzahl der Beiträge: 54 Anmeldedatum: 17.05.15
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Lisa
 | Thema: Re: Straßen der Stadt Di 11 Aug - 23:30 | |
| Mit gepresster Stimme frage ich die kleine Asiatin, ob es Chiara ist, die unsere Hilfe benötigt. Lee-Min löst daraufhin langsam ihren Kopf von meiner Brust und nickt vorsichtig. Dieses Nicken ist für mich wie ein Schlag in die Magengrube. Zornig balle ich meine Hand zur Faust und werde in meinem Tonfall viel lauter, als ich es gegenüber der Kleinen beabsichtigt hatte. Doch es ist die Wut auf mich selbst, die mich so in Rage bringt. Niemals...hättest du Scheißkerl sie allein lassen dürfen! Wenn du bei ihr geblieben wärst, wäre das alles nicht passiert! Ich registriere wie Lee-Min vor mir zurückweicht, doch es fällt mir verdammt schwer, mich zu beruhigen. Der Mann von gestern Abend? Ich schüttle nur fassungslos den Kopf. Dieses widerliche Insekt? Scheiße! Er wird uns gefolgt sein und ich habe es noch nicht einmal bemerkt. Du bist wirklich ein großartiger Typ, Chuck! Die Wut auf diesen Kerl und ebenso auf mich steigt ins unermessliche. Ich werde dich umbringen, du Bastard! Den nächsten Tag wirst du nicht mehr erleben! Lee-Min setzt zu weiteren Worten an und reißt mich aus diesem düsteren Entschluss. Er wollte sie...? Vergewaltigen, beendet eine Stimme in meinem Kopf ihren Satz. „Verdammt!“, zische ich wütend und wende erschüttert meinen Blick von ihr ab. „Der Bastard hat nur darauf gewartet das ich gehe...“, raune ich dunkel. „Und ich bin gegangen. Ich habe sie verdammt nochmal allein gelassen.“ Ich hole tief Luft. Reiß dich jetzt zusammen!
Chiara darf nicht erfahren, dass ich es von ihr weiß? Meine dunklen Augen wandern wieder zu dem jungen Mädchen. „Ja, ist okay. Hast du...es gesehen?“, frage ich leise und mir wird bewusst, dass sie ebenso sehr unter den Geschehnissen gelitten haben muss. „Du sagtest...was du getan hast war böse. Was meintest du damit?“ Ich weiß, dass ich Lee-Min gerade Unrecht getan habe. Aber mich bittet man auch nicht um Hilfe. Mich hasst oder achtet man. Aber man setzt keine Hoffnungen in mich! Und dennoch hat sie es getan. Meine Augen legen sich nun auf Chiara, die zusammengekauert auf der Straße hockt. Es tut verdammt weh, sie so zu sehen! Lee-Min sieht mich überrascht an, als ich ihr erkläre, dass es keine gute Idee war, Chiara hierher zu bringen. Ich war die erste Person, die ihr in den Sinn gekommen ist? Ich nicke nur knapp. Es ist zu kompliziert. Ich kann es ihr jetzt nicht erklären. Wie auch...ich verstehe es ja selbst nicht. Energisch sagt sie dann noch, dass Chiara niemanden außer uns hat. Sie hat Recht. Wenn ich ihr jetzt nicht helfe, mache ich den gleichen Fehler wieder. Langsam setze ich mich also in Bewegung und nähere mich dem verletzten Mädchen. Ich hocke mich behutsam neben sie und lasse meine dunklen Augen über ihre Statur wandern. Ihr Kopf ruht auf den Knien, die Hände hat sie gegen die Schläfen gepresst. Was hat er mit dir angestellt, Liebes...?
Ich spreche Chiaras Namen aus und sie hebt langsam den Kopf, blinzelt mich benommen an. Ich schaue in ihr hübsches Gesicht und mein Herz krampft sich zusammen. Sie ist sehr blass, hat dunkle Ringe unter den Augen, ihr Gesicht ist an einigen Stellen zerschrammt. Ich schlucke, doch mein Gesichtsausdruck bleibt ernst, die Maske sitzt. Lee-Min steht mittlerweile neben mir. Chiara nennt meinen Namen, sucht nach den richtigen Worten. Sie wusste nicht, dass Lee-Min sie hierher bringt? Ich nicke und wende meine Augen von ihr ab, starre auf die Straße vor mir. „Keine Sorge. Mir ist klar, dass du nicht freiwillig hier bist.“, sage ich sehr leise. „Du musst mir nichts erklären. Viel wichtiger ist, dass es dir bald wieder besser geht.“ Und ja, ich weiß, dass wir uns nie wiedergesehen hätten, wenn es nach dir gegangen wäre, Chiara. Ich bitte sie darum, mit mir zu gehen, doch sie zögert, sieht mich ungläubig an. Eine ganze Weile sitze ich äußerlich vollkommen ruhig da, meine Hand nach ihr ausgestreckt. Männlicher Stolz hin oder her...das ist alles momentan nicht wichtig. Meine Augen wandern zu ihrer Hand, als diese sich zart in meine legt. Ich verharre kurz in dieser Position und genieße es einfach, ihre Berührung zu spüren. Dann umschließe ich ihre Hand fester, erhebe mich und ziehe sie vorsichtig zu mir hoch. „Wo hast du Schmerzen?“, raune ich leise und stütze sie, während Chiara ein, zwei wacklige Schritte vorangeht. Lee-Min stellt sich schnell auf die andere Seite und hilft mit.
Ob es noch sehr weit ist? „Nur noch ein kleines Stück, dann sind wir im Vero Centre.“ Chiara erkundigt sich noch schnell, ob Lee-Min bei ihr bleibt. Ihr verzweifelter Blick entgeht mir nicht. Keine Angst, Lee-Min wird dich versorgen, ich werd mich aus allem raushalten! Chiara bleibt jedoch plötzlich stehen. Besorgt mustere ich sie, sie sieht aus, als würde sie jeden Moment zusammenbrechen. Sie wird den Weg nicht schaffen, es sich aber von selbst nie eingestehen! Entschlossenheit blitzt in meinen Augen auf. „Danke, Lee-Min, du kannst sie loslassen.“, sage ich knapp und sehe dann direkt zu Chiara. „Was ich jetzt tun werde, wird dir nicht gefallen. Aber ich sehe keinen anderen Weg. Kratz mir dafür die Augen aus, wenn du wieder fit bist!“ Ohne weitere Vorwarnung trete ich näher an sie heran. „Sträub dich nicht dagegen. Lass es zu.“, raune ich noch leise, ehe ich kraftvoll meinen rechten Arm unter ihre Kniekehlen, den anderen an ihre Schultern lege und sie dann betont langsam und vorsichtig mit einem angestrengten Keuchen sicher und gekonnt auf meine Arme hieve. Sie ist für mich jedoch keine große Last, immerhin ist sie noch so verdammt jung und sehr zierlich.
„Leg deine Arme um meinen Hals und halt dich fest!“, sage ich betont kalt und vermeide es strikt sie anzusehen. Doch das ist gar nicht so leicht, immerhin ist sie mir nun so nah, wie noch vor kurzem, als...Denk nicht dran, Chuck!! Vergiss es endlich! Für sie wird diese plötzliche Nähe ebenso unerträglich sein, wie für mich, also errichte ich durch mein Verhalten eine unsichtbare Eiswand zwischen uns. Sie soll nicht denken, ich würde ihre Situation ausnutzen. Es ist rein zweckmäßig! „Oder ist es dir lieber, wenn ich eine unserer Wachen rufe?“ Mein Blick fällt zu Lee-Min. „Komm Kleines.“ Ich gehe los, nähere mich aber nicht der Lobby, in der noch reger Tumult herrscht, sondern gehe um das Vero Centre herum. Schon von weitem kann ich den Hintereingang erkennen und steuere darauf zu. Vor diesem stehen zwei Wachen und mustern uns misstrauisch. Doch ich werde einen Teufel tun und Chiara in die unangenehme Situation bringen, von allen in der Lobby angestarrt zu werden. Für sie wird es schon schwer genug sein, dass ausgerechnet ich sie trage. - There's something inside you, it's hard to explain There's something inside you, boy, but you're still the same! Weitere Charas: Ginger, Darleen, Ram, Ebony, Impala, Ravenna |
|  | | Chiara* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 63 Anmeldedatum: 28.06.15 Alter: 16
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Single Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Julez
 | Thema: Re: Straßen der Stadt Mi 12 Aug - 22:35 | |
| Mit angewinkelten Beinen sitze ich auf dem Boden, versuche meine immer unertragbareren Kopfschmerzen irgendwie erträglicher zu machen, in dem ich meinen Kopf auf meine Knie lege. Lee-Min war schon viel zu lange weg und es kommt mir eine Ewigkeit vor. Doch sie kam nicht allein zurück, als ich bemerke wen sie da mitgebracht hat brauche ich erst einmal einen Moment um überhaupt zu verstehn wer da vor mir sitzt, denn es ist Chuck. Mir fällt es sichtlich schwer ihn anzuschauen, jedoch nicht nur weil das Tageslicht in meinen Augen brennt wie Feuer und den pochenden Schmerz in meinen Kopf nur noch schlimmer macht, sondern auch weil ich am liebsten weglaufen würde und es grade nunmal nicht geht. Das er mich so sieht, verletzt mich selbst, denn ich habe mich vor ihm immer als starkes Mädchen gezeigt und was bin ich jetzt? Ich will dein Mitleid nicht!...Wenn nur diese scheiß Kopfschmerzen nicht wären. Nachdem ich Chuck gesagt hatte das ich nicht wusste das Lee-Min mich hierher gebracht hat wendet er seinen Blick von mir ab. Ihm ist klar das ich nicht freiwillig hier bin? Ich muss ihm nichts erklären, es ist wichtiger das es mir bald wieder besser geht. Auch ich wende meine Augen von ihm, schaue zu Boden und versuche sie irgendwie offen zu halten. Ich schaffe es nicht meine Gedanken zu sortieren, aber da ich ihm ja ehe nichts erklären muss...Warum musste es denn so enden? Weil...Denk nicht drüber nach Chia, er hat recht, du wärst nie freiwillig zu ihm zurück gekommen. Und dennoch muss ich mir eingestehen, dass es mich absolut verletzt hatte als er einfach gegangen ist, weil ich es wollte. Als ich merke wie er seine Hand nach mir ausstreckt, ergreife ich diese zaghaft. Die Berührung kommt mir wie eine Ewigkeit vor und sie verwirrt mich, ich weiss einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Meint er das jetzt wirklich ernst, mir helfen zu wollen? ...Sollte ich ihn nicht hassen? Schließlich bemerke ich wie Chuck meine Hand fester ergreift, mich zu sich hochzieht und mich fragt wo ich Schmerzen habe. Durch die Bewegung wird mir direkt schummerig und trotzdem schaue ich kurz blinzelt mit schmerzverzehrtem Gesicht zu Lee-Min. Skeptisch schaue ich sie an "Du hast es ihm doch bestimmt schon erzählt!" sage ich mit leiser Stimme weil ich es einfach grade nicht schaffe aufbrausend zu sein. Anschließend wandern meine halb geöffneten Augen wieder zu Chuck wärend ich mir an die Stirn fasse "Der Scheißkerl hat mir voll gegen den Kopf gehauen, das Arschloch!" kommt es leise aber dennoch wutendbrand aus mir heraus. Doch die Anstrengung macht mir direkt zu schaffen und ich rümpfe mein Gesicht vor Schmerz. Hoffendlich hat Lee-Min ihm nicht alles erzählt, aber das mein Schädel nicht ohne Grund pocht wie Hölle, ist wohl nicht zu übersehen.
Als ich versuche mich in Bewegung zu setzen, fällt es mir ziemlich schwer das Gleichgewicht zu halten, aber ich wollte es unbedingt versuchen. Während Chuck mich stützt bemerke ich wie Lee-Min auf der anderen Seite das selbe tut. Sie hat mir versprochen das sie bei mir bleibt. Meine Augen fallen erleichtert auf sie "Ja das hast du...". Das Wort "Danke" zu benutzen fällt mir trotz dieser Situation immer noch schwer. Als ich frage ob es noch sehr weit ist, da ich merke wie mich meine Kraft weiter zu laufen verlässt sagt Chuck es wäre nur noch ein kleines Stück bis zum Vero Centre. Ich bleibe stehn, versuche mich zusammen zu reissen um eventuell noch meine Kraft zu sammeln. Scheiße ey...alles dreht sich, ich muss es irgendwie schaffen! Doch Chucks nächste Worte lassen mich kurz erschrocken aufblicken. Lee-Min soll mich los lassen? "Was?" Warum das denn? Will er mich etwa fallen sehen? Was er jetzt tut wird mir nicht gefallen meint Chuck, ich soll ihm nicht die Augen dafür auskratzen wenn ich wieder fit bin? Irritiert schaue ich ihn mit halb geöffneten Augen an als er nähr an mich herrantritt. Ich soll mich nicht dagegen sträuben und es zulassen? Noch bevor ich darüber nachdenken kann spüre ich wie er einen Arm unter meine Knie, und den anderen unter meine Schultern legt und mich vom Boden weg auf seine Arme zieht. Erschrocken Atme ich tief ein, Ich soll mich nicht dagegen sträuben? Wie denn auch? denke ich mir Wenn ich könnte würde ich es doch bestimmt tun?...Oder? Diese plötzliche nähe zu ihm fühlt sich für den ersten Moment unertragbar an. Noch dazu das er mich nun so hilflos sieht. Doch es ist irgendwie....irgendwie wie damals...auch jetzt besänftigt er mich durch diese dirkete nähe zu ihm. Doch er sieht mich nicht an, bittet mich jedoch meine Arme um seinen Hals zu legen. Kurz zöger ich, tue es dann aber doch. Auch ich nehme wieder meinen Blick von ihm, "Warum tust du das?" frage ich ihn unsicher mit leiser Stimme und lasse weiterhin meine Augen von ihm. Ich müsste ihm doch egal sein, ich habe ihn quasi gebeten zu gehn, er muss sich doch abgewiesen gefühlt haben....und trotdem Hilft er mir jetzt?....Ich hätte ihm nicht gehen lassen sollen, ich wollte mich doch nur gegen jegliches Gefühl wehren...und...und nun...warum schaffe ich es nicht mich dagegen zu wehren und denke auch noch drüber nach? Plötzlich reisst mich Chuck aus meinen Gedanken, er fragt mich ob es mir lieber wäre wenn er eine Wache von seinem Tribe holen würde um mich zu tragen. Ich sehe zu ihm auf und versuche meine Augen trotz der Schmerzen so weit wie möglich zu öffnen, doch weiterhin sieht er mich nicht an. Langsam schüttel ich den Kopf,"Chuck?" sage ich fragend leise und erschöpft während ich seinen Blick suche. "Ich hatte dir versprochen auf mich aufzupassen...Und ich habs nicht getahn!..." Für einen Moment ringe ich mit mir weiter zu sprechen, weil mir die nächsten Worte nicht leicht fallen, und trotzdem spreche ich sie aus, "...es tut mir leid!" doch diese Worte beziehen sich nicht nur auf das sondern auf viel mehr, was ich ihm aber einfach nicht wiedergeben kann. Schließlich spreche ich das aus, was ich vorhin nicht sagen konnte, doch jetzt kam es wie von allein, ohne das ich groß darüber nachdenke. "Ich hätte dich nicht gehen lassen sollen!". Noch im selben Moment wunder ich mich selbst über das was ich grade gesagt habe, Lassen mich denn die Kopfschmerzen jetzt nichtmal mehr klar denken?...Oder ist es einfach die Nähe zu ihm? Die Nähe die mich an unseren Kuss erinnert?... Irritiert wende ich meinen Blick wieder von ihm als wir plötzlich vor zwei Wachen stehen, die mich unerträglich anstarren, dieses Gefühl ist einfach unangenehm. Ich möchte einfach nur das dieses scheiß dröhnen in meinem Kopf weg geht. Chuck ruft noch nach Lee-Min, das sie mitkommen soll und auch ich suche blinzelt ihren Blick. Denn ich will nicht das sie geht und mich hier alleine lässt. -  |
|  | | Lee -Min* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 56 Anmeldedatum: 21.06.15
 | Thema: Re: Straßen der Stadt Do 13 Aug - 22:06 | |
| Lee-Min bemerkte nach ein paar Minuten, in denen sie Chuck's Reaktionen aufmerksam beobachtete, dass sich seine Wut gar nicht an sie richtete , sondern an den Mann , der Chiara Schlimmes antun wollte. Er hat nur darauf gewartet, dass Chuck geht? Meinst du, er hat uns die ganze Zeit beobachtet? , fragte sie ihn , während eine unheimliche Gänsehaut ihren Körper hinunter schlich. Wenn , dann haben wir beide sie alleine gelassen, Chuck, sagte sie leise. Wäre ihr Bruder nicht gekommen,so wäre sie auch noch bei Chiara und ihm geblieben. Chuck fragte, ob sie gesehen hatte, was der Mann mit der Braunhaarigen machen wollte. Sie nickte. Sofort kamen die Bilder wieder hoch. Chiara die bewusstlos da lag, dem bösen ,skrupellosen Mann einfach so ausgeliefert. Was Lee-Min damit meinte, als sie sagte, sie hätte etwas Böses gemacht? Beschämend sah sie zu Boden. Da ...da war eine Eisenstange. Ich war so wütend, dass ich nicht nur einmal auf ihn eingeschlagen habe. , gab sie zu. Ich schwöre dir ich habe so etwas noch nie in meinem Leben getan !Es war nur.... Sie brach mitten im Satz ab. Rechtfertigen würde sie es jetzt auch nicht mehr können. Dafür war es schon zu spät...
Nachdem sie Chuck zu Chiara rüber gefolgt war, bat er diese , doch mit sich zu kommen, um sich aus zu ruhen. Langsam nahm sie seine Hand und stand vorsichtig auf. Lee-Min stellte sich sofort neben sie, um sie zu stützen. Chuck war klar , dass sie nicht freiwillig hier ist? Lee-Mins`s Verdacht bestätigte sich immer mehr, das gestern Abend wohl doch etwas zwischen den Beiden geschehen war. Chiara`s Augen wanderten kurz zu ihr rüber, und vermutete dann laut, dass Lee-Min es Chuck bestimmt erzählt hatte, was passiert war. Heftig schütelte die kleine Asiatin den Kopf, auch wenn dies gelogen war. Chuck würde bestimmt nicht sagen, dass er es wüsste. Es tut mir leid, Chiara. Aber ich musste es ihm sagen . Du brauchst Hilfe. Sie hielt sich zunächst erstmal komplett aus dem Gespräch raus , und hörte zu.Nachdem sie Chiara versichert hatte, die ganze Zeit über bei ihr zu bleiben, schaute die erleichtert drein . Als Chuck meinte, sie solle Chiara loslassen, sah sie ihn fragend an, und auch der Verletzten sah man an , dass sie schon fast dabei war , zu protestieren, während Chuck sie vorsichtig auf seinem Arm hochnahm. Ein paar Schritte ging er mit ihr vorraus , während Lee-Min noch kurz stehen blieb, und den beiden nach sah. Wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, hätte sie glatt fröhlich aufgelacht . Chuck , wie er Chiara auf dem Arm hatte. Es sah nicht nur sehr vertraut aus zwischen den beiden, auch wenn kaum einer von ihnen den Mund bewegte, und wenn dann war es Chiara, um etwas zu sagen. Es sah auch irgendwie ....süß aus. Chuck und Chiara. Die Namen passen gut zusammen, rief sie begeistert mit einem Schmunzeln auf den Lippen aus. Kurz erinnerte sie sich an etwas zurück, dass ihre Mutter damals zu ihr gesagt hatte. Manchmal , muss man Leuten zu seinen Glück verhelfen, Schatz. Hmmm, meinte sie damit etwa....Genau! Vielleicht war sie es, die den Beiden zu ihrem Glück verhelfen sollte. Vielleicht nicht jetzt sofort ,aber bald. Lee-Min legte ihren Kopf schief, und blinzelte ihnen hinter her. Genau beobachten müsste sie Chiara und Chuck. Denn je mehr sie sich gegenseitig ärgern würden, desto mehr hieß es, dass sie sich mochten. Es war Chucks Stimme, die an ihr Ohr drang. Er und Chiara waren jetzt schon ein gutes Stück weit von ihr entfernt, und sie sah Chiaras` suchenden Blick. Also setzte sie sich schnell in Bewegung, um die beiden einzuholen.
Sie bahnten sich den Weg einmal um das große Gebäude herum. Mit großen Augen schaute Lee-Min hoch. Wow , was für ein riesiges Gebäude. Das war mir vorhin noch gar nicht so aufgefallen, murmelte sie erstaunt. Was sich darin wohl alles befand? Und überhaupt, was bedeutete der Name Technos eigentlich? Ist das nicht mal so eine Musikrichtung gewesen? Doch, nach etwas das mit Musik zu tun hatte,sah dass hier ganz und gar nicht aus. Zwei der schwarzgekleideten Männer standen vor einer Art Hintereingang, und tauschten merkwürdige Blicke untereinander, die immer mal wieder zu den Dreien hinüber huschten. Lee-Min schaute kurz zu Chiara und Chuck rüber, doch die achteten gerade nicht auf sie, und nutzte ihre Chance. Frech streckte sie den beiden Männern die Zunge entgegen, woraufhin die sie nur arrogant anblickten.
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|  | | Chuck* Techno

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 | Thema: Re: Straßen der Stadt Fr 14 Aug - 23:35 | |
| Ob der Scheißkerl uns die ganze Zeit über beobachtet hat? Ich nicke ernst und mustere Lee-Min. „Ja, davon gehe ich aus. Er wird nur auf den richtigen Moment gewartet haben. Und es ist mir unbegreiflich, dass ich ihn nicht bemerkt habe!“ Der große Chuck, lässt sich von so einem dreckigen Köter verarschen! Ich glaube dein Untergang steht schon viel eher bevor, als du gedacht hast!, raunt mir eine bissige Stimme in meinem Kopf zu. Wir haben sie beide allein gelassen? Ich schüttle leicht den Kopf und gehe ein paar Schritte auf sie zu. Ich will nicht, dass sie sich von mir entfernt oder gar Angst vor mir hat. „Nein, Kleines...“, raune ich leise und bleibe dicht bei Lee-Min stehen, lege ihr vorsichtig eine Hand auf die Schulter. Ich hoffe sie weicht nun nicht erneut zurück. „Dich trifft keine Schuld. Du dachtest, sie wäre bei mir in guten Händen. Aber...das war sie ganz offensichtlich nicht!“, gebe ich offen zu. „Ich habe sie ihm quasi auf dem Silbertablett präsentiert.“, ich kicke wütend gegen einen kleinen Stein zu meinen Füßen und sehe dann wieder zu der kleinen Asiatin. „Du...hättest sie niemals einfach auf der Straße zurückgelassen. Das unterscheidet uns.“ Du bist so ein egoistisches Arschloch!
Als ich Lee-Min frage, ob sie alles mit angesehen hat, nickt sie leicht. Auch das noch! Meine Hand umschließt die Schulter der Kleinen fester. Dafür ist sie verdammt tapfer! Das Mädchen blickt zu Boden. Sie hat eine Eisenstange benutzt? Und sie hat mehrmals auf ihn eingeschlagen? Wow! „DU hast Chiara vor dem Kerl bewahrt?“, frage ich beinahe ungläubig. „Du hast ihr vermutlich das Leben gerettet.“ Lee-Min stammelt noch weitere Worte. Sie hat so etwas schlimmes noch nie zuvor getan? „Das war eine Notsituation. Dein Verstand hat ausgesetzt, du bist nur noch deinen Instinkten gefolgt. Das ist es, was dir Angst macht, aber es war völlig natürlich.“ Ich lege meine Hand an ihre Wange und fahre darüber. „Es tut mir leid, wenn ich vorhin so schroff zu dir war.“, raune ich nun sehr leise. „Kannst du mir sagen, wo genau ihr den Kerl zurückgelassen habt?“ In meinen Augen blitzt etwas zutiefst dunkles, lauerndes auf. Einem Aasgeier gleich, der sich danach erkundigt, wo es das beste Fleisch zu holen gibt. Ich muss mich selbst davon überzeugen, dass er tot ist. Wenn nicht, werde ich es sein, der Lee-Mins Werk sauber und professionell zuende bringt.
Als ich schließlich neben Chiara hocke, blinzelt diese mich schwach und erschöpft an. Doch dann weicht sie ebenso meinem Blick aus. Lee-Min hat mir sicher schon längst alles erzählt? Die kleine Asiatin schüttelt ernergisch den Kopf. „Hat sie nicht!“, bestätige ich die Geste des Mädchens bestimmt. Du hast gerade weiß Gott andere Probleme, Schätzchen, als eine zu redselige Gefährtin! Die Dunkelhaarige sieht wieder leicht gequält zu mir und ihre Hand wandert an die Stirn. Der Kerl hat sie also am Kopf erwischt? Nach diesen Worten verzieht sie das Gesicht. „Schh, schon gut...du darfst dich nicht unnötig aufregen.“, raune ich leise. „Lass mal sehen.“ Ich berühre mit meinen Fingerspitzen ihre Stirn, fahre leicht durch ihre Haare und ertaste dann eine üble Beule an ihrem Kopf. Als ich die Finger zurückziehe, klebt Blut an ihnen. Als ich Lee-Min sage, sie soll die Dunkelhaarige loslassen, starrt Chiara mich beinahe schockiert an, doch ich ignoriere sie und hebe sie auf meine Arme. Zögernd legt sie ihre Arme um meinen Hals. Ich starre kalt geradeaus. Versuche ihre plötzliche Nähe nicht an mich herankommen zu lassen. Warum ich das hier tue? Ihre leise, unsichere Stimme berührt mich, doch ich lasse dieses Gefühl nicht zu. „Warum ist das wichtig?“, frage ich also nur kalt nach. „Keine Sorge. Ich will hierfür keine Gegenleistung, falls du das befürchtest.“
Als sie erschöpft meinen Namen nennt, flackert mein Blick jedoch unwillkürlich zu ihr und ich mustere ihr zerschundenes, dennoch so hübsches Gesicht länger als mir lieb ist. Warum wirkt sie so vertraut? Warum fühlt es sich gut an, dass sie hier bei mir ist? Sie hat nicht auf sich aufgepasst? Es tut ihr leid? Ich schüttle nur leicht den Kopf und sehe wieder auf die Straße. „Du musst dich nicht entschuldigen. Du kannst nichts für das, was geschehen ist.“ Sie hätte mich nicht gehen lassen sollen?? Mein Blick wandert abrupt wieder zu ihr und ich sehe sie ungläubig an. Mein Magen zieht sich zusammen...jedoch nicht schmerzhaft, sondern...Nicht drüber nachdenken! „Wie...meinst du...“, beginne ich flüsternd und sehe in ihre müde wirkenden Augen. Meine kalte Fassade bröckelt. Doch dann schüttle ich wieder den Kopf um den Moment bewusst zu zerstören. Chuck, sie steht unter Schock, glaub ihr kein Wort! Sie wird all das in ein paar Tagen wieder schrecklich bereuen. „Du hattest deine Gründe. Und du hast das richtige getan.“, sage ich also stattdessen sehr sachlich. „Aber ich...“, in meinen Augen blitzt Verbitterung auf und ich presse den Kiefer wütend aufeinander. „Hätte dich niemals allein auf dieser dreckigen Straße zurücklassen dürfen.“ Ich wende den Blick von ihr ab. „Mir tut es leid. Du weißt gar nicht, wie sehr.“, sage ich leise.
Chiara wird durch Lee-Mins Fürsorge hoffentlich schnell wieder auf die Beine kommen. Dann wird sie verschwinden, genau wie die Asiatin. Und ich kann weiterhin der Scheißkerl sein, der ich nunmal bin. Aber dann verletze ich wenigstens nur noch die richtigen! Ich höre Lee-Mins Stimme hinter uns, verstehe aber nur Wortfetzen. Unsere Namen und irgendetwas mit 'zusammen'? Ich schaue kurz stirnrunzelnd zu der Asiatin, die nun zu uns aufschließt. Mittlerweile regnet es stark und ich beeile mich, mit den beiden ins trockene zu gelangen. Lee-Min äußert, dass sie erstaunt darüber ist, wie groß das Centre ist. „Was ist passiert? Weiß der Boss von den beiden?“ Ich schaue ungerührt von einer Wache zur anderen. „Ein Notfall. Ram ist informiert.“, lüge ich ohne mit der Wimper zu zucken. Ich kann ihm das alles später erklären. Vielleicht aber ist mein zweiter Tag hier in Auckland, schon mein letzter. Aber das ist mir egal. Gemeinsam mit den beiden Mädchen betrete ich die Flure des Centres. - There's something inside you, it's hard to explain There's something inside you, boy, but you're still the same! Weitere Charas: Ginger, Darleen, Ram, Ebony, Impala, Ravenna |
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 | Thema: Re: Straßen der Stadt So 16 Aug - 13:12 | |
| cf: Feldweg hinter Sektor 4
Es ist ein merkwürdiges Gefühl, nun die Stadt zu betreten. Ich habe Angst vor den Blicken der anderen Jugendlichen. Werden sie bemerken, dass ich nicht von hier bin? Dass es für mich ungewohnt ist, so plötzlich wieder unter vielen Menschen zu sein? Ich werde mich schon wieder daran gewöhnen. Mein Pulli ist mittlerweile total durchnässt, doch es regnet unaufhörlich weiter. Ich fluche leise, zucke dann aber heftig zusammen, als ein Typ auf einem Skateboard an mir vorbeisaust. Erleichtert atme ich aus, als ich beobachte, wie er sich wieder von mir entfernt. Du bist echt albern! Ich gehe zu einer Häuserwand, lehne mich dagegen und versuche kurz zu verschnaufen. Mich an die neue Situation zu gewöhnen und mich zu orientieren. Das Krankenhaus!, kommt mir plötzlich ein Gedanke. Wenn ich schon einmal hier bin, könnte ich doch nachsehen, ob ich etwas brauchbares dort finden kann. Meine Vorräte, was Verbandsmaterial, Pflaster und medizinisches Werkzeug angeht, neigen sich immerhin dem Ende zu. Außerdem liebe ich es, dort zu sein. Es hat so etwas vertrautes. Früher habe ich meine Eltern immer im Krankenhaus, ihrem Arbeitsplatz, besucht oder sie von der Arbeit abgeholt.
Für andere mag das Krankenhaus ein steriler, ungemütlicher Ort sein. Ich habe mich dort seltsamerweise immer wohl gefühlt und für mich war klar, dass ich ebenso Ärztin werden wollte. Wenn ich nun in das verlassene, zerstörte Oblivio Hospital gehe, tut es zwar unheimlich weh, dass der Ort mehr und mehr verkommt und die Möglichkeiten nicht mehr ausgeschöpft werden. Aber...trotzdem fühlt es sich immer an wie nach Hause kommen. Als würden meine Eltern in ihren weißen Kitteln jeden Moment um die Ecke kommen und mich lächelnd in ihre Arme schließen. Ich vermisse euch so sehr! Tränen steigen bei diesen Gedanken in meine Augen, doch ich blinzele sie schnell wieder fort. Es nützt einfach nichts. Sie sind nicht mehr da. Ich knabbere unsicher an meiner Unterlippe. Soll ich es wirklich wagen?? Wenn sich dort ein Tribe eingenistet hat, kann ich immer noch davonlaufen. Ich atme einmal tief durch und nicke. Dort vorbeizuschauen kann zumindest nicht schaden. Und danach werde ich gleich zur Mall gehen. Ich schaue noch einmal in den dunklen Himmel, stoße mich mit dem Fuß von der Wand ab und eile die verworrenen Straßen entlang, bis ich schließlich vor dem Krankenhausgebäude ankomme. Imposant ragt es vor mir auf, doch zu meiner Erleichterung lungern heute nicht allzu viele Jugendliche davor herum. Vielleicht habe ich Glück und es ist niemand dort...!
tbc: St. Oblivio Hospital - Eingangsbereich - Darleen, 15 Jahre, Tribelos  Weitere Charas: Ginger, Ram, Ebony, Impala, Chuck, Ravenna |
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 | Thema: Re: Straßen der Stadt So 16 Aug - 19:08 | |
| Nachdem Chuck mir seine Hand reichte und ich sie zögerlich aber dennoch ergriff, sehe ich nun zu Lee-Min hinüber. Auf meine Anschuldigung hin das sie doch garantiert schon alles ausgeplaudert hat, was passiert ist schüttelt die Asiatin den Kopf. Ich hasse mich in diesem Moment selbst dafür das ich grad nicht in der Lage bin auf sie energisch zu reagieren. Und das alles nur wegen diesem scheiß Penner, hätte er mich nicht erwischt, wäre ich jetzt nicht hier. Dieses verdammte Arschloch! Chuck bestätigt Lee-Mins Kopfschütteln und meint sie hätte nichts erzählt. Ich sehe die beiden nur ungläubig an, das glaubt ihr doch selbst nicht! Wo ich schmerzen habe will Chuck wissen, ich deute auf meinen Kopf hin und erkläre ihm das der Scheißkerl mir voll eine verpasst hat. Die Wut die daraufhin in mir aufsteigt macht mir allerdings zu schaffen. Ich darf mich jetzt nicht unnötig aufregen meint Chuck mit leiser Stimme daraufhin und will mich anscheind damit beruhigen. "Nein es ist nicht gut..." sage ich trotz der Schmerzen wutentbrannt, "...der Kerl wirds bereuen, ich weiss zwar noch nicht wie, aber..." noch bevor ich meinen Satz zuenden auspreche kneife ich meine Augen zusammen um den Druck in meinen Kopf irgendwie auszuhalten. Ok, vieleicht ist es besser sich jetzt wirklich nicht aufzuregen... Lass mal sehen? Seine Worte lassen mich wieder aufblicken, kurz sehe ich blinzelt zu Chuck und anschließend auf den Boden als ich merke wie sich seine Hand meinen Kopf nährt.Mir ist es weiterhin unbegreiflich was mit dem Kerl der sich an mir vergehen wollte passiert ist, aber immerhin lebte er noch und ich werde ihm das nicht so einfach durchgehen lassen. Schließlich spüre ich Chucks Finger durch mein Haar gehn und genau die Stelle berühren wo ich den Schlag abbekommen hab. Kurz stoße ich leise schmerzhaftes "Ahhh" aus mir herraus und meine Augen wandern zu seiner Hand, an der Blut, mein Blut klebt. Für einen Moment sehe ich ihn schockiert an und wende dann wieder meinen Blick von ihm. Mir ist es alles so unangenehm, das grade er sich um meinen Gesundheitszustand kümmert. "Ist nur ein kleiner Kratzer" sage ich leise und erschöpft, um mir meine Schwäche nicht allzusehr anmerken zu lassen. Doch schließlich kann ich nicht verstecken das es nicht so ist, denn ich kann mich nur schwer auf den Beinen halten.
Lee-Min schaut Chuck fragend an, als er meint sie soll mich loslassen. Ihre wie auch meine Reaktion ignoriert er total und nimmt mich einfach ohne mich zu fragen auf seine Arme.Unsicher frage ich ihn warum er das tut und wende meinen Blick von ihm. Warum das wichtig ist, er würde hier für keine Gegenleistung verlangen, falls ich das befürchte sagt er mit kallter Stimme zu mir. Das ich das ehe nicht tun würde müsste er eigentlich selbst wissen, aber...meine Frage hat er mir damit trotzdem nicht beantwortet. Entweder tut er es weil es eine Genugtung für ihn ist mich so zu sehen, oder aber...er...hat...NEIN! Ich will sein Mitleid nicht! Oder vieleicht bin ich ihm auch einfach nicht egal...ach Chia denk nicht drüber nach, nicht jetzt...diese scheiß Kopfschmerzen sind so schon unerträglich. "Du hast recht, es ist unwichtig" antworte ich leicht abwesend auf seine Äusserung.
Doch als er mich fragt ob mich lieber eine Wache tragen soll, wandert mein Blick zu ihm. Leise und erschöpft nenne ich seinen Namen, woraufhin er mich anschaut. In seinen Augen liegt irgendetwas was ich nicht deuten kann, doch es sieht nicht böswillig aus. Keine Ahnung warum, aber die plötzliche Nähe zu ihm, lies es zu mich bei ihm zu entschuldigen. Eigendlich müsste ich doch sauer auf ihn sein, oder zumindestens sollte er mir egal sein...aber... schnell versuche ich den Gedanken zu verbannen, doch es fühlt sich nicht richtig an ihn zu ignorieren. Ich muss mich nicht dafür entschuldigen, es ist nicht meine Schuld meint er während er wieder den Blick von mir nimmt. Ich sage nichts dazu, schließe stattdessen langsam meine Augen, denn meine Schmerzen quälen mich immer mehr. Jedoch schaffe ich es erneut ihn anzusehen um ihm zu sagen, das ich ihn nie hätte gehen lassen sollen. Chuck sieht mich ungläubig an und stottert ein paar Wörter vor sich her, schüttelt anschließend leicht den Kopf und meint ich hätte meine Gründe gehabt. Ich hätte das richtige getahn? "Ich..." beginne ich zu sprechen, breche dann aber ab, als ich merke wie sich Tränen in meinen Augen sammeln, genau so wie als er damals gegangen ist und sich unkontrolliert eine Träne über meine Wange den weg bahnte. Ich unterdücke sie jedoch und nehme meinen Blick von ihm. Nicht jetzt...nicht hier Chia! Du bist verwirrt, mach das wenn du alleine bist oder sonst wann, aber nicht hier vor ihm. Langsam merke ich wie mir das alles zu viel wird, als Chuck weiter spricht. Meine halb geschlossenen Augen wandern erneut zu ihm, denn sein Ton wirkt auf einmal ganz anders, ehr wütend und ich meine erkennen zu können das in seinen Augen Zorn liegt. Er hätte mich niemals allein auf der dreckigen Straße zurücklassen dürfen? Warum ist er jetzt so wütend? Hat Lee-Min etwa doch gequatscht? Anschließend schaut er wieder auf die Straße. Ihm tut es leid, ich wüsste gar nicht wie sehr sagt er daraufhin sehr leise. Seine Worte berühren mich zwar doch ich kann sie nicht zuordnen.Gegen wen ist der Zorn gerichtet? Oder ist es nun Mitleid?...Wenn ja das will ich garantiert nicht! Doch dieses ständige Nachdenken macht mir wirklich zu schaffen, denn mein Kopf fühlt sich ohnehin schon an als würde er gleib platzen. "Das brauch es nicht..." sage ich schon fast flüsternt "...ich brauche wirklich kein Mitleid, bring mich einfach nur hier weg!" Meine letzten Worte klingen wie eine verzweifelte bitte, denn ich kann einfach nicht mehr klar denken, bevor ich noch irgendetwas falsches sage und eventuell schwach und gebrächlich wirke. Denn das Pochern in meinen Kopf brachte mich fast um den Verstand.
Etwas weiter hinter uns höre ich plötzlich Lee-Mins Stimme, doch ich habe keine Ahnung was sie gesagt hat. Genauer hinzuhören war mir grad einfach nicht möglich. Als sie zu uns aufschließt schaut Chuck sie nur stirnrunzelt an, wärend meine Augen einfach nur leer und müde wirken. Der regen wird stärker und Chuck versucht durch schnelle Schritte sich dem großen Gebäude zu nähern. Ich bekomme noch halbwegs mit wie Lee-Min von diesem Gebäude grade zu schwärmt. Es sei so riesig? Mir ist es jedoch sowas von gleichgültig, denn ich kann mich ehe nicht dagegen wehren dort hineinzugehen. Aber würde ich mich wehren wollen? Ihn noch einmal verlassen? Warum denke ich den ständig an ihn? ....Meine Güte schieb den Gedanken bei Seite, denn es ist totale Zeitverschwändung spricht eine Stimme zwischen meine Gedanken und ich beschließe erneut mich gegen jegliche Überlegungen zu wehren. Eine Wache fragt Chuck was passiert ist und ob der Boss von uns wüsste. Ein Notfall? Ram ist informiert? Ram? Das muss das so genannte Genie sein! Den Typen hat er fast in den Himmel hinein gelobt...Aber?...Wann will er ihn den informiert haben? Ich zeige keinerlei Reaktion gegenüber der Wache, suche legentlich blinzelt nach Lee-Min, um mich zu vergewissern ob sie noch da ist.
Als wir das Gebäude betreten, weiss ich nicht ob ich lieber die Augen schließen oder sie offen halten soll. Stattdessen starre ich gequält vor mich her, denn mir ist die Situation weiterhin unangenehm. Wer weiss wer hier alles rumrennt und wenn mich jemand so sieht, was ist wenn Chucks Boss nun doch auftaucht? "Du hast ihn nicht informiert oder?" frage ich ihn flüsternt, so das es niemand anders hören kann, obwohl mir seine Antwort schon klar ist. Garantiert wird er sagen das es sein Problem ist.
tcb: ? (Flure hab ich nicht gefunden, was schreib ich denn da hin? Dann ändere ich das noch) -  |
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