The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
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 Max & Leah

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Luca*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Max & Leah   So 19 Jul - 15:49

Schulden? Ich? „Nö, nö.“ Ich winke ab. „Der Besitzer ist ehrlich gesagt eine scharfe Sie, wenn du verstehst was ich meine.“ Ich zwinkere ihm zu. „Sie hat mir mit meiner Verletzung geholfen und jetzt will ich ihr bei der Erfüllung ihres Traums“ Ich deute um mich herum. „helfen.“ Er grinst mich an.
Als er mir von dem Typen aus dem Krankenhaus erzählt, verfinstert sich sein Blick. Oh, na auf den scheint er echt nicht gut zu sprechen zu sein. „Die mit der größten Fresse sind doch meistens Feiglinge.“ erwidere ich gelassen. „Aber schön, dass du ihm eine reingehauen hast. Verdient er nicht besser. Hat gestern ein paar unserer weiblichen Gäste bedrängt. War doch froh, dass ich Hilfe hatte. Als hilflos würde ich mich nicht bezeichnen aber ganz auf dem Damm bin ich ja doch nicht.“ Als ich von meiner überstandenen Blutvergiftung erzähle, legt sich ein wenig Sorge in sein Gesicht. „Joa, ich hatte wohl Glück. Ich betrachte es als zweite Chance.“ Kein schöner Tod?! „Na ja einen schönen Tod gibt’s glaub ich in unserer Welt nicht, obwohl selbst vor dem Virus gabs das wohl nicht.“ füge ich nachdenklich hinzu. „Aber ich hab auch schon ein paar draufgehen sehen. War selbst ein Sklave bei diesen Zoot-Bastarden.“
Als ich das Glas leere und das Gesicht verziehe, lacht der Typ. Besser als nix? „Joa besser als nix. Das Zeug ist echt das letzte. Gibt nich viele die sich hier betrinken. Jetzt verstehe ich auch warum.“ grinse ich. Ich proste ihm zu, als ich das Glas wieder gefüllt habe und erheb es erneut. „Ich bin übrigens Luca.“ Wenn wir uns schon so gut verstehen. „Hast du auch nen Namen?“ Er berichtet mir, dass er im Krankenhaus recht guten Alkohol gefunden hätte. „Klingt gut. Wohnst du jetzt im Krankenhaus?“ Mir brennt immer noch der Mund davon. Ich lasse das Glas sinken. Ich muss laut lachen als er sich am Hinterkopf kratzt und sich eingesteht, dass das ein wenig falsch rüberkam. „Ein bissel schon. Dachte schon, du willst mich aufreißen oder so.“  Er meint wieder, ich hätte eine verblüffende Ähnlichkeit mit seiner Bekanntschaft. Ich winke wieder ab. „Ich weiß ja nicht was das für ein Mädchen ist, was du da kennengelernt hast aber ich wurde nicht bei der Geburt vertauscht und ich habe auch keine weiteren Geschwister von denen ich nichts weiß, also kann das nicht sein.“ Er berichtet, dass das Mädchen auch einen älteren Bruder und einen Zwillingsbruder hätte. Sie trägt eine Kette von ihrem Bruder bei sich?! Nein, das kann doch nicht sein oder? Ich falle aus allen Wolken. Nervosität steigt in mir auf. Kann es…? Ist es wirklich Leah von der der Typ hier redet? „Sieht die Kette vielleicht wie die hier aus.“ Ich greife unter mein Shirt. An meinem Hals trage ich Leahs Kette. Der kleine, silberne Anhänger blitzt im Licht auf. Ein kleines „L“ unser gemeinsamer Anfangsbuchstabe. Die Beschreibung passt, die Geschichte, das muss einfach meine Schwester Leah sein. Haben die Chosen mich doch belogen? Ist Leah doch noch am Leben? Er schwärmt ja richtig von ihr. Steht er etwa auf sie? Ruhig Blut. Ihr habt euch jetzt wie lange nicht gesehen? Zwei Jahre? Drei? Sie ist erwachsen geworden. Dass sie sich verliebt ist ganz normal. Aber als Bruder hat man doch ein Mitspracherecht oder nicht? Wir scheinen beide tief in Gedanken zu sein, dass uns erst das Piepen meines Hörgeräts wieder aus der Ferne zurückholt. Er fragt mich ob ich ein Hörgerät trage. Ich nicke reumütig. „Ja leider. Ich kanns ausschalten damits nicht mehr piept aber dann verstehe ich dich noch schlechter. Die blöde Batterie ist am Ende ihrer Kraft.“ Ich neige kurz den Kopf damit man es sieht. „Auf der anderen Seite bräuchte ich wohl auch eins aber HNO-Ärzte gibts ja nich mehr."
Er sieht mich verwundert an, als ich meine, dass ich auch eine Zwillingsschwester und einen älteren Bruder hätte. Ich werde wütend als er mich fragt, ob sie Leah heißen würde. „Woher weißt du das?“ Ich haue mit der Hand auf den Tresen. Stalkt der mich oder was? Das kann er alles gar nicht wissen. „Wer hat dir von ihr erzählt?“ füge ich fauchend hinzu. Der will mir erzählen. Er kommt ganz zufällig in diese Bar und trägt Informationen über meine tote Schwester mit sich rum. Ein paar zu viele Zufälle für mich. „Deine neue Bekanntschaft? Wenn ja, dann ist sie eine Betrügerin und eine Lügnerin. Spielt sie die Gehörlose wenigstens überzeugend? Frag sie mal, ob ihr einer abgeht, wenn sie die Identität von Toten annimmt und andere damit konfrontiert.“ Einige Gäste sehen mich erstaunt an und flüstern weil ich mit erhobener Stimme rede. „Was glotzt ihr so blöd?“ Sie drehen sich weg und tuscheln weiter.
Ich brauche jetzt doch was zu trinken. Aber nicht dieses widerliche Zeug. Leider haben wir nichts anderes. Also kippe ich mein Wasser in einem Zug herunter und lasse das Glas etwas zu hart auf dem Tresen aufkommen. Es kriegt einen Knacks. Super wieder ein Glas zerdeppert. Alaska wird sich freuen.
Dann schlägt meine Wut wieder in Verzweiflung um. „Meine Schwester heißt Leah aber dein Mädchen kann nicht die gleiche sein. Meine Schwester lebt nicht mehr. Verstehst du? Sie ist tot.“ Aber ich bin nicht wütend auf ihn sondern eher seine neue Bekanntschaft, die sich als Leah ausgibt, warum auch immer sie das tut. Ich hatte soweit mit Leahs Tod abgeschlossen, dass ich damit leben konnte. Wer ist dieses Mädchen, dass beschlossen hat, das ich nicht einfach so weiterleben darf? „Ich will dich nicht rausschmeißen.“ meine ich im ruhigen Ton, ohne aufzublicken. „Aber ich würde dich jetzt bitten zu gehen.“ Auch wenn mich bisher gut verstanden habe mit dem Typen. Ich will nichts mehr hören oder sehen. Er soll gehen. Und am besten nicht wieder kommen. Ich nehme die Krücken auf und humple nach draußen. Ich brauche frische Luft. Draußen lasse ich mich auf die Bank fallen. Die Krücken schmeiße ich vor mir auf den Boden. Ich atme tief durch. Fahre mir mit den Händen durchs Gesicht und stütze meinen Kopf auf meinen Händen ab. Meine Ellenbeogen ruhen angewinkelt auf meinen Knien. Ich starre in die Ferne und beobachte ein paar kleine Kinder beim Fußball spielen. Ein kleines Mädchen mit dunklen Zöpfen ist auch dabei. Sie sieht Leah entfernt ähnlich. Aber anstatt der kleinen Kinder sehe plötzlich meine Geschwster und mich beim Basketball spielen. Leah war ein ganzes Stück kleiner als ich. Ich musste sie immer hochheben damit sie überhaupt den Korb trifft. Luke und ich haben sie meist gewinnen lassen. Sie hat sich immer so gefreut. Ich höre noch ihr lautes fröhliches Lachen, dass durch ihren Akzent en wenig anders klang als das anderer Mädchen aus der Nachbarschaft. All diese Erinnerungen an meine und ihre Kindheit, die sich in meinem Kopf drehen. Ich blicke nach unten auf meine Füße, den Kopf immer noch auf meine Hände gestützt. Sie kommt nicht wieder, Kumpel. Sieh es ein. Du musst weitermachen. Auch wenns schwerfällt. Leah würde nicht wollen das du dich so hängen lässt. Ich muss mich zusammenreißen. Ich hatte nich mal vor, ihn so anzuranzen. Wir hatten uns immerhin gut verstanden, bis er die die Geschichte seiner neuen Freundin auf den Tisch gepackt hat. Was hat dieses Miststück ihm alles über mich und meine Familie erzählt? Und woher hat sie die ganzen Informationen? Eine ehemalige Chosin, die sich einen Spaß draus macht, andere Menschen zu verletzen?
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Max*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Max & Leah   Mi 22 Jul - 18:55

//keine Schulden also sondern eine schöne frau..wie bei mir..// dachte max und nickte verstehen. " jap kann ich verstehen ..", meinte er und lauschte dem aufgeweckten Barkeeper weiter.
Sie schienen in einigen Sachen einer Meinung zu sein. Der Typ war ein Feigling und hatte die gebrochen Nase mehr als nur verdient. " Ekle...flirten ist ja nix gegen zu sagen,aber bedrängen..einfach widerlich... Sollte ich den noch mal sehen..",Max ließ die Drohung unausgesprochen,aber an seinem Gesicht war zu sehen das er diesen Typen einfach hassen musste. Schon vom ersten Moment an war einfach nur ätzend gewesen.
"man die Zoot-spinner müssen echt nen ganzen Stall voller Sklaven haben..",murmelte er und trank einen weitern schluck.
" ich war nen Sklave aber nicht bei den zoot-Spinnern... und naja.. ich finde es ist schon ein unterschied langsam und qualvoll zu sterben,als schnell und schmerzhaft..letzteres würde ich vorziehen..",meinte Max diese mal deutlicher.
Er fing an zu lachen als der Barkeeper anmerkte das wegen dem Fussel so wenig Leute hier waren und sich betranken. " Ja man.. das wird wahrscheinlich sonst zum desinfizieren genommen und nicht zum trinken.", lachte er und klopfte dem andren auf die Schulter. " klar..ich bin max.. freut mich Luca..", stellte er sich vor und trank noch einen Schluck von dem grausamen Zeug. es schmeckte wirklich wie Knüppel auf den Kopf,aber besser als nichts. " Ich zeig deiner Flamme mal wie man guten Alkohol ansetzt, dann kommen vielleicht mehr um sich zu besaufen..",schlug er vor und ließ sich auf seinen Hocker sinken. " ne.. ich wohne jetzt erst mal in der Mall..mal sehn ob ich da bleibe..aber langsam glaube ich da gibt es ein zwei Gründe für mich zu bleiben..",lachte er und leert sein Glas mit dem Teufelszeug. er schüttelte sich und verzog das Gesicht. " F*ck... das is echt hart..",fluchte er und sah dann Luca wieder an. Als der meinte er hatte erst gelaubt er wolle ihn auf reißen, versteinerte sich sein Gesicht kurz. " Nein..ich bin sicher keine sche*ß Schwuchtel",murrte er und merkte wie es innerlich in ihm rumorte . Da war diese klein fiese Stimme in ihm, die ihm ganz deutlich sagte,dass dem ja eigentlich nicht so war. Er hatte zwar Luca wirklich nicht anbaggern wollen,aber es gab Männer die er anziehend fand, mit den er zusammen seinen wollte wie mit einem Mädchen. Er goss sich noch etwas ein und stürzte den Alkohol runter. Nein, es durfte so nicht sein und er war auch nicht so. Er war ganz normal. Er stand nur auf Frauen und ganz besonders auf die eine. //Das stimmt nicht ganz Max.. und das weißt du..Frauen sind wunderbar,aber Männer auch..// Max schüttelte sich wieder und sah wieder zu Luca ohne wirklich mit bekommen zu haben wo rum es ging. Er nickte einfach, ohne Lucas Satz wirklich verstanden zu haben und sah dann auf die Kette mit dem L. " Ja..so eine trägt sie auch..genau die gleiche..verdammt..wenn ich ihr das erzähle flippt sie aus vor freunde..", meinte max begeistert. Es wäre wirklich wunderbar wenn leah ihren Bruder wieder bekam.
Er musste Leahs Luca sein, die Schwerhörigkeit von der er sprach, die Ähnlichkeit, die Chosen Vergangenheit und der Anhänger,das alles konnte kein Zufall mehr sein.
Als er ihm schließlich leahs namen sagte, sehr glücklich darüber dass er scheinbar ihren Bruder gefunden hatte, raste der aus. Er schlug mit der Faust auf den Tresen und wollte wissen von wem er das alles wusste. " Hey man..ich weiß das von Leah..okay..süß, braunhaarig, taub,die selben Augen wie deine nur in hübsch..", erweiterte max und schüttelte verwundert den Kopf. " sie ist sicher keine Betrügerin..f*ck man ,die seiht dir sehr ähnlich und sie hat mir einiges aus eure Kindheit erzählt..schon mal dran gedacht das man dich belogen hat? hast du den je ihre Leiche gesehen um ganz sicher sein zu können das sie tot ist?", fragte max nach, aber steiß auf taube Ohren und dieses mal nicht weil Luca schlecht hörte. " jaja..schon klar..ich geh..aber du solltest mich morgen in der mall besuchen klar!", sprach er ihn scharf an und sah ihn an. " Du kannst jetzt nämlich zwei Sachen machen, entweder dich verstecken und dir ein reden dass es keine Chance mehr für deine Schwester gibt und sie tot ist oder du schwingst deinen Arsch in die mal und sieht dir Leah an..entweder ist es deine Schwester oder sie ist eine verrückte chosin -Spinnernrin der du dann gern einen saftigen Einlauf verpassen kannst..klar!", schenkte Max ihm ein und zwar so laut das Luca es auf jeden Fall hören würde. Wenn Luca morgen nicht kam würde er Leah in zwei tagen in diese Bar schleppen,so viel stand fest.
Er schob sich von dem Stuhl und verließ noch vor Luca, dem sturen Bock, die Bar.
Max wanderte zurück in die Mal und ging leiser in sein zimmer,auch wenn leah eh nichts hören konnte. Er setzte sich auf den Boden,neben der Matratze und sah kurz zu ihr. Sie eine Lügnerin? Sicher nicht, so schlecht waren seine Menschenkenntnis jetzt nicht und leah hatte ihn nicht belogen. Er musste leicht lächeln als er sie so friedlichen schlafen sah. " Ich hoffe du haste es bequem Prinzessin.. ich werde nämlich den Boden nehmen..", murmelte Max mehr zu sich und formte sich aus seiner Jacke ein Kopfkissen. Er gähnte ausgiebig und legte sich schließlich hin um auch ein paar Minuten Schlaf ab zu kommen.

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Leah*
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BeitragThema: Re: Max & Leah   Do 23 Jul - 19:17

Langsam werde ich wach. Ich öffne meine Augen. Wo bin ich? Ich blicke herab. Wo kommt die Decke her? Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und richte mich auf. Ein stechender Schmerz durchfährt meinen Kopf. Meine Hand fährt zu meiner Stirn. „Ahh.“ Der Schmerz geht genauso schnell wie er gekommen ist. Aber wo bin ich? Wessen Zimmer ist das hier und warum habe ich nicht in meinem eigenen Zimmer geschlafen?
Ich blicke mich um. Ich kann ein paar Regale mit allerlei Zeug erkennen. An der Wand lehnt eine Gitarre. Aus den Augenwinkeln nehme ich eine Bewegung wahr. Ich bin nicht allein. Ich sehe auf den Boden neben der Matratze. Da schläft ein Junge. Und da dämmert es mir langsam und die Erinnerung kehrt zurück. Das ist Max. Wir haben uns gestern kennengelernt. Aber wieso schlafe ich in seinem Bett? Ich bin so müde gewesen nach meiner anstrengenden Reise. Ich muss wohl eingeschlafen sein. Ob er mich zugedeckt hat? Ich lege mich auf die Seite, verschränke die Arme und lege meinen Kopf seitlich darauf. Max regt sich. Ich halte kurz den Atem an. Aber er dreht sich nur, dass er nun nicht mehr auf dem Rücken sondern auf der Seite liegt. Sein Gesicht ist mir zugewandt.
Er sieht so friedlich aus wenn er schläft, wenn man jetzt mal seine blaugrün angelaufene, geschwollene Nase ignoriert. Das sieht wirklich sehr übel aus. Es muss verdammt wehtun aber ihn scheint’s nicht wirklich zu stören. Mein Blick wandert zu seinem Brustkorb. Er hebt und senkt sich gleichmäßig. Da ist der Drang meine Hand auf sein Herz zu legen, um es schlagen zu spüren. Ich strecke die Hand aus, er regt sich und ich ziehe sie schnell zurück. Aber er schläft weiter und legt nur seine Hand unter sein Gesicht. Der Mund ist leicht geöffnet. Ob er schnarcht? Ich bewege mich so gut wie gar nicht, um ja kein eventuelles Geräusch zu machen, dessen ich mir nicht bewusst bin. Ich könnte noch ewig hier liegen und ihn beim Schlafen beobachten. Er sieht wirklich süß aus. Schade nur, dass man so seine wunderschönen blauen Augen nicht sehen kann. Ob ich ihn wecken sollte? Äh…nein. Lieber genieße ich weiter den Anblick.
Ich muss unwillkürlich an ein Märchen denken aber in dem ging es ja um eine schlafende Prinzessin, die von einem Prinzen wachgeküsst wurde. Ich kann nicht anders als in mich hinein zu grinsen. Das würde uns wohl beide noch mehr in Verlegenheit bringen, wenn ich ihn jetzt wachküsse, mal abgesehen davon, dass ich mich das nie trauen würde. Das wird nichts. Vergiss es. Ich drehe mich langsam auf den Rücken und starre die Decke an. Ich entsinne mich dessen, was Max gestern über seine Schwester gesagt hat, bevor die Situation eskaliert ist. Sie bedeutet ihm genauso viel wie mein Bruder mir. Und ich habe mich wieder einmal wie die größte Idiotin der Welt verhalten. Warum habe ich dieses blöde Zeichen nicht schon früher abgewischt? Aber ohne es fühle ich mich total leer, als wenn ich Luke’s Existenz verleugnen würde.
„Hey Kopf hoch, Leah-Maus. Vergiss Luke. Immerhin bist du in Max‘ Bett gelandet. Na, wenn das kein Erfolg ist.“
Ich „höre“ Luca’s Stimme selbst wenn ich sie nie gehört habe. In meiner Einbildung grinst er wie immer wenn ich an ihn denke. Ach Luca wo bist du nur? Denkst noch an mich? Oder suchst du vielleicht sogar nach mir? Oder hast du mich vergessen? Nein, das glaube ich nicht. Das würde er nicht. Ich drehe mich wieder auf die Seite und stütze meinen Kopf auf meinem angewinkelten Arm ab und sehe den schlafenden Max an. Maria hat ein Glück, dass sie ihn wieder bei sich hat. Auch wenn er vorgeschlagen, so etwas wie ein „Ersatz-Luca“ für mich sein zu wollen, ist es nicht dasselbe. Die Geste finde ich jedenfalls sehr nett, vor allem in Anbetracht dessen dass wir uns gerade kennen gelernt haben. Aber vielleicht hat er es auch nur gesagt, um mich zu trösten. Einfach so vieles an Max erinnert mich an Luca. Seltsam, als wenn die beiden bei der Geburt getrennt worden wären oder so. Ich denke schon, dass sie sich super verstehen würden. Seine Nasenflügel flattern. Ich glaube, doch dass er schnarcht. Ich muss grinsen. Als kleines Mädchen habe ich mir immer den Spaß gemacht und Luca geweckt, indem ich ihm die Nase zugehalten habe, bis er aufgewacht ist und habe mich währenddessen wieder schlafen gelegt. Als Revanche wurde ich gekitzelt bis ich kaum noch Luft bekam. Ob Max kitzelig ist? Nein, vergiss nicht, er ist nun mal nicht dein Bruder. Wenn man es genau betrachtet, ist er sogar eigentlich noch ein Fremder für mich.
Ob ich meinen Bruder auch irgendwann wieder in die Arme schließen kann? Hoffentlich bleibt Max wenigstens hier. Er hat ja gesagt, dass er es noch nicht wisse, ob er überhaupt hier bleibt. Wohin auch immer Maria geht, er wird folgen. Verständlich wenn ich Luca hier hätte, würde ich es genauso tun, egal was andere Menschen denken. Ich bin wohl der langweiligste Mensch der Welt. Warum sollte er ausgerechnet wegen mir hier bleiben? Schlag dir das wieder aus dem Kopf. Sicher hat er irgendwo eine hübsche, interessante Freundin. Warum sollte er dich wollen? Ich lege mich wieder auf den Rücken. Wenn er plötzlich aufwacht und ich starre ihn an, das wäre ja mehr als peinlich. Schon allein das ich gleich nach unserem Kennenlernen in seinem Bett gelandet bin, ist ja peinlich. Und ich weiß nicht mal wie ich überhaupt hier gelandet bin. Was ist passiert, bevor ich eingeschlafen bin? Ob er mich beim Schlafen beobachtet hat, so wie ich es gerade bei ihm gemacht habe? Irgendwer muss mich ja auch zugedeckt haben oder war ich das selbst? Ich weiß es nicht. Wieso habe ich dumme Nuss nicht in meinem Bett geschlafen? Zu seiner gebrochenen Nase holt er sich jetzt noch einen steifen Rücken wegen mir. Ob ich mich rausschleichen sollte? Aber wenn ich unbeabsichtigt Krach mache, wecke ich ihn doch und das ist genau das was ich vermeiden will. Er schläft doch so friedlich. Ich lege mich wieder auf die Seite und meinen Kopf auf meine verschränkten Arme. Vielleicht wacht er ja von selbst. Und ich könnte noch versuchen ein wenig zu schlafen. Ich atme tief durch die Nase ein und genieße es einfach Max so nah zu sein. So nah, wie ich es im Wachzustand wohl, nie erreichen werde. Ich habe schließlich ein Talent dafür nette Jungs von mir fern zu halten. Eher unbeabsichtigt aber egal. Wenn ich an den einzigen Jungen zurückdenke, der sich überhaupt je für mich interessiert hatte. Sein Name war Jeremy und er war für kurze Zeit in meiner Klasse auf der Kelston School. Er war nicht gehörlos sowie ich sondern nur sehr schwerhörig, man hätte es wohl schon fast als taub bezeichnen können, meinte er. Aber eine Rolle spielt das ja sowieso nicht. Sein Interesse an mir nahm jedoch schnell wieder ab. Ich weiß auch nicht wirklich wieso aber er fand es unangemessen, dass ich als Gehörlose tanze. Abgesehen mal davon, dass ich es ein paar Wochen später sowieso für immer an den Nagel hing, das Tanzen. Max scheint in dieser Beziehung anders zu sein. Er wollte mich ja gestern dazu ermutigen wieder zu tanzen. Oder fand er die Vorstellung eines gehörlosen tanzenden Mädchens einfach lustig? Nein, quatsch, so einer ist er nicht. Aber selbst Luca hatte da kein Glück. Auch er wollte, dass ich das Tanzen wieder aufnehme. Es geht einfach nicht. Max würde es nicht verstehen, warum ich es aufgegeben habe. Mir ist auch nicht danach mit ihm darüber zu reden.
Ich habe das Gefühl, für die kurze Zeit, weiß er schon zu viel über mich. Ich bin sonst nie so ein offenes Buch. Aber er hat eine ganz besondere Art. So witzig, so sympathisch, da komme selbst ich ins Reden. Und dann erst diese Lächeln. Zum dahinschmelzen. Seine Augen strahlen umso mehr wenn er lächelt. Ich seufze. Leah, diesen Jungen darfst du dir nicht entgehen lassen. Nur weil du mit Jeremy schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist nicht jeder Junge so. Ich schließe wieder meine Augen. Vielleicht können wir ja irgendwas zusammen unternehmen. Wenn er nur endlich aufwachen. Ich öffne meine Augen wieder und sehe ihn an. Nein er schläft nach wie vor.

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Max*
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BeitragThema: Re: Max & Leah   Mo 27 Jul - 21:02

Dank des Rums schlief Max tief und fest, trotzdem es auf dem Boden nicht unbedingt bequem war.
Seine Schlaf begann Traumlos jedoch unruhig. max drehte sich von einer auf die andere Seite, ständig auf der Suche nach der bequemsten Postion zu schlafen.
Irgendwann gegen Morgen fand er einer Postion die für ihn am bequemsten war. Doch wie so oft in seinem Schlaf suchte ihn die Vergangenheit heim. Das was sonst tief im Innern vergaben war kam dann zu Tage gefördert:
__________________________________________________________________________________
Der kalte nasse Steinboden leis seine Füße langsam taub werden und ihm am ganzen Körper zittern. Es war dunkle und er stand in einem Gang,nur am ende war eine Tür. Sonst war nichts in dem kahlen Gang,die Wände bogen sich gespenstisch und ein leiser pfeifender Wind fegte durch diese Einöde. Max schritt fröstelnd den Gang entlang,ließ seinen blick ängstlich über die wände des Ganges gleiten. Die Tapete pellte sich von den Wänden und in der Dunkelheit,konnte er nur schemenhaft erkennen das es die gleiche Tapete war, die sie im Flur seines Elternhaus gehabt hatten.
"Max?Max wo bist du..", hörte er den Wind wispern und es war ihm so als würde er Marias Stimme erkennen. Er Schlang die Arme um seine Körper. Er trug nichts außer einer Unterhose, seine alte Dinounterhose die er als 11 Jähriger getragen hatte. Die Tür kam näher mit jedem zaghaften Schritt den er tat. Sein Herz raste und das Atmen fiel ihm plötzlich schwer. " Max? Komm endlich!", hörte er jetzt Nicolas fordernde Stimme,die in einem starken Windverwirbelung zu ihm getragen wurde. Nicolas? Sein Bruder war hier und seine Schwester. " Maria! Nicolas!", rief er ängstlich und verzweifelt. Die Wände wölbten sich immer bedrohlicher über ihn, wie eine Welle die gleich auf ihn nieder stürzten.
" Max! Lass mich nicht alleine Max!", hörte er Marias ängstliche Stimme. Er begann zu rennen,obwohl seine Füße schmerzen und der nasse Boden rutschig war. Er musste zu ihr kommen. " Maria! Ich bin hier..", keuchte er,seine Lunge brannte und sein Herz überschlug sich während er auf die Tür am ende des Ganges zu stürzte.
"Zu spät..du bist zu spät..wie immer viel zu spät Maximilian!", hörte er die höhnische Stimme seine alten Lehres und rannte nur noch schneller. Er sah Stern vor seinen Augen und alles in ihm krampfte sich schmerzhaft zusammen."Wäre er doch nur ein wenig so wie sein großer Bruder..",hörte er seine mutter sagen und griff nach der Türklinke. Die Wände des Ganges krachten und knackten bedrohlich und Putz bröckelte ab. " ich habe es dir gesagt ein Kind genügt du wolltest ja nicht hören!",hörte er die eiskalte Stimme seine Vaters. " Maria! Nicolas!",schrie er mit aller kraft und riss mit beiden Händen an der Türklinke, die schließlich ruckartig nach gab. Max stolperte ein paar Schritte rückwärts und kniff die Augen zusammen als das gleißend helle licht ihn traf. " Viel zu spät Maximilian. Ungenügend wie immer!",tadelte ihn sein Lehr abmal und seine Augen gewöhnte sich langsam an das Licht. Er stand im Wohnzimmer ihres Familienanwesens. Durch die riesigen Fenster brach das Licht und tauche den raum in warmes Licht. Der weiße Marmor-Boden gänzte im Sonnenlicht und fein Staubkörnchen tanzten im Licht,alles war still. Zu still. max hatte das Gefühl nicht mal einen laut erzeugen zu können wenn er gewollt hätte.
Es roch auch nach nichts,als wäre dieser Ort absolut nicht existent. max setzte einen Schritt in die all zu vertraute Umgebung und die Tür hinter ihm schlug krachend zu. Die Fenster sprangen in tausend Teile und der Himmel verfinster sich." max!,Du hast mich verlassen..mich im stich gelassen,du hast mich sterben lassen, du bist ungenügend, dein Bruder ist besser als du, wo bist du max..", strömte ein schwall an Stimmen auf ihn ein und er musste sich die Ohren zu halten. " Ich bin hier! Ich bin doch hier!", schrie er gegen die Stimmen lauthals an und fühlte immer mehr Verzweiflung in sich auf steigen. Er war allein hier niemand konnte ihm helfen. " Dein Schuld,es ist alles deine Schuld!",rief eine weiter zornige Stimme. " Du hast mich einfach liegen lassen!"
Max wirbelte umher,immer noch seine Hände auf die Ohren pressend. Es brachte nicht,es war als waren die Stimmen in seinem Kopf und pochten unaufhörlich gegen seine Schädeldecke.
"DU hast mich liegen lassen!",donnerte eine Stimme und als Max sich aber mal umdrehte sah er ihn. Jim, seine Boxtrainer den er gefunden hatte, tot in seinem Boxclub.Seine Haut war fahl, runzlig und hing teilweise in Fetzen an seinem Körper. " Du hast mich da verrotten lassen!",knurrte er und kam langsam auf ihn zu .
"Nein..nein Jim..",wispert Max ängstlich und wich zurück.[color=#66ff99] " Du hast uns auch zu rück gelassen..du bist so eine Enttäuschung..",hörte er ungewohnt gekrächzter Stimme seiner Mutter. Sie erschien recht von ihm mit seinem Vater zusammen. Beide waren voll erde beschmiert und ihre blauen Augen glommen ihm wüten entgegen. " Nichtsnutz...",zischte sein Vater und bewegte sich auf ihn zu. " Nein lasst mich..bitte lass mich",wimmerte Max und rannte nach links. Aus der Dunkelheit erschienen zwei weiter Personen. Nicolas und Maria. Nicolas hatte seinen Arm schützen um Maria gelegt, die sich an ihm fest hielt. " Komm her max...komm zu uns..",reif Nicolas ihm entgegen und lächelte,Maria sah ihn nicht an. " Nicolas..helf mir bitte..sie sind hinter mir her..", schluchzte Max und stolperte seinem Bruder entgegen. Nicolas lächelte,schenkte ihm eins seiner strahlenden Lächeln und schloss ihn in den Arm,sobald er da war. "max..warum warst du nicht da?", fragte er leise und drückte ihn schmerzhaft an sich. " Ich konnte nicht..ich war gefangen..Maria..", schluchzte er und sah in die Augen seiner Schwester die ihn kalt ansahen. " Du hast mich verlassen..du hast mich verraten!",zischte sie und erst jetzt sah er das Messer in ihre Hand mit dem sie ihm er stechen wollte. Nicolas hielt ihn fest, ließ ihn nicht los egal wie panisch er schrie und zappelte, er ließ ihn nicht los. Und von weiten hörte er die Toten die näher kam. " verlassen,verraten,Enttäuschung..",zischten sie einheitlich. Das Messer sauste durch die Luft und er sah Marias zu Fratze entstelltes Gesicht...

____________________________________________________________________________________

"nein.",keuchte Max und richtige sich schreckhaft auf. In seinem Kopf drehte sich alles, wie immer nach einem solchen Traum. " Fuck..",murmelte er und fuhr sich durchs haar. Er war in seinem vorläufigen Zimmer, in der mall. Diese Erkenntnis sickerte ganz langsam in sein bewusst sein. Sehr langsam nahm er die Kälte des Bodens war und den schmerz der von seiner Nase aus ging. Er war wirklich wach. max sah sich langsam um und bemerkte jetzt erst Leah, die auf seiner Matratze lag. Seine Hände zitterte immer noch und nur langsam schaffte er die Bilder zu verdrängen die diers Traum erzeugt hatte. Leah war wach,sie sah ihn an und Max koste es gerade alles an Kraft sich zusammen zu reißen. " Guten Morgen..",begrüßte er sie und lächelte sie leicht an, obwohl ihm nicht nach lächeln zu mute war.

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BeitragThema: Re: Max & Leah   Mi 29 Jul - 22:08

Als ich die Augen langsam öffne, nehme ich eine Bewegung neben mir wahr. Ich muss zunächst realisieren wo ich bin. Oh, anscheinend habe ich nicht in meinem eigenen Zimmer geschlafen. Ich bin in Max Zimmer. Habe ich wirklich die gane Nacht hier verbracht? Mit ihm? Ich blicke zur Seite auf ihn. Max scheint noch zu schlafen.
Mir wird gerade bewusst welcher Tag heute ist und ein unschönes Gefühl macht sich in mir breit. Traurigkeit legt sich auf meine Seele, wie ein dunkler Schleier umhüllt sie mich und droht mich zu ersticken. „Happy Birthday, Luca. Egal wo du bist. Ich hoffe, es geht dir gut.“ murmele ich vor mich hin.
Ich lehne mich wieder auf die Seite und beobachte Max weiter. Er scheint schlecht zu träumen oder so, jedenfalls wenn man seinen Bewegungen nach urteilt, die er im Schlaf macht. Er scheint auch vor sich hin zu sprechen. In solchen Moment möchte ich den Lautsprecher in meinem Kopf vollaufdrehen. Er nuschelt. Ich verstehe nicht, ob er etwas sagt wenn er überhaupt wirklich spricht.
Dann setze ich mich auf während ich weiter Max beobachte, der plötzlich die Augen aufschlägt. Er wirkt erschrocken. Mit einer Hand fährt er sich durch die Haare und murmelt etwas. Hat er gerade geflucht? Dann sieht er mich an und wünscht mir einen guten Morgen. Sein Lächeln sieht sehr gezwungen aus. „Ebenfalls guten Morgen.“ Ich nicke ihm zu. „Alles okay? Du siehst aus als hättest du nicht gut geschlafen.“ Ich berühre kurz seine Schulter mit der Hand. „Wenn du drüber reden willst, ich bin eine gute Zuhörerin.“ Kaum habe ich den Satz ausgesprochen, merke ich wie bescheuert, das für ihn klingen muss. „Also…ähm…na ja… du weißt sicher wie ich das meine.“ füge ich verlegen grinsend hinzu. Mmh na klar hat er schlecht geschlafen du dumme Nuss hast ja auch sein Bett blockiert. „Mmh, sorry, ich wollte dein Bett nicht blockieren. Ich muss wohl eingeschlafen sein.“
Ich strecke die Beine nach vorne aus. Wie lange habe ich wohl geschlafen? „Ich sollte mal frühstücken gehen. Wir könnten uns später wieder treffen. Ich wollte heute zum Strand gehen, vielleicht möchtest du ja mitkommen.“ Ich lächele hoffnungsvoll. Immer diese plumpen Annäherungsversuche.  Fällt dir nichts Besseres ein? „Es sei denn natürlich du hast andere Pläne.“ füge ich schnell hinten an. Das wird so nie was, wenn du jedes Mal, wenn du ihn direkt ansprichst, rot wirst oder in Verlegenheit ausbrichst. Reiß dich zusammen. „Wir könnten schwimmen gehen. Ich glaube, heute wird es super Wetter geben.“ Seit wann kannst du schwimmen? Ist ja was ganz neues. Ist doch völlig egal, das muss ich ihm ja nicht gleich auf die Nase binden. Das würde ihm sicher wehtun. Sehr witzig. „Ich könnte es aber auch verstehen, wenn du erstmal Zeit mit Maria verbringen möchtest. Ihr habt euch sicher viel zu erzählen, wo ihr euch doch so lange nicht gesehen habt.“ Ich bin doch ein wenig niedergeschlagen, in Anbetracht, dass ich meinen Geburtstag zum ersten Mal ohne Familie oder Freunde verbringen muss und das in der Fremde. Denn ich muss gestehen, dass ich mich nach wie vor nicht an das Leben in der Mall gewöhnt habe. Ich fühle mich einfach nicht wirklich Zuhause, obwohl die meisten Mall Rats sehr nett und zuvorkommend sind.
Ich stehe auf und verlasse den Raum, ohne ein weiteres Wort. Er muss mich nicht schon wieder weinen sehen. Ich habe mich schon genug blamiert. Doch ich gehe nicht zum Frühstück. Mir ist mehr danach allein zu sein, deshalb ziehe ich mich auf das Dach zurück. Ich erklimme die Treppen und öffne die Luke zur Dachterrasse. Ich gehe bis zur Brüstung und blicke in die Straßen hinab. Ich halte mich am Geländer fest. Eine frische, kühle Morgenprise weht mir um die Nase. Ich fühle mich gerade wie Rose am Bug der Titanic, nur ohne „Jack“. Nicht den Jack, der hier lebt. Ich weiß selbst, dass meine Schwärmerei für ihn idiotisch ist. Er ist glücklich mit seiner Ellie. Das mit uns hätte nie geklappt. Ich konnte in der kurzen Zeit, in der ich ihn jetzt kenne, auch keine gemeinsamen Interessen feststellen, die daran etwas ändern würden. Ich begeistere mich für Musik, früher mal fürs Tanzen. Auch zeichne ich leidenschaftlich gern. Ich bin also eher künstlerisch begabt. Mit Computern und Technikkram kann ich nichts aber auch gar nichts anfangen. Max scheint anders zu sein. Er hat sogar eine musikalische Ader. Obwohl ich ihm gegenüber nicht ganz ehrlich war. Ich meine, ich habe zwar behauptet, ich könnte kein Instrument spielen aber das entsprach nicht ganz der Wahrheit. Ich spiele leidenschaftlich gerne Klavier und ich würde auch behaupten, dass ich nicht schlecht spiele aber ich weiß für Hörende klingt das wohl sehr merkwürdig. Eine Gehörlose die Klavier spielt, na ja… Ich wollte auch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und ihm alles erzählen. Ich bin einfach ein Geheimnis verborgen in einem Rätsel. Manche würden sagen ich wäre schüchtern aber ich verabscheue dieses Wort so sehr. Ich bin ziemlich ruhig…ja… das gebe ich zu aber das ist nur ein Teil meiner Persönlichkeit. Ich bin auch ganz schön emotional, damit kommt nicht jeder zurecht. Gemein gesprochen, könnte man behaupten ich heule wegen jedem Mist. Selbst von meinen Brüdern habe ich nicht immer Verständnis dafür geerntet. Na ja Jungs sind eben Jungs. Was soll man da machen? Auch wenn ich eine tiefe Verbundenheit zu Luca empfinde, Lukes sensible Art vor dem Virus kam mir näher. Luca’s Sprüche trieben mich manchmal noch mehr in meine Verzweiflung. Und jetzt? Luke ist mir so fremd geworden. Ich kenne ihn gar nicht mehr. Was haben diese Descents nur mit ihm veranstaltet? Haben sie ihn einer Gehirnwäsche unterzogen? Ich weiß es nicht. Ich umgreife fest das Geländer. Am liebsten würde ich meine Wut in die Welt hinausschreien aber auch das trau ich mich nicht. So stehe ich hier oben und starre wütend und verzweifelt auf die Stadt unter meinen Füßen. Vielleicht habe ich mich einfach viel zu abhängig gemacht von meinen Brüdern. Ich sollt mich wirklich endlich von meiner Vergangenheit losreißen und mich befreien. Zeit zurückzublicken gab es genug damit ist jetzt Schluss. Luca und ich hatten eine schöne Kindheit aber die ist nun vorbei. Dann werde ich ihn halt nicht wiedersehen. Na und? Tränen fließen meine Wangen herab. Ich lass mich am Geländer nach unten sinken und lehne mich mit dem Rücken dagegen. Ich spüre die Stangen hart in meinem Rücken aber es ist mir egal. Ich vergrabe mein Gesicht in meinen Händen. Raufe mir die Haare. Ich bin froh, dass mich niemand so sieht. Ich weiß, schon warum ich auf die Dachterrasse gestiegen bin. Hier wird mich niemand suchen oder vermuten. Hier habe ich meine Ruhe. Ich bin allein. Wie ich es schon solange gewöhnt bin und es wird sich auch nie ändern. Vielleicht sollte ich mich auch von Max distanzieren. Ich will ihn nicht verletzen, dass wäre ihm gegenüber nicht fair weil er der erste seit langer Zeit ist, der mich zu verstehen scheint und er gibt sich sehr viel Mühe mit mir. Ich mag ihn, sehr sogar aber ich glaube mehr ist da auch nicht. Warum müssen Gefühle so kompliziert sein? Ich bin total verwirrt. Ich wische mir die Tränen ab und wende mich zur Seite um zwischen den Stangen auf die Straße hinunterzublicken. Unten läuft ein Pärchen vorbei, zumindest glaube ich dass sie ein Pärchen sind. Der Junge ist ein Stückchen größer als das Mädchen und sie gehen Hand in Hand. Sieht so Liebe aus? Hält die Zukunft sowas für mich auch bereit? Einen Jungen, der mich bedingungslos liebt, dem ich alles erzählen kann und dem ich vor allem vertrauen kann. Aber woher weiß ich, ob ich den Richtigen gefunden habe? Gibt’s dafür eine Anleitung oder sendet mein Körper Signale aus? Ist Max vielleicht schon eben dieser Richtige? Nein so einfach kann das nicht sein. Ich bin einfach nicht dafür bestimmt glücklich mit jemandem zusammen zu sein. Ich bin eine Einzelgängerin. Ich fahre mit den Fingern eine der alten, leicht rostigen Stangen entlang. Ich hänge wieder nur meinen Gedanken nach.

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BeitragThema: Re: Max & Leah   Gestern um 10:45

Albträume zu haben war etwas an das sich Max mittlerweile gewöhnt hatte. Es gab fast keine Nacht in der er ruhig schlief. Jeder verarbeite Dinge auf andre Weise und bei ihm schien es so zu sein, dass er es über den Schlaf machte. Die Bilder des Albtraumes wirkten noch nach,aber das leah hier war musste er seien Horror unterdrücken. Er wollte sie nicht damit belasten, sie hatte genug eigene Problem im Augenblick um sich jetzt auch noch seine Sorgen an zu hören. Er schloss kurz die Augen schluckte all die Bilder wieder hinunter und die Emotionen die damit verbunden war. Erst dann sah er leah wieder an die ihm mit ihre schüchternen Stimme guten morgen sagte, jet7zt musste Max ehrlich lächeln. Leah war wirklich ein besonders Mädchen und sehr anderes als ihr Bruder. Andererseits waren Maria und er auch nicht unbedingt gleich. Maria war sehr selbstzerstörerisch,gebrochen, das war sie schon immer gewesen,aber weil er nicht dagewesen war für sie war sie abglitten. Max konnte nur hoffen dass dieser KC ihr half und sie nicht noch weiter runter zog. Und auch er würde es nicht mehr zu lassen dass seine Schwester sich noch mehr an tat. Ja, er war auch auf eine Art selbstzerstörerisch,er ging auseinander Setzungen nie aus dem Weg und er provozierte sie auch, dass war ihm bewusst. Genau wie Max bewusst war, dass er nur schwer aufhören konnte wenn er erste mal soweit war. Und dann war da so ein liebes Mädchen wie Leah, viele zu gut für ihn,viel zu zart. Und dennoch war sie die erste die ihm bei ihr bloßen Anwesenheit Herzklopfen verschaffte. Und das obwohl er sie kaum kannte nur wenig gesehen hatte. Sie brachte sein Herz zum schlagen und sie verdrehte ihm den Kopf.
Ihre Hand legte sich sanft auf seien Schulter und es durchfuhr ihn wie ein elektrischer Schlag. „ähm..oh..“,entgegnete maxMax weniger effektive und sah Leah in die Augen. „ Is nichts wildes gewesen nur ein Albtraum..mach dir keine Sorgen..“,entgegnete er schließlich mit einem kleinen Lächeln.
„ hast du gut schlafen können? Ich wollte dich nicht wecken und ich wusste auch nicht wo dein Zimmer ist.“,erklärte Max und versuchte so das Thema schnell zu wechsle, er wollte wirklich nicht über diesen Traum sprechen. Über all die Menschen die er irgendwie verloren hatte oder auch irgendwie im Stich gelassen. Nein darüber wollte er wirklich nicht reden.
Leah redete sich langsam um Kopf und kragen und Max brauchte in seinem verschlafen zustand etwas um ihr zu folgen. „ das ist echt nicht schlimm...bis auf den Traum habe ich gut geschlafen.“,beruhigte er sie und sah ihr in die brauen Augen. Ja Luca und sie hatten absolut die gleichen Augen und auch wenn Luca eine ziemliche Kratzbürste war, waren seien Augen dennoch genauso sanft wie Leahs. Vielleicht war er deswegen nicht wirklich sauer auf Lucas Ausbruch. Er konnte ihn sogar verstehen. All die Zeit hatte Luca glaubte, dass seine Schwester tot war und jetzt kam irgendein Typ und er zählte ihm andere Sachen. Das riss einfach wunden auf. Er musste Leah von seine Begegnung erzählen nur sie konnte das richten. Ihr würde Luca sicher mehr glauben als ihm, wer war er schon.
Er wurde aus seien Überlegungen gerissen als Leah ihn fragte ob er mit zum Strand wollte. „ Strand klingt gut..ich hab nicht wirklich was vor heute und schwimmen gehen klingt lustig“, entgegnete er grinsen. „ Wie wärst du Frühstücks und machst dich fertig und wie treffen uns in 2 Stunden vor dem Eingang und gehen zusammen zum Strand..Maria werde ich gleich besuchen,die ist sicher mit KC zusammen..“,entgegnete Max und beobachte dann wie Leah etwas gehetzt den Raum verließ.
Max fuhr sich durchs Haar und fummelte ein Kippe raus. Seien Nase pochte immer noch unangenehm aber er ignorierte das Gefühl und zündete sich lieber einen seiner Glimmstängel an. Kaum füllte sich seien Lunge mit dem Rauch entspannte er sich merklich. Er schmiss sich auf seine Matratze und blies den Rauch wieder aus. Es roch alles nach Leah und das machte alles nicht unbedingt einfacher. Was wollte Leah schon mit einem Typen wie ihm? Er würde sie ständig enttäuschen. Weil sich prügelte, gerne mal einen Trank und weil.. Max drehte sich zur Seite und schrie in sein Kissen um diesen Gedanken los zu werden. Er war normal, ganz normal sonst würde er sich doch nicht für Leah interessieren!
Und trotzdem gab es immer wieder Männer die mehr Interesse in ihm weckten, denn er länger nach sah als angebracht. //Ich bin keine verdammte Schwuchtel..Wäre ich das dann würde ich mich sicher nicht für Leah interessieren!//, wies er sich selbst zurecht und stand auf. Er ging zum Boxsack und schlug ein paar mal hart drauf ein. Die Wut in seinem inneren verpuffte langsam wieder und den leichten Schmerz den er in seinen Händen spürte, betäubte ihn auf eine positive Art und Weise.
Abgekühlt verließ Max sein Zimmer um sich zu waschen und sich anschließend etwas frisches umziehen. Trotz seiner Verabredung mit Leah war seine Laune einfach nicht die Beste. Es knabberte an seinem Ego an seinem Selbstverständiss , dass er Empfindungen für Männer hatte die absolut nicht normal waren. Er war nicht normal,nicht richtig. War er nie gewesen. Das hatten seine Eltern ihn spüren lassen, irgendwie auch sein Bruder und alles um ihn herum. Max Blueschild  war nicht normal, er bedeute ärger. Er hatte ein zu starkes Temperament und er sah Männern nach wie Frauen. Die einzige die ihm immer das Gefühl geben hatte normal zu sein und richtig war Maria gewesen. Und die hatte ohne ihn weiter gemacht, hatte einen Freund und einen Tribe. Ein Leben in das er irgendwie nicht passte. Er war jetzt der Kratzer auf der Platte,der dafür sorgte das das Lied sich verzerrte. In der Küche traf er sie Maria und ihren Freund KC. Recht Wortlos setzte er sich ihnen gegenüber und schnappte sich etwas zu Essen. Von Leah war nichts zu sehen und das war vielleicht auch besser so. Dieser KC war ein absoluter Pascha und selbst vor ihm hielt er sich nicht zurück seine Schwester zu befummeln und mit ihr zu reden als wäre sie irgendeine Trophäe und nicht seine Freundin. Er konnte ihn nicht leiden und es machte ihn unheimlich wüten, das Maria sich gerade so eine Macho aus gesucht hatte. Natürlich konnte man jetzt sagen, dass er KC nicht kannte und ihm eine Chance geben sollte,aber Max war nicht in der Stimmung. Sein Blick verfinsterte sich nur merklich und er sprang regelrecht auf ,als Kc seine Schwester abermals Baby nannte. „ Sie hat einen verdammten Namen du sche*? W*chser, benutz den gefällig und geht nicht mit ihr um als wäre sie deine verdammte Bedienstete oder irgendein Trophäe die du errungen hast! Sein Froh dass ich dir nicht sofort in deine dumme Fresse schlag!“, brüllte Max ihn an. Mit dem Effekt dass nicht nur Kc und Maria ziemlich angefressen war sondern auch die halbe Mall wach geworden war und in der Küche stand. „ Was glotzt ihr alle? Macht ein verdammtes Foto dann habt ihr länger was von!“,schnauzte er sie an. „ ein solches Verhalten wird hier nicht geduldet..“, hörte er irgendwen sagen, eine Frau. „ das ist mir scheiß egal! Ich bleib eh nicht in dieser besch*ssen Mall!“,knurrte er zurück und schubste eine rot haarigen Jungen beiseite um aus der Küche zu gehen. Hinter sich hörte er Maria, die seinen Namen rief. Sie klang sauer und auch Enttäuschen. Max hatte keine Kraft sich damit zu beschäftigen, er wollte auch gar nicht. Er wollte einfach nur noch weg von ihr und all den Leuten.
Wutentbrannt stürmte er in sein Zimmer und packte all seien Kram zusammen. Er wusste zwar nicht wohin,aber nur weg von hier, das war klar.
Hinter dem Eingang auf dem Parkplatz bleib er stehen, die zwei Stunden war um,Leah und er wollten sich jetzt treffen um zum Strand zu gehen. Vielleicht sollte er mit gehen?Zumindest um ihr auf wieder sehen zu sagen und ihr von Luca zu erzählen. Das war er ihr irgendwie schuldig und wirklich einen Ort wo er hingehen konnte er nicht.
Max fühlte sich kurz wie ein trotziges Kind,alles wurde ein wenige kompliziert und er rannte weg. Feigling. Er ließ seine Schwester im Stich und dieses mal ohne fremdes Zutun. Max ballte die Hand zu einer Faust und schlug gegen einen der Mülltonnen. „ F*ck!“

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Max & Leah
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