The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
StartseiteFAQSuchenMitgliederFacebook-CommunityAnmeldenLogin
Austausch | 
 

 Book Shop

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1 ... 14 ... 25, 26, 27, 28, 29, 30  Weiter
AutorNachricht
Leah*
Tribelos


Anzahl der Beiträge: 135
Anmeldedatum: 21.03.15

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Single
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: vampiresgirl (Mellie)

BeitragThema: Re: Book Shop   Sa 16 Mai - 18:44

************************************************************************
Wo bin ich?
Ich schlage meine Augen auf.
Es ist sehr warm heute und die Sonne scheint, bei klarem Himmel, auf uns herab.
Ich stehe auf einem Feld mit anderen Menschen. Um uns herum Wachen der Chosen. Ah ja ich bin im Sklavencamp wie konnte ich das nur vergessen. Jeder Tag ist wie der andere, voller Arbeit. Jeden Tag Gemüseernte aber ohne je etwas davon selbst essen zu dürfen, denn das wird strengstens bestraft, mit Nahrungsentzug.
Ich habe Hunger.
Man hat uns wie jeden Morgen schon früh aus den Zelten, unseren Schlafstätten, getrieben, für die Arbeit auf dem Feld.
Außer einer Scheibe Brot gab es dann wieder nichts zum Frühstück. Ich weiß nicht wie lange ich das noch durchhalte.  Ich bin jetzt schon total dünn oder besser gesagt dürr. Aber ich sollte lieber weiterarbeiten sonst setzt es eine Strafe.
Plötzlich tritt eine Wache auf mich zu und sagt etwas. Niemand beachtet ihn, denn selbst das würde bestraft werden.
Ein Junge musste mal eine Nacht lang vor dem Zelt stehen weil er einer Wache nachgeschaut hatte, die gestolpert war. Es war in dieser Nacht sehr kalt. Der Junge hatte ganz blaue Lippen als ich ihn am nächsten Tag sah. Er tat mir leid.
Die Wache trägt eine Kapuze, die tief ins Gesicht gezogen ist. Ich sehe seine Lippen nicht und weiß nicht was er gesagt hat.
Die Wache lüftet seine Kapuze und schreit mich an.
„Bist du taub? Du sollst mitkommen.“
Ja ich bin taub, du Idiot, möchte ich am liebsten zurückschreien aber ich traue es mich nicht.
Die Wache greift mich am Arm und zieht mich hinter sich her. Er tut mir weh aber das scheint ihm egal zu sein.
Als wir am Tor beim Pförtnerhaus vorbeikommen, fällt mir sofort der dunkelblaue Lieferwagen auf, der draußen davor steht. Ich habe ihn noch nie gesehen.
Ich muss stehen geblieben sein. Die Wache stößt mich an zum Weitergehen.
Wir betreten das Pförtnerhaus.
Im Inneren befinden sich außer zwei Chosen-Wachen auch drei andere, junge Männer. Sie tragen dunkelblaue Uniformen und haben alle ein seltsam geformtes „D“ auf ihrer Stirn.
Wofür das wohl steht?
Auch sie habe ich noch nie gesehen. Oder doch?
Als ich genauer hinsehe traue ich meinen eigenen Augen nicht,  als ich erkenne, wer da genau vor mir steht.
Ohne die Chosen zu beachten, tritt er auf mich zu und nimmt mich in den Arm. Bei mir fließen die Tränen, so glücklich bin ich, darüber, meinen älteren Bruder, Luke wiederzusehen. Es ist einfach zu viel Zeit vergangen. Ich möchte ihn am liebsten nie wieder loslassen. Einer der glücklichsten Momente meines Lebens scheint wahr geworden zu sein. Er drückt mich mindestens genauso fest wie ich ihn. Der vertraute Geruch nach Apfel steigt mir in meine Nase.
Benutzt er immer noch dieses Apfel-Shampoo? Wie kann das sein?
Er löst die Umarmung nach Minuten, die mir wie eine kleine Ewigkeit vorgekommen ist.
Ich betrachte ihn. Er sieht genauso aus wie in meiner Erinnerung. Groß und braunhaarig, wobei seine Haare ein Stück länger geworden sind und ihm über die Ohren fallen. Auch er trägt ein dunkelblaues „D“ auf seiner Stirn. Seine Augen strahlen richtig. Er ist wohl genauso erleichtert und vor allem glücklich mich zu sehen, wie ich ihn.
„Du bist frei.“ Er spricht mit seinen Händen mit mir. Wie habe ich das vermisst. Doch, was hat das Ganze zu bedeuten?
Wie kann ich nach all der Qual so einfach frei sein?
Ich blicke kurz die Wachen an und dann wieder auf Luke.
„Eure Ware habt ihr erhalten. Ich nehme das Mädchen mit mir, verstanden?“ sagt er zu den Wachen der Chosen. Diese nicken.
Ware? Was meint er mit Ware?
Dann nimmt er mich an der Hand und führt mich hinaus. Die beiden anderen jungen Männer folgen uns.
Ich bin so verwirrt. Möchte ihm so viele Fragen stellen aber weiß nicht womit ich anfangen soll.
Wie hast du mich gefunden?
Wo ist Luca? Ist er auch in Sicherheit?
Wer sind die beiden jungen Männer?
Luke muss mir meine Verwirrung am Gesicht ablesen können, denn er bleibt kurz stehen und sieht mir ins Gesicht.
„Wir haben dich freigekauft. Du bist jetzt in Sicherheit. Wir fahren jetzt zum Hauptquartier zurück. Unser Anführer wird sich freuen dich endlich kennenzulernen. Ich bin so glücklich, dass du lebst und gesund bist.“ Luke wischt sich mit der Hand über die Augen. Einer der beiden Jungen legt Luke eine Hand auf die Schulter. Zum Trost vielleicht?
Luke sieht sich kurz zu ihm um und wendet sich dann wieder mir zu.
„Ah vorerst sollte ich dir meine Freunde vorstellen. Leah das sind Shadow und Kyle.“ Die ganze Zeit wenn er redet, spricht er zusätzlich in Gebärdensprache um sicher zu gehen, dass mir nichts entgeht. Ich könnte ihn glatt nochmal umarmen dafür. Ich habe es sehr vermisst, dass jemand in Gebärdensprache mit mir spricht.
Shadow ist ein Stück größer als ich und hat dunkle fast schwarze, kurze Haare. Auch er trägt ein „D“ auf der Stirn.
Kyle dagegen hat in etwa meine Größe und hat braune kurze Haare.
Luke spricht, von den beiden, als wären sie seine Freunde aber es wirkt auf mich nicht so als wären sie das wirklich. Beide stehen kerzengerade da, in ihrer Uniform wirken sie fast wie Soldaten als wenn Luke ihr Vorgesetzter oder so was in der Art wäre.
Ist Luke vielleicht selbst dieser Anführer, von dem er gerade geredet hat?
Wir steigen in den Lieferwagen ein. Diesmal jedoch freiwillig. Ich sitze am Fenster. Neben mir auf dem Fahrersitz nimmt Luke Platz. Die beiden anderen müssen auf der Ladefläche Platz nehmen. Ich bin sehr froh, dass ich vorne neben Luke sitzen darf und nicht auf der Ladefläche, wie zu der Zeit als mich die Chosen gefangen nahmen.
Obwohl ich mich doch wundere, dass sie so einen großen Lieferwagen genommen haben um mich abzuholen.
Bevor Luke losfährt, versichert er mir nochmal dass alles in Ordnung ist und ich keine Angst mehr haben muss.
Ich entspanne mich ein wenig, lehne mich im Sitz zurück und schaue aus dem Fenster.
Hadere aber trotzdem mit den Dingen die da auf mich zukommen.

***************************************************************************************
Nach oben Nach unten
Leah*
Tribelos


Anzahl der Beiträge: 135
Anmeldedatum: 21.03.15
Alter: 19

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Single
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: vampiresgirl (Mellie)

BeitragThema: Re: Book Shop   Mo 18 Mai - 11:26

***************************************************************************************
Die Landschaft zieht an uns vorbei. Grüne Wiesen, Felder und Bäume. Wie habe ich diese Freiheit vermisst. Wie gerne würde ich draußen durch den Wald gehen aber es ist wohl zu gefährlich und Luke hatte nie etwas für die Natur übrig, ihn also zu bitten, anzuhalten, wäre zwecklos.
Wo Luca wohl gerade ist?
Hat Luke auch nach ihm gesucht?
Ich hoffe, dass  Luca ebenfalls eines Tages das Glück hat, aus der Gefangenschaft entkommen zu können und dass wir uns wieder sehen.
Die Gedanken an Luca kommen und gehen, ich kann sie nicht kontrollieren und es schmerzt jedes Mal aufs Neue.
Mein Blick fällt dann auf Luke. Er trägt plötzlich ein Headset am Kopf und redet mit irgendwem. Was er sagt, kann ich nicht sehen, da das Mikrofon seine Lippen verdeckt. Vielleicht redet er mit diesem Anführer von dem er gesprochen hat?
Nach einer langen Fahrt biegt Luke auf ein Gelände ein. Vor uns sehe ich zwei Gebäude, die von einem großen Zaun umgeben sind. Schilder weisen darauf hin, dass er unter Strom steht und man lieber Abstand halten sollte. Luke bremst den Lieferwagen ab.
Zwei Wachposten erscheinen am Tor und öffnen es. Luke fährt durch das Tor und hinter uns schließen die Wachen das Tor wieder. Dann stellt er den Motor ab.
Überall Zäune und Wachen. Was ist hier nur los? Es sieht fast aus wie bei den Chosen. Meine Nervosität kehrt doch wieder zurück. Meine Hände schwitzen und zittern.
Luke sieht mich an. „Alles okay mit dir?“ fragt er mit seinen Händen.
Ich nicke vorsichtig. „Ich bin nur nervös. Das ist alles.“ antworte ich in Gebärden.
„Hier geschieht dir kein Leid mehr. Alle werden dir freundlich begegnen. Außerdem bin ich ja bei dir.“ Er lächelt aufmunternd. „Wollen wir reingehen?“
Ich nicke schwach und versuche ebenfalls zu lächeln was mir nicht besonders gut gelingt. Mir ist einfach im Moment nicht danach, nachdem was ich erlebt habe.
Wir steigen aus. Ich sehe mich auf dem Gelände um, dabei fällt mir auf, dass das zweite Gebäude von einem extra gesicherten Zaun umgeben ist. Außerdem stehen dort auch Wachen davor.
Was sich dort wohl befindet?
Ein blonder, junger Mann tritt zu uns. Auch er sieht aus wie die anderen Menschen hier, in eine dunkelblaue Uniform gekleidet und dieses „D“ auf der Stirn.
Ich werde Luke später fragen wofür es steht.
„Commander Luke. Schön dass du erfolgreich warst, wie ich sehe. Blake wartet, auf dich und deine Begleitung, im Kommandoraum.“ sagt der Junge.
„Danke Sky. Ich werde gleich zu ihm gehen.“
Commander Luke? Bin ich im falschen Film? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
Auch dieser Junge redet mit Luke voller Respekt und fast schon einer Art Unterwürfigkeit.
Dann redet Luke wieder mit mir.
„Hast du Hunger?“ fragt er mich.
Wieder nicke ich nur.
Die unbekannte Umgebung macht mich so nervös dass ich kein einziges Wort hervorbringe.
Der Junge mustert mich neugierig.
„Ok. Sky richte Blake bitte aus, dass sich Leah erst ein wenig ausruhen möchte. Ich werde später erst mal allein mit ihm reden.“
Der Junge namens „Sky“ sieht wieder zu Luke und nickt dann.
Neben uns erscheinen wieder Shadow und Kyle.
Shadow schließt sich Sky an. Beide betreten vor uns das Gebäude.
Kyle steht nun direkt vor uns. Er nimmt Haltung an.
Sind wir hier beim Militär?
„Commander, der Transport steht bereit. Die Ware ist verladen. Wir warten nur noch auf deinen Befehl.“
„Seid ihr die Liste noch mal mit Blake durchgegangen? Den Fauxpas von letzter Woche können wir uns nicht noch mal leisten.“
Kyle’s Mimik lässt darauf schließen, dass ihm die Situation mehr als unangenehm ist, obwohl ich natürlich keine Ahnung habe, worum es hier eigentlich genau geht.
Kyle deutet ein Nicken an. Man merkt auch an seiner Körpersprache dass Luke auch sein Vorgesetzter zu sein scheint. Ganz eingeknickt steht er da.
Mir war nie bewusst, dass Luke eine solche Autoritätsperson sein kann.
„Du kannst den Transport abfertigen. Wenn alles mit Blake abgesprochen ist, bin ich voll zu Frieden. Du kannst wegtreten, Lieutenant.“
Kyle folgt jedoch nicht dem Weg, den die anderen beiden Jungen gerade gegangen sind. Er marschiert auf das extra eingezäunte Gebäude zu und verschwindet hinter einem LKW, der davor parkt.
Luke folgt zunächst meinem Blick und spricht dann wieder mit mir.
„Ich werde dir jetzt dein Zimmer zeigen und lasse dir etwas zu essen bringen.“
„Von was für einem Transport hat er gesprochen?“ frage ich eingeschüchtert.
Eine Antwort bekomme ich allerdings nicht, denn Luke winkt nur ab und sagt: „Nicht so wichtig.“
Er ergreift meine Hand und führt mich mit sich.
Auch vor diesem Gebäude stehen Wachen. Das beunruhigt mich sehr. Es muss doch einen Grund dafür geben, dass hier überall Wachpersonal steht.
Wir gehen einen langen Flur entlang. Luke führt mich in ein Zimmer. Es sieht aus wie ich mir ein Hotelzimmer vorstellen würde. Mit einem Schrank, einem Schreibtisch und in der Mitte des Raumes steht ein großes Bett.
Ein Bett für mich ganz allein? Meine Freude darüber ist unendlich groß.
Ich überlege, wann ich das letzte Mal in einem richtigen Bett gelegen habe. Es muss Jahre her sein. Ich setze mich darauf. Luke setzt sich neben mich. Dann klatscht er in die Hände. Aus den Augenwinkeln sehe ich dass sich die Türe öffnet. Ein junges Mädchen, in ärmlicher Kleidung, betritt den Raum. Sie trägt ein Tablett mit sich, auf dem Essen und eine Flasche Wasser stehen. Das Mädchen blickt zu Boden, stellt das Tablett auf den Tisch. Dann verneigt sie sich und verlässt den Raum wieder. Alles ohne uns einmal anzusehen. Seltsam.
„Wer war das?“ frage ich Luke.
„Eine Bedienstete. Aber das spielt jetzt keine Rolle.“ sagt er schnell um das Thema zu wechseln, als wenn es ihm unangenehm wäre. „Dort ist ein Badezimmer. Du kannst erstmal was essen und dich frisch machen. Vielleicht auch ein wenig schlafen. Ich habe leider noch etwas zu erledigen. Wir sehen uns dann später.“
Dann verlässt Luke den Raum und ich bin allein. Dabei habe ich doch so viele Gedanken, so viele Fragen. Und was meinte er damit, das Mädchen sei eine Bedienstete? Sie kann doch kaum älter als ich gewesen sein, vielleicht sogar noch jünger. Weitere Fragezeichen bilden sich in meinem Kopf und Luke ist weg, hat mich damit allein gelassen, als hätte er bloß einen Auftrag erledigt und würde nun normal zum nächsten übergehen. Hat er denn gar keine Fragen, möchte er nicht wissen, wie es mir ergangen ist und wo Luca ist, wieso wir getrennt gewesen sind?
Anstatt etwas zu essen, lege ich mich auf die Seite und bin nach wenigen Minuten auch schon eingeschlafen.

***************************************************************************************

-
Nach oben Nach unten
Tai-San*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 709
Anmeldedatum: 19.10.13
Alter: 19
Ort: Sylvia-Park

Charakter der Figur
Beziehungsstatus:
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Trudy85 (Ann-Kathrin)

BeitragThema: Re: Book Shop   Mo 18 Mai - 20:25

cf: Eingangsbereich

Kurze Zeit nach den anderen komme ich im Zimmer an und schaue erst einmal in die Runde.
Leah liegt nun auf einer Matratze und die Tür ist nicht mehr unter ihr.
Ich gehe auf sie zu und versuche nochmal etwas über ihre Vitalfunktionen herauszufinden, indem ich einige Test mache. Ich fühle ihre Stirn, dann den Puls, ihre Atmung, schaue in ihre Augen und taste vorsichtig ihren Körper ab.
Oberflächlich betrachtet ist nicht schwerwigendes zu sehen, doch es können innere Verletzungen sein, dass kann ich nun noch nicht sagen. Es sollte immer jemand bei ihr sein und ich werde ihr gleich noch mal einen Tee machen, den sie, auch wenn sie bewusstlos ist, trinken sollte. Wir müssen versuchen ihn ihr einzuflösen sage ich an Isa, Elli und Jack gerichtet.
Die Technos ignoriere ich bewusst, denn es geht sie überhaupt nichts an, was ich hier mache.
Ich komme aus meiner ungemütlichen Haltung wieder hoch, strecke mich vorsichtig und drehe mich dann zu den Technos.
Und nun zu euch, was wollt ihr hier?
Amber und Jay sind nicht hier, also wenn ihr etwas loswerden wollt, könnt ihr mir dies auch überbringen. Ich werde es ihnen ausrichten, sobald sie wieder da sind
sage ich bestimmend und absolut ernst. An meiner Mimik und Gestik ist zu sehen, dass ich im Moment die einzige Person bin, die hier etwas zu sagen hat. Immerhin sind die anderen noch nicht lange wieder hier und auch wenn ich schwanger bin, wissen alle, dass sie sich auf mich verlassen können.
Ich bin eine ehrliche Person und toleriere keine schlechten Schwingungen oder Leute, die für solche durch ihre Anwenseheit sorgen.
Außerdem sehe ich ihnen an, dass sie ebenso wenig hier sein wollen, wie wir sie hier haben wollen.
Also, was habt ihr zu sagen? sage ich noch einmal dominat.
Seit Lex fort ist hat sich etwas in mir geändert, ich habe mich weiterentwickelt und werde so schnell niemandem hier einfach reinfunken lassen, wenn wir es nicht wollen.
Auch wenn wir keine sichere Tür mehr haben, die uns vor den Außenstehenden schützt, so können wir doch selber dafür sorgen, dass man uns mit Achtung behandelt und nicht unterschätzt.
Amber und Jay sind zwar unsere Anführer, doch im Moment sind sie mit anderen Dingen beschäftigt und jemand muss sich um die liegenbleibenden Sachen kümmern. Und für mich ist das eine willkommende Abwechslung.

-
Nach oben Nach unten
Ginger*
Techno


Anzahl der Beiträge: 87
Anmeldedatum: 29.01.15

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Single
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: (Lisa)

BeitragThema: Re: Book Shop   Mo 18 Mai - 21:58

Die Asiatin erscheint im Raum und kümmert sich erst einmal um die Verletzte. Sie redet davon, dass Leah innere Verletzungen erlitten haben könnte. Dabei spricht die Mall Rat nur die übrigen Tribe Mitglieder an und ignoriert uns Technos ziemlich hochnäsig. Auch ich gehe dazu über, die junge Frau zu ignorieren. Wer sind wir denn, dass wir uns solchen Leuten anbiedern müssen?! Unser Auftrag ist es nett zu sein. Doch so wie ich Ram einschätze, nicht um jeden Preis. Gerade als ich die Tür nach unten tragen will, spricht die schwangere Mall Rat uns doch noch an. Ich lehne die Tür gegen die Wand und drehe mich zu ihr um. Ihre Stimme klingt fest und ernst, als sie uns mitteilt, dass Amber und Jay nicht anwesend sind, wir ihr aber unser Anliegen unterbreiten können. Ich schaue sie kühl an. Noch einmal ertönt ihre Stimme mehr als dominant. Sie scheint hier gerade die Führungsposition einnehmen zu wollen.

Ich knirsche missgestimmt mit den Zähnen. „Ram möchte mit Amber und Jay über eine mögliche Zusammenarbeit in gewissen Angelegenheiten sprechen. Das...kannst du ihnen ausrichten. In spätestens zwei Wochen möchten wir diesbezüglich gerne eine Rückmeldung haben, egal ob negativ oder positiv.“, sage ich sachlich und kühl. „Allerdings kommen wir hier nicht als Bittsteller, auch wenn ihr das gerne so sehen würdet.“ Ich schaue zu Vanessa und Joel. „Lasst uns gehen.“ Ich lasse die Tür stehen, sollen die Ratten sie doch alleine heruntertragen. Kurz bevor ich die Treppe hinuntergehe, drehe ich mich noch einmal mit einem gespielt zuckersüßen Lächeln um. „Oh und dieser überschwängliche Dank hätte wirklich nicht sein müssen, wir haben nur zu gerne geholfen.“, mein Lächeln erstirbt ebenso schnell wieder, wie es gekommen ist. Das hier ist eine Farce! Ich hoffe Ram wird mir diesen verbalen Ausrutscher verzeihen. Aber ich stehe zu jedem einzelnen Wort.

-
Ginger, 18, Techno
Who's gonna run this town tonight...!

Weitere Charas: Darleen, Ram, Ebony, Impala, Chuck, Ravenna
Nach oben Nach unten
Tai-San*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 709
Anmeldedatum: 19.10.13
Alter: 19
Ort: Sylvia-Park

Charakter der Figur
Beziehungsstatus:
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Trudy85 (Ann-Kathrin)

BeitragThema: Re: Book Shop   Di 19 Mai - 19:39

Mir entgeht nicht, dass die Technosmädchen am Liebsten sofort verschwinden wollen, während ich den anderen sagen, was ich bezüglich Leah befürchte und das wir erstmal abwarten müssen.
Als ich mich dann an sie wende, sehe ich in die funkelnden Augen der Einen - ich kenne beide Namen nicht und sie sind mir im Moment auch egal.
Doch dann gibt sie doch Preis, dass Ram eine Zusammenarbeit mit uns wünscht und sich deswegen Jay und Amber bei ihm melden sollen. In spätestens zwei Wochen will er Bescheid wissen, spricht sie sachlich und kühl.
Abfällig schaue ich sie an, wo war er denn bitte als wir seine Hilfe so dringend benötigt hatten? Da hat er sich einfach aus dem Staub gemacht geht es mir durch den Kopf und das würde ich ihnen auch am Liebsten an ihren werfen, doch lasse es bleiben. Darüber sollten wir alle zusammen abstimmen und nicht durch eine hitzige Diskussion, die dann ausartet verdorben werden.
Denn immerhin gibt es auch Vorteile, wenn wir zusammenarbeiten würden, auch wenn ich vielleicht im Moment nicht viele sehe, sind diese unbestreitlich da.
Mir ist schon klar, dass ihr uns so sehen wollt, als wären wir nicht gut genug...in euren Augen sind alle Nicht-Technos Abschaum oder wie ihr es nennt "Virts". Doch bedenkt, dass euer Chef eine Beziehung mit uns wohl als Sinnvoll erachtet, also lebt damit! spreche ich dann doch meine Gedanken aus und schaue sie vorwurfsvoll an, ehe sie das Zimmer verlassen wollen.
Die Tür lässt sie dann auch provokant stehen, ich kann nur mit den Augen rollen, als wenn diese Tür das Problem wäre geht es mir durch den Kopf ja weil du diese nicht mitnimmst kommen wir nun gar nicht mehr klar... tzzze.
Doch dann dreht sie sich noch einmal um und meint gespielt zuckersüß, das dieser überschwängliche Dank nicht hätte sein müssen und das sie nur zu gern geholfen hätten.
Das war eure eigene Wahl, ihr hättet das nicht tun müssen! Also macht uns das nicht zum Vorwurf! Ihr wolltet damit doch nur bei eurem Anführer glänzen und nicht helfen, also wofür sollten wir uns bedanken sage ich kalt und ehrlich, denn ich merke sofort, dass sie uns nicht aus Nächstenliebe oder sonstigem geholfen haben.
Sie wollen nur selber gut dastehen.
Im nächsten Moment sind sie auch schon verschwunden und ich atme einige Male tief durch, ehe ich mich wieder an Ellie und Jack wende.
Es ist uns doch immer wieder eine Freude sage ich sarkastisch und hocke mich wieder neben Leah.
Leah, hörst du mich? Komm zu dir! spreche ich sie an und gehe noch einmal alle wichtigen Maßnahmen durch; Puls, Atmung, Fieber, Prellungen/Brüche, doch ich kann immer noch nichts außergewöhnliches feststellen und bin mir nicht sicher, ob dies Entwarnung bedeutet oder eben, dass genaue Gegenteil.

-
Nach oben Nach unten
Leah*
Tribelos


Anzahl der Beiträge: 135
Anmeldedatum: 21.03.15
Alter: 19

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Single
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: vampiresgirl (Mellie)

BeitragThema: Re: Book Shop   Di 19 Mai - 19:52

***************************************************************************************
Als ich wieder erwache, bin ich ein wenig orientierungslos und weiß nicht gleich wo ich mich befinde. Dann fällt  mir jedoch wieder ein, dass Luke mich aus dem Camp befreit und mich mit zu seinem Tribe genommen hatte.
Ich setze mich auf. Draußen wird es langsam dunkel. Ich muss den ganzen Tag geschlafen haben, oder ist es sogar bereits der Tag danach? Ich weiß es nicht.
Das Deckenlicht leuchtet kurz auf und geht dann wieder aus. Ich blicke zur Tür. Dort steht Luke. Er lächelt, schaltet das Licht wieder ein und geht auf mich zu. Hat er mich etwa beobachtet, darauf gewartet, dass ich erwache? Doch wieso dann dort, wieso ist er nicht neben mir, warum diese Distanz?
„Na, gut geschlafen?“ fragt er. Sein Blick schweift über das Tablett. Das Essen und die Flasche stehen immer noch unangerührt auf dem Tisch.
„Ich hab die ganze Zeit geschlafen.“ sage ich als Erklärung.
Luke nickt: „Es ist nicht vergiftet, falls du das befürchtest.“
„Nein, das ist es nicht“
Denkt er von mir wirklich, ich würde ihm zutrauen, dass er mich umbringt? Und das, nachdem er mich doch erst gerettet hat?
Er setzt sich neben mich.
Da ist wieder dieser Drang, ihm alle Fragen, die in meinem Kopf herumschwirren, auf einmal zu fragen.
„Du fragst dich wo du hier bist, stimmt‘s?“
„Unter anderem. Ja. Was sind das für Leute in den ärmlichen Klamotten?“
Bevor er meine Frage beantwortet, atmet er einmal tief durch.
„Das sind unsere Sklaven.“
„Eure was?“ Ich hoffe so, dass ich das Wort missverstanden habe, aber an der Gebärde gab es nichts falsch zu verstehen. „Was macht ihr hier wirklich?“
„Wir sind Sklavenhändler, ehrlich gesagt.“
Sein Gesicht zeigt keinerlei Regung, als wäre es das normalste der Welt, Menschen wie Obst und Gemüse, auf einem Markt anzubieten und zu verkaufen.
„Das ist nicht dein Ernst.“ Ich weiche ein Stück von ihm zurück.  Ich kann mein Entsetzen darüber, gar nicht in Worte fassen.
„Es gibt keinen Grund für mich, dass vor dir geheim zu halten, da du es eh irgendwann selbst herausgefunden hättest."
Plötzlich beantworten sich meine vorherigen Fragen wie von selbst. Was Luke mit Ware und dem Freikaufen meinte. Ich schlucke.
„Es ist nicht so schlimm wie du denkst.“ fügt er zu seiner Verteidigung an.
„Du hast keine Ahnung, wie beschissen es mir jeden Tag in diesem Dreckcamp ging und du bringst mich in das nächste Sklavenlager, Luke, das kann nicht dein Ernst sein.“ Ich bin wütend auf ihn, obwohl ich gleichzeitig dankbar bin, dass er mich aus den Fängen der Chosen befreit hat. „Ich bin also nur frei, weil jetzt an meiner Stelle jemand anderes leidet? Jemand, der es nur darum mehr verdient hat, weil er nicht mit dir verwandt ist?" diese augenblickliche Schuld legt sich auf mich, dabei kann ich gar nichts dafür, nicht wirklich, oder?
„Beruhig dich doch bitte mal. Kein Grund, gleich hysterisch zu werden.“
Ich fasse es nicht, wie er mit mir redet.
„Ohne die Hilfe unserer Kontaktpersonen hätte ich dich niemals finden können. Und dass es meiner Familie gut geht, ist das wichtigste auf der Welt für mich. Uns geht’s hier gut, glaub mir. Man kann hier prima leben. An die Sklaven gewöhnst du dich. Die beachtet sowieso keiner mehr. Und außerdem sorgen meine Männer dafür, dass es den Leuten, den Umständen entsprechend, gut geht. Ich hätte mehr Dankbarkeit von meiner Schwester erwartet, ehrlich gesagt.“
Sollte das etwa ein Vorwurf sein?
Und was heißt „den Umständen entsprechend“, soll mich das ruhig stellen oder etwa beruhigen?
Ich bin mir nicht sicher da ich ja die Art wie er die Worte ausspricht nicht höre.
Er spricht von ihnen genau wie die Chosen von uns. Als wäre man, wird man zum Sklaven, automatisch kein Mensch mehr, nichts, das Gefühle oder Wünsche, Träume und Bedürfnisse hat. Wie kann er nur?
Dankbarkeit? Und ich weniger Kaltherzigkeit von meinem Bruder, füge ich in Gedanken an.
„Du hast dich verändert.“
Seine Miene ist versteinert. Fast schon boshaft starren mich seine Augen an, die früher immer voller Freundlichkeit und Liebe gestrahlt haben.
Was ist nur aus dir geworden, Luke, möchte ich ihn am liebsten fragen.
„Tja dann ist das halt so. Unsere Welt hat sich nun mal durch den Virus auch verändert, dabei wurde ich auch nicht gefragt, ob mir das passt.“
Er steht auf und dreht sich nochmal kurz zu mir um.
„Na ja, um das Thema zu wechseln. Blake, unser Anführer möchte dich gerne kennen lernen.“
Doch mir ist jetzt nicht danach, den Menschen kennenzulernen, der diese Menschen hier an diesem Ort gefangen hält.
„Tut mir leid. Kann das bis morgen warten? Mir ist schlecht.“ Ich lege mich wieder auf die Seite.
„Ok. Dann schlaf gut. Wir sehen uns morgen früh. Vielleicht ist es auch gut, dass du mal eine Nacht drüber schläfst. Ich zwinge dich übrigens nicht, hier zu bleiben. Die Wachen werden dich ziehen lassen, wenn du gehen willst. Deine Entscheidung.“
Ich möchte ihn am Liebsten anschreien und ihn fragen, was er mit meinem großen Bruder gemacht hat aber nach diesen Informationen habe ich nicht mehr die Kraft überhaupt noch etwas zu sagen.
Luke verlässt den Raum und schließt die Tür hinter sich, lässt mich erneut allein, mit den drückenden Informationen. Er hat nicht mal versucht, mich zu verstehen, auf mich einzugehen, hat nicht danach gefragt oder daran gedacht, dass ich sehr gut verstehen kann, wie die Sklaven hier sich fühlen. Ihre Leben unterscheiden sich von dem, das ich in der letzten Zeit geführt habe, sicherlich nicht sehr beträchtlich, noch vor wenigen Stunden war ich eine Gefangene, genau wie sie. Wie kann Luke da glauben, ich könnte so schnell umdenken, alles vergessen und auf die andere Seite der Macht wechseln, als wäre es selbstverständlich? Glaubt er wirklich so von mir? Wo ist der große Bruder von damals hin verschwunden?
Wieder einzuschlafen ist leichter gesagt als getan. Nachdem ich wusste wo ich mich befand, wirbelten die Gedanken in meinem Kopf herum.
Ich habe das Gefühl, aus einem Gefängnis in eine anderes gebracht worden zu sein.
In dieser Nacht schlafe ich sehr schlecht. Ich wache immer wieder auf, weil ich Angst habe, die Chosen würden mich wieder zurück ins Camp holen.

***************************************************************************************

-
Nach oben Nach unten
Tai-San*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 709
Anmeldedatum: 19.10.13
Alter: 19
Ort: Sylvia-Park

Charakter der Figur
Beziehungsstatus:
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Trudy85 (Ann-Kathrin)

BeitragThema: Re: Book Shop   Di 19 Mai - 20:22

Sie scheint doch weiter weg zu sein als gehofft. Leah reagiert überhaupt nicht auf meine Worte, im Gegenteil, ich habe sogar das Gefühl sie entgleitet immer weiter.
Etwas scheint sie sehr zu beschäftigen, sie träumt stark, etwas dass sie sehr zu beschäftigen scheint.
Immer wieder flattern ihre Lider, doch den Körper bewegt sie überhaupt nicht.
Nun bekomme ich es doch mit der Angst zu tun, denn im Normalfall bewegt man sich auch schon mal im Traum, zumindest mal eine Hand oder den Fuß. Doch sie liegt völlig still vor mir.
Gedankenverloren streiche ich mir über meinen Bauch, stehe auf und gehe im Zimmer langsam auf und ab, ehe ich dann schnell in der Kerzengießerei verschwinde um einen Tee und meine Räucherstäbchen zu holen.
Als ich wiederkomme liegt sie immer noch so wie vorher im Bett. Ellie und Jack haben sich auch nicht vom Fleck bewegt, nachdenklich betrachten sie sie.
Es kann positiv sein, dass sie im Moment nicht aufwacht. Doch könnte es auch das genau Gegenteil bedeuten.
Diese Kerzen wirken beruhigend, sowohl auf uns als auch auf sie, vielleicht bedrückt sie etwas und sie findet in ihren Träumen einen Weg ihr Problem zu lösen und sie muss einfach eine Weile dort sein, wo sie gerade ist.
In mir keimt die Idee auf, dass wenn sie es geschafft hat, das Problem zu lösen, sie wieder den Weg zurück ins richtige Leben findet. Wisst ihr wie ich das meine?
fragend schaue ich die beiden an.
Ich kann mir nur zu gut vorstellen, dass das alles heftig ist für die Beiden, sie sind erst gerade wieder hier angekommen und schon passieren so viele Dinge und wir haben ein bewusstloses Mädchen hier liegen. Langsam stelle ich in jeder Ecke eine der Stäbchen auf und zünde sie an, sofort verstömen sie ihren Duft. Angenehm und heimisch fühlt er sich an, sofort fühle ich mich beruhigt.
Wisst ihr etwas über sie? Vielleicht wo sie vorher war? Zu welchem Tribe sie gehörte? Oder sonst etwas? Jedes kleine Detail könnte hilfreich sein sage ich dann und schaue die beiden aufmunternd an, ehe ich mich wieder zu Leah hinunter knie mit einem Becher in der Hand. Diese Teemischung sollte ihre Lebengeister wecken und so wird sie den Weg zurück zu uns vielleicht eher finden können. Es wirkt aufmunternd und in einer Weise befreiend und erleichternd, die ihr helfen wird. Vorsichtig setze ich ihr diesen an die Lippen und kippe ihn ein bisschen, sodass er ihre Lippen befeuchtet, denn wie erwartet, öffnet sie ihren Mund nicht.
Leah, hörst du mich? Ich bin Tai-San von den Mall Rats. Komm zurück zu uns. sage ich immer wieder, während ich ihren Puls, Atmung und ihre Stirn fühle.
Auch schaue ich, ob sich irgendwo Blutergüsse bilden, doch es sind keine auffälligen zu sehen, die für innere Schäden sprechen. Alles ist ziemlich unverändert und ich hoffe, dass sie bald wieder zu sich kommt. Allerdings beschleicht mich tatsächlich das Gefühl, dass sie in ihrem Innern etwas wichtiges durchmacht, was sie einfach mit sich ausmachen muss. Warum kann ich nicht genau deuten, doch das hat mich noch nie davon abgehalten etwas für richtig anzusehen und zu wissen, dass es dies auch ist. Mein Gefühl deutet mir immer den richtigen Weg.

ooc: @Mellie ich hoffe, dass ist okay so wie ich es beschreibe. Ich kann ja nur erahnen was mit ihr ist und versuche es ein wenig Tai-San-mäßig zu machen xD wenn etwas total falsch ist oder so, kannst du mir auch gerne eine PN schreiben.

-
Nach oben Nach unten
Ginger*
Techno


Anzahl der Beiträge: 87
Anmeldedatum: 29.01.15

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Single
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: (Lisa)

BeitragThema: Re: Book Shop   Di 19 Mai - 21:27

Als ich der Asiatin das Anliegen unseres Anführers geschildert habe, funkelt diese uns nur weiterhin abfällig an. Ich erwidere diesen Blick. Wir Technos halten uns für etwas besseres? Ich lache leise auf und schüttle nur den Kopf. Wir haben hier niemandem etwas getan. Ganz im Gegenteil. Aber scheinbar wollen sie uns hassen, damit sie sich weiterhin als die 'Guten' aufspielen können. Wir wollten nur bei unserem Anführer glänzen und gar nicht wirklich helfen?! Ich verenge meine Augen zu Schlitzen und fixiere die Asiatin kalt. „Scheinbar seid ihr es auch nicht einmal ansatzweise wert, dass man euch hilft.“, zische ich bedrohlich. „Hochmut kommt vor dem Fall. Das Sprichwort kennst du?“ Ich schenke ihr noch ein kaltherziges Lächeln, dann gehe ich mit den anderen die Treppe hinunter. Wir haben unseren Fall gut überstanden...ich schätze bald seid ihr an der Reihe. Ich hoffe, dass wir Ram das mit dem Bündnis ein für allemal ausreden können. Es hat einfach keinen Sinn. Diese Ratten sind...widerlich!

tbc: Eingangsbereich

-
Ginger, 18, Techno
Who's gonna run this town tonight...!

Weitere Charas: Darleen, Ram, Ebony, Impala, Chuck, Ravenna
Nach oben Nach unten
Ellie*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 407
Anmeldedatum: 02.09.13

Charakter der Figur
Beziehungsstatus:
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Jallie_fan

BeitragThema: Re: Book Shop   Mi 20 Mai - 20:06

cf: Eingangsbereich

Wir bringen Leah gut hoch in das Zimmer und legen sie vorsichtig hin.
Die Technomädels helfen uns sogar dabei, doch bevor wir uns dafür
bedanken können, reagieren sie genervt und gereizt auf die Undankbarkeit
und verschwinden.
Tai-San versucht inzwischen, Leah irgendwie zu sich zu holen. Sie meint
auch, ihr Tee einzuflößen.
Ich mache mir nur Sorgen, dass sie wirklich innere Verletzungen - sie
dann zu bewegen, wäre doch zu gefährlich.
Nach oben Nach unten
Vanessa*
Techno


Anzahl der Beiträge: 129
Anmeldedatum: 09.03.15

BeitragThema: Re: Book Shop   Do 21 Mai - 10:39

Ich werfe den anderen noch einen zuckersüßen besorgten  Blick zu. Ich hoffe eurer Freundin wird es bald wieder besser gehen. Dann drehe ich mich um , und verlasse mit Ginger das Zimmer. Für einen Moment habe ich das Gefühl von unten Lord Rams  Stimme wahrzunehmen, doch was sollte er hier bei den Mallrats schon wollen. Ich verstehe die Augen , und raune  Ginger zu: Ich könnte jetzt dringend ein Bad gebrauchen.

tbc: Eingangsbereich
Nach oben Nach unten
Ebony*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 237
Anmeldedatum: 22.09.13

Charakter der Figur
Beziehungsstatus:
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: (Lisa)

BeitragThema: Re: Book Shop   Fr 22 Mai - 13:51

cf: Eingangsbereich

Ich sehe mich im Obergeschoss um und vernehme dann aus einem der Zimmer Stimmen. Ich halte an, verschränke die Arme vor der Brust und spähe in den ehemaligen Book Shop. Auf einem Bett liegt ein dunkelhaariges Mädchen, dass ich noch nie zuvor gesehen habe. Sie rührt sich nicht. Verärgert runzle ich die Stirn. Hier scheint momentan wirklich jeder Streuner ein und auszugehen, wie es ihm gerade passt. Können sich die anderen vielleicht erst einmal daran machen hier aufzuräumen, anstatt ein Lazarett für die Bedürftigen dieser Welt zu errichten?! Ich verdrehe leicht die Augen und trete dann ziemlich gelassen ein. Mein Blick wandert erst zu Tai-San, die sich um die Verletzte zu kümmern scheint und dann zu Ellie und Jack.

Tai-Sans Bauch ist nun nicht mehr zu übersehen. Glückwunsch Lex, huscht mir ein gehässiger Gedanke durch den Kopf. Wenn das Kind überhaupt von dir ist, wer weiß, vielleicht schiebt sie dir auch nur einen Bastard unter. Ich traue der Hexe alles zu. "Tai-San, Ellie, Jack.", begrüße ich alle drei kühl und trete langsam näher an die Dunkelhaarige heran. "Kann mir jemand sagen, was hier los ist? Was machen die Technos hier und wer ist dieses Mädchen?", frage ich mit bestimmendem Tonfall nach und mache dann eine Pause. "Ich habe Nahrungsmittel für uns besorgt. Ihr hingegen, scheint nicht sonderlich weit mit den Aufräumarbeiten gekommen zu sein.", mein tadelnder Unterton ist nicht zu überhören.

"Ich schätze Amber und Jay sind noch nicht wieder aufgetaucht? Das Leben muss dennoch weitergehen, findet ihr nicht? Was, wenn sie nie wieder auftauchen?" Ich lasse meine Worte in der Stille des Raumes verhallen und ihre ganze Wirkung entfalten. Amber und Jay, einfach verschwunden, auf nimmer wiedersehen. Für die anderen, vielleicht ein Schock. Für mich, die beste Chance die ich je haben könnte. Ich lasse mir diese Genugtuung aber nicht anmerken, sondern sehe die anderen nur ernst an.

-
Ebony, 20, Mall Rats
They can say whatever, I'ma do whatever
No pain is forever, you know this!

weitere Charas: Ginger, Darleen, Ram, Impala, Chuck, Ravenna
Nach oben Nach unten
Tai-San*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 709
Anmeldedatum: 19.10.13
Alter: 19
Ort: Sylvia-Park

Charakter der Figur
Beziehungsstatus:
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Trudy85 (Ann-Kathrin)

BeitragThema: Re: Book Shop   Fr 22 Mai - 14:46

Ellie sagt nichts, sie sieht so aus als würde sie darauf warten, dass Jack etwas sagt.
So kenne ich Ellie gar nicht? Die Situation muss sie ganz schön überfordern? Oder ist da noch mehr?
Dafür sagt das zweite Techno-Mädchen etwas, was ich ihr aber nicht abkaufen kann.
"Sie hofft dass es ihr bald besser gehen wird"? wers glaubt.
Leah ist immer noch nicht aufgewacht und ich überprüfe nochmal ihre Vitalfunktionen - keine Veränderung. Doch nun stelle ich fest, dass sich langsam Blaueflecke bilden und vereinzelt sogar größere, also wird sie wohl einige Prellungen haben.
Ich will gerade aufstehen, um eine passende Salbe zu holen, als plötzlich eine weitere Gestalt den Raum betritt.
Ebony, du hast uns gerade noch gefehlt sage ich entnervt und mit meiner selbstbewussten Art.
Sie fragt was hier los sei und ich übernehme wieder das reden.
Leah kam mit Jack und Ellie her, sie ist dann die Treppe hinuntergestürzt, als diese Technos gerade kamen und eine Botschaft an Amber und Jay überbringen wollten.
Sie haben dann geholfen sie hier hoch zu bringen und wir hatten eine kleine....Diskussion über ihren Antrieb uns zu helfen
sage ich kühl.
Die ehemalige Loco erzählt dann, dass sie Nahrungsmittel besorgt hat, aber hier ja anscheind immer noch niemand aufgeräumt hat. Sie verhält sich so, als wäre sie unsere Chefin und der tadelnde Unterton ist nicht zu überhören.
Vielleicht wäre es dann mal an der Zeit, dass du mitanpackst anstatt dich als Anführerin aufzuspielen, die du nicht bist Ebony meine Stimme ist ebenso bestimmend wie ihre, mit einem bissigen Unterton.
Dann stellt sie fest, dass Amber und Jay wohl immer noch nicht aufgetaucht sind und wir alle nicht wissen, ob sie jemals wiederkommen. Das Leben müsse weitergehen, damit hat sie ausnahmsweise recht.
Ja, das Leben wird weitergehen, dafür werden wir aber auch einige Zeit brauchen und fürs Erste steht meine Aufmerksamkeit Leah zu, sie ist immerhin verletzt.
Aber du weißt genauso gut wie ich, dass wir dich niemals an der Stelle von Amber als Anführerin anerkennen würden. Sie wird wiederkommen
sage ich ernst und sachlich.
Jeder braucht mal eine Auszeit, auch wenn der Zeitpunkt falsch gewählt war, wird Amber wiederkommen, davon bin ich überzeugt. Sie ist niemand die die anderen im Stich lässt, im Gegenteil.

-
Nach oben Nach unten
Leah*
Tribelos


Anzahl der Beiträge: 135
Anmeldedatum: 21.03.15
Alter: 19

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Single
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: vampiresgirl (Mellie)

BeitragThema: Re: Book Shop   Fr 22 Mai - 15:27

***************************************************************************************
Als ich am nächsten Morgen in den Spiegel sehe, schaut mich eine total verschlafene Leah an. Als ich mich frisch gemacht habe und wieder halbwegs normal und vorzeigbar aussehe, holt mich Luke zum Frühstück ab.
Sauer bin ich nach wie vor auf ihn. Es brauchte eine Weile bis er mich überzeugen konnte, überhaupt aus dem Zimmer herauszukommen. Es war dann allerdings nicht seine Überzeugungskunst sondern der Hunger der mich hinaustrieb.
Die „Descents“, so nennen sie sich, erklärt Luke mir, nehmen die Mahlzeiten in einer Art Cafeteria, die von Sklaven geleitet wird, zusammen ein. Es fällt mir schwer, die Menschen, die Luke als „Bedienstete“ bezeichnet, zu ignorieren, wie es offensichtlich alle anderen tun. Den Sklaven wurde einzig dann Beachtung geschenkt, wenn sich einer einen Fehltritt leistete, dann hagelte es Schläge.
Gemeinsam betreten wir die Cafeteria.
Vom Eingang aus konnte ich eine Art Tumult feststellen. Ein Sklave liegt am Boden, über ihm ein Junge im Rollstuhl, der auf ihn ein brüllt. Alle drum herum johlen und jubeln. Welch seltsame Situation. Als der Sklave wieder aufstehen will, stößt der Junge ihn wieder um, was er trotz seines Handicaps schafft. Dann wird der Sklave von zwei Wachen aus dem Raum entfernt. Als sie an uns vorbeikommen, schrecke ich zurück. Der Junge sieht schrecklich blutverschmiert aus, im Gesicht.
Das war sozusagen mein erster Kontakt mit dem gefürchteten Anführer der Descents. Obwohl ich ihn mir, ehrlich gesagt, nicht als Rollstuhlfahrer vorgestellt hatte. Luke führt mich nun zu ebendiesem Tisch.
Ich kann ihm aber nur mit einem gewissen Zögern folgen. Der erste Eindruck ist nicht gut, doch es ist wohl besser, gute Miene zu bösem Spiel zu machen, oder? Immerhin soll Luke trotz unserer Auseinandersetzung keinen Ärger bekommen. Blake, wie der Junge im Rollstuhl, heißt, ist immer noch erbost über den Vorfall mit dem Sklaven. Wie ich später erfahren sollte, hatte der Sklave ein Glas Wasser verschüttet. Wenn er bei so einer Kleinigkeit schon ausflippt, was geschieht dann bei schlimmeren Vergehen? Daran will ich gar nicht denken.
Als er mich sieht, bessert sich seine Laune offenbar, denn er ist plötzlich die Freundlichkeit in Person. Hätte ich die Situation gerade eben nicht selbst mitbekommen, hätte ich es nie für möglich gehalten, dass in seiner Brust zwei so unterschiedliche Persönlichkeiten leben.
Luke dolmetscht weiterhin parallel für mich, obwohl ich Blake sehr gut verstehen kann.
„Du bist also Luke’s geheimnisvolle Schwester, nach der er solange gesucht hat.“ Ein süffisantes Lächeln umspielt seine Lippen.
Ich nicke.
„Ich dachte sie kann sprechen.“ sagt er an Luke gewandt, der neben ihm sitzt.
„Kann ich auch.“ sage ich wiederrum.
Sein Blick wendet sich wieder mir zu.
„Und was soll das mit den Händen?“
„Luke spricht Gebärdensprache, damit ich alles verstehe.“
„Was du alles kannst Luke. Ist ja beeindruckend.“ meint Blake und dabei lächelt er wieder verächtlich.
Dieses Lächeln gefällt mir nicht. Im Gegenteil es macht mir Angst und jagt mir einen Schauer nach dem anderen den Rücken runter.
Ich mustere ihn, versuche dabei aber den Rollstuhl zu ignorieren. Anders als die anderen trägt er keine Uniform aber auch auf seiner Stirn prangt das Zeichen der Descents. Seine schwarzen Haare sind imposant zu einem kleinen Iro gestylt, dessen Spitze silbern gefärbt ist.
Sein Blick lässt genau erkennen, wer hier das Sagen hat. Trotz seiner offensichtlichen, körperlichen Eingeschränktheit hat Blake alle in seinem Hauptquartier unter Kontrolle.
„Und? Hat unsere Schönheit auch einen Namen?“
„Ich heiße Leah. Und du?“
„Oh du kennst mich noch nicht? Na ja schade, ich bin Blake und leite den Laden hier.“
Er wirkt beinahe beleidigt weil ich seinen Namen noch nicht kenne.
Aber woher auch?
„Du leitest den Laden hier?“ frage ich nervös als wenn ich ihn nicht verstanden hätte. Ich blicke zwischen den beiden hin und her. Dann fangen sie an zu lachen.
Es ist sehr demütigend obwohl ich nicht weiß worüber die beiden lachen. Es fühlt sich wieder wie in der Schule an, als alle über den Klang meiner Stimme lachten. Das Lachen endet abrupt.
„Ja, so sieht‘s aus. Du hast sicher Hunger. Luke meint, du hättest bisher nichts gegessen bei uns.“
Die beiden reden über mich?
Was hat Luke ihm wohl noch alles über mich erzählt?
„Ja, ich habe Hunger.“ Wie zur Bestätigung grummelt mein Magen.
Blake blinzelt mich an, als wollte er noch etwas erwidern aber stattdessen klatscht er in die Hände. Wie gestern bei Luke, erscheinen nun Sklaven und decken den Tisch. Schüsseln mit Obst, Gemüse, Brot und sogar Käse werden aufgestellt. Eins steht fest die Descents lassen es sich gut gehen. Ich bin beeindruckt aber dann erscheint ein junges Mädchen neben mir und verteilt Gläser und ich werde daran erinnert wo der Luxus herkommt.
Keiner der Menschen würdigt mich eines Blickes oder sucht Augenkontakt. Sie wirken total eingeschüchtert.
Als die drei mit dem Decken des Tisches fertig sind, stellen sie sich rechts von Blake in einer Reihe auf.
Ich bin so verwirrt und erwarte mit angehaltenem Atem was als nächstes passieren wird.
Blake beachtet sie mit keinem Blick. Mit einem Wink seiner Hand verlassen die Sklaven den Raum mit gesenktem Blick.
Ich fühle mich unwohl in meiner Haut und beobachte Luke, der jedoch ist bereits mit essen beschäftigt.
Weicht er meinem Blick aus?
„Du kannst dich gerne bedienen.“ meint Blake zu mir.
Ich greife nach einem Apfel und esse ihn auf. Obwohl mir meine Umgebung Magenschmerzen verursacht, ist wenigstens das Hungergefühl gedämpft nachdem ich einen Apfel und zwei Brotscheiben mit Käse gegessen habe.
Anstatt mir zu sagen, was nun passiert, verabschiedet Luke sich und meint er hätte noch Dinge zu erledigen.
Er lässt mich schon wieder allein? Warum? Erträgt er meine Nähe nicht mehr? Ich habe ihn so vermisst und habe nicht mit dieser Kälte gerechnet, die mir nun nach unserem Wiedersehen, entgegenschlägt.
Mein Blick landet wieder auf Blake.
„Wo geht Luke hin?“
„Der hat noch einen Auftrag zu erledigen. Aber langweilen wir uns nicht damit. Wir könnten rausgehen. Das Wetter ist super draußen. Ich zeig dir dein neues Zuhause.“
Mir behagt es ganz und gar nicht, rausgehen zu müssen und die sicheren Wände, um mich herum zu verlassen.
Blake löst die Bremse an seinem Rollstuhl. Er rollt ein Stück vom Tisch weg.
„Kommst du mit oder wie schauts aus?“ Diesmal ist sein Lächeln freundlicher.
Ich folge ihm.
Was mir gestern noch nicht aufgefallen war, da ich wie selbstverständlich die Stufen hinaufgestiegen bin, es gibt eine Rollstuhlrampe.
Blake führt mich jedoch nicht zum Eingangstor wo sich das extra gesicherte Gebäude befindet sondern hinter das Hauptgebäude.
Ich staune nicht schlecht als ich das Gelände erblicke, welches sich vor mir, erstreckt.
Ein richtiger kleiner Park.
Sogar mit einem Pool in der Mitte.
Es sind einige Leute unterwegs. Hier trägt niemand eine Uniform. Aber alle sind Teil der Descents, das kann man an dem Zeichen auf der Stirn erkennen.
Vielleicht gilt der Uniformzwang nur für das Wachpersonal?
Blake stoppt neben mir. Er lehnt sich in seinem Rollstuhl zurück, als ich ihn ansehe.
Ist sicher nicht leicht, den ganzen Tag, in dem Stuhl sitzen zu müssen. Ich versuche den Gedanken beiseite zu wischen, ich will schließlich auch kein Mitleid aufgrund meiner Behinderung.
„Gefällt es dir?“ möchte er von mir wissen.
„Es ist schön hier. Friedlich.“ Trügerisch friedlich finde ich.
„Ich bin gern hier draußen.“
„Darf ich dich etwas fragen?“
Er sieht skeptisch zu mir auf. „Kommt drauf an was du wissen möchtest. Schieß los.“
„Was befindet sich in dem extra umzäunten Gebäude?“
„Willst du das wirklich wissen?“
„Dort sind die Menschen untergebracht.“
„Mit Menschen meinst du sicher unsere Sklaven? Ja die sind dort untergebracht.“
„Du bezeichnest sie nicht als, wie sagte Luke, ‚Bedienstete‘?“
„Unsere Bediensteten leben wo anders. Dort ist unsere lebende Ware untergebracht.“
Lebende Ware? Er zeigt keinerlei Gefühlsregung als er die Menschen als lebende Ware bezeichnet.
Ich bin zutiefst schockiert und vermeide es Blake weiter anzusehen.
„Entschuldige mich bitte. Mir geht’s grad nicht gut.“ murmele ich und gehe den Weg zurück, ohne noch mal zurückzublicken.
Allein begebe ich mich wieder in das Gebäude. Keiner der Wachen beachtet mich. Ich kann mich frei bewegen. Ich versuche mich zu orientieren um mein Zimmer wieder zu finden, was mir auch nach wenigen Minuten gelingt.
Als ich den Raum betreten will, schrecke ich zurück als ich ein Sklavenmädchen dort vorfinde. Das Mädchen muss sich ebenso erschreckt haben. Sie hat wohl nicht mit mir gerechnet. Sofort nimmt sie das Tablett auf und verlässt fluchtartig den Raum.
Ich versuche das Geschehene zu ignorieren, vielleicht hat Luke recht und es ist  besser so.
Dann lege ich mich wieder auf mein Bett. Es macht mich unendlich müde zu wissen wie es den Menschen in diesem Teil der Stadt geht. Ich vermute, dass wir uns unweit von Auckland befinden auch wenn mir hier nichts in der Umgebung bekannt vorkommt.
Ich vertreibe mir die Zeit damit, die Descents bei ihren Freizeitaktivitäten zu beobachten. Viele vergnügen sich im Pool. Andere skaten auf kleinen selbstgebauten Rampen. Von meinem Fenster aus habe ich eine schöne Aussicht auf den Park.
Am Abend besucht mich Luke ein weiteres Mal. Die Hoffnung, dass er mir ein paar meiner Fragen beantwortet, habe ich allerdings aufgegeben.
„Was hast du heute schönes gemacht?“ Ich versuche einen freundlichen Ton anzuschlagen um ein nettes Gespräch unter Geschwistern zu führen aber Luke blockt wieder nur ab.
Ich möchte ihn am liebsten anschreien, ihm eine knallen aber ich mache nichts dergleichen und wende mich von ihm ab.
Er, währenddessen, geht um mein Bett herum und erscheint wieder in meinem Blickfeld. „Was ist denn dein Problem?“
Ich fasse es nicht.
Bist du wirklich so dumm?
„Die Frage kann einfach nicht dein Ernst sein. Du willst wirklich wissen was mein Problem ist?“ Ich setze mich auf.
Luke nickt. „Ja sonst hätte ich nicht gefragt oder? Du bist frei und kannst tun und lassen was du willst, was will man mehr in so einer Welt, wie der unseren?“
Die ersten Tränen fließen meine Wange herab.
Luke setzt sich neben mich. Er legt seinen Arm um mich. Ich lehne meinen Kopf an seine Schulter. Egal wie sehr ich ihn in diesem Moment hasse, er ist mein großer Bruder.
„Ich kann das einfach nicht ignorieren. Ich habe selbst bis vor wenigen Stunden so leben müssen. Glaubst du dass ich das so schnell vergessen kann?“
Ich hebe meinen Kopf und blicke in seine Augen. Er nimmt seinen Arm von meiner Schulter. Ich möchte ihn aufhalten aber er braucht ihn zum Sprechen.
„Tut mir leid. Das war wohl ziemlich dumm von mir. Über meine Freude dich wieder zu sehen, habe ich wohl ganz außer Acht gelassen, was du währenddessen alles durchmachen musstest.“
Endlich habe ich wieder das Gefühl, die Person mir gegenüber als meinen älteren Bruder zu erkennen.
Er reicht mir ein sauberes Tuch mit dem ich meine Tränen trocknen kann.
„Du brauchst sicher etwas Zeit um dich hier einzugewöhnen. Ich war wohl zu voreilig und habe dich überfordert. Ich hoffe, du kannst mir noch mal verzeihen.“
„Wenn du mir ein paar Fragen beantwortest.“ füge ich an.
„Sicher. Wenn wir die Sklaven auslassen könnten. Ich darf nicht darüber reden, genaugenommen.“
Ich nicke. „Sind wir immer noch in Auckland?“
„Ja in einem Vorort davon. Den Standort hier hat Blake ausgesucht. Unsere Jungs haben das Gebäude bezugsfertig gemacht. Mir gefällt’s hier.“
„Auch mit den Sklaven?“
„Wir wollten das Thema überspringen.“ sagt er und sein Blick verfinstert sich kurz.
„Sorry.“
„Schon gut, nur Descents mit dieser Uniform, die ich trage, haben Zugang zu den Informationen über den Handel. Wir gehören zu Blakes engstem Kreis.“
„Er hat das hier alles aufgebaut?“
„Den Tribe haben wir zusammen gegründet. Die Beziehungen für den Handel haben meine Männer aufgebaut. Mehr darf ich zu dem Thema aber nicht sagen. Ich kriege wirklich Ärger wenn Blake dass rausfindet.“
„Du hast Angst vor ihm?“
„Ein bisschen schon. Vielleicht ist dir noch nicht aufgefallen wie viel Macht er über jeden einzelnen Descent besitzt aber es ist so und Blake möchte man nicht zum Feind haben, glaub mir. Außerdem habe ich zu großen Respekt vor ihm, als das ich ihn hintergehen würde. Er ist mein Anführer und mein bester Freund zu gleich.“
Wie kann man vor seinem besten Freund Angst haben? Luke, ich verstehe dich einfach nicht mehr.
„Ok. Nun meine wichtigste Frage. Wo ist Luca?“
„Das weiß ich nicht.“
„Wie du weißt es nicht. Hast du ihn überhaupt gesucht?“
Luke steht auf und sieht auf mich herab.
„Natürlich. Was denkst du? Er gehört zu meiner Familie auch wenn wir uns nicht immer gut verstanden haben, will ich nicht dass er ein Gefangener ist. Ihn finden wir auch noch. Nur Geduld. Wollen wir was essen gehen?“
Ich nicke und folge ihm aus dem Raum.
Doch Luke sollte kein Recht behalten. Auch in den nächsten Wochen gab es keine Spur von Luca.
An die Anwesenheit der Sklaven gewöhnte ich mich natürlich nicht. Jeden Tag wurde ich an meine Zeit im Sklavencamp erinnert. Die meiste Zeit der Tage verbrachte ich am Teich, der sich in dem kleinen Park hinter dem Hauptgebäude befand. Auch Blake leistete mir oft Gesellschaft und wir unterhielten uns, über unsere Leben vor dem Virus. Luke sah ich weiterhin nur während der Mahlzeiten. Er erzählte mir nie was er den ganzen Tag über unternahm und ich gewöhnte es mir ab nachzufragen. In diesen Tagen, am Teich, lernte ich Hope kennen. Sie war viel länger als ich bei den Descents und konnte ähnlich wie ich nichts mit dem Sklavenhandel anfangen. In ihr fand ich wenigstens eine gute Freundin. Ich würde lügen wenn ich behauptete, dass ich mich bei den Descents richtig zuhause fühlte. Ein paar Wochen lang konnte ich mir einreden, dass es so wäre aber wie ich mich Tag für Tag selbst belog, war kein Dauerzustand.
Auch wenn sich mein Leben drastisch verbessert hatte, so wurde ich doch jeden Tag daran erinnert wie es ist wenn du nichts wert bist und wie Dreck behandelt wirst. So nett Blake auch zu mir war und er flirtet später oft mit mir, so konnte ich es nicht ertragen wie er die „Bediensteten“ behandelte. Ich hatte von vielen Grausamkeiten seitens der Chosen und Technos gehört aber Blake und seine Leute stellten die anderen noch in den Schatten, so empfand ich es jedenfalls. Doch auch seine eigenen Leute behandelte Blake teilweise nicht besser. Ich fragte mich, warum sie sich das von ihm gefallen ließen aber alle hatten großen Respekt vor Blake, wie ich immer wieder feststellen musste. Ich vermutete, weil er ihnen zu diesem, man kann schon luxuriösen Leben sagen, verholfen hatte. Ich hatte es nie erlebt, dass sich jemand negativ oder abfällig über ihn äußerte. Selbst seine Behinderung schien hier keine Rolle zu spielen, was mich schon sehr verwunderte, da ich selbst es gewohnt war auf Ablehnung zu stoßen, aufgrund meiner Gehörlosigkeit.
Im Morgengrauen, etwa drei Wochen, nach meiner Befreiung, packte ich ein paar Vorräte zusammen und verließ die Descents. Ich hinterließ einen Abschiedsbrief für Luke und einen für Hope. Ich hoffte sie würden es verstehen, aber andererseits war es mir auch egal ob Luke Verständnis zeigen würde.
Mein Weg sollte mich zurück in meine Heimatstadt führen. Immer getrieben von der Hoffnung ein sicheres Zuhause zu finden und Luca meinen Zwillingsbruder endlich wieder in die Arme schließen zu können. Ich hoffe, so darauf dass mir das irgendwann gelingt.

***************************************************************************************

-
Nach oben Nach unten
Isa*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 726
Anmeldedatum: 23.01.14
Alter: 21
Ort: Auckland

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Single
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Jessi

BeitragThema: Re: Book Shop   Fr 22 Mai - 22:15

Tai-San und die Techno´s bringen Leah auf einer Tür in mein Zimmer. Ellie und Jack folgen ebenfalls. Ich stelle mich vor das Kinderbett, bis die technos wieder weg sind. Ich will nicht das sie dem kleinen zu nahe kommen. Tai-San will wissen warum sie hier sind. Das interessiert mich auch. Angeblich wollen sie mit Amber und Jay reden. Ich weiß gar nicht wo die beiden sind. Ich bin froh und erleichtert als sie endlich weg sind. Tai-San kümmert sich derweil um Leah. Immer wieder spricht sie Leah an. Ich glaube sie hofft das sie wieder aufwach. Dann will sie von Jack und Ellie wissen was sie über Leah wissen. Und dann kommt Ebony rein. Das passt mir nicht. Wieder bleibe ich am Kinderbettchen stehen. Ich traue Ebony nicht. Ich bin leicht im Zwiespalt. Zum einen will ich helfen. Aber zum anderen will ich meinen Sohn nicht alleine lassen, wenn Ebony da ist. Aber ich kann sie ja auch nicht einfach raus schmeißen.

-
Isa, 20, Mall Rats

weitere Charas: Salene, Cloe, Jo, Nick, Kiki, Mia, Bill, Mel, Faye, Anna, Nika, Wendy, Bill, Patricia
Nach oben Nach unten
Jack*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 64
Anmeldedatum: 25.04.14
Alter: 19

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Vergeben
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Ivayne

BeitragThema: Re: Book Shop   Fr 22 Mai - 23:49

cf: Eingangsbereich

Die letzte Hürde ist, die Tür durch den Rahmen des Bücherladens zu bekommen, in dem sich Isas Zimmer befindet, was ich erkenne, als wir uns diesem nähern, doch glücklicherweise handelt es sich um einen Eingang mit einer ehemaligen Doppeltür, sodass es kein Problem darstellt. Als wir den Raum betreten, zögert Ginger flüchtig weiterzugehen, als sie Isa sieht, was ich nicht einordnen kann, da sie nicht wie der Typ Mensch wirkt, der sich schnell von etwas aus der Ruhe bringen lässt, lange hält diese minimale Gefühlsregung, ist sie auch nicht auf ihrem Gesicht zu erkennen, nicht an. Wir gehen gemeinsam zum Bett weiter, auf dem wir die Tür ablegen - irgendwie ist der Gedanke, dass die jungen Frauen es allein geschafft haben, die Last hier hoch zu schaffen, ohne dass sie anschließend groß über Erschöpfung klagen, befremdlich. Ein menschlicher Körper und eine Tür sind immerhin keine leichten Sachen und so wenig ich auch in Klischees denken möchte...ist es nun einmal Fakt, dass Frauen allein von ihrem Körperbau her oft schwächer sind als Männer. Würde ich das laut aussprechen, könnte ich mich aber wohl gleich zu Leah gesellen, wobei meine Ohnmacht auch ewig dauern könnte, den Technos traue ich alles zu und Ellie kann ebenfalls sehr wütend werden. Jetzt halte ich mich jedenfalls zurück, aber oft genug kommt mir mein Mundwerk auch zuvor und ich denke nicht groß darüber nach, wie jemand auffassen könnte, was ich von mir gebe. Es hat sich gebessert, doch ganz verschwunden ist diese Macke von mir nicht.
Ginger meint nun sachlich, wir sollten Leah noch mal anheben, damit sie die Tür unter ihr wegziehen könnte. Inzwischen ist auch der dritte Techno, der bisher kein Wort von sich gegeben hat, mit nach oben gekommen und in meinem Kopf ist es unsere Aufgabe, den schwereren Part der Sache zu übernehmen. Ginger scheint aber nicht der Typ Frau zu sein, der sich gerne Arbeit wegnehmen lässt, weil sie so wirkt, als würde genau das an ihrem Stolz kratzen. Vanessa ist da verspielter und mädchenhafter. Alle Technos unterscheiden sich so ziemlich stark voneinander, denn der Kerl unter ihnen macht keinen besonders sanftmütigen Eindruck, sich in den Vordergrund drängen zu wollen, unterlässt er dagegen ebenfalls.
Wir tun also das, was Ginger gesagt hat, selbst wenn es mir widerstrebt, einer Techno zu gehorchen, doch ich will keine weiteren Probleme oder gar eine Diskussion lostreten, darum ist das das Vernünftigste im Moment.
Es vergeht nicht viel Zeit, da stößt Tai-San glücklicherweise wieder zu uns, denn ich hätte nun nicht gewusst, wie es weitergehen sollte, was man bei Leah überprüfen, was wie verändern oder was behandeln müsste. Dass sie jetzt auf einem Bett statt auf dem harten Boden mitten im Eingangsbereich auf dem Präsentierteller liegt, beruhigt mich wenigstens ein bisschen, sowie die Tatsache, dass sie keine Platzwunde oder sowas am Kopf hat, denn Blut verliert die junge Frau nicht. Tai-San fühlt abermals ein paar Punkte an Leahs Körper ab, danach verkündet sie - wie sie es zuvor unterlassen hat - keine gravierenden Wunden ausmachen zu können oder etwas anderes Besorgniserregendes. Äußerlich zumindest nicht. Wie es unter der Haut aussieht, kann keiner sagen.
Schließlich erklärt sie die weitere Vorgehensweise. Leah soll etwas trinken, ob bewusstlos oder im Wachzustand.
"In Ordnung. Das hört sich immerhin nicht...ganz so schlecht an", sage ich, um mitzuteilen, dass ich zugehört und verstanden habe. Viel mehr sagt Tai-San hingegen nicht zu uns, stattdessen richtet sie sich erneut mit strengem Blick an die Gruppe der Technos, eröffnet anders als Isa es dargestellt hat, dass Amber und auch Jay nicht hier seien. Die Botschaft, wegen der die Gruppe hergekommen sei, könnten sie somit ihr selbst sagen. In mir macht sich ein ungutes Gefühl breit. Von wem hat Isa gesprochen, als sie meinte, die anderen seien mit Aufräumen beschäftigt? Wie viele sind tatsächlich noch übrig, bis auf sie, Tai-San und Cloe? Was ist mit dem Rest geschehen?!
Ich verschiebe dei Fragen auf später, beobachte lieber, wie es weitergeht. Ginger ist wie zu erwarten nicht sehr begeistert von den Neuigkeiten, rückt dennoch damit raus, dass es um ein Bündnis zwischen Technos und Mall Rats geht. Ist das ihr Ernst?! Die Technos haben sich vielleicht etwas verändert, eine Zusammenarbeit könnte unserem Tribe viel bringen, was alles anders laufen und zerstört werden könnte, steht allerdings genauso im Raum. Jeder hat eine zweite Chance verdient, doch nach allem, was uns widerfahren ist, ist es da echt der beste Weg, einen ehemaligen Feind zum Freund zu machen? Das Leid damals ist immerhin nicht durch Missverständnisse entstanden, die Technos wussten sehr wohl, was sie tun. Offensichtlich auch jetzt. Denn Ginger macht deutlich, dass es sich nicht um eine Bitte handelt. Es ist ein Angebot, was die Folgen einer Ablehnung sein würden, will ich mir gar nicht ausmalen. Zurückweisungen einzustecken ist nie leicht, Ram würde ich dabei dagegen nicht als einen der Menschen ansehen, die das trotzdem gut hinkriegen oder akzeptieren würden. Besonders viel Zeit, um auf ihre Ansprache zu reagieren, lässt uns Ginger nicht, ehe sie sich zu ihren Kollegen umdreht und sie zum Gehen auffordert. Wortlos schaue ich ihr nach, als sie sich noch mal umdreht und ironisch zur Kenntnis gibt, dass wir ihr und ihren Leuten nicht so großartig hätten danken müssen. Als ob sie das aus reiner Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft getan hätten! Alles, was die Technos tun, ist strategisch. Was mich angeht, ich lasse diese Aussage unkommentiert. Tai-San nimmt es da anders. Sie pfeffert den Dreien ihre Meinung hinterher, dabei kenne ich sie gar nicht so...aus der Fassung. Es ist wahrscheinlich der Schwangerschaft zuzuschreiben, denn Tai-San hat Recht, mit dem, was sie sagt. Dennoch ist sie in schwierigen Situationen sonst stets ruhig und gelassen geblieben, hat sich mit Meditation entspannt und ja nichts getan, um ihr Karma durcheinander zu bringen. Gegen Hormone und so ein Zeugs kann sich aber wohl keiner immer wehren, egal wie viele Räucherstäbchen er inhaliert und wie viele Erleuchtungen er bisher erfahren hat.
"Lass dich nicht von ihnen ärgern. Wir kennen sie doch alle und das ist es nicht wert", meine ich zu Tai-San, die sich wieder Leah widmet. Sanft probiert sie, unseren Gast wach zu bekommen. Belohnt wird sie nicht. Leah bleibt nach wie vor reglos. Tai-San lässt uns kurz allein, um den von ihr verordneten Tee zu holen, kehrt anschließend, als hätte ich es vorausgesagt dann nicht nur mit dem Getränk, sondern auch mit ein paar Duftstäbchen zurück. Sie muss Ellies und meine Blicke bemerkt haben, denn sie meint zu uns, dass es alles heißen könne, dass Leah noch nicht wieder zu sich gekommen ist. Und ganz, wie wir sie kennen, fängt sie weiterhin mit ihren prophezeihungen an, sagt, Leah müsse eine Weile an dem Ort sein, an dem sie geistig wohl gerade ist und der Rauch der Kerzen und Stäbchen würde dabei helfen.
So leid es mir tut, auf ihre Frage hin kriege ich nicht mal ein Kopfschütteln zustande, werfe Ellie einen hilfesuchenden Blick zu und auch Isa, die bisher noch nichts weiter gesagt hat und murmele: "Kein...keine Ahnung. Ich..weiß nicht. Aber..du meinst also..sie ist gerade in einer Art Geisterwelt oder so?!"
An sowas zu glauben, fällt mir ziemlich schwer. Ich bleibe lieber bei meinen Naturwissenschaften und der Technik. Was nun geschieht, bevor Ellie oder ich antworten können, nachdem Tai-San weiter nachgehakt und danach gefragt hat, was wir über Leah wissen, lässt mein Weltbild noch mehr ins Wanken geraten. Mit jeder Person hätte ich nun noch gerechnet, allerdings keinesfalls mit Ebony, die nun auf der Bildfläche erscheint. Unverändert, als wäre unsere letzte Begegnung noch nicht so lange her, wie es der eigentliche Fall ist. Mit einem abfälligen Blick schaut auch sie auf Tai-Sans Babybauch, woraus ich schließe, dass sie wie wir noch nicht lange zurück zu sein und nicht bei den anderen Mall Rats zu leben scheint. Nach allem, was sie Amber und vielen anderen Menschen angetan hat, mit ihrer unberechenbaren Art, kann ich das auch keinem verdenken. Ihre Wiedersehensfreude hält sich genauso wie unsere ziemlich in Grenzen.
"Ebony", sage ich leise, als sie näherkommt und ebenfalls nach Leah fragt.
"Ellie und ich sind noch nicht lange zurück...", weiter komme ich nicht, ehe Tai-San wieder spricht. Die Bemerkung, die Ebony über Amber und Jay macht, die offensichtlich bereits länger nicht hier gewesen sind, macht mich wütend. Meint sie nicht, sie hat damals genug angerichtet?! Muss sie schon wieder in der Wunde stochern, ganz unverblümt andeuten, dass ohne sie nichts läuft und sie ein weiteres Mal Anführerin werden könnte, um für Ordnung zu sorgen? Es mag einmal geklappt haben, doch es wird das einzige und letzte Mal gewesen sein, darauf kann Ebony sich verlassen.
Tai-San bringt Ebony ins aktuelle Bilde der Lage, verpasst ihr jedoch auch einen Dämpfer. Ich sage nichts mehr dazu, da ich weiterhin nicht einschätzen kann, wie das Leben der Mall Rats momentan aussieht, wer hier was zu sagen hat und generell...sind Ellie und ich erst mal wieder Fremde. Isa scheint sich ähnlich zu fühlen, denn sie hält sich weiter im Hintergrund, gibt keinen Ton von sich, obwohl sie doch vorgeschlagen hat, dass man Leah zu ihr bringen kann.
"Wie haben Leah bewusstlos auf dem Weg zum Strand gefunden, als wir zurück in die Stadt wollten. Sie hatte kaum etwas bei sich, nur das, was ihr jetzt auch seht. Wir haben ihr etwas zu Trinken und Essen gegeben, viel mehr...lässt sich zurzeit nicht sagen. Ihr ist es wohl so schlecht ergangen wie auch vielen anderen", beantworte ich endlich die Frage von zuvor und hoffe, damit die Konversatiom umlenken zu können. Das mit Leahs Gefangenschaft bei den Chosen lasse ich erst einmal aus. Immerhin steht nun gerade die Person im Raum, die alles gegen einen verweden kann und nicht alles wissen muss, so gern sie es auch tun würde.

-
Signa made by Ivayne - please don't copy Wink
Nach oben Nach unten
Ebony*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 237
Anmeldedatum: 22.09.13

Charakter der Figur
Beziehungsstatus:
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: (Lisa)

BeitragThema: Re: Book Shop   Sa 23 Mai - 14:34

Ich schenke Tai-San ein falsches Lächeln, als sie erwähnt, dass ich ihnen gerade noch gefehlt habe. „Ich freue mich auch, dich wiederzusehen Tai-San.“, sage ich kühl. „Wie geht es dem Baby? Ich hoffe doch, die Schwangerschaftshormone nehmen dich nicht zu sehr mit?“ Ich erspare es mir auch nur ansatzweise so zu tun, als würde mich das alles ehrlich interessieren. Die Ebony, die Jay hinterhergelaufen ist und sich von Slade hat um den Finger wickeln lassen, gibt es nun schließlich nicht mehr. Sie wurde zu Grabe getragen. Genau wie Siva. Nicht umsonst ist die bestimmende Farbe meiner Kleidung nicht mehr rot, sondern schwarz, genau wie zu meinen Zeiten bei den Locos. Ich verspüre einen leichten Stich in meinem Herzen, als ich an meine Schwester denke, verwerfe den Gedanken aber schnell wieder. Leah heißt das Mädchen also. Tai-San erklärt mir, dass Jack und Ellie sie hier angeschleppt haben. Sie ist die Treppe heruntergefallen, gerade als die Technos eine Botschaft überbringen wollten. Ich sehe zu Ellie und Jack. Ich halte es für absolut überflüssig so viel Energie auf eine Fremde zu verschwenden. Und wie ich die beiden Turteltäubchen einschätze, hat ihr Helfersyndrom sie mal wieder übermannt.

Ich schaue wieder zu Tai-San. „Was für eine Nachricht sollst an Amber weiterleiten?“, hake ich noch bezüglich der Technos nach. Ob sie mir diese Frage beantworten wird? Ich sollte lieber mit anpacken, anstatt mich hier als Anführerin aufzuspielen? „Oh, ich fürchte ich bin genauso...unpässlich...wie du momentan Tai-San. Ich werde meinen linken Arm für ein bis zwei Wochen nicht bewegen können. Aber natürlich werde ich mein bestes geben zu helfen.“ Meine Augen richten sich herausfordernd auf Lex' Frau. Tai-San scheint mein Spruch, Amber und Jay betreffend, gar nicht zu gefallen. Sie muss sich vorerst um Leah kümmern? Umso besser. Dann ist sie aus dem Weg und ich kann mich halbwegs ungestört daran machen, hier wieder Ordnung reinzubringen. Die Mall Rats werden mich nie als Anführerin akzeptieren? Ich hebe meine Augenbrauen an. „Ich wüsste nicht, dass ich auch nur mit einem Wort erwähnt hätte, hier Anführerin spielen zu wollen. Anführerin von was? Einem Tribe? Das sind wir schon lange nicht mehr. Wir sind nur ein Haufen von Personen, die alle nur noch mit ihren eigenen kleinen Problemchen beschäftigt sind. Oder mit wildfremden Personen.“, ich werfe einen abfälligen Blick auf Leah.

„Aber vielleicht bist du ja selber scharf auf den Job und hast Angst, dass ich ihn dir streitig machen könnte?“, ich lächle sie an. „Amber schert sich nicht mehr um uns. Machen wir uns nichts vor. Früher oder später wird es einen neuen Anführer geben müssen. Aber wer das ist....kann nur eine Wahl bestimmen.“ Tai-San wird es nicht sein. Sie hat sich mit der Schwangerschaft selbst ins Aus gespielt. Kinder können immerhin ziemlich...zeitaufwendig sein. Aus den Augenwinkeln erkenne ich nun noch eine weitere Gestalt, die an einem Kinderbett steht. Es ist Isa, ich sehe sie nur kurz an und richte meine Aufmerksamkeit wieder auf die übrigen Anwesenden. Jack erhebt nun das Wort und erklärt, dass er und Ellie noch nicht lange wieder hier sind und dass sie Leah am Strand gefunden haben. Die Kleine scheint von einem Übel in das nächste zu stolpern. Von einer Bewusstlosigkeit in die nächste. Oder aber sie kann einfach nichts vertragen. „Eine rührende Geschichte. Kurzum, ihr wisst nichts über sie oder ihre Vergangenheit.“, sage ich kühl nach seinen Ausführungen. „Und warum konnte sie nicht besser aufpassen und ist die Treppe heruntergefallen?“ Ich hoffe dass die beiden daraus lernen. Fremde machen immer nur Probleme. Zusätzliche Probleme, die wir momentan nicht gebrauchen können.

-
Ebony, 20, Mall Rats
They can say whatever, I'ma do whatever
No pain is forever, you know this!

weitere Charas: Ginger, Darleen, Ram, Impala, Chuck, Ravenna
Nach oben Nach unten
 
Book Shop
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 26 von 30Gehe zu Seite : Zurück  1 ... 14 ... 25, 26, 27, 28, 29, 30  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Book Shop
» Minnies kleiner Signatur Shop!
» Eigenen Shop eröffnen
» Calgary Flames - First Star - E-Sport-Online Blog
» Das Geldsystem *edit*

Forenbefugnisse:Sie können in diesem Forum nicht antworten
The Tribe - RPG - Forum, Community, Serie | thetribecommunity.com ::  ::  ::  ::  :: -