
The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012 |
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Thackery* Tribelos
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Charakter der Figur Beziehungsstatus: Single Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Tribefan91 (Caro)
 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Di 25 Nov - 22:12 | |
| Emily ist die Verwirrung, die meine Worte jetzt wohl verstärkt in ihr ausgelöst haben müssen, deutlich anzusehen. Aber natürlich muss es für sie seltsam, verrückt sein, denn ich habe das Gefühl sie länger zu kennen. Habe ja zumindest mit ihrem Körper ein paar Stunden mehr hier verbracht und die andere Emily kennen gelernt. Aber auch schon davor mochte ich Emily Harris. Beim Wechseln des Verbandes... ihre Berührungen, all das haben dazu beigetragen. Dass sie mich nicht einfach hat stehen lassen, nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ich hier Patient in der psychiatrischen Abteilung war, dass sie so nett war, sich gekümmert und vor allem aus reinem Herzen für mich interessiert hat, all das hat dazu beigetragen. Aber es war mich nicht bewusst, erst als die andere Emily zum Vorschein kam und ich auch zu ihr einen so guten Draht hatte, habe ich langsam angefangen zu begreifen, was ich auch für Emily Harris empfinde. Aber auch Verunsicherung kann ich in ihrem Gesicht ablesen. Ob es mit Emily Davis zu tun hat oder mit der Tatsache, dass ich sie mit meinen Gefühlen so überrumpelt haben muss, weiß ich nicht genau. Aber ich weiß auch, dass Emily Harris wohl genauso viel Erfahrung in Sachen Liebe hat, wie ich, Thackery - nahezu keine. Im Moment fühle ich mich wohl genauso unsicher, wie Emily und ihre Unsicherheit überträgt sich auf meine eigene. Emily Davis' Stärke hat sich genauso auf mich ausgewirkt nur den umgekehrten Effekt gehabt und hat mich mutiger werden lassen, hat sogar nachgewirkt bis jetzt und mich dazu gebracht den Mut aufzubringen und Emily Harris zu küssen. Emilys Feststellung reißt mich aus meiner Analyse. "Ja... ich mag sie auch." sage ich mit zittriger Stimme. Denn ich muss an Sams Worte denken, daran, dass ich Emily damit weh tun werde. "Ich weiß, dass es sich verrückt anhören muss. Aber ich mag euch beide und es ist nicht so, dass ich euch nicht als eigenständige Personen sehe. Ihr seid beide so grundverschieden, wie zwei Seiten einer Münze. Verschieden und doch eins." ich seufze, weil ich nicht weiß ob ich mich deutlich ausdrücke und vor allem weil ich nicht weiß, wie ich ein wichtiges Thema anschneiden soll: den Hatter. Ich muss Emily davor warnen. "Mir geht es genauso. Ich hatte vorher noch nie eine Freundin.", gebe ich mit einem sanften Lächeln zu und bemerke nicht, dass ich sie gerade quasi als meine Freundin bezeichnet habe. "Aber das Ganze ist noch viel komplizierter... ich muss dir da noch was sagen... es ist wichtig und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht genau wo ich anfangen soll." gebe ich zu und lehne den Kopf an die kalte Scheibe, um wieder klarer denken zu können. Das was ich ihr zu sagen habe könnte erneut all das zerstören, was bisher noch zwischen uns existiert und unser kleines Universum, das auf Gläsernen Stelzen steht endgültig zum Einsturz bringen. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mi 26 Nov - 11:05 | |
| Ja... ja es hört sich verrückt an, aber was noch schlimmer ist, es ist nicht möglich..., denke ich traurig. Ich kann es mir nicht vorstellen wie es möglich sein soll, zwei Menschen zu lieben und schon gar nicht wenn sie in einem Körper stecken. Wie soll ich überhaupt wissen, ob er wirklich mich mag, oder nicht nur sie? Oder diesen Körper? Kann er tatsächlich zwischen uns unterscheiden? Mag er sie mehr als mich? Tausend Fragen schießen mir durch den Kopf und bei manchen bin ich überrascht, dass ich sie überhaupt in mir habe. Als Thackery mir gesteht, dass er auch nicht so recht weiß was hier gerade passiert und mich dabei als seine Freundin bezeichnet, bleibt mir kurz das Herz stehen. Hat er das tatsächlich gerade gesagt? Meint er das wirklich ernst oder ist es ihm nur so rausgerutscht? Will ich, dass er mein Frreund ist? Fast kann ich die Stimme meines Vaters hören wie wütend er wurde als ich einmal erzählte, dass ein Mädchen in meiner Klasse einen Freund hat. "Ich bedauere die Eltern dieses Mädchens wirklich. Wie sehr müssen sie sich dafür schämen eine solche Sünderin ihre Tochter zu nennen? Ich würde sie verstoßen! Die Anwesenheit einer solchen Dirne könnte ich nicht ertragen. Soll sie sich doch auf der Straße durchschlagen bis der Teufel sie endlich zu sich holt!", ereiferte er sich und ich bekam Angst vor ihm. Ich fand es nicht schlimm, die beiden sahen doch so glücklich zusammen aus. Aber mein Vater schien das anders zu sehen. "Ich bin froh, dass du anders bist und dich Gott anvertraut hast. Doch der Gefahr vom Teufel verführt zu werden, kannst auch du nicht entkommen. Aber ich werde dafür sorgen, dass er nicht an dich herankommt, mach dir keine Gedanken Emily..." Kurz nach diesem Gespräch schickte er mich auf das katholische Mädcheninternat, wo ich allerdings feststellte, dass der Teufel ziemlich gerissen ist und sich genau dort verbirgt, wo man es am wenigsten vermutet. Thackery holt mich wieder in die Wirklichkeit zurück weil er noch etwas auf dem Herzen hat und sofort spannt sich jeder Muskel in meinem Körper erneut an, weil ich noch schlimmere Hiobsbotschaften erwarte. "Du machst mir Angst Thackery. Ich versuche mich nicht zu fürchten, aber ich tue es. Trotzdem... ich muss es wissen. Bis jetzt habe ich mich doch gut gehalten oder? Obwohl ich mich fühle als ob ich gleich zusammenbreche. Ich verspreche, dass ich versuche dir zu helfen, was es auch ist, ja?", sage ich leise und versuche stärker zu wirken als ich bin. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mi 26 Nov - 12:10 | |
| Als ich Emilys Vermutung bestätige wird ihr Blick kurz traurig und ich weiß, dass Sam recht gehabt hat. Doch ich kann nun mal an meinen Gefühlen nichts ändern. Doch etwas Erschrockenes schleicht sich zwischen die Trauer als ich sie als meine Freundin bezeichne. Erst das bringt mich dazu über meine Worte nachzugrübeln und ich wünschte es würde sich ein Loch im Boden auftun um mich zu verschlingen. Ich sag ja, du hast es nicht drauf! Ach halt doch einfach deine Klappe, du bist wirklich sehr hilfreich! Ihr seid beide nicht sehr hilfreich! Dass ich jetzt auch noch Selbstgespräche in meinen Ichs führe macht die ganze Situation nicht einfacher. Emily geht jedoch nicht auf meine Aussage bezüglich unserer Beziehung ein, was mir einen schmerzhaften Dämpfer versetzt. Vielleicht wäre es einfach besser zu gehen, um nicht noch mehr zu zerstören. Thackery! Du hast dir das eingebrockt, jetzt steh gefälligst auch dazu! so wütend habe ich Sam selten erlebt und das gibt mir noch mehr Stoff zum Nachdenken. Ich habe das Gefühl als würde mein Kopf gleich in tausend Stücke zerspringen. Emily beichtet mir, dass ich ihr Angst mache. "Glaub mir, Emily. Manchmal mache ich mir selbst Angst." es ist die reine Wahrheit. Wie wird sie reagieren, wenn sie erfährt, dass das hier nicht mein Körper ist, sondern Sam's? Dass er mir nur die Zügel überlässt, damit der Hatter nicht hervorkommt? Dass mir niemand helfen konnte bisher? Am liebsten würde ich mich einfach in der Metro verkriechen und mich vom Rest der Welt abschotten. So wie ich es oft getan habe, wenn alles einfach zu viel wurde, damit ich wieder zu mir selbst finden konnte. "Ich wünschte ich könnte dir sagen, dass deine Angst vollkommen unbegründet ist. Aber ich bin nicht der Prinz der kommt um die Prinzessin zu retten. Ich bin eher die böse Hexe im Märchen.", sage ich traurig. Ich habe mir das Ganze nicht ausgesucht. Aber jeder muss sein Päckchen tragen, so heißt es doch? "Ich hab dir doch von den Blackouts erzählt und davon, dass ich hier im Krankenhaus Patient war, auf der Psychiatrischen Station. Du erinnerst dich?" frage ich und rufe ihr damit ins Gedächtnis, was sie schon weiß. Ich warte nicht ab, bis sie es mir bestätigt sondern spreche weiter, Bevor mein Mut mich verlässt. "Ich war hier in Behandlung, weil ich diesem Mädchen, das sich gegen mich gewehrt und mich dabei verletzt hat, etwas schreckliches angetan haben muss. Ich bin krank, Emily. Nicht ich habe das gemacht, sondern ein Teil von mir. Er nennt sich selbst der Hatter und er ist grausam." ich knete meine Hände und beiße mir auf die Lippe. "Und dann gibt es da noch Sam. Sam ist der Junge, dem dieser Körper hier gehört. Er hat ihn mir aber überlassen, weil er selbst nicht stark genug ist, um sich gegen den Hatter zu wehren. Immer wenn Sam die Kontrolle übernimmt, dann passieren kurz darauf schreckliche Dinge, weil der Hatter die Kontrolle an sich reißt und Chaos und Schrecken verbreitet." ich sehe in Emily geschocktes Gesicht. "Ich war hier, weil ich nicht normal bin und nicht einmal die Ärzte haben Den Hatter unter Kontrolle bekommen. Die Medikamente haben nur alles noch schlimmer gemacht. Entweder war ich ein lebloser Zombie, der überhaupt nichts mitbekommen hat und nur funktionierte. Vollkommen benebelt von den Medikamenten oder ich habe die Kontrolle verloren und alle in Angst und Schrecken versetzt." Ich sehe Emily ernst an. "Bist du sicher, dass du dein Versprechen von gerade nicht lieber zurück nehmen willst?" denn ich glaube nicht, dass Emily sich wirklich an ihr eigenes Versprechen halten kann. Sie ist ja jetzt schon vollkommen verängstigt und nicht der Hatter sitzt ihr gegenüber, sondern nur ich, Thackery. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mi 26 Nov - 14:27 | |
| Ich nicke fast unmerklich. Ja ich erinnere mich, aber natürlich habe ich mich nicht getraut zu fragen weshalb er dort gewesen ist. Das ist nichts das man andere Leute einfach so frägt, weil es viel persönlicher ist als nur ein gebrochener Arm oder eine Blinddarmentzündung. Körperlich unterscheiden wir uns eben nicht so sehr, es sind unsere Seelen die uns wirklich ausmachen. Das habe ich damals im Krankenhaus schon erfahren und jetzt wo ich mir einen Körper mit einer anderen Person teilen muss, wird mir das noch sehr viel deutlicher. Mir ist allerdings nicht klar warum er sich als die böse Figur des Märchens bezeichnet. Natürlich mag der Eindruck täuschen, aber bisher kam er mir jedenfalls überhaupt nicht so vor. Auf das was er mir dann gesteht, hätte mich wohl nichts in der Welt irgendwie vorbereiten können. Nicht nur, dass er gleich drei Persönlichkeiten in sich vereint und dieser Körper eigentlich gar nicht ihm gehört, sondern eine davon scheint auch noch gefährlich zu sein. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Irgendwie ist das auch ein sehr seltsamer Zufall, dass wir beide unsere Körper teilen, allerdings ähnelt er mehr IHR, denn der Körper den er bewohnt, gehört ihm genausowenig wie ihr der meine gehört. "Ne...in... ich werde... es nicht zurücknehmen.", antworte ich zwar zögerlich aber dennoch weiß ich es in meinem tiefsten Innern, dass ich etwas für ihn empfinde und das stärker ist als es meine Angst je sein könnte, was natürlich nicht bedeutet, dass sie verschwunden ist. Sondern nur, dass ich bereit bin sie für ihn zu überwinden. "Das ganze... macht mir Angst... aber ich glaube du verstehst mich besser als... irgendjemand sonst.", erkläre ich nun mit fester Stimme. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mi 26 Nov - 23:18 | |
| Ich habe Emilys Mienenspiel beobachtet und ihre Gefühle, die sich darauf spiegelten genau verfolgt. Sie sieht Überrascht aus und zwar nicht auf die angenehme Weise. Sie nimmt es ganz anders auf als Emily Davis, was mir wieder einmal deutlich macht, dass die beiden so unterschiedlich sind und trotzdem ist es als würde ich mitfühlen und mitleiden. Mein Angebot war durchaus ernst gemeint, aber Emily schlägt es aus. Ich werde sie nicht auf ihrem Versprechen festnageln, falls sie es nicht halten kann. Niemanden würde ich zwingen sich daran zu halten, denn ich weiß nicht wie es funktionieren soll. Emily gesteht mir, dass ihr das Angst macht. Das ist eine viel natürlichere Reaktion auf das was ich ihr anvertraut habe als es die Reaktion von Emily Davis gewesen war. "Ja, ich verstehe genau welche Angst du haben musst, jetzt da du weißt, dass du deinen Körper teilst. Ich verstehe, wie es ist, wenn man aus dem Körper verdrängt wird, der einem gehört und ich verstehe wie seltsam das alles für dich sein muss." ein schüchternes Lächeln schleicht sich auf meine Lippen. Thackery? Bitte lass mich mit ihr sprechen, ja? Sam bittet mich nicht oft darum die Kontrolle zurück zu bekommen, aber es scheint ihm wichtig zu sein. Also gewähre ich ihm den Wunsch und mache ihm Platz. "Emily? Ich bin Sam.", sage ich und schenke ihr ein Lächeln das voller Mitgefühl ist. Für sie muss es noch seltsamer sein als für mich. Immerhin kenne ich sie, habe aber noch kein Wort gesprochen. "Weißt du? Es ist in Ordnung, wenn Thackery die Kontrolle hat. Es ist sicherer. Er sperrt mich nicht aus seinen Gedanken aus. Er ist wirklich ein Netter." Es fühlt sich seltsam an wieder in meinem eigenen Körper zu stecken nach so langer Zeit. Ich stehe auf, um meine Knochen zu strecken und um mich zu bewegen. Langsam gehe ich zu dem Teeautomaten hinüber. Auch um möglichst viel Abstand zwischen uns zu bringen. Ich sehe mich im Gemeinschaftsraum um. "Ich erinnere mich an diesen Raum. Ich habe Thackery beim Schachspielen zugesehen und er hat auch dich gesehen. Weißt du? Er hat beim Schach immer gewonnen, weil wir zusammen die Züge des anderen diskutiert haben. Was wohl aus dem Stillen Jungen geworden ist?", frage ich nachdenklich und lasse mir einen Pfefferminztee aus dem Automaten. Thackery mag ihn nicht, er trinkt lieber Schwarztee. Aber wenn ich schon mal hier bin, sollte ich die Gelegenheit nutzen. Mit dem Tee in der Hand drehe ich mich zu Emily um. "Weißt du? Wäre der Hatter nicht, dann würden er und ich ganz gut zurecht kommen. Miteinander." ich schenke ihr noch ein Lächeln. Bevor ich den Tee vorsichtig koste. "Hmmm ich liebe Pfefferminze." ich bin ständig auf der Hut und beim kleinsten Anzeichen vom Hatter werde ich verschwinden und Thackery wieder platz machen. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Do 27 Nov - 22:13 | |
| Thackery ist überrascht, dass ich trotz meiner deutlich spürbaren Angst nicht weggehen und ihn allein lassen möchte, ja nicht kann. Es ist für mich einfach unvorstellbar nun einfach zu gehen und mich für immer von ihm zu verabschieden, in dem Wissen ihn nie wieder zu sehen. Deshalb bin ich bereit das auf mich zu nehmen, obwohl ich mich davor fürchte, was passiert wenn dieser Hatter wirklich die Kontrolle bekommt. Schließlich hat er schon einmal ein Mädchen verletzt, das Mädchen das ihm die Wunde zugefügt hat. Könnte ich ihm wehtun wenn ich es müsste? Es wäre ja immer noch sein Gesicht und seine Augen die mich ansehen, nicht die eines Fremden. Könnte ich ihn also als Gefahr wahrnehmen? Im nächsten Moment wird mir klar, dass ich es könnte. Denn Sam, der Junge dem der Körper eigentlich gehört, meldet sich zu Wort und obwohl es immer noch der gleiche Mund ist aus dem die Worte kommen, hat sich alles verändert. Die Haltung ist anders, der Ausdruck auf dem vertrauten Gesicht, das es anders erscheinen lässt. Aber auch die Worte selbst und die Art wie er sie spricht sind nicht mehr dieselben. Es ist nur allzu deutlich, dass wirklich jemand anderes zu mir spricht. Ich hätte es nicht gedacht und ich überlege ob das bei mir und der anderen Emily auch so ist und Thackery Recht hatte, wenn er sagt, dass er tatsächlich zwischen uns unterscheiden kann. Doch im Gegensatz zu mir und Emily ist Sam nicht verschwunden wenn Thackery die Kontrolle hat. Es ist mehr als würden sie sich den Körper teilen, wirklich teilen. Nicht wie bei einem Schichtwechsel wo der eine kommt und der andere geht und sie sich nie begegnen. Es ist ziemlich seltsam, dass er mich kennt und auch die andere Emily, während ich gerade einmal seinen Namen weiß und dass es ihn gibt. Das erste Gefühl was ich ihm gegenüber habe ist jedoch, dass ich mich in seiner Gegenwart mindestens genauso wohl fühle wie es bei Thackery war. Ihm scheint die Situation unangenehm zu sein, vermutlich nicht nur wegen mir, sondern auch weil es für ihn ungewohnt ist die Kontrolle zu haben. Als wäre er auf einem offenen Feld und wüsste nie wo der Scharfschütze mit dem Gewehr auf ihn lauert. Immerhin hat er Thackery als Unterstützung gegen den Hatter, weil er selbst sich nicht wehren konnte. Ich lächle als er erzählt wie er mich damals beim Schach gesehen hat. Es kommt mir fast wie eine Ewigkeit vor. "Ich weiß es nicht. Ich habe ihn nie wieder gesehen und sein Zimmer steht leer.", erzähle ich, auch wenn es eigentlich unwichtig ist. Doch vielleicht mochte er ihn wirklich und sein Schicksal ist ihm wichtig. "Ja. Ich glaube er mag dich und ich mag euch beide auch. Ich bin froh, dass ich dich kennenlernen durfte.", antworte ich Sam, der vorsichtig etwas von dem Tee probiert. "Ich fürchte nur... dass SIE nicht so ist wie du oder Thackery. Ich glaube, dass sie eher wie der Hatter ist und mir Leid zufügen will.", sage ich vorsichtig, immer in dem Wissen, dass Thackery es ebenfalls hören kann. Mir ist klar, dass er sie mag und ich weiß nicht inwieweit das auch auf Sam zutrifft.
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|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Fr 28 Nov - 11:59 | |
| Als ich mit Thackery die Plätze tausche ist Emily die Verwirrung deutlich ins Gesicht geschrieben. Aber so ist es immer, wenn es passiert. Daran bin ich gewohnt und ich habe gelernt, dass es meistens besser ist, wenn man den Leuten dann Zeit gibt sich zu sammeln und an die neue Persönlichkeit zu gewöhnen. Man muss ihnen Zeit geben auch diese Seite kennen zu lernen. Ich kann fast sehen, wie es in Emilys Verstand arbeitet. "Du fragst dich sicher, ob es ähnlich ist, wenn die andere Emily da ist, nicht wahr? Ja das ist es. Sie hat eine ganz andere Körpersprache wie du." bestätige ich ihr die Frage, die sie zwar nicht ausgesprochen hat, die aber unausgesprochen wie ein riesengroßes Fragezeichen zwischen uns in der Luft hängt. Der Duft des Pfefferminztees breitet sich im ganzen Raum aus und ich saugen den Geruch gierig ein. Schon immer haben mich kleine Dinge vom Wesentlichen abgelenkt und manchmal habe ich mich komplett in ihnen verloren. Heute darf ich das nicht zulassen und richte meine Aufmerksamkeit wieder auf Emily zurück. "Weißt du? Thackery sperrt mich nicht aus seinem Kopf aus, weil er akzeptiert, dass das mein Körper ist. Der Hatter tut das nicht. Er verschließt sich uns beiden gegenüber. Was es sehr schwer macht die Kontrolle zurück zu erlangen." Emily muss verstehen, wie das funktioniert bei uns, damit sie es vielleicht auch bei Emily versuchen kann. "Wenn er uns aussperrt, dann wird es dunkel und wir fallen in ein großes Nichts. Aber wenn man genau hinhört, dann spürt man, dass es kein Nichts ist." ich lege meinen Kopf schief und versuche das Gefühl genau aus meiner Erinnerung hervorzuholen. "Es ist als wäre alles gedämpft. Als müsste man erst den Lichtschimmer in absoluter Dunkelheit finden. Einen kleinen, winzigen Stern irgendwo am endlosen Himmelszelt und sich dann nur auf diesen Konzentrieren. Dann kommt er näher und es gelingt vielleicht die Kontrolle zu übernehmen. Oder aber es ist ein leises Wispern, nur ein Flüstern in einem Chaos von Stimmen. Dieses muss man heraushören bis nur diese Stimme alle anderen übertönt um zu erfahren, was gesprochen wird." Ich nehme noch einen Schluck vom Tee. Auf ihre Aussage bezüglich des Jungen gehe ich nicht ein, denn er ist nicht mehr wichtig, nur eine Erinnerung von vielen. "Ich kann dir nicht sagen, ob Emily Davis wie der Hatter ist. Aber es gibt gewisse Züge in ihrem Leben die ich durchaus wiedererkenne. Ich weiß nicht genau was es ist.", sage ich und lege meinen Kopf auf die andere Seite. "Aber ich glaube auch, dass sie nicht kampflos ausgeben wird." Meine Worte passen Thackery nicht. Aber er akzeptiert es wortlos. Er weiß, dass ich die Kontrolle nicht lange behalten werde und dann zurück trete um ihm Platz zu machen. Er funkt mir nicht dazwischen, weil er akzeptiert, dass dieser Körper eigentlich zu mir gehört, auch wenn ich zu schwach für ihn bin. Eine kleine Fliege, die immer wieder gegen die Scheibe des Raumes fliegt zieht meine Aufmerksamkeit auf sich und ich öffne das Fenster, um sie aus ihrem gläsernen Käfig in die große weite und gefährliche Welt zu entlassen. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Sa 29 Nov - 14:57 | |
| Sam bestätigt meine Gedanken als hätte er sie erraten und einen Moment frage ich mich, ob es tatsächlich so ist. Zumindest weiß ich nun, dass die andere Emily kein Teil von mir ist, sondern wirklich eine völlig andere Person, denn so wie Sam es beschreibt, ist es bei mir nicht. Nur, dass ich völlig ausgeschlossen bin wenn sie am Zug ist, doch ich glaube nicht, dass sie das mit Absicht macht, immerhin schien sie bis vor kurzem keine Ahnung zu haben, dass ich überhaupt existiere, genauso wie ich umgekehrt. Ich ziehe die Beine an meinen Körper als wollte ich mich selbst schützen. Doch wie schützt man sich gegen jemanden, der im eigenen Körper sitzt? "Das glaube ich auch nicht.", antworte ich leise und aus meiner Stimme ist die Resignation deutlich herauszuhören. Irgendwo kann ich das mittlerweile verstehen, dass sie nicht aufgeben will und da ich nun Thackery und auch Sam kenne, ist mir klarer denn je, dass es nicht nur eine bloße Einbildung meinerseits ist, sondern diese Emily als reale Person existiert, so wenig mir das auch passt und mir zugegeben Angst macht. Es wäre Mord, wenn ich versuchte sie loszuwerden... ein Mord ohne Leiche. "Wenn ich... also... wenn wir... wenn sie an die Oberfläche kommt, dann merke ich davon nichts.", versuche ich Sam zu erklären. "Deshalb wusste ich nicht, dass sie da ist. Erst Thackery hat es mir gesagt. Ich bemerke nicht einmal wenn es passiert, also, dass ich plötzlich weg bin oder so. Und wenn ich wieder zu mir komme fühlt es sich auch nicht so an als sei ich je weg gewesen. Das einzige was mir komisch vorkam war, dass ich plötzlich an anderen Orten gewesen bin und Zeit vergangen war die ich nicht erlebt hatte. Und natürlich befand ich mich in unangenehmen Situationen, die ich mir nicht erklären konnte. Jetzt wo ich weiß, dass sie in der Zwischenzeit die Kontrolle hat, ist mir klar wie das zusammenpast." Ich sehe Sam prüfend an, um zu ergründen ob das was ich ihm erzählt habe für ihn irgendeinen Sinn ergibt. Zu gerne hätte ich nun auch gewusst was Thackery davon hält, aber ich traue mich nicht zu fragen. Zu seltsam fühlt sich die Situation immer noch an. "Es ist als ob der andere von uns einfach völlig verschwunden ist während der andere die Kontrolle hat. Zumindest fühlt es sich für mich so an. Aber das ist nun vorbei, jetzt wo sie weiß, dass sie nicht allein ist. Nun kann sie mich angreifen, mich zerstören und ich bin sicher, dass sie es versuchen wird. Sie hat es schon vorher ohne Absicht getan.", sage ich und denke an meinen mit Hämatomen übersähten Körper, an Stellen die ich noch nicht einmal selbst im Spiegel betrachtet habe. Sie macht mir Angst, mehr als der Hatter von dem die beiden erzählt haben, auch wenn ich ihre Furcht nachvollziehen kann. Nichts ist schlimmer als den Feind in sich selbst zu haben. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 30 Nov - 15:26 | |
| Auch Emily teilt meine Vermutung, dass Emily Davis sich nicht einfach so geschlagen geben wird. Thackery seufzt in mir leise auf und fragt sich gleichzeitig ob eine Art Krieg zwischen den beiden wirklich notwendig ist. Er ist nicht objektiv und lässt sich von einen Gefühlen für beide Emilys Leiten. Auch ich bin sicher nicht objektiv. Aber da ich selbst nicht dazu in der Lage bin diesen Körper als meinen eigenen zu halten spielt es auch keine Rolle. Ich besitze eher eine Beraterfunktion, was paradox ist, wenn man bedenkt, dass es doch mein eigener Körper ist. Emily beschreibt nun ihrerseits was sie fühlt, wenn Emily Davis die Kontrolle übernimmt und es ist wirklich anders als das was ich ihr eben noch geschildert habe. Der Teebecher ist leer und etwas enttäuscht blicke ich auf den Satz der sich unten in der Tasse gebildet hat. "Es klingt zumindest genau nach der Empfindung, die Emily Davis hat, wenn du die Kontrolle hast." bestätige ich auf ihren prüfenden Blick hin. Allerdings habe ich keine Ahnung was genau mit Emily los sein könnte oder ob sich ihre Wahrnehmung einfach von unserer unterscheidet, weil wir nicht dieselbe Person sind. Wahrnehmungen unterscheiden sich immer von Person zu Person, natürlich gibt es Parallelen und Überschneidungen, aber zwei Personen empfinden nie genau das selbe in der selben Situation. Wer könnte das besser wissen als "Du wachst also mit den Gefühlen und den Gedanken auf, die du hattest, bevor du die Kontrolle verlierst? Einfach so als würde man ein Programm anhalten und ein neues starten, nur um das alte später genau an derselben Stelle weiterlaufen zu lassen?" frage ich etwas genauer nach und versuche gleichzeitig meinen eigenen Gedanken dazu Ausdruck zu verleihen. Ich entsorge den Becher in dem dafür vorgesehenen Mülleimer und erinnere mich gleichzeitig an eine Szene die sich hier vor dem Virus zugetragen hat.
Thackery sitzt auf dem Boden und wir wissen beide, dass etwas passiert sein muss. Denn der Hatter hat die Kontrolle übernommen. Uns wollte es einfach nicht gelingen wieder zurück in den Körper zu schlüpfen. Wir kamen zu uns als wir vor dem Snackautomaten lagen. Der Raum war erfüllt vom Geruch von versengtem Haar und durchgeschmorten Kabeln. Das Bedienelement des Automaten hing heraus und scheinbar hatte sich der Hatter daran zu schaffen gemacht. Die Kabel so miteinander verbunden, dass derjenige, der den Automaten bedienen würde einen elektrischen Schlag abbekommt. Doch er muss sich irgendwie verkalkuliert haben, denn der Schlag hat ihn selbst getroffen. Erst dadurch wurden wir zurück in den Körper gerissen.
Ich starre den Fleck auf dem Boden eine Weile an, erst da fällt mir auf, dass Emily längst weitergesprochen haben muss. Sie äußert gerade ihre Angst, dass die andere Emily versuchen könnte sie loszuwerden und sie zu zerstören. "Du glaubst Emily wird sich Schmerz und Leid zufügen um dich zu treffen?" ich weiß nicht was ich dazu sagen soll, denn es liegt denke ich wirklich im Bereich des Möglichen. "Thackery wird das nicht zulassen." da bin ich mir ganz sicher, denn der Kuss vorhin galt Emily Harris und nicht Emily Davis. Auch wenn es die ganze Situation noch mehr kompliziert. Thackery hat sich in beide Emilys verliebt. Doch so kann es kein Happy-End geben. Nicht für ihn, nicht für Emily Davis und auch nicht für Emily Harris. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Mi 3 Dez - 23:31 | |
| Sams Beschreibung ist tatsächlich ziemlich zutreffend. "Ja... so ähnlich fühlt es sich an. Deshalb war ich auch so verwirrt, dass ich plötzlich ganz woanders war und mich nicht erinnern konnte wie ich dahingekommen bin. Ich war mir ja nicht bewusst, dass irgendetwas passiert war. Jetzt weiß ich es zumindest und es ist... naja nicht gerade eine Erleichterung, aber ich fühle mich nicht mehr so verwirrt.", erkläre ich ihm. Offenbar ist es für die andere Emily ebenso und der Grund warum auch sie nie etwas von mir geahnt hat. Ob sie sich ebenso gewundert hat? Zumindest bin ich mit meinem Körper nicht so rücksichtlos umgegangen wie sie. Sie musste daher nie damit klarkommen, dass jemand ihren Körper missbraucht und benutzt hat als wäre es sein eigener und obendrein nichts wert. Sam scheint einen Moment abwesend zu sein während er den Pappbecher in den Müll wirft, ich traue mich aber nicht nachzufragen woran er denkt. Vielleicht hält er ja auch gerade Zwiesprache mit Thackery. Fast wünsche ich mir, dass ich das mit ihr auch könnte, aber ich hätte wohl zu viel Angst davor ihr so zu begegnen. Thackery oder Sam würde ich es natürlich nie sagen, da ich weiß, dass sie auch die andere Emily mögen, zumindest Thackery, aber für mich erscheint sie wie ein Monster. Sam schweigt einen Moment bevor er auf meine Aussage eingeht, dass ich befürchte Emily könnte mich verletzten wollen. "Dafür ist es eh schon zu spät... sie... hat...", stammele ich und weiß nicht wie ich etwas derart intimes einem für mich völlig Fremden und dazu einem Jungen erklären soll. Warscheinlich würde er es gar nicht verstehen. Mein Vater hat mir immer erklärt, dass Jungs ganz wild darauf sind und es ihnen egal ist wo und wann es passiert und mit wem sowieso. Doch für ein Mädchen ist sei wichtig, dass sie sich nicht einfach hergibt, weil ihr dann für immer etwas weggenommen würde und das sei ein Geschenk, dass man sich für den Ehemann aufheben sollte. Die andere Emily hat dafür gesorgt, dass ich dieses Geschenk einem dahergelaufenen Typen gemacht habe und mich nicht einmal daran erinnern kann. Das schmerzt mich und es beschämt mich auch sehr. Aber Niemand auf der Welt könnte die Zeit zurückdrehen und Geschehenes ungeschehen machen, auch Thackery nicht. Und vielleicht wollte er das auch gar nicht... Ich muss an den Kuss von vorhin denken. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Do 4 Dez - 11:34 | |
| Emily bestätigt meine Vermutung, dass sie sich genauso fühlt wie ich es eben noch beschrieben habe. Wir haben wenigstens den Vorteil, dass wir wissen, wenn wir die Kontrolle verloren haben, aber es nicht zu wissen, es nicht mitzubekommen und dann aufzuwachen, ohne die leiseste Ahnung, dass muss wirklich die Hölle sein. Die Augen aufzuschlagen und unerwartet mit Konsequenzen des anderen Handelns konfrontiert zu werden, das kennen wir und wir haben die Chance uns mental darauf vorzubereiten. Wir haben einander, Thackery und ich. Doch Emily ist ganz allein. Muss ganz alleine die Konsequenzen von Emily Davis Handeln tragen. Gerne würde ich etwas sagen oder tun, um Emily Harris zu helfen. Doch ich weiß, dass werde meine Worte noch meine Taten irgendetwas ausrichten können. Die einzige Möglichkeit besteht darin herauszufinden, wem dieser Körper zusteht und woher die andere Emily stammt. Denn nur dann kann eine Lösung gefunden werden. Thackery rebelliert gegen meine Gedanken, versucht mir zu sagen, dass das nicht richtig ist. Dass es falsch ist eine der beiden Emilys auszulöschen, doch er weiß tief in seinem Inneren, dass ich recht habe. Doch dass es nicht an uns liegt das zu tun. Wir können den beiden Emilys nur beistehen in ihrem Kampf gegen sich selbst und versuchen größeren Schaden zu vermeiden. All das geht in meinem, unserem Kopf vor, bevor Emily etwas auf meine Aussage erwidert, dass Thackery sie beschützen will. Immer wieder bricht ihre Stimme und ich kann von meiner Position aus Tränen in ihren Augen schimmern sehen. Langsam steure ich auf das Sofa zu und setze mich neben sie. "Emily, es tut mir leid... Thackery kann nur versuchen, dass nicht noch mehr passiert." versichere ich ihr. Das kann ich doch versprechen, oder? Du wirst sie beschützen? ich bin mir nicht ganz sicher, was Thackery wirklich will, bin nicht sicher ob er es überhaupt selbst weiß. Aber wenn ich mich nicht auf ihn verlassen kann, auf wen dann? Thackery gibt mir keine verbale Antwort, aber ich kann seine Gefühle spüren, er teilt sie mit mir und ich weiß, dass es kein leeres Versprechen ist. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das auch so bleibt. Vorsichtig nehme ich Emilys Hand in meine und drücke sie einmal kurz, um ihr zu zeigen, dass wir da sind. Dass wir für sie da sein werden. Kaum berührt meine Haut die von Emily, spüre ich einen starken Sog, der mich in die Tiefe zieht. "Keine Sorge Emily, ich werde ihr helfen, das richtige zu tun." sind die Worte die ich hören kann, bevor ich ins Nichts falle. NEIN! THACKERY HILFE! |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Do 4 Dez - 18:18 | |
| Sam scheint es aufrichtig leid zu tun was passiert ist, auch ohne, dass ich ihm genaueres erklären muss, worüber ich sehr erleichtert bin, da ich das wohl nicht geschafft hätte. Trotzdem glaube ich, dass Thackery zwiegespalten ist, denn ich kann manchmal für einen kurzen Augenblick eine Art Schatten wahrnehmen der sich in Sams Augen zeigt. Vielleicht bilde ich es mir aber auch nur ein weil ich weiß wie er fühlt und, dass er auch etwas für sie empfindet, ob mir das nun gefällt oder nicht. Sam versucht mich zu trösten und greift nach meiner Hand, eine Geste die ich von ihm nicht erwartet hätte, da er manchmal noch schüchterner erscheint als ich selbst. Aber ich freue mich darüber. Irgendwie habe ich nun zwei Freunde die für mich da sind, auch wenn sie in einem Körper stecken. Es ist nicht einmal die kalte, so fremde Stimme die mich erstarren lässt, sondern die eisige Kälte die plötzlich von der Hand ausgeht, die meine immer noch umschlossen hält. Mein Herz rast förmlich als ich den Blick hebe und durch meinen Tränenschleier in das Gesicht blicke, das nun weder Thackery noch Sam gehört. Der Hatter! Wie schon zuvor ist alles was die vorherige Person ausgemacht hat völlig verändert, aber am meisten erkenne ich es in den Augen, die offenbar wirklich eine Art Fenster zur Seele sind. Ich spüre wie ich zu zittern beginne und mich panisch umsehe, doch außer uns Beiden ist hier Niemand, zumindest im Moment gibt es nur uns und Niemand der mir helfen könnte. Seine Worte kreisen in meinem Kopf. Ich werde ihr helfen... IHR helfen... das RICHTIGE zu tun... Diese Worte besitzen nur einen klaren Sinn, doch ich suche dennoch verzweifelt nach einem anderen, als ob sich das Ganze irgendwie als übler Scherz entlarven ließe. Ich bemerke plötzlich, dass meine Hand immer noch in seiner liegt und versuche mich ruckartig zu befreien, aber er hält mich bombenfest, grinst nur spöttisch über meinen bemitleidenswerten Versuch mich zu wehren. "Nein... bitte... ich... ich habe dir... doch nichts getan!", flehe ich obwohl es angesichts seines Gesichtsausdrucks sinnlos ist. Er ist bestimmt nicht zwiegespalten und hat deutlich Partei für das Monster in mir ergriffen. Wie sollte es auch anders sein?
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|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Fr 5 Dez - 12:15 | |
| Diese falsche Alice betrachtet mich mit schreckensgeweiteten, verheulten Augen. Wie eine kleine Maus, die einem kräftigen Kater gegenüber sitzt und zum letzten Mal etwas von dieser Welt zu Gesicht bekommt. Bei so untauglichen, minderbemittelten und schwachen Kreaturen wie Sam oder Thackery würde dieser Blick vielleicht Mitleid hervorrufen, so aber nicht bei mir. Ich weide mich an ihrem Anblick. Es gefällt mir die Angst in ihren Augen aufflackern zu sehen, zu sehen wie ihr Gehirn verzweifelt nach einem Ausweg sucht, einem Fluchtweg um von mir wegzukommen. Ihre Augen weiten sich noch ein bisschen mehr als sie meine Stimme hört die klirrend kalt wie Eis über ihr anderes Ich spricht. Auch wenn die Dummköpfe Sam und Thackery zu blind und dämlich sind um zu erkennen, was da vor ihnen sitzt. Die perfekte Eiskönigin, nur ihr schwaches Ich, diese jämmerliche Emily Harris muss dafür verschwinden. Denn Emily Davis ist der eigentliche Rohdiamant auf den ich es abgesehen habe. Auch wenn sie Alice nie ersetzen wird, so ist sie doch ein netter Zeitvertreib, jemand der mich wirklich ausnahmsweise einmal amüsieren und nicht langweilen könnte. "Nein... kleine Emily" ihren Namen säusle ich, so wie ich es oft bei Alice gemacht habe "du hast absolut nichts getan! Und genau das ist es was mich so anwidert. Du bist so bieder! So langweilig!" meine Stimme trieft vor Verachtung. Doch meine freie Hand streicht ihr im Kontrast dazu zärtlich über die vor Schreck ganz blassen Wangen. Jede Berührung von den beiden soll sie in Zukunft an mich erinnern... soll sie anwidern und daran denken lassen, dass Thackery und Sam nicht die einzigen sind, die die Kontrolle übernehmen können. Jetzt muss ich nur noch Zweifel säen bevor diese Schwächlinge es schaffen mich aus dem Gleichgewicht zu bringen. "Glaubst du wirklich, dass die beiden dich beschützen können? Thackery, auch wenn er dir vielleicht heldenhaft erscheint, hatte die Möglichkeit dich vor sich selbst zu schützen. Doch er ist noch erbärmlicher als du! Er hat nicht die Kraft aufgebracht zu gehen als er es noch konnte. Nein er hat sich für Emily Davis entschieden. Er hat sich entschieden zu bleiben, wohlwissend, dass ICH hier bei euch bin. Dass ICH die Kontrolle zurückbekomme und dann war er tatsächlich so DUMM und hat dich mit dem Wurm Sam reden lassen. Er ist dieses Risiko eingegangen, ohne daran auch nur eine Sekunde zu denken, was ICH mit dir und deinem zarten Körper anstellen könnte." mein Gesicht ist mit jedem Wort näher an Emilys Ohr gerückt und die letzte Worte sind nur ein sanftes, boshaftes Flüstern. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 7 Dez - 19:15 | |
| Er lässt meine Hand keinen Zentimeter frei und seine kalten Augen bohren sich in meine, bis sie tief in meine Seele eingedrungen sind, als wollten sie mich von innen heraus zerstören und das stimmt ja auch, denn SIE ist in mir und er wird ihr helfen, dass sie wieder rauskommt und mich endgültig aus meinem Körper vertreibt. Auch wenn ich mich frage warum er das will. Nur um Thackery wehzutun? Nein, das ist es nicht. Da ist etwas anderes etwas selbstsüchtiges in seinen Worten. Seine Stimme ist immer noch scharf wie ein Messer und mit jedem gehauchten Wort, schneidet er tiefer in mein Fleisch. Er nennt mich bieder und langweilig, doch ich verstehe nicht warum das schlecht sein soll. Das was die andere Emily getan hat ist falsch. Aber wieso sollte ein ebensolches Monster das erkennen? Mir wird übel und ich spüre wie ich einer Ohnmacht nahe bin, obwohl ich sonst eher weniger anfällig dafür war. Ich blieb sogar bei den schlimmsten Wunden im Krankenhaus ruhig. Aber da war ich auch nicht in Gefahr. Eine Hand des Hatters wandert nun zu meinem Gesicht und ich zucke automatisch zurück, komme jedoch nicht von ihm weg, weil er mich erbarmungslos umklammert hält. "Hör... auf damit... geh... weg... das ist nicht... dein Körper!", presse ich hervor. Ich ertrage seine Berührung nicht, obwohl es Thackerys Hände sind die mich liebkosen. Jetzt fühlt sich nur jeder Kontakt an wie ein Schlag ins Gesicht und egal wie sehr ich es versuche, ich schaffe es nicht mir einzubilden es wäre noch Thackery. Die Worte die mir der Hatter einflüstert wie ein Liebender seiner Geliebten, sind voller Boshaftigkeit und Hass, doch wie Gift erreichen sie mich und breiten sich in mir aus. Ja er wusste es... er hat gesagt, dass Sam nicht stark genug ist und er hat den Hatter gespürt. Trotzdem hat er Sam vorgelassen... Und er hat SIE zuerst geküsst... ich war für ihn nur eine Vergleichsreihe. Nur um zu sehen ob er für mich ebenfalls etwas fühlt. Meine Gedanken drehen sich um sich selbst und ich weiß nicht mehr was ich glauben soll. Bieder... langweilig... Ich höre die Bedeutung hinter dieser Aussage. Dass ich einem Jungen nichts bieten kann, nichts was er begehren könnte. Aber sie... sie kann es und sie tut es. |
|  | | Thackery* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum So 7 Dez - 20:51 | |
| Die Angst die langsam in Emilys Glieder kriecht ist fast greifbar und es ist mir ein Genuss. Wie habe ich dieses Gefühl doch vermisst! Thackery und Sam haben sich bisher nicht zurückgemeldet. Immerhin habe ich sie vollkommen ausgesperrt, denn nur dann kann ich sicher sein, dass ich lange genug die Kontrolle behalte. Meine Worte sind wie Gift. Kein Gift, dass sofort tödlich wirkt. Ein Gift, dass sich schleichend ausbreitet, bis in jeden Winkel von Emilys Gedanken. JederMoment, jede Empfindung wird langsam aber sicher mit dem Gift meiner Worte durchtränkt und irgendwann wird es seine tödliche Wirkung entfalten. Es wird schleichend von statten gehen, aber ich werde jeden Augenblick davon genießen können. Emily versucht meinen Berührungen auszuweichen, doch ich halte sie in eisernem Griff. Emily begehrt sogar mit Worten gegen mich auf. Doch sie sind nicht stark und klar, sondern gepresst und eher ein schwacher Versuch. Doch neben der Angst kann ich noch etwas anderes in Emilys Augen aufflackern sehen: ein Fünkchen Zweifel, dass sich genauso schnell zu einem wahren Feuersturm des Misstrauens entfachen kann, wenn es nur auf genug Brennstoff trifft. Meine Arbeit ist getan. Ich beuge mich noch einmal vor zu Emily und platziere einen sanften Kuss auf ihrer Schläfe, gleich danach lasse ich sie abrupt los und entferne mich ein paar Schritte von ihr, bevor ich zum ersten Mal seit langem freiwillig beiseitetrete, um die Kontrolle an Sam oder Thackery zurück zu geben. Doch ich drehe mich noch einmal zu ihr um und schenke ihr ein Lächeln, das schon so manchen das Blut in den Adern gefrieren ließ. "Bis bald!", es ist ein Versprechen, das ich zu halten gedenke.
Es ist als würde ich nach einem endlosen Tauchgang die rettende Wasseroberfläche durchstoßen und meine Lungen endlich wieder mit dem ersehnten Sauerstoff zu füllen. Ich brauche einen Moment bis ich weiß, wo ich mich befinde und was passiert ist. Natürlich weiß ich, dass das Gespräch mit Sam schrecklich schief gelaufen ist. Ich hätte ihn nie direkt mit Emily sprechen lassen sollen. Sam ist in eisernes Schweigen verfallen und ich weiß, dass er sich schreckliche Vorwürfe macht, weil der Hatter sich durchgekämpft hat. "Emily? Hat... er... habe ich dir weh getan?", frage ich mit zittriger Stimme, traue mich aber keinen Schritt auf sie zuzumachen, da sie so verletzlich und geschockt aussieht, so als würde sie jetzt wirklich die Flucht ergreifen wollen. "Es tut... mir so schrecklich leid! Ich wollte dich doch beschützen!" nicht nur Sam macht sich Vorwürfe. Auch mich zerfressen starke Schuldgefühle und das Schweigen, das gerade in meinem Kopf herrscht ist fast beängstigend. Es ist schrecklich nicht zu wissen, was ER getan hat. |
|  | | Emily* Tribelos

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 | Thema: Re: Gemeinschaftsraum Fr 12 Dez - 21:26 | |
| Ich zucke zurück als sich sein Gesicht meinem nähert, doch sein Griff ist so fest, dass mir nicht viel Raum zum ausweichen bleibt. Seine Lippen berühren meine Stirn, fast schon zärtlich und dennoch brennt es wie ein Mal aus Feuer auf meiner Haut. Obwohl es die selben Lippen sind, die ich vorher selbst noch berührt habe, bereitet mir nun allein der Gedanke an sie Übelkeit. Langsam erhebt er sich und ich habe schon die Hoffnung, dass er nun einfach weggeht und mich in Ruhe lässt, auch wenn das bedeuten würde, dass ich Thackery und Sam ebenfalls verliere, aber er dreht sich noch einmal zu mir um und verabschiedet sich. Auf eine Weise, die keinen Zweifel daran lässt, dass es kein Abschied für immer sein wird. Wenn ich nicht so geschockt wäre, hätte ich mich sicher gefragt, warum er einfach so aufgibt und verschwindet und mir wäre klar geworden, dass er sich sicher ist die Macht erneut übernehmen zu können wenn es ihm beliebt. Doch daran denke ich nicht und bin einfach nur froh, dass er weg ist. Nur wenig später nimmt das Gesicht wieder Thackerys vertrauten Ausdruck an, doch wirklich freuen kann ich mich darüber nicht. Noch immer schwirrt mir das was der Hatter gesagt hat durch den Kopf. Gleichzeitig zerreißt mir der schuldbewusste Ausdruck in seinen Augen das Herz. Ich hasse es ihn so zu sehen und zu wissen, dass ich der Grund dafür bin. "Warum... warum.. hast du dann Sam vorgelassen? Du wusstest doch, dass er nicht stark genug ist! Du wusstest, dass der Hatter dadurch leichtes Spiel haben würde!", sprudelt es aus mir hervor. Ich will einfach hören, dass es nicht so ist, dass ich ihm wichtig bin und er mich nicht in Gefahr bringen wollte, obwohl ich nicht weiß ob ich ihm das überhaupt glauben könnte. Schließlich kenne ich ihn gar nicht, nicht richtig. Vielleicht kann man jemand anderen gar nicht kennen, wenn man sich nicht einmal selbst kennt. |
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