
The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012 |
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Emily* Tribelos
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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 9 Nov - 22:38 | |
| Ich lasse das Shirt wieder sinken und lausche seinen Worten die wie ein Wasserfall aus ihm hervorsprudeln. Noch immer macht er mir keine Angst. Ich stelle mir vor wie es wäre wenn sich seine Hände um meinen Hals legen und immer fester zudrücken. Trotzdem habe ich nur den Gedanken, dass ich glücklich wäre wenn er das Letzte ist was ich sehe. Wie gestört muss man eigentlich sein?, frage ich mich selbst, denn kein vernünftiger Mensch würde so denken. Jeder andere würde weglaufen solange er noch kann, aber ich kann nicht mehr, weil er mich längst gefangen hält. "Ich habe auch Angst davor.", gebe ich offen zu, während stumme Tränen auf den Stoff meines Shirts tropfen und ein unregelmäßiges Muster bilden. "Ich habe keine Angst weil er mich zerstören könnte, sondern, dass er damit dich zerstört, denn das könnte ich nicht ertragen." Noch nie habe ich einen Jungen weinen gesehen, noch nie eine solche Verzweiflung gespürt. Ich muss mich zwingen ihn nicht zu berühren, nicht tröstend an mich zu ziehen und ihm zu sagen, dass alles wieder gut wird. "Ich werde dir helfen. Ich weiß nicht wie, aber ich werde alles dafür geben und ich weiß sie tut es auch.", erkläre ich, auch wenn ich keine Ahnung habe wer sie ist und was sie für ihn empfindet. Ob er ihr genauso wichtig ist wie mir.
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|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 9 Nov - 22:58 | |
| Wir stehen uns weinend gegenüber, doch langsam fühlt es sich nicht mehr an als würde eine unüberbrückbare Distanz zwischen uns herrschen. Emily vertraut mir an, dass sie sich davor fürchtet, dass ich daran zerbrechen könnte, wenn der Hatter ihr etwas antut. Sie verspricht mir, dass sie versuchen wird mir zu helfen. Genau das hat Fleur mir auch versprochen und es ist schrecklich schief gelaufen. Aber Fleur hat mich nie wirklich verstanden, so wie Emily es tut. Vielleicht ist das das fehlende Puzzleteil. Sie scheint sich auch sicher zu sein, dass die schüchterne Emily mir hilft. Ihre Worte bilden eine Brücke zwischen den Welten die uns trennen. Noch ist sie zerbrechlich und nicht fest. Aber der Grundstein ist gelegt, ein erster Schritt gemacht. Mit dem Ärmel meines Shirts wische ich mir die Tränen aus den Augen. Nun fühle ich mich ausgelaugt und erschöpft. Doch ich wage es nicht mich schlafen zu legen. Habe Angst davor die Augen zu schließen. Es ist paradox, denn gestern habe ich hier mit Emily noch übernachtet und keine Angst verspürt- aber da wusste der Hatter und ich selbst auch nicht, wie wichtig mir Emily geworden war. "Danke, dass ihr mir helfen wollt." ich versuche nicht zu entmutigt zu klingen. Denn bisher konnte mir niemand helfen - weder Fleur noch die Ärzte haben es geschafft. Vorsichtig strecke ich eine Hand nach Emilys Gesicht aus und wische ihr eine Träne fort, die die Wange hinunter rinnt. Gespannt warte ich, doch nichts passiert. Der Hatter meldet sich nicht einmal. Ich mache vorsichtig einen Schritt auf Emily zu und lege ihr eine Hand auf ihre Wange. "Es tut mir leid, dass ich dir so viel Kummer bereite und dass es so schwierig ist." Meine Stimme hört sich noch etwas belegt an, ist aber wieder fester. "Vielleicht finden wir ja auch auf der Suche nach deinen Erinnerungen noch etwas, das uns hilft. Immerhin stehe ich auch auf einer Liste, auf der dein Name steht oder zumindest Emily Harris' Name." klammere ich mich an den einzigen Hinweis, der mir im Moment vielleicht wirkliche Hoffnung gibt. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mo 10 Nov - 19:58 | |
| Es ist ihm anzumerken, dass er mir nur zu gerne glauben würde, aber er hat nicht wirklich Hoffnung, dass ich ihm wirklich helfen kann. Auch ich bin mir alles andere als sicher, woher auch? Schließlich habe ich keinerlei Fähigkeiten, die mir dabei helfen könnten, außer dem unbedingten Willen ihn vor allem Bösen zu schützen. seine Fingerspitzen berühren vorsichtig meine Wange, es ist als ob er sich langsam vortastet, ausprobiert wie weit er gehen kann ohne, dass etwas passiert. Für mich ist es als ob ich endlich wieder Luft bekomme. Als er sich dafür entschuldigt, dass er mir so viele Probleme macht, entfleucht mir ein Geräusch das Schluchzen und Lachen zugleich ist. "Du machst mich so glücklich wie ich noch nie war.", erkläre ich ihm. So seltsam es ist, es stimmt. Noch nie habe ich mich so gefühlt und ich erkenne jetzt auch, dass das was ich damals für IHN empfunden habe nicht mehr als eine Schwärmerei gewesen ist. "Wir werden rausfinden was hier los ist.", versuche ich ihn aufzumuntern, auch wenn ich Angst davor habe weil ich befürchte, dass ich vielleicht nur eine Einbildung bin.
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|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mo 10 Nov - 22:49 | |
| Als Emily ein Geräusch zwischen Lachen und Weinen von sich gibt, zucke ich zunächst ein Stück zurück. Doch als ich realisiere, dass es nicht der Hatter war, der etwas gemacht hat, überbrücke ich den Abstand zwischen uns wieder. "Ich war in der Tat auch schon sehr lange nicht mehr so glücklich. Das letzte Mal war wohl vor dem Virus, als ich noch ein normaler Junge und kein Psycho war." sage ich leise und ziehe Emily ganz vorsichtig in eine Umarmung. Allerdings achte ich darauf, dass ich mich schnell losmachen kann und genug Abstand zwischen uns bringen kann, sollte etwas schief laufen. Gib dir keine Mühe, du kannst sie nicht ewig beschützen! Der Hatter meldet sich zwar zu Wort, doch ich bringe ihn sofort mit einer Gedankenflut zum Schweigen und spüle seine Stimme einfach fort. Trotzdem habe ich mich kurz verspannt, denn als ich wieder auf Emily achte, stelle ich fest, dass ich sie fest an mich drücke, sodass meine Seite schmerzt. Ich lasse etwas locker. "Ich hoffe, ich hab dir nicht weh getan?", erkundige ich mich vorsichtig. "Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden. Eine Lösung für uns beide." mir ist klar, dass ich immer aufpassen muss auf den Hatter und auch darauf, was ich Emily gegenüber erwähne. Wenn Emily Harris wieder mein Gegenüber ist werde ich sie erst einmal beruhigen können, denn ich war die letzten Stunden bei ihr und weiß, dass ihr nichts geschehen ist. Werde aber auch viel zu erklären haben. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Di 11 Nov - 19:32 | |
| Mein Magen macht einen kleinen Satz als er bestätigt, dass er ebenfalls schon lange nicht mehr so glücklich gewesen ist. "Ich bin schon immer ein Psycho gewesen. Naja nicht so wie jetzt. Früher hatte ich meinen Kopf für mich allein, glaube ich zumindest. Aber ich war nie so wie die anderen.", erzähle ich leise und schmiege mich in seine vorsichtige Umarmung. Gerne hätte ich mich noch enger an ihn gedrückt, doch ich weiß, dass er fürchtet was das auslösen könnte und dränge ihn deshalb nicht. Doch ganz plötzlich drückt er fester zu und sein Gesichtsausdruck wird hart, verkrampft. Es ist allzu offensichtlich, dass der Hatter zum Vorschein gekommen ist, auch wenn Thackery versucht ihn zu bekämpfen. "Nein, hast du nicht. Mach dir keine Sorgen, ich bin keine Porzellanpuppe.", beschwichtige ich ihn sanft lächelnd. Ich bin viel schlimmeres gewohnt und es macht mir auch nichts aus, aber trotzdem rührt mich seine Sorge, einfach weil es vorher nie jemanden interessiert hat wieviel ich aushalten kann. Sie waren nur zu gerne bereit mir wehzutun. Während Thackery es nie tun würde, selbst wenn ich es ihm erlaube. Weil er MICH sieht, nicht nur ein Spielzeug. Und ich verstehe es. Ich könnte ihm wohl auch niemals wehtun, egal was er sagt oder tut. Das ist für mich nichts so selbstverständliches wie vielleicht für andere Menschen. Ich habe bereits Leute verletzt, sogar getötet und es war mir egal, ich habe nicht mit der Wimper gezuckt und es tut mir auch jetzt nicht leid. Aber ihm wehzutun ist für mich völlig undenkbar. "Wie ist sie? Diese... andere Emily?", frage ich ihn dann unsicher. Einerseits will ich es nicht wissen, weil ich Angst vor ihr habe und zugegebenermaßen auch eifersüchtig bin, aber ich frage mich ob sie mir ähnlich ist und auch was Thackery für sie empfindet. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Di 11 Nov - 21:35 | |
| "Ich war wohl auch nie wie die anderen. Ich hab es bei meinen Pflegefamilien nie länger als ein paar Tage ausgehalten und hab die anderen Pflegekinder angeschwiegen, bis ich zurückgegeben wurde. Irgendwann bin ich dann abgehauen." sage ich zu Emily. Damals gab es noch keinen Hatter in meinem Kopf, sondern nur Sam Turner. Emily beruhigt mich und sagt mir, dass ich ihr nicht weh getan habe. Ich bin froh das zu hören und halte Emily einfach noch ein kleines Bisschen länger fest. Dann fragt mich Emily nach der anderen Emily. Ich muss Lächeln. Ich hatte diese Frage eigentlich schon länger erwartet. Ich ziehe Emily wieder mit zum Sofa. Im Sitzen erzählt es sich doch besser als im Stehen. Ich verschränke meine Beine auf dem Sofa und klopfe dann auf meine Oberschenkel. Emily kann sie ruhig als Kissen benutzen, wenn sie möchte. Ich schnappe mir ein Getränk, das ich vorhin aus dem Automaten geholt habe und nehme ein paar Schlucke bevor ich anfange zu erzählen. "Sie ist anders. Schüchtern und zurückhaltend. Sie wäre auf die Betrunkene vorhin sicher nicht so zugegangen, wie du. Sie war ziemlich aufgelöst weil sie sich nicht daran erinnern konnten woher die blauen Flecken stammten. Ich habe sie in ihrem Zimmer weinen gehört, als ich hier auf den Fluren unterwegs war. So haben wir uns wieder kennen gelernt. Sie konnte sich an mich erinnern, aus der Zeit vor dem Virus. Sie war hier auch Patientin. Ich hatte sie allerdings nicht mehr in Erinnerung." fasse ich das kurz zusammen, was ich für wichtig halte. "Sie hat mir bei der Versorgung meiner Wunde geholfen und mich durchs Krankenhaus geführt. Sie war froh nicht mehr alleine zu sein und dass sie jemanden getroffen hat, den sie von früher kennt." |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mi 12 Nov - 11:10 | |
| Ich lasse mich von Thackery mit zum Sofa ziehen und nach kurzem Zögern, lege ich meinen Kopf in seinen Schoß. Es fühlt sich ungaublich geborgen an so zu liegen, als ob mir nichts auf der Welt etwas anhaben könnte. Für solche Vertrautheiten war bei den Jungs die ich bisher getroffen habe nie Zeit. Weder ich noch sie haben lange gefackelt, bevor es zur Sache ging und kaum das es vorbei war, hatten sie das Interesse an mir bereits verloren. Er beginnt zu erzählen und ich kann nicht anders als mich zu verkrampfen. Vorallem als er erwähnt, dass sie er sie von früher kennt, weil mich das immer mehr darin bestätigt, dass sie real ist und ich nur in ihrem Kopf existiere, sozusagen das böse Alter Ego. Es verschafft mir fast eine gewisse Befriedigung, dass ich sie verunsichert und verängstigt habe, durch die Verletzungen die ich mir von Nick zufügen ließ, weil es das Gefühl der Ohnmacht etwas lindert. Wenn wir rausfinden warum ich in ihrem Kopf bin, werden wir auch wissen wie man mich loswerden kann. Wieso sollte sie mich auch behalten wollen? Es ist ihr Körper. Jetzt ergeben auch die fehlenden Narben einen Sinn. Die andere Emily wurde sicher noch nie ernsthaft verletzt, geschweige denn niedergeschossen. Doch es tut weh zu wissen, dass meine Existenz nicht echt ist und alles an was ich mich erinnere nur Einbildung. Dieser Schmerz ist schon mehr als ich jemals ertragen musste, doch wenn ich daran denke, dass ich damit Thackery für immer verliere und er mit ihr glücklich wird, wird er unerträglich. Vielleicht auch weil ich tief in meinem Innern weiß, dass sie viel besser zu ihm passen würde, nachdem was er mir über sie erzählt hat. Eine einsame Träne läuft meine Wange hinunter in seinen Schoß. "Sie ist... sicher sehr... nett.", bringe ich mühsam hervor und versuche zu verbergen welchen Schock ich gerade empfinde. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Do 13 Nov - 12:05 | |
| Während ich erzähle streichen meine Finger wie von selbst durch Emilys Haare. Doch sobald ich anfange von Emily zu erzählen, spüre ich, dass irgendetwas in Emily vorgeht. Ich weiß nicht genau was und beschließe zuerst meine Erzählung zu beenden, bevor ich danach Frage. Emily scheint mit sich selbst zu hadern und schließlich sagt sie etwas. Doch ich spüre genau, dass die Worte ihr mehr als schwer fallen. Ich weiß nicht genau, wie es in Emily gerade aussieht, denn mir hat bisher niemand erzählt, was der Hatter getan hat, wenn er mich mal wieder aus meinem eigenen Körper ausgesperrt hat. Ich erinnere mich aber auch daran, dass Emily vorhin große Angst hatte nicht real zu sein und ich mit meinen Worten vermutlich genau diese Angst zurückgeholt habe. Denn sie weiß nun, dass die andere Emily mich ja scheinbar vor dem Virus kannte. "Emily, was ist los? Bitte rede mit mir. Ich kann dir nicht helfen, wenn ich nicht weiß, was in dir vorgeht.", bitte ich Emily. Sie weiß, dass sie mir wichtig ist und dass ich nicht möchte, dass ihr ein leid zustößt. Das umfasst auch die Dinge, die ich zu ihr sage, wenn ich nicht der Hatter bin. Aber ich bin nicht gut in diesen Dingen, jemandem ein Freund oder sogar mehr zu sein. Ich habe keine Erfahrung darin und bin mir unsicher, was ich tun oder sagen soll, sagen kann, um niemanden zu verletzen. Phoebe war ich zwar ein Freund, aber sie war in diesen Zwischenmenschlichen Dingen mindestens genauso schlecht wie ich selbst. Ich habe keine Ahnung, wie man so etwas macht. Zumindest scheine ich es verlernt zu haben. Denn es war ja nicht immer so. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Do 13 Nov - 20:51 | |
| Ich schlucke, weil ich nicht weiß wie ich ihm das erklären soll. Dass es sinnlos ist sich mit mir abzugeben, weil meine Tage sowieso gezählt sind und ich verschwinden werde, sobald wir rausgefunden haben, wie ich hier hinein gekommen bin. Ich schaufle mir mein Grab selbst. Mein Blick heftet sich an die hässliche, gräuliche Decke, weil ich es nicht schaffe ihn dabei anzusehen. Ich will ihn nicht verletzen und genausowenig will ich mir selbst noch mehr wehtun. "Ich bin nicht echt. Eines Tages werde ich für immer verschwinden und die richtige Emily wird ihren Körper zurückbekommen, für sich allein. Ich fühle mich so verdammt selbstsüchtig, dass mir das solche Angst macht, schließlich habe ich kein Recht ihr Leben wegzunehmen. Und... vermutlich... sollte ich froh sein, dass du sie magst und sie dich, weil du dann mit ihr glücklich werden kannst, aber ich schaffe es nicht.", bringe ich heraus und merke selbst wie lächerlich und egoistisch diese Worte klingen, zumal sie von einer erfundenen, eingebildeten Person stammen. Ich bin nicht mehr als eine Figur in einem Buch die sich irgendein Autor einmal ausgedacht hat. Nur mit dem Problem, dass ich ein Eigenleben entwickelt habe, das sie nicht kontrollieren kann. "Warscheinlich war ich für sie soetwas wie ein Ventil oder so, eine Möglichkeit ihre unterdrückten Seiten auszuleben, denn sie scheint ja das komplette Gegenteil von mir zu sein.", brabbele ich und höre mich an wie ein Psychologe in einer Fachzeitschrift. Eigentlich ist es auch egal warum sie mich erschaffen hat, Fakt ist, sie braucht mich jetzt wohl nicht mehr. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Do 13 Nov - 21:50 | |
| "Emily, du bist echt. Woher willst du wissen, dass du nicht genauso echt bist, wie die andere Emily?", sage ich ein wenig aufgebracht, als Emily meint, sie sei nur ein Produkt aus Emily Harris Fantasie. "Wer weiß, was in diesem Krankenhaus hier passiert ist? Oder willst du nun sagen, dass die ganzen doppelten Namen auf der Liste nichts zu bedeuten haben? Dass all diese Kinder ein Ventil gebraucht haben? Auf mich mag das vielleicht sogar zutreffen. Aber ich weiß auch, dass der Hatter und Sam genauso ein Teil meiner Seele sind und sie sind real. Der eine realer als mir lieb ist." ich will einfach nicht glauben, dass Emilys Worte wahr sind. Denn das würde bedeuten, dass ich ein Fantasieprodukt mag. Dabei bin mich in eines zu verlieben und das das keine Zukunft hat. Das Ganze hat sowieso keine Zukunft! Nicht wenn ich mit ihr fertig bin! Ich versuche den Hatter aus zublenden. "Und ich hab keine Ahnung ob sie mich so mag, wie du mich magst.", füge ich dann noch schnell dazu. Emily "Und was spielt das für eine Rolle, wenn du nicht real bist und du nur ihrer Fantasie entsprungen bist? Dann hat sie dich zum Leben erweckt, na und? Jetzt existierst du!" ich will nicht, dass Emily einfach so verschwindet. Auch wenn ich Emily Harris mag, diese Emily ist für mich ein Teil von ihr. Der Gedanke auch nur eine Emily zu verlieren ist nicht zu ertragen. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Do 13 Nov - 22:23 | |
| Ich zucke zusammen als er so vehement protestiert, weil ich das nicht erwartet habe. Nicht nur weil er sonst eher ruhig ist, sondern auch weil mich die heftigen Gefühle dahinter überraschen. Zu sehr bin ich es gewohnt austauschbar zu sein. Doch für ihn scheint das keine Option. Ich wünschte es wäre anders... aber sie wird mich loswerden wollen sobald sie weiß warum ich hier bin. Nach allem was ich ihr angetan habe. Du hast selbst gesagt was sie über die Flecken dachte. Sie hat Angst vor mir. Langsam setze ich mich auf und dieses Mal sehe ich ihm in die Augen, zumindest das bin ich ihm schuldig, nachdem er mir gerade bewiesen hat wie wichtig ich ihm bin. "Ich bin mir sicher, dass es ihr Körper ist, weil ihm die Narben fehlen die er sonst haben müsste, wenn nicht alles was ich erlebt habe, nur eine schön ausgedachte Geschichte ist. Und genauso sicher bin ich mir, dass sie ihn zurückhaben wollen wird, wenn sie ersteinmal einen Weg dazu findet. Ich kann es ihr nicht verübeln, vorallem wenn man bedenkt, was ich damit gemacht habe.", sage ich und er weiß worauf ich anspiele. "Ich meine du hast recht, ich weiß nicht was es mit diesen Namen auf sich hat und auch nicht warum sie hier war und ich jetzt hier bin. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich in ihrem Kopf sitze, vielleicht auch nicht. Doch wenn es eine Möglichkeit gibt mich loszuwerden, wird sie nicht zögern. Ich meine würdest du das tun wenn du den Hatter loswerden könntest? Und in diesem Fall bin ich der böse Teil...", erkläre ich resigniert und versuche es ihm leichter zu machen, indem ich ihm zeige, dass es sich nicht lohnt Mich zu retten. "Ich hatte den Verdacht schon als ich mich umgezogen habe und die Narbe der Schusswunde an meinem Oberschenkel nicht entdecken konnte. Ich meine soetwas verschwindet nicht einfach. Aber sie ist nicht mehr da und genau deshalb bin ich mir sicher, dass die richtige Emily, die stets gut behütete, liebe Emily sein muss. Die, die nicht bewaffnet in ihre Schule marschiert ist.", nach hinten wurde meine Stimme immer leiser. Jetzt habe ich es ausgesprochen und ich fühle mich dennoch überhaupt nicht erleichtert. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 16 Nov - 11:18 | |
| Emily ist sich ganz sicher, dass es nicht ihr Körper ist, in dem sie steckt. Zumindest, wenn die Vergangenheit an die sie sich erinnert tatsächlich real ist. An die fehlenden Narben habe ich schon fast nicht mehr gedacht - oder wollte nicht daran denken? Langsam setze ich mich auf und dieses Mal sehe ich ihm in die Augen, zumindest das bin ich ihm schuldig, nachdem er mir gerade bewiesen hat wie wichtig ich ihm bin. Emily glaubt, dass Emily Harris sie los werden wollen wird, wenn es ihr möglich ist, schon deshalb weil sie für die blauen Flecken verantwortlich ist. Ich würde Emily gerne versichern, dass ich versuchen werde es zu verhindern. Aber ich weiß auch, dass ich kein Recht dazu habe, auch wenn ich den Gedanken schrecklich fände. Aber es ist nun einmal der Körper EINER Emily. Sie fragt mich, was ich wohl tun würde, wenn es eine Möglichkeit gäbe den Hatter loszuwerden. Ich muss nicht eine Sekunde überlegen, denn ich kenne die Antwort längst: Ich würde fast alles dafür tun, um den Hatter für immer aus meinem Kopf zu verbannen. Doch als Emily sagt, dass sie der böse Teil von Emily Harris ist, sehe ich sie nur verständnislos an. Ich frage mich, ob sie auf die Herkunft der blauen Flecken anspielt, jedoch komme ich nicht dazu die Frage auszusprechen, denn Emily beantwortet sie auch schon. "Du bist bewaffnet in eine Schule marschiert?", frage ich sie fassungslos. "Warum?" ich selbst kann mir keinen Grund dafür vorstellen, dem Hatter allerdings würde bestimmt so einiges einfallen. Natürlich habe ich Emily für taff gehalten, vielleicht auch für eine Frau mit speziellen Wünschen - wenn man an die Blutergüsse denkt- aber das hatte ich nicht erwartet. Trotzdem ändert auch ihre Erzählung nichts daran, dass sie mir wichtig ist, zumindest im Moment nicht. Aber es zeigt mir, dass ich Emily, diese Emily hier vor mir, nicht kenne und trotzdem habe ich Gefühle für sie und fühle mich verstanden. Ich frage mich aber auch, ob ich nicht vielleicht beide Emilys zu einer einzigen habe verschmelzen lassen und mich damit vielleicht selbst einmal mehr etwas vormache. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 16 Nov - 12:08 | |
| Es tut unglaublich weh sein Gesicht so zu sehen, wie er mich genauso ansieht wie all die anderen mich immer angesehen haben. Ich versuche mir einzureden, dass es so besser ist, dass er mich nun hassen und vergessen kann, wenn die andere Emily sich nimmt was schon immer ihr gehört hat. Wobei... wenn ich keine Narben habe, habe ich es vielleicht gar nie getan? War das alles nur Einbildung? Mein Kopf schmerzt von diesen Gedanken, denn ich weiß nicht mehr was Wirklichkeit ist und was nicht. Ich rücke von ihm ab und ziehe mich ans andere Ende des Sofas zurück, die Beine dicht an meinen Körper gezogen und die Arme zum Schutz darumgeschlungen. Ich will nicht weinen, er soll nicht sehen wieviel es mir ausmacht, obwohl ich von Anfang an gewusst habe, dass ich gegen sie nur verlieren kann, weil sie perfekt ist. Lieb, zurückhaltend, sorgt sich stets um andere... das ist die Art von Mädchen die man seinen Eltern vorstellen will, auch wenn das sowieso nicht mehr möglich ist. "Ich... wollte IHN bestrafen, für das was er mir angetan hat.", bringe ich heraus, doch ich weiß es klingt lächerlich, kindisch und dumm und erst seitdem ich Thackery kenne, ist mir klar, dass das was ich damals gefühlt habe, weit entfernt von dem ist was ich nun für ihn empfinde. Aber ich war jung und impulsiv. Es gab keinen Platz für die Vernunft, nur für Hass und Schmerz. Und die anderen... manche standen einfach nur im Weg, andere waren die Ziele meiner Rache. Auch sie wollte ich bestrafen dafür, dass sie mich immer wie Dreck behandelt haben, für all die Demütigungen die sie mir sowohl offen als auch hinter verschlossenen Türen angetan haben. Nur einmal wollte ich mich ihnen überlegen fühlen und ihnen zeigen wie es ist ohnmächtig zu sein und betteln zu müssen. Doch wie soll ich ihm das erklären? Für jemanden der nicht von seinen Mitschülerinnen in der Umkleide misshandelt worden ist, ergibt das keinen Sinn. Für manche vielleicht sogar trotzdem nicht. Rechtfertigt das einen Menschen zu töten? "Die meisten die es erwischt hat, waren keine Unschuldigen. Sie haben mir wehgetan und ich wollte, dass sie sich wenigstens einmal in ihrem Leben auch so fühlen müssen. Vorallem ER." Ich sehe Thackery nicht mehr an, spreche zu meinen Knien. Selbst wenn das alles nur in meinem Kopf passiert ist, so ist es doch mein Geist der es sich ausgedacht hat und das mich das ganze nicht mit Entsetzen erfüllt, sagt wohl alles über mich aus. "Dreck bleibt Dreck und Dreck isst den Dreck vom Boden."
Ja... so ist es wohl... Dreck, bleibt Dreck..., denke ich und ich muss meine Nägel in die Haut krallen, damit ich nicht anfange zu heulen, genau wie damals.
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|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 16 Nov - 15:37 | |
| Ich sehe Emily an, dass meine Reaktion sie verletzt. Aber ich kann einfach nicht anders. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Emily zieht sich ans andere Ende des Sofas zurück und einen Moment strecke ich meine Hand nach ihr aus, lasse sie dann aber sinken. Vielleicht ist ihr meine Nähe unangenehm, zwingen und drängen will ich sie nicht. Ihre Nähe ist mir, trotz ihrer Aussage nicht unangenehm. "Wen wolltest du bestrafen? Was hat er getan?", frage ich Emily. Denn ich verstehe die ganze Sache nicht ganz. Aber das möchte ich wirklich, ich möchte verstehen, warum sie das gemacht hat. "Du hast diese Menschen umgebracht?" ich weiß nicht, was ich fühlen soll. Aber es ist keine Abscheu, die ich fühle. Vielleicht sollte ich sie dir einfach nur wegnehmen? Sie ist wie ich, da hat sie recht. Sie zerstört andere Leben. Hat sogar getötet. Ist sie dann nicht sogar schlimmer als ich? Du weißt doch überhaupt nicht wie man mit sojemandem umgehen muss... du weißt nicht was für ein SCHATZ dir gegenübersitzt. Ein Rohdiamant, der nur geformt werden muss. "Sei still!", zische ich dem Hatter zu und übe mit meiner Handinnenfläche Druck gegen meine Schläfen aus. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 16 Nov - 20:27 | |
| Ich kann sein Entsetzen förmlich fühlen, wie es langsam über das Sofa zwischen uns, auf mich zukriecht. Du hast diese Menschen umgebracht? Ja. Ich habe sie eiskalt getötet und es hat mir nicht das geringste ausgemacht. Insgeheim habe ich es sogar genossen sie winseln zu sehen und zu wissen, dass ich Macht über sie habe. Ich habe mich endlich stark gefühlt. Naja und was IHN betrifft, ich wollte, dass er dafür büßt, dass er mich ausgenutzt hat. Ich war es schon gewohnt, dass mich Männer nur für ihren Spaß benutzen und dann wegwerfen, dass ich tot umfallen könnte und es ihnen rein gar nichts bedeuten würde. Es war ein scheiß Gefühl aber trotzdem wusste ich immer worauf ich mich einlasse. Er aber hat mir mehr vorgespielt, so getan als wäre ich ihm wirklich wichtig. Vielleicht wenn ich nicht so jung und so naiv gewesen wäre hätte ich das durchschaut, aber Fakt ist, dass ich trotz meiner weitreichenden Erfahrung, naiver war als ich glaubte. Trotzdem nichts davon rechtfertig was ich getan habe, jedenfalls nicht wenn man vernünftig denkt, doch leider war das noch nie meine Stärke. Aber warum sollte ich noch lügen, warum etwas verstecken? Zwischen mir und ihm kann sowieso nie etwas sein und es ist besser so. "Ich habe mir die Waffe meiner Mutter aus ihrem Nachttisch genommen. Sie war meist eh ganz woanders und hätte es vermutlich erst nach Tagen überhaupt mitbekommen. Ich habe nicht lange überlegt, weil ich so wütend war. Am nächsten Morgen bin ich in die Schule gegangen und habe nach ihnen gesucht. Sie sind so berechenbar gewesen, dass ich genau wusste wo ich sie abpassen konnte, ohne sofort Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Ich wollte noch keinen offenen Kampf riskieren, da ich nicht besonders gut bewaffnet gewesen bin und mein Hauptziel noch nicht erreicht hatte.", erzähle ich und denke daran wie ich Jennifer und die anderen auf dem Mädchenklo erwischt habe. Ihr Betteln war Musik in meinen Ohren. Jeden Moment kostete ich voll aus, doch all ihr Flehen war nutzlos, ich hatte schon vor langer Zeit beschlossen, dass ich sie für ihre Taten büßen lassen würde. Die Einzelheiten erspare ich Thackery lieber, sie würden ihn nur mit noch mehr Ekel erfüllen. "Ich wusste, dass ich nicht viel Zeit haben würde, nun da die Schüsse gefallen waren, also rannte ich in sein Büro, weil ich wusste er würde dort sein. Normalerweise hätte er in seinem Alter und seiner Position als Referendar, noch kein eigenes Büro bekommen, aber er war ja schließlich der Sohn des Direktors und zeugte stets von untadeligem Verhalten.", ich lache kurz und höhnisch auf. Es gab wohl Niemanden in der ganzen Schule, der besser schauspielern konnte als er. Immer freundlich, immer charmant und bei allen beliebt. Besonders den Eltern gefiel, dass er so engagiert war und sich um seine Schüler kümmerte. Warscheinlich wäre das anders gewesen, wenn sie von Anfang an gewusst hätten wie er sich um sie kümmerte. "Alle fanden ihn toll. Kein Wunder er war jung, sah gut aus und hatte eine beeindruckende Art an sich, die einen in den Bann zog. Er hätte jede haben können, jede von den reichen, beliebten Mädchen wie Jennifer, aber er wählte mich. Natürlich dachte ich es ginge nur um... das Eine. Das war okay für mich. Ich... war es gewohnt. Aber er schlich sich in mein Herz, tat so als würde ich ihm wirklich etwas bedeuten, bis ich anfing es zu glauben und mich zum ersten Mal jemandem öffnete." So wie dir..., denke ich im Stillen, spreche es aber nicht aus. "Weißt du wie verraten ich mich gefühlt habe, als ich erfuhr, dass das alles nur Theater war? Dass er es nicht nur mir vorspielte, sondern noch einigen anderen Mädchen? Dass er ihnen die selben Dinge ins Ohr flüsterte wie mir? Dieselben Versprechungen schwor? Es war wie ein Faustschlag der mich in den Magen traf und sich durch die Bauchdecke in mein Innerstes fraß um dort alles zu zerstören. Ich musste erkennen, dass alle immer Recht gehabt hatten, wenn sie mich als wertlos bezeichneten. Dass jedes Mal wenn er etwas anderes zu mir gesagt hat alles nur Lüge gewesen ist und nie etwas anderes sein würde. Schlussendlich, dass er genau wie die anderen war.", erzähle ich und meine Fingerknöchel treten weiß hervor so fest habe ich sie in das Fleisch meiner Arme gekrallt. Ich schweige und weiß nicht was ich nun erwarte. Er wird es nicht verstehen und ich mache ihm deswegen keinen Vorwurf. Wird er wegrennen? Nein, schließlich gibt es ja noch die andere Emily, die nicht Verrückte. Du kannst rauskommen, ich bin sowieso schon so gut wie erledigt. Als er leise zischt, dass ich still sein soll, trifft es mich, mehr als es sollte, und ich kann es nicht verhindern, egal wie oft ich mir einrede, dass es sowieso besser so ist. Mein Herz glaubt es nicht.
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|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 16 Nov - 21:03 | |
| Emily beantwortet meine Frage nicht sofort. Das Bedürfnis sie einfach in den Arm zu nehmen ist da, aber ich habe Angst, dass eine Berührung jetzt wirklich den Hatter zum Vorschein bringt und ich ihn nicht mehr zurück halten kann. Er scheint angetan von Emilys Taten. Erst Emilys Worte reißen mich aus meinen Gedanken und meiner stillen Unterhaltung mit dem Hatter. Sie hat wirklich eine Schusswaffe genommen und ist damit in ihre ehemalige Schule marschiert. Während sie erzählt was sie tut hört sich ihre Stimme vollkommen emotionslos an. Einen Moment muss ich an das denken, was sie vor einigen Stunden gesagt hat, dass man sie als eiskalt bezeichnet hat und für diesen einen Moment kann ich verstehen, was diese Menschen wohl dazu bewogen hat. Denn ich kann die Kälte spüren, die von ihr ausgeht, als sie über ihre Klassenkameraden spricht, die Menschen, die sie getötet hat. Sie hat alles durchdacht und im Voraus geplant, eiskalt. Sie erzählt, dass sie es vor allem auf einen abgesehen hatte: den Sohn des Direktors, ein Referendar. Auf einen Mann, der sie missbraucht hat, der seine Machtposition ausgenutzt hat, um Schülerinnen zu verführen. "Dein Lehrer hatte eine Affäre mit seinen Schülerinnen? Mit dir?" ich bin wütend. Wütend auf den Lehrer und die Kollegen, die wohl weggeschaut haben mussten. So etwas muss man doch mitbekommen. Ich rutsche ein Stück zu Emily. Traue mich aber nicht sie zu berühren. Ich habe keine Angst vor ihr, keine Angst vor dem was sie getan hat. Aber ich verstehe es immer noch nicht ganz. Vor allem nicht warum sie ihren Mitschülern etwas getan hat. Das was sie erzählt macht mich nur noch wütender. "Er wusste genau, wie er euch manipulieren kann." Ich seufze. "Er wusste genau, was er euch versprechen muss." Ich weiß es, weil ich weiß, dass der Hatter genauso gut im manipulieren ist. Er weiß welche Knöpfe man drücken muss und was man einem Mädchen versprechen muss, um es zu seiner besten Freundin zu machen, damit es an seinen Lippen hängt. "Er wusste was er dir versprechen muss... Es macht mich wütend, dass er seine Position so ausgenutzt hat." gebe ich ihr gegenüber zu. Ich will ihr zeigen, dass ich versuche zu verstehen, dass ich mir wirklich Mühe gebe. "Ich weiß nicht wie du dich gefühlt haben magst. Aber ich kann mir vorstellen, welchen Blick du hattest, als du bemerkt hast, dass alles nur leere Versprechen waren." Ich muss an Fleur denken, ihren Gesichtsausdruck als sie bemerkt hat, dass der Hatter nicht der ist für den sie ihn hielt. Dass er nicht ihr Freund ist, sondern ein Monster. "Emily, du bist vieles, aber ganz sicher nicht wertlos!" ich weiß, dass es vielleicht unvernünftig ist, sie zu verteidigen. Dass es vielleicht klug wäre jetzt zu gehen. Aber ich habe das Gefühl als wäre DAS hier meine Chance etwas gut zu machen. Endlich einmal nicht nur zu zerstören, sondern zu helfen und etwas aufzubauen. Mein Blick fällt auf Emilys Arme. Die Hand hat sich in ihren Unterarm gegraben und ihre Knöchel treten weiß hervor. Langsam strecke ich meine Hand nach ihren Fingern aus und löse sie sanft aus dem Klammergriff. "Ich verstehe ja warum du IHM etwas angetan hast. Aber warum die anderen? Was haben sie gemacht?" das ist das Puzzelteil, das bisher noch fehlt um eine Hälfte des Bildes zu vervollständigen. |
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