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 Sally & Ram

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Ram*
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BeitragThema: Sally & Ram   Fr 7 Aug - 14:07

Meine Leute sind vor dem Vero Centre dabei, das Sicherheitssystem und die Kameras zu überprüfen. Ich schreite langsam vor dem Centre auf und ab und beobachte das Ganze. Ab und zu gebe ich Anweisungen, doch so ganz bin ich nicht bei der Sache. Ich bin noch nicht lange wieder ein Teil der Technos, habe eine ganze Weile bei den Mall Rats gelebt. Doch bei den Technik-Freaks ging es drunter und drüber und sie drohten, mit einem falschen Anführer, erneut in eine sehr unschöne Richtung abzudriften. Jetzt bin ich wieder hier. Versuche die Wunden des Systems zu versorgen, einen positiven Wandel herbeizuführen. Eigentlich müsste ich mich zu Hause fühlen. Wollte ich je etwas anderes als derjenige sein, der das Sagen hat? Nie habe ich andere neben mir akzeptiert, ich habe die Macht genossen, sie ausgekostet. Ja, ich war nahezu süchtig danach, mit anderen Menschen, wie mit Marionetten zu spielen! Und jetzt? Jetzt fühlt es sich lästig an, mich um all diese Angelegenheiten zu kümmern. Was ist los mit mir?? Ich bin zurück in meinen alten Gefilden und fühle mich Fehl am Platz. Ich bin gerade erst wieder hier und denke daran die Technos endgültig zu verlassen. Doch wie soll das möglich sein? Wer wäre in der Lage dieses sinkende Schiff zu übernehmen? Und vor allem...was hat Liberty aus mir gemacht? Wer bin ich wirklich?

Ich runzle bei diesen Gedanken leicht die Stirn. Und dann ist da auch noch Trudy. Sie gefällt mir. Sehr. Und auch das kann ich nicht zuordnen, immerhin ist Javis Tod noch nicht so lange her, nagt an meinem Herzen, wie ein gefräßiges Tier. Hätte ich Java aufhalten müssen? Wenn dir wirklich etwas an mir liegt, dann lass mich gehen, rufe ich mir ihre letzten Worte mir gegenüber in Erinnerung. Ich habe sie gehen lassen. Aus Liebe? Sie hätte dich verlassen, sobald sie herausgefunden hätte, wie schwach du wirklich bist. Hätte sie dich jetzt gesehen, mit deinem Posten als Anführer hadernd, hätte sie dich ausgelacht. Und was ist mit Trudy? Sieht sie ebenso nur den starken Anführer der Technos in mir? Die Worte meiner Leute dringen wie von ganz weit her an mein Ohr und ich sehe zu ihnen. Sie deuten auf jemanden, der sich dem Vero Centre nähert. Ein dunkelhaariges Mädchen, dass scheinbar nicht ganz Herr ihrer Sinne ist. Sie  kann kaum gerade gehen, die Haare hängen ihr strähnig ins Gesicht. „Hey! Verzieh dich Kleine. Schlampen wie du haben hier nichts zu suchen!“, brüllt einer meiner Leute und die anderen raunen sich bösartige Kommentare zu. „Wirds bald, oder sollen wir dir Beine machen?“ Ich mustere das Mädchen und erkenne sie schließlich. Es ist Sally, Nicks kleine Schwester. Was ist los mit ihr?

Leicht verärgert hebe ich meine Hand und blicke meine Leute böse an, welche schlagartig verstummen. „Lasst sie in Ruhe!“, sage ich bestimmend. „Ich kümmere mich um sie.“ Ich lasse meine Leute weiter arbeiten und schlendere langsam auf das junge Mädchen zu. Sie wirkt neben sich und ich habe keine Ahnung, ob sie die Worte meiner Männer oder mich überhaupt registriert hat. „Sally?“, frage ich leise und lege vorsichtig meine Hand auf ihre Schulter. „Was tust du hier und was ist passiert?“ Mit der anderen Hand berühre ich ihre Haare, die ihr ins Gesicht hängen und schiebe diese langsam zur Seite, so dass ich sie besser betrachten kann. Sie sieht erbärmlich aus und es gefällt mir gar nicht, sie so zu sehen. Ich kenne sie nicht sonderlich gut, dennoch hatten wir durch ihren Bruder immer mal wieder Kontakt. Und ich habe sie als liebenswürdiges, zartes Geschöpf kennengelernt. Dieser Auftritt hier passt so gar nicht zu dem Bild, was ich bisher von ihr hatte. „Nick ist nicht da. Er hat einen Auftrag in der Stadt auszuführen.“, kläre ich sie noch mit sachlicher Stimme auf. „Wolltest du zu ihm?“

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Ram, 20, crazy leader of the Technos
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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Fr 7 Aug - 16:26

Langsam schlendere ich die Straße hinunter. Ich glaube mich im Verwaltungsbezirk zu befinden, jedenfalls kommen mir einige Häuser recht bekannt vor, auch wenn meine Augen schon längst nichts mehr richtig klar erkennen können. Es ist das zweite Mal in meinem Leben, dass ich betrunken bin, doch diesmal scheint es heftiger zu sein, als ich es damals auf meinem Geburtstag war. Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag zurück, obwohl ich es gar nicht will. Eigentlich will ich einfach alles vergessen. Die Gedanken, Erinnerungen und Gefühle einfach aus meinem Gedächtnis löschen. Genau aus diesem Grund habe ich getrunken. Und als ich so in dieser Bar saß, hatte ich auch wirklich zuerst das Gefühl, dass ich mich mit dem Alkohol betäuben könnte, doch schon nach kurzer Zeit ließ die Wirkung nach und ein unbeschreibliches Ekelgefühl stellte sich in mir ein. Seitdem ich in der Mall wohne, konnte ich mich von alldem eigentlich recht gut ablenken. Irgendwas gab es dort immer zu tun. Doch Nachts , wenn ich allein in meinem Zimmer liege, und seitdem Lydia , Nicks Freundin mir von ihrer Vergangenheit erzählt hatte ,ist alles wieder hoch gekommen. Seit Tagen , versuche ich , den Schlaf so gut es geht zu unterdrücken um mich wach zu halten, denn ich weiß, wenn ich einschlafe, dann bin ich nicht alleine. Dann ist er da. Ganz nah...Trudy und die Anderen haben mich immer wieder gefragt, ob alles ok wäre, da sie mitbekommen haben wie überdreht ich in der letzten Zeit bin. Ich habe immer wieder genickt und gelächelt. Ich will und muss für sie Alle einfach das nette Mädchen bleiben, dass gerne ihre Hilfe anbietet, wenn es was zu tun gibt. Ich muss die fröhliche Maske aufrecht erhalten, so lange es ebend geht.

In der Gegend in der ich schwankend herumlaufe, sind kaum Menschen. Eigentlich auch gut so, doch wohin will ich eigentlich? Nach ein paar Minuten , tut sich ein großes Gebäude vor mir auf. Ich versuche mich auf die große Schrift an dem Gebäude zu konzentrieren. "Vero Centre".Oh nein , was mach ich ausgerechnet hier? Hier will ich nicht sein! Was ist wenn Er da ist? In meinem Inneren fühle ich, dass er weiß, dass ich alles mitbekomme. Ich bin jetzt im Moment einfach nicht in der Lage einen Schalter umzulegen, und so zu tun , als sei alles in Ordnung. Ich will gerade wieder in die Richtung, aus der ich gekommen bin gehen , als zwei Technos sich mir in den Weg stellen. „Hey! Verzieh dich Kleine. Schlampen wie du haben hier nichts zu suchen!“, gibt einer der beiden von sich.Ich will gerade etwas erwidern , als ich eine mir sehr bekannte Stimme wahrnehmen kann. Ich kneife kurz die Augen zusammen , und versuche mich irgendwie zu sammeln. Was mach ich jetzt nur? Abhauen wäre die einzige Möglichkeit, doch es ist schon zu spät, denn Ram kommt mit langsamen Schritten auf mich zu. Ich versuche so gut es geht , klar zu wirken, doch in meinem Kopf dreht sich alles. Schließlich bleibt er vor mir stehen. Es ist schon etwas her , seit er die Mallrats verlassen hatte, um zurück zu den Technos zu gehen, und irgendwie tut es schon gut , ihn zu sehen. Als er noch bei unserem Tribe gewohnt hat, hatte sich alles immer... sicherer angefühlt. Auch wenn es manche Leute gibt , die ihn verabscheuen. Hey, begrüße ich ihn mit heiserer Stimme. Er sagt leise meinen Namen, und fragt mich , was los ist, und warum ich hier wäre.Er legt langam eine Hand auf meine Schulter,während er mit der anderen Haarsträhnen zur Seite schiebt. Dabei betrachtet er mich langsam mit seinen Augen. Mein Magen fängt plötzlich an sich heftig zu drehen, versuche mich aber dennoch auf seine Fragen zu konzentrieren. Mein Blick streift an ihm vorbei, und ich habe wirklich das Gefühl , wenn er mich weiter so anschaut , dass ich mich dann übergeben muss. Ich war... zufällig in der Gegend? Ich versuche locker zu klingen und höre wie hinter mir seine Leute anfangen zu lachen. Er erklärt mir , das Nick nicht da ist, was mich innerlich aufatmen lässt. Jedoch fragt er, ob ich zu meinem Bruder wollte. Nein!, kommt es etwas lauter als gedacht aus mir herrausgeschossen , während meine geweiteten Augen ihn wieder anblicken. Erst jetzt bemerke ich , dass meine Angst zu auffällig war und versuche in meinem Kopf so schnell wie möglich nach einer Erklärung zu graben. Doch ich weiß ja nicht einmal selbst , wieso ich ausgerechnet hier gelandet bin .Ich wollte dich einfach mal besuchen . Meine Worte klingen fest, und ich versuche ein wenig zu lächeln. Das klingt jedenfalls plausibel. Vielleicht hat er die Angst, die für einige Sekunden in meinen Augen aufgeflackert ist, ja gar nicht wirklich mitbekommen.

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Fr 7 Aug - 20:24

Sally mustert mich etwas verwirrt, kneift ihre Augen zusammen, vermutlich um mich deutlicher erkennen zu können. Je näher ich ihr komme, desto klarer wird, wie schlecht es ihr gehen muss. Sie ist blass, hat dunkle Ringe unter den Augen und sieht gar nicht nach der Sally aus, die ich kennengelernt habe. Nicks Schwester schwankt und kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Sie ist völlig betrunken, schießt es mir durch den Kopf und ich runzle etwas missmutig die Stirn. Warum? Was bringt sie dazu, derart hilflos durch die Stadt zu laufen? Das junge Mädchen kann froh sein, dass nicht irgendein lüsterner Streuner ihren Weg gekreuzt hat. Was mache ich jetzt mit ihr? Nachdem ich der Dunkelhaarigen leicht meine Hand auf die Schulter gelegt und ihre Haare ein Stück zur Seite geschoben habe, erhebt sie ihre heisere Stimme und ich vernehme ein leises 'hey' ihrerseits. „Hi.“, erwidere ich ihre Begrüßung leise und ernst. „Wie es dir geht muss ich dich jetzt wohl nicht fragen. Das ist nicht zu übersehen.“, sage ich sachlich und mustere ihre Gesichtszüge. Als ich dies tue, lenkt sie ihren Blick schnell in eine andere Richtung. Warum, weiß ich jedoch nicht. Ich schiebe es auf den Alkohol, er wird sie nervös und unruhig machen.

Sie war zufällig in der Gegend? Meine Leute fangen an zu lachen. „Schhh...“, zische ich wütend und werfe ihnen einen völlig entnervten Blick zu. „Zeigt gefälligst ein bisschen Anstand vor der jungen Lady!“, rufe ich ihnen bestimmend zu. Es ist widerlich, sich über Leute lustig zu machen, die ohnehin schon am Boden sind. Scheinbar hat mein Vorgänger die Disziplin hier mächtig schleifen lassen. Das werde ich ändern! Zu ihrem Glück, verstummen meine Männer sofort wieder. „Geht. Die Arbeiten sind für heute beendet.“, ich mache eine schnelle Handbewegung in Richtung Eingang, als würde ich lästige Fliegen verscheuchen. „Los, los!“ Ich habe keine Lust, weiterhin von ihnen beobachtet zu werden. Meine Männer verschwinden schleunigst im Inneren des Vero Centres und ich widme mich wieder dem jungen Mädchen. Nach 'zufällig in der Gegend' sieht das wirklich nicht aus. Eher nach ziellos umherwandern oder nach einer Flucht vor irgendetwas. „Du bist betrunken.“, stelle ich kühl fest und sehe sie tadelnd an. Die Situation überfordert mich gerade ein wenig und ich bin absolut ratlos, was ich jetzt mit ihr machen soll. Komm schon Ram denk nach, irgendwo auf deiner Festplatte muss doch ein Lösungsweg für derartige Situationen abgespeichert sein.

„Soll ich...“, beginne ich deshalb etwas unsicher und stocke kurz. Lächle sie verlegen an. „...dich zurück in die Mall bringen? Oder...oder willst du hier bleiben und deinen Rausch ausschlafen?“ Hier bleiben? Willst du dich jetzt echt um sie kümmern? Was bleibt mir anderes übrig. Außerdem ist sie eine Mallrat. Da ist das Ehrensache. „Ich werde dich...so...jedenfalls nicht allein durch die Stadt laufen lassen, damit das klar ist.“ Ich ziehe abrupt meine Augenbrauen in die Höhe, als das junge Mädchen meine Frage bezüglich Nick so vehement verneint. Sie ist also garantiert nicht wegen ihm hier? Ihre Augen weiten sich bei der Nennung seines Namens und sie sieht für einen Moment verschreckt aus. Misstrauisch sehe ich sie an. „Sally, was ist los?“, frage ich eingehend und lege beide Hände auf ihre Schultern. Zum Teil, um ihr etwas Halt zu geben. Doch ich bezweifle, dass sie mir hier und jetzt ihr Herz ausschüttend wird. Sie hat ihre Vertrauenspersonen in der Mall und ich frage mich, warum sich nicht bei ihren Freunden ist. Sich stattdessen herumtreibt. „Was ist mit Nick? Er hat dir doch nichts getan?“

Sie wollte mich einfach mal besuchen? Ihre Worte klingen fest und sie schenkt mir ein leichtes Lächeln. Dennoch schüttle ich nur den Kopf und lache ungläubig auf. „Mich? Wieso ausgerechnet mich? Komm schon, eine bessere Ausrede ist dir wohl gerade nicht eingefallen, was?“, ich meine diese Worte aber absolut nicht böse und grinse sie jungenhaft an. „Ich bin nicht der Typ, den man...einfach mal so besucht, schon vergessen?“ Die meisten würden mich eher meiden. „Ich bin der böse...verrückte Technik-Freak. Du solltest dich besser von mir fernhalten.“ Meine Miene wird ernst und ich lasse meine Augen kurz über die Umgebung wandern. Das was geschehen ist, werde ich nie wieder gutmachen, geschweige denn ändern können. Ich werde mit dieser Bürde leben müssen...auch wenn ich die Technos verlassen sollte. Ich bin Gebranntmarkt. Oft habe ich überlegt, ob ich in Liberty hätte bleiben sollen. Aber...allein? Ich wäre nur mein eigener Gefangener gewesen. Und das Versteckspiel muss ein Ende haben! Ich werde all den Feindseligkeiten offen entgegentreten müssen!

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Fr 7 Aug - 22:13

Ich sehe regelrecht die Fragen in seinem Kopf aufblitzen, als er meint dass es nicht zu übersehen ist, wie es mir geht, und er erst gar nicht dannach zu fragen braucht. Dann bitte tue es nicht, hoffe ich in Gedanken. Auf meine Worte hin, dass ich zufällig in der Gegend war, und seine Leute anfangen zu lachen, weist Ram sie etwas in die Schranken, und schickt sie somit weg, da die Arbeit beendet sei. Anstand vor der jungen Lady. Hätte ich den doch vor mir selbst... Kühl stellt er fest, dass ich betrunken bin. Erzähl mir was , was ich nicht weiß, gebe ich von mir, und konzentriere mich genau auf einen Punkt vormir, damit sich die Erde vor mir endlich aufhört zu drehen. Wie peinlich muss ich eigentlich aussehen? Man sieht ihm an , dass ich ihn gerade ganz schön überfordere. Du bist echt eine Belastung für ihn. Siehst du nicht, dass er wichtigere Probleme als dich hat? Es wäre echt ein Wunder , wenn er sich jetzt nicht über mich lustig machen würde, oder sogar sagt , dass ich verschwinden soll.

Doch es passiert nichts. Sein Gesicht nimmt plötzlich einen Ausdruck an , den ich so noch nie von ihm gekannt habe. Er wirkt schon regelrecht verlegen , als er lächelt , und mitten in seinem Satz stockt . So kenne ich ihn gar nicht. Eine ganz neue Seite an ihm, schießt es mir durch den Kopf. Sein verlegenes Lächeln ist echt ansteckend, und auch ich ziehe für einen kurzen Moment die Mundwinkel hoch. Ob er mich zurückbringen soll, oder ob ich meinen Rausch hier ausschlafen will , fragt Ram, denn auf keinen Fall möchte er , dass ich so allein durch die Stadt laufe. Bild dir bloß nichts drauf ein, Sally. Noch bevor ich überhaupt überlegen kann, kommt der Teil des Gesprächs auf den ich gehofft habe zu verzichten. Natürlich hat er die Angst in meinen Augen gesehen. Er legt erneut seine Hände auf meine Schultern.Wie gern würde ich jemanden die Wahrheit erzählen. Wie gern würde ich sie dir jetzt, in diesem Augenblick erzählen. Nein ,quatsch, alles gut. Ich habe nur keine Lust ihn jetzt zu begegnen, in einem Zustand. Der würde ganz schön an die Decke gehen, winke ich ab.

Auf meiner Aussage hin, dass ich ihn und nicht Nick besuchen wollte, lacht Ram nur ungläubig und schüttelt den Kopf, und meint das mir gerade wohl keine bessere Ausrede eingefallen wäre. Er wäre der böse Technofreak,der gar nicht der Typ ist , der einfach so besucht werden würde. Seine Worte lösen in mir irgendwie eine Art Wut aus , was ich gar nicht verstehen kann. Das macht sein jungenhaftes Grinsen auch nicht wett. Auch wenn seine Worte nicht böse gemeint waren schaue ich ihn ernst und stirnrunzelnd an . Seine Worte ruckeln mich irgendwie wach. Ich solle mich lieber von ihm fernhalten? ernst blickt er an mir vorbei. Also dafür das du der böse Technofreak bist, stapelst du dich ganz schön tief , findest du nicht? Und überhaupt, was ist so abwegig daran, dass ich dich besuchen will ?Jeder andere würde vielleicht denken, dass du ein Freak bist , doch ich bin nicht jeder! Ich sehe immer noch einen total normalen Menschen vor mir, der ne´verrückte Zeit in seinem Leben gehabt hat, und die auch ganz schön bereuen tut. Du weißt doch was du getan hast , und du weißt auch dass die Leute immer mit dem Finger auf dich zeigen werden. Doch du musst entscheiden, ob du den Kopf hängen lassen willst, oder ob du das beste daraus machst. Es mag nur eine kleine unbedeutende Meinung sein, doch ich finde du hast schon längst damit angefangen , deine Fehler wieder gut zu machen. Sieh doch nur wie du uns Mallrats unterstützen tust, wie du mit aller Kraft versuchst das System in dieser Stadt wieder her zu stellen, ohne diesen ganzen Paradise Schwachsinn. Du hast den Leuten mit deiner Arbeit so viel zurückgegeben. Vielleicht kann man vieles nicht mehr zurückholen. Dann lass das verdamt nochmal Vergangenheit sein, glaub mir viele wären froh wenn... wenn sie alles von damals einfach so vergessen könnten. Hör auf , in der Vergangenheit zu leben. Der böse Technofreak von früher, den gibt es doch jetzt gar nicht mehr. Meine letzen Worte klingen leise und ich merke erst jetzt , dass ich ihn, während ich mich so in Rage geredet habe, die ganze Zeit tief in die Augen gesehen habe. Ich hole tief Luft, und fahre mir mit der Hand durch meine Haare. Gott , der Alkohol macht mich wirklich zu redwillig, gibt mir Mut.Mut, den ich schon lange hätte haben müssen. So viel habe ich noch nie Ram gegenüber von mir gegeben. Doch alles was ich gesagt habe ist wahr. Und ist es denn jetzt immer noch so merkwürdig, dass ein normaler Mensch, einen anderen normalen Menschen besuchen will`?Kurzerhand gehe ich an ihn vorbei Richtung Eingang des Hauptquartiers, und drehe mich noch einmal zu ihm um. Hast du vielleicht ´nen Kaffee da? frage ich knapp und locker. Ich habe keine Lust auf eine Moralpredigt von Amber oder Jay., füge ich noch hinzu, und bin schon dabei ins Gebäude zu gehen...



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Ram*
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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Sa 8 Aug - 21:23

Sally starrt vor sich hin, schwankt immer mal wieder und ich kann mir ihren Zustand absolut nicht erklären. Es muss etwas schlimmes passiert sein, dass sie sich so betrinkt. Und ich bin der falsche Ansprechpartner. Zwischenmenschliches liegt mir einfach nicht. Ich lächle sie deshalb verlegen und etwas überfordert an und frage sie, ob ich sie in die Mall bringen soll oder sie hier bleiben möchte. Sally erwidert das Lächeln leicht, antwortet mir aber nicht, was die Sache nicht gerade besser macht. Eindringlich sehe ich das junge Mädchen an, frage sie, ob das alles hier etwas mit Nick zu tun hat. Alles ist gut? Sie hat bloß keine Lust ihm so entgegenzutreten? Ich ziehe meine Augenbrauen zusammen und sehe sie misstrauisch an. Glaubst du wirklich, ich bin so blöd und nehme dir das jetzt ab?? Du hast Angst vor irgendetwas! Doch es hätte keinen Sinn, nun weiter nachzuhaken. Sie will ganz offensichtlich nicht darüber sprechen. Aber wie soll ich ihr dann helfen? Er würde an die Decke gehen? Ich nicke. „Oh ja, das würde er.“, raune ich leise. „Und vermutlich sogar zu Recht. Das hier ist immerhin eine ziemlich dumme Aktion, Sally.“, sage ich tadelnd. „Was wenn du in der Stadt irgendeinem Idioten in die Arme gelaufen wärst? Vergiss nicht, dass die Situation in der Stadt nicht ungefährlich ist.“ Vor allem bringt es einfach nichts, seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. Und sich in den Reality Space zu flüchten auch nicht!, ruft mir eine gehässige Stimme in meinem Kopf zu. Ich bin vielleicht der Letzte, der Sally für ihr Verhalten verurteilen sollte.

Als ich etwas belustigt darauf reagiere, dass sie ausgerechnet mich besuchen will, sieht Sally mich ernst an. Habe ich zuvor nachdenklich auf die Straße geblickt, wende ich ihr meinen Blick wieder zu, als sie ihre Stimme erhebt. Die Worte sprudeln wie ein Wasserfall aus ihr heraus, doch ich höre ihr aufmerksam zu. Ich staple ganz schön tief und in ihren Augen bin ich ein ganz normaler Typ? Es liegt allein bei mir, ob ich den Kopf in den Sand stecke, oder die Dinge erhobenen Hauptes angehe. Ich sehe sie überrascht an, doch ihre Worte tun verdammt gut. Ich bin schon längst dabei, meine Fehler wieder gut zu machen? Ram, sie ist total betrunken. Sie weiß doch gar nicht, was sie sagt. Sally sagt zum Schluss noch bestimmt, dass es den bösen Technik-Freak doch gar nicht mehr gibt. Ihre letzten Worte spricht sie sehr leise aus und sieht mir dabei direkt in die Augen. Ich erwidere ihren Blick ernst. „Wow...“, ist alles was ich nach ihrer kleinen Rede ungläubig herausbringe. „Tja...“, ich räuspere mich leicht. „Danke. Das klingt alles ziemlich plausibel. Ich bin also ein ganz normaler Typ ja?“ Ich grinse etwas und hätte derartige Worte nie von Sally erwartet. „Weißt du, manchmal weiß ich selbst nicht genau, wer ich eigentlich bin.“, sage ich ehrlich und frage mich im selben Moment warum ich ihr das auf die Nase binde. Vielleicht weil ihre Worte gut getan haben. Ich nun jemanden in ihr sehe, mit dem ich normal reden kann. Sie ist niemand, der in mir nur einen Verrückten ohne jegliche Gefühle sieht. „Vor meiner Zeit in Liberty war alles so klar. Ich war ein Techno. Ich wollte Macht. Ich habe mich in eine Scheinwelt geflüchtet um die Realität auszublenden. Und jetzt...ist mir das alles nicht mehr wichtig, verstehst du?“

Ob es immer noch so verwunderlich ist, dass ein normaler Mensch einen ebenso normalen Menschen besucht? Ich lächle leicht und schüttle etwas den Kopf. „Daran ist wohl nichts auszusetzen, schätze ich...“, Sie geht an mir vorbei, betritt den Eingangsbereich des Vero Centres und ich sehe ihr kopfschüttelnd nach. Merkwürdiges, junges Mädchen. Wer soll aus dir schlau werden? Ob ich einen Kaffee da habe? „Den besten, den du in dieser Stadt bekommen kannst.“, sage ich überheblich und schlendere langsam auf sie zu. Knapp erklärt sie noch, dass sie keine Lust hat sich eine Moralpredigt von Amber und Jay anzuhören. „Kann ich nachvollziehen.“, sage ich kühl. „Wenn du mich fragst, übertreiben sie es ein bisschen mit ihren Vorstellungen von Moral und Anstand. Wir sind alles nur Menschen.“ Ich komme bei ihr an und betrete dann mit Sally das Centre. Wir bahnen uns unseren Weg durch die Flure und ich überlege, ob ich sie mit in die Cafeteria nehmen soll. Und sie damit den Blicken weiterer Technos aussetzen? Ganz dumme Idee Ram!

Also steuere ich auf ein etwas abgelegen liegendes Zimmer zu und bleibe davor stehen. „Ich halte es für besser, wenn dich nicht jeder in diesem Zustand sieht.“, merke ich ruhig an, öffne die Tür und betrete mit ihr mein Privatgemach, deute auf eine große Couch. „Setz dich doch.“ Ich winke einen meiner Leute herbei, der kurze Zeit später mit einem Tablett und zwei Tassen Kaffee zurückkommt. Ich stelle dieses auf einen kleinen Tisch, reiche Sally eine Tasse und setze mich neben sie. Eine Weile sage ich gar nichts, sondern mustere sie nur. Ich kann nicht viel tun, wenn sie mir nicht sagt, was los ist. „Und jetzt sag mal..“, beginne ich also und starte einen neuen Versuch. „Was ist heute passiert, dass du unbedingt vergessen willst? Von mir erfährt niemand etwas. Und ich möchte dir helfen...“ Auch wenn ich in so etwas eine absolute Niete bin.

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   So 9 Aug - 0:08

Ram stimmt mir zu , als ich meine, dass wenn mein Bruder mich in so einem Zustand sehen würde, er an die Decke geht. Er versucht mir noch einmal klar zu machen, dass das was ich getan habe, nicht der richtige Weg war, und ich nicht vergessen sollte, dass die Situation in der Stadt sehr gefählich ist. Ich schaue zu Boden, und erwidere nichts darauf. Oh man, wie recht er hat. Noch mehr fühle ich mich wie eine totale Versagerin. Total schäbig , wie ich mich benehme. Dabei wollte ich doch einfach nur alles vergessen. Jetzt weiß ich , dass das nicht funktioniert, Im Gegenteil. es hat alles nur noch schlimmer gemacht. Wieso drehst du dich nicht einfach um , gehst weg und ersparst ihm somit deinen Anblick? Er hat sicher wichtigere Dinge zu tun als sich mit einem besoffenem Mädchen herum zu schlagen.

Nachdem ich meinen Redeschwall beendet habe , bemerke ich , dass Ram mir die ganze Zeit aufmerksam zugehört hat. Ihm ist das Erstaunen über meine Worte regelrecht anzusehen. Zuerst bekommt er nur ein "Wow" raus . Schnell wende ich meinen Blick von ihm ab,als er sich bei mir bedankt. Ja , das bist du , entgegne ich darauf, dass er ein ganz normaler Typ sei. Und wenn du machmal nicht so unglaublich viel mit deiner Arbeit beschäftigt wärst, sogar ein recht lockerer und unterhaltsamer Typ. Ich lache auf. Oh, Sally , der Alkohol... Manchmal weiß er selbst nicht wer er eigentlich ist? Mein Blick wandert wieder zu ihm . Wieso spricht er mir gerade verdammt nochmal aus der Seele? Tja , ich würd´sagen, da sind wir schon zwei, sage ich seufzend , und grinse leicht.

Er erzählt mir , dass vor der Zeit in der er in Liberty war, ihm alles so klar erschien, und dass ihm das jetzt alles nicht mehr so wichtig war. Ich würde sagen, es war genau das Richtige. Etwas besseres konnte dir doch gar nicht passieren, oder? Du bist aus der virtuellen Welt ,in der richtigen angekommen. Hier kannst du nicht einfach auf Reset drücken , und alles fängt nochmal von vorne an. Im richtigen Leben driftest du ab, triffst Entscheidungen, die der schwer fallen, schlägst andere Wege ein. Und genau das macht doch das Leben aus. Du weißt nie was morgen passiert, was eigentlich recht spannend sein kann. Wenn du ein Computerspiel einmal durchgespielt hast, ist es doch langweilig, wenn sich alles wiederholt. Nach einiger Zeit braucht man was neues.

Schließlich hat er nichts mehr dagegen einzuwenden, dass ich ihn besuche, und als ich mich schon kurz vor dem Eingang befinde, und ihn frage ob er Kaffee da hat, antwortet er überheblich, dass ich hier den besten der Stadt bekommen kann. Davon überzeuge ich mich mal lieber selbst, gebe ich frech grinsend von mir , und trete , gefolgt von Ram, in das Innere des Vero Centre´s. Der Sache mit Amber und Jay stimmt er mir zu, da Ram findet, dass sie es mit Moral und Anstand etwas übertreiben würden, da wir ja schließlich alle nur Menschen wären. Kurz bleibe ich stehen, sehe ihn überrascht und annerkennend an. Und genau das darfst du nicht vergessen. Ich kloppfe ihm gegen die Schulter, zwinkere ihm zu, und gehe dann wieder weiter. Er weiß was ich meine.

Ich hatte damit gerechnet, dass wir uns in die Cafeteria , oder in die Lobby setzen, doch Ram geht auf eine andere Tür zur, und erklärt mir auch gleich warum. Natürlich , wäre mir auch peinlich , wenn ich vor meinen Leuten mit einer besoffenen Göre auftauchen würde, geht es mir durch den Kopf. Klingt vernünftig, meine ich nur und nicke. Das muss wohl sein Zimmer sein, denke ich , als ich den großen Raum betrete. Mit großen Augen lasse ich meinen Blick langsam durch den Raum gleiten. Das nenne ich mal sauber, entfährt es mir und ich gehe langsam ein paar Schritte weiter hinein. Ich habe noch nie ein Zimmer gesehen, dass so sauber und aufgeräumt war. Wie aus einer Werbung für Möbelhäuser. Ich drehe mich zu Ram um , und beiße mir auf die Lippe. Nein Sally, frag nicht. Doch mein Mund bewegt sich schon. Was würde passieren, wenn ich hier drin... sagen wir mal etwas umstoßen würde? Würdest du dann ausrasten oder so? Meine Augen kneife ich etwas zusammen und sehe ihn an. Schon oft habe ich gehört , das er eine regelrechte Phobie gegen Schmutz und alles was mit Bakterien zu tun hatte, haben würde. Ob dies allerdings aber immer noch so war , interessiert mich halt.

Er deutet auf die Couch woraufhin ich mich draufsetze, während ein Techno mit einem Tablet kurz den Raum betritt , und dann wieder verschwindet. Ram reicht mir eine, und ich nehme die Tasse dankend entgegen. Der Kaffee ist noch ordentlich warm, und meine kalten Hände fühlen sich gleich viel besser an. Kurz puste ich in die Tasse hinein, nur um dannach einen kräftigen Schluck heraus zu nehmen. Genießerisch schließe ich die Augen. Du hast nicht zu viel versprochen, gebe ich von mir, und stelle meine Tasse auf den kleinen Tisch. Noch immer ist mir etwas schwindelig , dennoch fange ich langsam wieder an , mich auf die Dinge zu konzentrieren. Plötzlich erhebt Ram seine Stimme, und fragt mich, was heute denn passiert war, ich könnte es ihm ruhig sagen, er würde es für sich behalten. Heute? Ich lache spöttisch auf ,stehe auf, und gehe auf die Regale zu. Seine Art macht mich plötzlich ganz unruhig. Frag lieber , wann zum Glück mal nichts passiert ist.Wow , ganz schön viel Computerkram. Ich versuche abzulenken. Meine Finger gleiten über die Fächer mit den Cdroms. Du sagtest vorhin etwas von Moral und Anstand. Es gibt Menschen, die besitzen sowas erst gar nicht. Vor nichts....und vor niemandem Sags ihm! , brüllt eine Stimme ihn mir.

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   So 9 Aug - 12:28

Sally blickt nach meinen tadelnden Worten zu Boden. Doch ich sehe sie nur weiterhin ernst an. Ich habe lediglich die Fakten auf den Tisch gelegt. Sie hat versucht, vor, was auch immer, zu fliehen und hat es dadurch nur noch schlimmer gemacht. Ich hoffe wirklich, du hast etwas daraus gelernt, Süße und dass es sich nicht wiederholen wird. Man kann seinen inneren Geistern nicht entfliehen. Egal was man auch versucht. Niemals! Nachdem ich mich bei Sally für ihre Worte bedankt habe, wendet sie erneut ihren Blick von mir ab. Ich frage mich langsam wirklich, warum sie mich angeblich besucht hat, wenn sie es nicht einmal ein paar Sekunden schafft, mich anzusehen. Sie bestätigt einmal mehr, dass ich ein ganz normaler Typ in ihren Augen bin. Kein Freak. Kein Verrückter. Und wenn ich nicht so viel arbeiten würde, sogar ein unterhaltsamer Typ? Ich lache ebenfalls leise und hebe meine Augenbrauen an. „Sally, Sally...“, raune ich und schüttle amüsiert den Kopf. „Der Alkohol ist dir ganz schön zu Kopf gestiegen was?“ Erst als ich ihr offenbare, dass ich mich selbst kaum kenne, sieht sie mich wieder an. Ich sehe in ihre Augen, in denen sich ein schwarzer, unergründlicher See widerpiegelt. Sie ist ein einziges Geheimnis. Und ich weiß nicht, ob überhaupt irgendjemand dieses Mädchen wirklich kennt. Da sind wir schon zwei? Ich lächle sie schief an und nicke. „Warum überrascht mich das jetzt so ganz und gar nicht...“, sage ich leise, eher zu mir selbst.

Erneut höre ich der Dunkelhaarigen aufmerksam zu. Ich bin in der Realität angekommen? Es macht das Leben aus, dass wir nicht einfach auf Reset drücken können, sondern nie wissen was am nächsten Tag geschehen wird? Computerspiele wiederholen sich, werden langweilig. Das Leben nie? Ich mustere das Mädchen nachdenklich. „Weißt du was, Sally? Du bist ein verdammt cleveres Mädchen.“, sage ich leise und lächle dann. „Die Realität ist...ziemlich verrückt, ja.“, bestätige ich und grinse etwas. „Aber auch verdammt schmerzhaft. Ich würde einige Dinge so gerne ungeschehen machen.“ Wieder sehe ich ernst auf die vor mir liegende Straße. Wie gerne würde ich Java wieder zurückholen. Die Reset Taste drücken oder zumindest die Zeit zurückspulen. Vielleicht würde ich dann etwas anderes, klügeres sagen. Würde die Kraft haben, sie davon abzuhalten auf Ebony zuzustürmen. Sie war kein böser Mensch. Nur verletzt und verbittert. Sie hätte nicht sterben dürfen. Ich sehe sie neben mir liegen. In der Scheune, nahe Liberty. Sie war die erste und bisher einzige Frau, mit der ich in der Realität geschlafen habe. Und es war...unglaublich schön. Es tut mir leid, Javi...ich hätte stärker sein müssen! Wenn du wüsstest, was für eine Leere du in mir zurückgelassen hast.

Ich seufze leise und sehe dann wieder zu Sally. „Wie auch immer. Egal was auch passiert, das Leben geht weiter. Auch wenn einige Menschen darin fehlen, nicht wahr?“ Ich knabbere leicht an meiner Unterlippe und versuche mich an einem aufmunternden Lächeln, doch es misslingt mir kläglich. Sally steuert nun auf das Centre zu und sagt mir frech grinsend, dass sie sich von der Qualität des Kaffees lieber selbst überzeugt. Ich ziehe die Augenbrauen hoch. „Nur zu.“, entgegne ich selbstsicher und schlendere dann auf sie zu, betrete mit ihr das Gebäude. Nach meinen Worten, dass wir alle nur Menschen sind, bleibt Sally kurz stehen und klopft mir kumpelhaft auf die Schulter. Das darf ich auch nie vergessen? Ich sehe sie überrascht an. Warum ist ihr das so wichtig? Es kommt mir so vor, als würde sie mich irgendwie kennen. Als könne sie in mich hineinschauen. Als...wäre ICH ihr wichtig?? Komm schon Ram, mach dich nicht lächerlich! Sie ist nicht Herr ihrer Sinne. Nüchtern wäre sie ganz anders! Für sie ist es okay, dass ich sie vor den Blicken der anderen etwas abschirme, also betreten wir mein Privatgemach. Es ist sehr geräumig und penibel rein gehalten, was Sally auch sogleich anmerkt. Ich sehe sie an. „Soviel zu...ich habe mich geändert.“, sage ich grinsend. „Manche Angewohnheiten legt man wohl nie ab.“

Ich folge ihrem Blick zu den langen Regalreihen mit unzähligem Computerkram darin, dem Schreibtisch, dem großen Bett und schließlich zur Couch. Was passieren würde, wenn sie was umstoßen würde? Ob ich dann ausraste? Ich lache leise und sehe sie an. „Früher wäre ich dir dann an die Gurgel gegangen, ja.“, gebe ich offen zu. „Mittlerweile könnte ich damit leben. Brady war mir eine gute Lehrmeisterin. Also..kannst du dich unbedarft hier bewegen.“ Immerhin geht bei dem kleinen Wirbelwind ständig was zu Bruch oder das Essen landet einmal mehr auf dem Boden. „Anfänglich war sie mir deshalb ziemlich unheimlich. Ich wusste einfach nicht, wie ich ihr gegenübertreten sollte, habe Abstand zu ihr gehalten. Aber mittlerweile....“, ich höre auf zu reden und zucke nur mit den Schultern. Mittlerweile genieße ich es, mit der Kleinen zusammen zu sein. Gott...bist du komisch geworden, Ram! Trudy erscheint vor meinem inneren Auge, doch ich verbanne sie aus meinen Gedanken. Viel zu kompliziert, Ram! Ich setze mich neben sie, reiche ihr den Kaffee. Klar, habe ich dir nicht zuviel versprochen, denke ich nach ihren Worten selbstsicher. Als ich sie frage, was passiert ist, lacht sie nur belustigt auf. Heute? Ihr scheint es schon länger nicht gut zu gehen. Meine Augen beobachten sie, während sie aufsteht und nun an den Regalen entlang wandert. Ganz schön viel Computerkram? Ähh...

Ich stehe abrupt auf und bin mit schnellen Schritten bei ihr, nehme ihre zarte Hand in die meine, um sie daran zu hindern, auch nur irgendwas anzufassen. Die hochsensiblen Datensätze könnten so zumindest teilweise runiert werden. „Ja richtig...und...du lässt schön deine hübschen Fingerchen davon, Sallylein“, sage ich und zwinkere ihr dennoch freundlich zu. „Hochsensibel, du weißt schon.“ Außerdem sind da auch ein paar Sachen mit der Aufschrift „Paradise“, „Reality Space“ und „Brainwash“ dabei, doch ich hoffe sie hat es nicht gesehen. Und selbst wenn...vielleicht lässt der Alkohol sie das alles wieder vergessen. Ich konnte diese Daten einfach noch nicht entsorgen. Mein ganzes bisheriges Leben habe ich an die Entwicklung vergeudet. Würde ich sie zerstören, würde ich auch mein früheres Leben auslöschen, sinnlos werden lassen. Es war sinnlos, Ram! Ich versuche sie etwas von den verräterischen Fächern wegzuziehen, doch sie ist ziemlich hartnäckig. Ich lächle gespielt unschuldig. Komm schon, lenk sie ab! Doch bevor mir was bahnbrechendes einfällt, ist sie es, die ihre Stimme erhebt.

Es gibt Menschen, ganz ohne Moral und Anstand? Sie haben keine Skrupel..vor nichts und niemandem? Kurz blitzt Mega in meinen Gedanken auf. Meine Miene wirkt besorgt, als ich sie ansehe. Ich bemerke, dass ich ihre Hand immer noch festhalte und lasse diese schnell los. „Und...weiter...?“, frage ich langsam. Meint sie damit Nick?! „Sally, wenn du solche Leute kennst. Dann gehe ihnen aus dem Weg!“, sage ich dann ziemlich eindringlich. „Sie machen dich kaputt, früher oder später. Hast du mit Trudy darüber gesprochen? Oder mit jemand anderem? Die Mall Rats können dir helfen, egal was vorgefallen ist.“ Ich sehe sie an und streiche ihr kurz beinahe liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Jedoch eher wie ein besorgter großer Bruder, denn wie ein Liebhaber. „Mach keine Dummheiten, hörst du?“

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   So 9 Aug - 13:58

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   So 9 Aug - 15:08

Ich wäre ein verdammt cleveres Mädchen? Wieso bin ich dann bloß wieder zurück in die Stadt gekommen? Habe ich wirklich gedacht, dass sich dann Alles ändern würde? Noch könntest du sie verlassen, doch es würde nicht lange dauern, bis Er dich finden würde..Mir wäre der Alkohol zu Kopf gestiegen. Anscheinend nimmt er mir meine Worte doch nicht so ganz ab. Doch eigentlich ist das die Wahrheit, und ich meine jedes Wort genauso. Die Realität  wäre verrückt?  Ja, verrückt. Das ist sie .  Für einen Moment nehmen meine Augen einen nachdenklichen Glanz an, und auch Ram scheint im Moment an irgendwas zu denken, denn sein Blick wirkt ernst. Er würde so viele Dinge gerne ungeschehen machen. Ein Kloß bildet sich in meinem Hals, den ich  versuche, mit aller Kraft herunter zu schlucken. Wie wahr seine Worte sind. Doch, was ist es ,was ihn so beschäftigt? Wir haben alle geliebte Menschen in unserem Leben verloren, doch bei ihm wirkt es gerade fast so , als ob es noch nicht allzu lange her ist, dass er jemanden gehen lassen musste. Plötzlich wird mir klar, wie wenig wir uns eigentlich kennen...

Meine überraschten Blicke seines so sterilen Zimmers bemerkt er schnell, meint , das man manche Angewohnheiten wohl nicht so ganz ablegen könnte, und dass er mir früher an die Gurgel gegangen, wenn ich irgednetwas umgestoßen hätte. Außerdem war hm Brady,  eine gute Lehrmeisterin. Ich muss grinsen. Es war wirklich nicht leicht für Ram sich an die Kleine zu gewöhnen. Man merkt , dass du sie ins Herz geschlossen hast, und sie dich ebenso, entgegne ich auf seine Worte. Außerdem kann man von Kindern vieles Lernen, finde ich. Sie sehen die Dinge wie sie wirklich sind. Wer weiß , vielleicht sehen sie noch mehr als die Älteren.

Als ich meine Finger durch die Fächer seiner Regale mit den Cdroms wandern lasse, und gerade dabei bin, eine aus dem Regal heraus zu nehmen, steht Ram plötzlich wie aus dem Nichts neben mir , und meint freundlich dass ich meine Finger davon lassen soll , da die Sachen hochsensibel sind. Hmmm, hochsensibel  also , ja? , meine ich mit eindringlich gespieltem Blick. Dann sollte ich wohl besser meine Hände davon lassen, flüstere ich und schmunzele. Was verbirgt er da bloss?

Doch weiter über seine Geheimnisse nachdenken kann ich nicht , denn als er meine Hand in seine nimmt, um mich davon abzuhalten, seine Technik Sachen weiter zu berühren, schau ich überrascht zu ihm auf, direkt in seine Augen. Mein Herz fängt plötzlich an schneller zu schlagen, und ich werde leicht nervös. Oh oh, das ist nicht gut. Apropos Brady. Trudy, sie ....vermisst dich ganz schön. Ich versuche dabei ihn anzulächeln, als ich das sage, doch mir ist gerade so gar nicht nach Lächeln zumute, im Gegenteil. Trotzdem war es ausnahmsweise mal das Richtige, das zu sagen, Sally.  Du... du solltest sie mal besuchen gehen. Sie und die Kleine würden sich bestimmt freuen.

Mit meinen angedeuteten Worten , über Menschen , die weder Moral noch Anstand besitzen würden, antwortet er, ich solle denjenigen aus dem Weg gehen. Das ist nicht so einfach, wie du denkst, entgegne ich leise. Du hättest es aber einfach haben können, erinnert mich mein Kopf. Sie würden mich kapputt machen?Bin ich das nicht schon längst? Ram bemerkt , dass er immer noch meine Hand  hält, und lässt sie dann schnell los, fragt, ob ich denn schon mit Trudy darüber geredet habe. Kopschüttelnd sehe ich ihn an. Nein , das habe ich nicht .Ich habe  eigentlich noch nie so richtig mit jemandem darüber gesprochen.Naja generell rede ich eigentlich ziemlich wenig...bis jetzt jedenfalls. Doch vielleicht hast du recht . Liebevoll streicht er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, und meint ich solle keine Dummheiten machen. Ich nicke, und gehe langsam wieder rüber zum Sofa, um durch zuatmen, und nehme einen weiteren Schluck aus meiner Tasse.[/color]

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Mo 10 Aug - 22:21

Sally stimmt mir zu, dass die Realität absolut verrückte Züge annehmen kann. Auch wenn meine eigenen Gedanken für einen Moment abdriften, bemerke ich, dass auch die Dunkelhaarige etwas mit diesen Worten verbindet. Wir alle haben eben unsere Lasten zu tragen. Auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Ich komme auf Brady zu sprechen und ein kurzes Grinsen huscht über Sallys Lippen. Man merkt, dass sie mir wichtig ist? Ich bin es ebenso für sie? „Ist das so?“, frage ich etwas überrascht. „Keine Ahnung. Ich schätze sie sieht zeitweilig einen Spielkumpanen in mir, der ganz in Ordnung ist. Das ist alles.“, ich lache leise. „Weißt du...Kinder waren für mich immer ein rotes Tuch. Kleine, wuselige Monster.“ Ich muss an Lottie denken und an Rubys Standpauke, als ich die Kleine beinahe verprügelt hätte, als sie mal wieder etwas aus meinem Zimmer stehlen wollte. Kinder sehen die Dinge wie sie wirklich sind? „Hört, hört...“, sage ich leicht amüsiert und mustere Sally. „Weise Worte. Ob sie jedoch stimmen oder nicht, kann ich dir nicht sagen. Kinder gehören wohl zu meinen am wenigsten erforschten Gebieten. Und das wird auch so bleiben.“, ich zwinkere ihr kurz zu.

Brady ist wirklich toll, aber ich finde diejenigen sollten Kinder haben, die irgendwie eine Begabung dafür haben. Mir fehlt sie gänzlich. „Was ist mit dir? Hattest du viel mit kleineren Kindern zu tun? Deine Worte wirken so, als hättest du Erfahrung mit ihnen.“ Als sie sich in den Regalreihen umsieht und ihre Finger über die beschrifteten Kartons wandern lässt, stehe ich plötzlich neben ihr und versuche sie davon abzuhalten, weiter in den vielen verräterischen Fächern zu stöbern. Geheimnisvoll schmunzelt sie mich an. Hochsensibel? Ich runzle leicht die Stirn. Hat sie jetzt doch gemerkt, dass ich etwas zu verbergen habe?? Ich nicke jedoch leicht, als sie wiederholt, sie solle wohl die Finger davon lassen. Allerdings. Das hier, kann in den falschen Händen mehr Zerstörung anrichten, als eine Atombombe. Dann vernichte es! Ich...kann...es...nicht!! Ich nehme flink ihre Hand in die meine, um sie daran zu hindern, irgendetwas aus meiner schier endlosen Sammlung anzufassen und eventuell unbrauchbar zu machen. Ihr Gesichtsausdruck ändert sich schlagartig. Sie sieht mich überrascht an, starrt mir in die Augen. Ich erwidere ihren Blick, jedoch liegt in meinen Augen unverständnis. Was...war das jetzt?! „Alles...okay?“, frage ich vorsichtshalber nach und könnte mich dafür im selben Moment ohrfeigen. Ram du bist manchmal echt ein Trottel! Nein, eigentlich immer! Ein emotionaler Krüppel, trifft es wohl am ehesten.

Ich schiebe ihr Verhalten aber munter weiter auf den Alkohol. Das ist die einfachste Erklärung für das alles hier. Ihr Auftauchen. Ihre seltsamen Blicke. Ihre Redseligkeit. Sally stammelt plötzlich etwas von Trudy. Sie vermisst mich?! „Meinst du?“, frage ich ungläubig. Oder sagt sie jetzt nur irgendetwas um mich abzulenken? Ich sollte Trudy mal besuchen? Ich sehe sie an, als wäre mir das Thema unangenehm und nicke nur knapp. „Oh...ja...vielleicht.“, sage ich abwiegelnd und sehe mich etwas nervös im Zimmer um. Ganz schlechtes Thema! Ich habe einfach das Gefühl, dass es nicht funktionieren würde. Ich habe hier eine Menge zu arbeiten und ihre Freunde würden mich an ihrer Seite kaum akzeptieren. Andernfalls...genieße ich jedes Mal aufs neue ihre Nähe und sie ist...einfach wunderschön. Ram, reiß dich zusammen. „Es ist kompliziert, weißt du? Willkommen im Leben.“, versuche ich das ganze mit einem Grinsen zu überspielen. Ich habe vorerst beschlossen einen großen Bogen um die Frau zu machen, die sich wie ein Virus in mein Betriebssystem geschlichen hat und dieses auf zugegebenermaßen positive Weise völlig durcheinander bringt. Es ist nicht so einfach, skrupellosen Menschen aus dem Weg zu gehen? „Was soll das heißen?“, frage ich ziemlich streng und mäßige meine Stimme schnell wieder. Doch ich will nicht, dass sie von Typen wie Mega herumgeschubst wird.

“Ich glaube du weißt, dass ich eher auf Fakten, als auf schwammige Andeutungen stehe. Und wenn ich dein Verhalten mit deinen Worten in Gleichklang bringe dann...frage ich mich ernsthaft..ob dein Bruder seine Finger bezüglich deiner kleinen Misere im Spiel hat.“, drücke ich mich sehr kompliziert aus. „Nick?“, ich ziehe bleicht die Augenbrauen hoch. „Komm schon, du hast Angst vor ihm. Du wolltest ihn hier nicht antreffen. Warum?“ Na, was hast du jetzt als Ausrede auf Lager. Ich sag doch...ich bin ein unangenehmer Gesprächspartner. Sie offenbart mir, dass sie noch mit niemandem darüber geredet hat. Und dann...mit mir? Na, herzlichen Glückwunsch, Sally. Da hast du dir ja genau den richtigen ausgesucht. Immerhin meint sie, dass es ganz gut wäre sich jemandem aus der Mall anzuvertrauen. Sie bestätigt mir, dass sie keine Dummheiten machen wird und geht zurück zum Sofa. „Das hoffe ich wirklich Sally...", raune ich leise, während ich die Kartons, die bei ihrer Berührung um ein paar Millimeter verschoben wurden, wieder an den rechten Platz rücke. Ich blinzle zufrieden als alles wieder am rechten Fleck ist. "Was mach ich denn jetzt mit dir..mhm?", frage ich sie und setze mich wieder neben sie. "Willst du dich ausruhen?"

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Di 11 Aug - 1:15

Etwas überrascht blickt Ram mich an , und fragt, ob dass denn wirklich so ist,  dass man es sehen könnte, dass Brady ihm wichtig ist. Also man merkt es schon.  Sie sieht einen Spielkamerad in ihn, der ganz in Ordnung zu sein scheint. Ich lächele zurück , als ich mich daran erinnere , wie er sie bei der ganzen Aufregung in der Mall meist gut ablenken konnte. Nach zeitweilig wirkte das nicht , aber den Gedanken behalte ich lieber für mich.  Gibs doch zu , du magst sie sehr. Und nicht nur sie...Kinder waren immer ein rotes Tuch für ihn. Ich  verziehe kurz mein Gesicht und runzele die Stirn. Dann vergiss aber nicht, dass du selbst mal eins warst. Bei dem Gedanken daran, wie  Ram wohl als Kind war muss ich automatisch lachen, und das liegt jetzt ausnahmsweise mal nicht am Alkohol. Die Vorstellung  ist einfach nur witzig. Amüsiert mustert er mich . Meine Worte wären weise, dass man von Kindern vieles anders sehen, und sogar darüber hinaus, doch für ihn allerdings gehören sie zu unerforschten Gebieten. Mit einem Zwinkern fügt er hinzu, dass das auch so bleiben wird. Darauf nicke  ich nur lächelnd . Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er der Verantwortung für einen anderen kleinen Menschen gewachsen ist. Auch wenn ich gern mit Kindern zusammen bin, könnte ich mich auch nicht unbedingt als Mutter sehen. Ich weiß nicht , wie es in zehn Jahren sein wird, aber das weiß keiner.  Und außerdem werde ich erst 17 , also noch viel zu früh um sich Gedanken darüber zu machen, entgegne ich locker.

Wir bleiben noch kurz bei dem Thema, und Ram fragt mich, ob ich viel mit Kindern zu tun hatte, da es schon erfahren klingen würde , wie ich über sie rede. Ich stecke meine beiden Hände in die Hosentaschen, und schlendere noch etwas vor seinen Regalen auf und ab. Achte aber nicht wirklich auf die Aufschriften der einzelnen Sachen. Bevor ich ganz in die Stadt zurückgekommen bin, habe ich für einige Zeit bei einem Tribe gelebt. Naja , eigentlich kein richtiger Tribe, aber sie waren eine  Gemeinschaft. Es waren ein paar junge Frauen , sie alle waren Mütter . Als ich bei ihnen gelebt habe , konnte ich mich viel mit kleinen Kindern beschäften, erzähle ich ihm . Es kommt mir vor als hätte ich die Zeit vergessen, dabei war sie noch gar icht so lange her. Vielleicht hätte ich doch mit ihnen weg gehen sollen...

Als ich gerade etwas aus seinem Regal hervor holen wollte, kam er schnell auf mich zu und wollte dies sogleich verhindern. Bleib locker, noch habe ich nichts berührt. Und keine Angst, das werde ich auch nicht. Wir wollen ja nicht , dass du einen kleinen Rückfall bekommst , und mir doch an die Gurgel springst. Obwohl ich allerdings bezweifle, dass du das schaffen würdest, gebe ich nekisch grinsend von mir, und blinzele ihn an.

Nachdem Ram meine Hand in seine nahm, nur um ja nichts anzufassen, hat er anscheinend meinen Blick gemerkt. Ohje, was machst du jetzt ? Er sieht mich an , mit einem Ausdruck der Verwirrtheit austrahlt. Dennoch erwidert er meinen Blick. Fragend wendet er sich an mich, ob alles ok sei, sieht dabei aus als hätte er für sich selbst etwas total bescheurtes gesagt. Im Moment habe ich Glück , denn er scheint es tatsächlich nicht bemerkt zu haben, und ich schwöre mir im nächsten Moment auch gleich, dass es gar nicht mehr soweit kommen wird , dass  er etwas bemerken sollte.   Alles gut, lächele ich .

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er so nervös wird , nachdem ich Trudy erwähne.Ob ich meinen würde, dass sie ihn vermisst. Klar, antworte ich leise, denn das Thema scheint ihm unangenehm zu sein, was er mir auch gleich bestätigen tut damit , dass es kompiziert wäre. Nachbohren möchte ich  dennoch nicht. Man merkt ihm aber an , dass ihm die Sache schon lange beschäftigen tut.

Eine kurze Andeutung von mir hat schon gereicht , um ihn langsam jedes Puzzleteil zu zu spielen. Plötzlich wirkt er nicht mehr wie der nette Junge. Sein Blick ist streng und ernst, seine Miene unergründlich. In seinem Kopf scheint es wohl gerade auf Hochtouren zu arbeiten, als er in den Raum wirft, dass er sich fragen würde, ob Nick etwas  damit zu tun habe, weshalb ich so bin. Warum ich ihn nicht hier antreffen wollte? Ob ich Angst vor ihm hätte. Ich gehe  zurück zum Sofa , setze mich hin und halte immer noch meine Tasse in der Hand , stelle sie aber schnell wieder ab, denn bei dem nervösen Zittern , was mein Körper jetzt beschleichen tut, wäre sie tatsächlich zu Bruch gegangen. Nein , ich kann das nicht! Meine Seele macht sich mal wieder bereit zur Flucht, das spüre ich.  Zu viele Gefühle auf einmal . Immer noch habe ich ihn keine Antwort gegeben, darauf , warum ich Nick hier nicht antreffen wollte. Er schiebt ein paar Kartons, die ich berührt habe zurecht,murmelt etwas vor sich hin, und setzt sich dann wieder zu mir aufs Sofa. Was er jetzt mit mir machen soll  . Ob ich mich  ausruhen will? Ram? Ich sehe ihn an . Weißt du , ich mag dich, doch das alles war ne´wirklich ziemlich doofe Idee von mir ausgerechnet hier her zu kommen. Ich springe auf. Lass uns einfach so tun, als ob das Gespräch hier nie statgefunden hätte. Vergiss es einfach , ok . Tut mir leid, dass ich deine Zeit verschwendet habe. Mit diesen Worten laufe ich zur Tür , und renne so schnell ich kann aus dem Vero Centre heraus.

Was habe ich getan , was ist los mit mir? Ich komme mir vor wie in einem schlechten Traum.
Ich laufe und laufe. Es war wirklich eine miserable Idee sich zu betrinken.  Taubheit hat meinen Körper umhüllt, und ich bekomme überhaupt nicht mehr mit, in welchem Gebiet ich mich eigentlich noch befinde. Warum fall ich nicht einfach tot um, so müsste ich mir das ganze Bereuen jetzt ersparen. Bereust du es wirklich, dass du das erste Mal seit langem so ausgiebig  mit einem Menschen sprechen konntest? Du hast zu ihm gesagt, dass er sich dem Leben und der Welt da draußen stellen soll, und wieso verdammt noch mal tust du es denn nicht? In der nächsten Straße biege ich ab und finde mich plötzlich auf  einem alten Spielplatz wieder, der komplett leergefegt ist. Ich steuere auf eine Bank zu , und kauere mich einfach zusammen. Mein Herz bekommt langsam sein Ryhtmus zurück , wärend ich einfach nur vor mich hinstarre. Er denkt jetzt bestimmt ich sei total verrückt geworden. Tja, das würde er nicht denken , wenn du es ihm erzählt hättest....

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Mi 12 Aug - 22:00

Man merkt es also, dass Brady mir wichtig ist? Seit wann, bin ich so leicht zu durchschauen?, denke ich etwas missgestimmt. Ram...du solltest deine Gefühle in Zukunft wieder besser verbergen. Gefühle sind...etwas für Versager. Sie lassen einen irrational denken und lenken nur ab. Und das kann ich mir momentan nicht leisten! Als ich sage, dass Kinder stets ein rotes Tuch für mich waren, runzelt Sally leicht die Stirn. Diese Aussage scheint ihr gar nicht zu gefallen. Ich darf nicht vergessen, dass ich ebenso mal eines war?? Sie lacht leise und ich lächle etwas verkniffen. „Ich war tatsächlich nie eins, Sally.“, sage ich sachlich und ernst, führe das ganze aber nicht weiter aus und hasse es, dass mein Vater kurz vor meinem inneren Auge auftaucht. Der Stratege, der General. Derjenige, der seinen Sohn seit seiner Geburt gedrillt hat. Aber die Dinge sind, wie sie sind. Ich kann es nicht mehr ändern und ich werde mich davon sicher nicht runterziehen lassen. Jeder muss selbst wissen, ob er Verantwortung für ein kleines Wesen übernehmen will? Ich nicke knapp, immerhin ist das ganze kein großes Thema für mich. „Oh ja...in dieser Welt sollte man sich wirklich zweimal überlegen, ob man ein Kind großzieht oder nicht. Die Ressourcen sind knapp, diese Frauen kämpfen jeden einzelnen Tag um ein bisschen Lebensqualität für ihre Kinder.“

Trudy blitzt vor mir auf. Ich bewundere sie, für ihre Kraft. Wie sie, sind viele ungewollt schwanger geworden. Das lässt sich in diesen Zeiten kaum verhindern. Die Dunkelhaarige teilt zum Glück meine Meinung und meint, sie wäre zu jung um an so etwas zu denken. Allerdings, Sallylein. Sie schlendert nun die Regalreihen entlang und beantwortet meine letzte Frage zu dem Thema. Sie hat in einer Gemeinschaft, bestehend nur aus Müttern gelebt? Scheinbar hat sie in der Zeit viel auf deren Kinder aufgepasst. „Wo sind diese Leute jetzt?“, frage ich interessiert nach. „Warum bist du nicht bei ihnen geblieben?“ Ich stelle mir das ziemlich unheimlich vor. Alles nur Frauen? Vermutlich gab es dort Zickenkriege ohne Unterlass. Und an das viele Geschnatter will ich auch gar nicht erst denken. „Hatten...sie was gegen Männer?“, frage ich dann noch entschuldigend lächelnd nach. „Nur so ne Frage...ich meine...klingt doch irgendwie seltsam, alles...Frauen.“ Als ich sie daran hindere, etwas zu berühren, sieht sie mich nur frech an. Ich soll mal locker bleiben? Ich würde es eh nicht schaffen ihr an die Gurgel zu gehen. Ich lache leise. „Sieh an, du hälst mich also für einen Schwächling, ja?“, ich seufze theatralisch und sehe sie gespielt traurig an. „Ja..ja...das habe schon ganz andere getan.“ Und es bitter bereut! „Aber in einem hast du Recht, ich werde niemals handgreiflich dir gegenüber sein, egal was du freches Ding auch anstellen wirst.“, ich zwinkere ihr kurz zu.

Als ich ihre Hand nehme und Sally mich so seltsam ansieht, antwortet sie nur, dass alles okay ist. Ich nicke leicht. Ich werde ernst und energischer, als dass Thema auf Menschen zu sprechen kommt, die keine Skrupel kennen. Scheinbar hat Sally mit so jemandem zu tun und leidet schrecklich darunter. Ich frage sie, ob Nick hinter dem ganzen steckt, sie soll mir sagen, warum sie Angst vor ihm hat. Wenn ich herausbekomme, dass du Sally etwas angetan hast, Nick..dann wird dir das...sehr...leid tun. Und ja auch ich kann ziemlich ungemütlich werden, wenn mir etwas gegen den Strich geht. Ich sehe mit einem strengen Blick zu Sally und mustere sie. Sie sitzt auf der Couch, ihre Hände zittern, sie wirkt nervös. Komm schon, sag mir was los ist! Wenn es Nick ist, dann werde ich eigenhändig dafür sorgen, dass er dich in Ruhe lässt. Halt mich für einen Schwächling, Sally. Ich bin es nicht!! Ich setze mich neben sie, doch ich kann den inneren Kampf, der in ihr tobt, quasi körperlich spüren. Sie sieht mich an, nennt meinen Namen und ich runzle die Stirn. Sie mag mich, aber es war eine blöde Idee herzukommen? Sag ich doch die ganze Zeit! Sie springt auf und ich sehe sie überrascht an. Wir sollen so tun, als wäre das alles hier nicht passiert? „Sally!“, sage ich energisch, stehe ebenso auf und stemme meine Hände in die Hüften.

„Du kannst nicht davor fliehen, was auch immer es ist!“ Es tut ihr leid, dass sie meine Zeit vergeudet hat? Sie macht auf dem Absatz kehrt und stürzt aus dem Zimmer, als wäre der Teufel höchstpersönlich hinter ihr her. „Sally, warte!“, rufe ich ihr noch nach, bleibe jedoch zurück und fluche laut vor mich her. Das kann nicht wahr sein. Ich weiß jetzt, dass mit Nick irgendendetwas faul ist und doch weiß ich eigentlich...gar nichts! Ich knirsche wütend mit den Zähnen und schalte mein Hedaset ein. „Das Mädchen, dass gerade das Vero Centre verlässt ist Nicks Schwester. Lasst sie passieren. Sprecht sie nicht an. Aber folgt ihr unauffällig. Ich muss wissen, wo sie hingeht und was sie tut. Ich bitte alle fünf Minuten um Rückmeldung!“ Immerhin weiß ich dann, ob sie Dummheiten macht oder nicht und kann einschreiten. Nach unserem Gespräch kann sie mir jetzt einfach nicht mehr egal sein. Sie hat sich etwas von mir versprochen. Vermutlich hat sich ihre Hoffnung nicht erfüllt, aber sie vertraut mir. Und ich werde sie von nun an beschützen, soweit ich es denn kann. Ich begebe mich in die Lobby und höre die Funksprüche meiner Leute ab, sie läuft scheinbar ziellos durch die Stadt. „Ram? Sie ist nun auf einem Spielplatz in Sektor 8. Sie ist allein.“ Ich seufze leicht. „Ist gut. Ich bin sofort da.“

Ich verlasse das Vero Centre und bahne mir meinen Weg durch die Stadt. Ich hoffe sie weiß, dass ich hier gerade ein ziemliches Risiko eingehe. Denn nicht alle Menschen lieben mich, wie wir ja nun schon festgestellt haben. Von weitem sehe ich meine Leute und winke sie zu mir. „Ihr könnt gehen. Gute Arbeit.“, raune ich ihnen leise zu, lasse meine Hände in die Hosentaschen wandern und betrete dann den stillen, leeren Spielplatz. Es ist seltsam, eigentlich sollte so ein Platz doch mit Kinderlachen erfüllt sein. Meine Augen wandern über den Platz und schließlich erkenne ich Sally. Sie hockt auf einer Bank, die Beine angewinkelt und starrt vor sich ins Leere. Scheinbar hat sie mich noch nicht einmal bemerkt. Langsam, vorsichtig nähere ich mich ihr an und stelle mich dann neben die Bank. „Nicht erschrecken...“, raune ich behutsam und sehe sie an. „Ich bins nur, darf ich...?“, ich deute auf die Bank und setze mich dann einfach neben sie. „Es tut mir leid, wenn ich dich eben verschreckt habe.“, ich mache eine längere Pause und mustere das Mädchen. „Weißt du...ich mache mir nur Sorgen um dich. Lassen wir das Thema fürs erste. Doch so einfach gehen lassen...konnte ich dich jetzt auch nicht...“

Nach diesen Worten schweige ich und sitze einfach nur da. Was mache ich jetzt mit ihr? Für die Mall ist sie noch nicht nüchtern genug. Amber und Jay würden sie tatsächlich für ihr Verhalten verurteilen. Ins Vero Centre wird sie auch nicht mehr mitkommen. „Hey...sollen wir mal sehen, ob die Schaukel noch funktioniert?“, ich grinse leicht aufmunternd und sehe zu der Dunkelhaarigen. Wir sind in einer ziemlich einsamen Gegend. Ich glaube kaum, dass uns jemand beobachten würde. Und es ist besser, als wenn sie jetzt die ganze Zeit herumsitzt und traurig vor sich hin starrt.

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Do 13 Aug - 0:59

Als ich meine , er soll nie vergessen , dass er selbst mal ein Kind war, antwortet Ram ernst, dass er tatsächlich nie eins war. Meine Augen blicken ihn taurig an, sage aber nichts weiter dazu , obwohl ich gerne etwas gesagt hätte. Wie meint er das?, frage ich mich still. Er wird seine Gründe haben.Denkst du , du bist die einzige mit einer verkommenen Vergangenheit? Nicht nur du musstest viel duchmachen, wer weiß , vielleicht hatte er es sogar noch schwerer als du. Man sollte es sich zweimal überlegen , ob man in dieser Welt ein Kind großziehen will, gerade weil die Ressourcen knapp sind. Die Frauen würden jeden Tag um ihre Kinder kämpfen. Ich nicke zustimmend. Nachdem ich ihm erzählt habe, dass ich bevor ich in die Stadt zurückgekommen bin, bei Mädchen , die in meinem Alter schon Kinder hatten gelebt habe, fragt Ram, warum ich nicht bei ihnen geblieben bin. Seufzend sehe ich ihn an. Zuerst wollte ich auch bei ihnen bleiben, doch als ich eines Tages von der Nahrungsuche zurückkam, waren sie verschwunden. Frag mich nicht wieso. Sie schienen vor irgendetwas geflüchtet zu sein. Bei seiner nächsten Frage muss ich lachen. Nicht nur wegen seinem entschuldigendem Lächeln, sondern weil er fragt, ob sie etwas gegen Männer gehabt haben. Hätten sie etwas gegen Männer gehabt, dann wären sei wohlmöglich nicht mit ihnen ins Bett gestiegen ,oder? , meine ich grinsend. Warum hatten sie keine Männer? Die meisten von den Vätern waren Arschlöcher, und haben dann lieber, nur um sich vor der Verantwortung zu drücken, das Weite gesucht. Wenn du mich fragst ziemlich feige. Da wäre mir die Lust auf einen Freund auch erstmal vergangen., bringe ich die Sache ganz klar auf den Punkt.

Darauf, als ich zu ihm sage, dass er es eh nicht schaffen würde , mir an die Gurgel zu gehen, seufzt Ram theatralisch auf und meint mit gespielter Miene, ob ich ihn denn für ein Schwächling halten würde. Das habe ich nicht gesagt, funkele ich ihn frech grinsend an. Das haben schon ganz andere getan, doch ich habe Recht, er würde mir nie gegenüber handgreiflich werden? Das musst du mir nicht sagen, dass glaube ich dir auch so...

Nachdem ich wieder Platz auf dem Sofa genommen habe, und er langsam aber sicher anfängt Fragen zu stellen, ob meine Situation etwas mit Nick zu tun haben könnte, werde ich plötzlich nervös, springe auf , und entschuldige mich noch dafür , dass ich seine Zeit in Anspruch genommmen habe, und er das ganze Gespräch einfach vergessen sollte. Dann renne ich einfach aus dem Gebäude heraus. Ich höre ihn noch rufen, dass ich warten soll, doch ich bleibe nicht stehen , und laufe immer weiter, bis ich weit genug vom Hauptquartier der Technos weg bin. „Du kannst nicht davor fliehen, was auch immer es ist!", höre ich seine letzten Worte immer wieder in meinem Kopf.

Schleißlich kommt es dazu , dass ich meine Orientierung komplett verliere, und mich kurze Zeit später auf einem Spielplatz in einem abgelegten Gebiet wiederfinde. Ich gehe etwas schwankend, diesmal aber nicht vom Alkohol sondern von dem vielen Gerenne, auf eine Bank zu und setze mich . Meine Beine winkle ich an , und verschlinge meine Hände um sie. Ein Moment....Nur ein Moment länger , und du hättest es ihm gesagt. Aber nein, wie immer läufst du davon. Doch dann kommt mir etwas in den Sinn, an was ich nicht gedacht habe, und ich schaue etwas geschockt ins Leere. Hätte ich Ram es jetzt erzählt, dann hätte das nicht nur Konsequenzen für meinen Bruder gehabt , sondern auch ...für mich!Doch Ram hat versprochen, dass er Es für sich behalten würde. Ich versuche kramphaft diesen Gedanken los zu werden, als ich plötzlich eine leise Stimme neben mir wahrnehme, die sagt, dass ich mich nicht erschrecken soll. Ich drehe mich zur Seite und schaue tatsächlich in Ram´s Gesicht. Ram? Was....wieso?, stottere ich, und kann zuerst nicht glauben , dass er hier vor mir steht. Er ist mir wirklich gefolgt!, murmele ich ungläubig vor mich hin. Ich schaue ihn zuerst nur an, weil ich gerade gar nicht weiß , was ich sagen soll. Ram setzt sich neben mich , und entschuldigt sich dafür mich verschreckt zu haben. Er macht sich Sorgen? Um mich? Nein, du musst dich nicht entschuldigen, gebe ich kopschüttelnd von mir. Ich hätte nicht einfach abhauen sollen. Es ist nur.... Ich schaue in den Sand, und hole tief Luft. Jetzt sag es doch endlich!!! Est ist nur, dass du es quasi auf den Punkt gebracht hast. So , jetzt ist es raus! Mehr kann und will ich gar nicht ins Detail gehen. Ein kleiner Stein fällt von meinem Herzen ab. Doch es wird noch lange nicht vorbei sein...Ich kann mir schon denken, dass er jetzt Eins und Eins zusammenzählen kann. Wir sollen das Thema erst mal lassen, worüber ich ihm mehr als dankbar bin. Meine Augen mustern ihn kurz. Er konnte mich nicht einfach so gehen lassen? Er meint das wirklich ernst...

Doch ich bin froh, dass er das Thema genau wie ich , erstmal unter dem Tisch fallen lassen will, und als er die Schaukel erblickt fragt er , ob wir mal mal ausprobieren sollten ,ob sie noch funktioniert. Ich nicke lächelnd, und stehe von der Bank auf , um auf sie zuzugehen. Ram? Was wärst du geworden, wenn der Virus nicht ausgebrochen wäre? Hattest du einen Traum? Oder wolltest du schon immer etwas in der Richtung mit Computertechnik machen?, frage ich ihn interessiert,aber auch um die gedrückte Stimmung auf zu lockern.

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   Sa 15 Aug - 22:39

Sally sieht mich beinahe traurig an, als ich ihr offenbare, dass ich nie ein Kind war. Ich grinse und stuppse mit dem Zeigefinger ihre Nasenspitze an, um die Stimmung aufzulockern. „Nicht so traurig gucken, Sally. Frech lächelnd gefällst du mir besser.“ Ich habe kein Interesse daran, die Vergangenheit neu aufzurollen. Es lohnt sich nicht, daran auch nur einen weiteren Gedanken zu verschwenden. Das Mädchen seufzt, als ich sie frage, warum sie nicht bei der Gemeinschaft, bestehend nur aus Müttern, geblieben ist. Sie sind einfach verschwunden? Waren scheinbar vor etwas geflüchtet? Ich nicke nachdenklich und mustere Sally. „Das klingt gar nicht gut. Und was hast du dann gemacht? Dich allein durchgeschlagen?“ Meine Frage, ob die Frauen etwas gegen Männer hatten beantwortet sie lachend. Dann wären sie nicht mit ihnen ins Bett gestiegen? Ich grinse und sehe gespielt nachdenklich zur Zimmerdecke. „Oh...ich muss zugeben, dass ist ein schier unschlagbares Argument.“ Ich sehe sie amüsiert an. Die Kerle hatten die Frauen also mit den Kindern allein gelassen? Sie haben das Weite gesucht und die Lust nach einem Freund, war den Mädchen gründlich vergangen? „Ja, das klingt einleuchtend. Sie waren sicher froh, dass sie einander hatten und nicht mit den Kindern komplett auf sich allein gestellt waren. Wenn du willst...“, beginne ich und kann selbst nicht glauben, was ich da gerade sagen will. „Könnte ich ein paar Nachforschungen anstellen. Nur damit du weißt, ob es ihnen gut geht.“, ich lächle schief und gespielt arrogant. „Du weißt ja...ich bin Ram. Das Wort...unmöglich...existiert in meinem Wortschatz nicht.“

Die Kleine grinst mich frech an. Sie hat nicht gesagt, dass ich ein Schwächling bin?! Mhm...und dennoch habe ich weitaus mehr drauf, als du dir vermutlich vorstellen kannst. Nach Sallys überstürzter Flucht, gelange ich schließlich auf den Spielplatz, welcher in einem ziemlich verlassenen Gebiet liegt. Stille umgibt mich, als ich vorsichtig an das zusammengekauert dasitzende Mädchen herantrete. Ich will sie nicht unnötig verschrecken. Als ich leise meine Stimme erhebe, schaut Sally mich total überrascht an und stammelt ein paar Worte. Scheinbar kann sie es absolut nicht fassen, dass ich jetzt hier vor ihr stehe. Dachtest du ich lasse dich einfach so gehen? Oder, dass ich dich in deiner Verzweiflung allein durch die Stadt wandern lasse? Doch ich sage kein Wort, setze mich stattdessen nur neben sie. Ich brauche mich nicht zu entschuldigen? Sie hätte nicht einfach wegrennen dürfen? Allerdings. Sie seufzt leise und starrt vor sich zu Boden. Ich habe es auf den Punkt gebracht? Ich runzle leicht die Stirn und mustere sie. Also ist es Nick!! Er kennt keine Moral, keinen Anstand und lässt Sally leiden! „Aber...du willst nicht, dass ich dir helfe, dass ich etwas tue, richtig?“ Ich schaue nachdenklich an ihr vorbei. „Was meinst du, wie es sich anfühlt, etwas zu wissen. Aber nichts tun zu können? Soll ich jetzt warten, bis das ganze eskaliert? Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn dir etwas zustößt, Sally.“ Am liebsten hätte ich mir Nick nun vorgeknöpft, ihn in eine unserer Zellen geworfen und ihm ein komplettes Geständnis entlockt. Aber das kann ich nicht tun. Ich habe Sally versprochen, dass ich es für mich behalte.

„Versprich mir, dass du dich jemandem von den Mall Rats anvertraust oder einer anderen Person der du vertraust. Hab keine Angst. Niemand wird dich verurteilen.“, ich mache eine kurze Pause und lege ihr meine Hand auf die Schulter, massiere diese ganz leicht mit meinen Fingern. „Und auch zu mir kannst du immer kommen. Ich werde nicht zögern, dir zu helfen, wenn du mich darum bittest.“ Ich sehe sie ernst an und mustere ihre Gesichtszüge. Vielleicht hilft es ihr, zu wissen, dass sie nicht alleine ist. Dass es Menschen gibt, die sich um sie sorgen und denen sie wichtig ist. Als ich sie mit meiner Frage bezüglich der Schaukel ablenke, nickt die Dunkelhaarige lächelnd und ich erwidere es. Ich erhebe mich mit ihr von der Bank und steuere auf die Schaukel zu. Als Sally ihre Stimme erhebt sehe ich sie an. Was ich geworden wäre, wenn der Virus nicht ausgebrochen wäre? Ob ich einen Traum hatte? Oder es schon immer die PCs waren, die mich faszinierten? „Uhh...“, sage ich nur und seufze gespielt überfordert auf. „Das ist eine schwierige Frage Sallylein.“ Ich setze mich auf eine der zwei Schaukeln und wippe anfänglich nur etwas mit den Füßen hin und her.

„Wenn ich nicht in der Klappse gelandet wäre...was jedoch stark anzunehmen ist...“, beginne ich ganz ungezwungen und vollkommen ehrlich. „...wäre ich wohl als der weltbeste Hacker in die Geschichtsbücher eingegangen.“, ich lache gespielt teuflisch auf. „Also...ja irgendwas mit Computern. Ich kann nichts anderes. Aber eben nicht auf legale Art und Weise, wenn du verstehst was ich meine.“ Ich beginne Anschwung zu nehmen und schaukele nun höher, ein leichtes Quietschen der verrosteten Angeln macht sich bemerkbar. „Na los, trau dich. Das ist beste Wertarbeit. Das funktioniert auch noch nach fünf Jahren. Nagut es klingt ein bisschen wie in diesen Gruselfilmen. Sag Bescheid, wenn du den ersten Zombie siehst.“, ich lache leise und sehe wieder zu Sally. „Was ist mit dir? Hattest du einen Traum vor dem Virus? Wie hast du gelebt?“

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There the rainstorm came over me, and I felt my spirit break,
I had lost all of my belief you see, and realized my mistake.

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BeitragThema: Re: Sally & Ram   So 16 Aug - 11:41

Ram scheint meinen traurigen Blick bemerkt zu haben, nachdem er meinte, dass er nie ein Kind war. Grinsend stupst er meine Nasenspitze an und meint, dass ich ihm frech lächelnd besser gefallen würde. Gern würde ich jetzt so viele Fragen stellen, doch ich möchte nicht , dass er noch an irgendwelche schlechten Dinge aus seiner Vergangenheit erinnert wird. Schließlich fragt er , wie ich mich , nachdem die Mädchen mit ihren Kindern plötzlich verschwunden waren, was für ihn überhaupt nich gut klingt, durchgeschlagen habe. Ich bin auf ein altes Casino gestoßen, der junge Mann, der den Laden eigentlich gut im Griff hatte, hat mir angeboten dort zu arbeiten. Tagsüber habe ich die Leute bedient, und Abends mit einigen anderen Mädchen gesungen. So konnte ich mich eigentlich ganz gut über Wasser halten, hatte so gleich auch einen sicheren Schlafplatz. Tja, und nach einigen Monaten,wurde das Casino von irgendeinem Tribe überfallen. Wir alle dachten , dass es ihr es wart. Ich mache eine kurze Pause und grinse schelmisch. Doch wer es letzendlich war, kam nie so wirklich raus. An diesem Abend , nach dem Überfall, bin ich dann auf die Mall gestoßen. Ich erinnere mich noch ganz genau an den Abend, wo ich zum ersten Mall die Cafeteria der Mallrats betreten habe. Salene,Trudy und ein paar andere von ihnen waren gerade dort, und sofort spürte ich diesen starken Zusammenhalt zwischen ihnen. Wie eine richtige Familie...

Nachdem ich ihm erklärt habe, weshalb die jungen Mütter keine Männer bei sich hatten, blickt Ram mit einem gespielt nachdenklichem Blick zur Decke, und entgegnet, dass das ein unschlagbares Argument wäre, und es stets einleuchtend klingt. Lächelnd schaue ich ihn an. Also , manchmal ist er wirklich... Sie waren froh, dass sie sich hatten, und nicht ganz allein auf sich gestellt waren ? Ja , das ist wahr. Bei seinen nächsten Worten jedoch, schaue ich ihn leicht erstaunt an. Wenn ich will, könnte er ein paar Nachforschungen anstellen, damit ich wüsste ob es ihnnen gut gehen würde? Er selbst scheint überrascht über das zu sein , was er da gerade sagt. Du musst das nicht machen.., antworte ich ihm ein bisschen verlegen , und schaue ihn an, doch schon wenige Sekunden später muss ich lachen, als er mit seinem schiefen Lächeln und seiner arrogant gespielten Art von sich gibt , dass er Ram sei , und dass das Wort "Unmöglich" nicht in seinem Wortschatz existieren würde. Ich ziehe meine Augnbraue hoch und schaue ihn amüsiert an. Wie könnte ich das vergessen ?

Schließlich sage ich dem Techno, nachdem er mir zum Spielplatz gefolgt war,dass er mit den Vermutungen , was Nick angeht, gar nicht so falsch liegt, doch mir ist es unangenehm, weiter über die Sache zu sprechen. Ein Schamgefühl steigt in mir auf , wie ich es noch nie zuvor gehabt habe. Ich möchte auf keinen Fall , dass er sich in seinem Kopf ausmalen tut, was genau ich damit meine. Nachdenklich sieht er an mir vorbei in die Ferne, und auf seine Frage, dass ich nicht will dass er etwas dagegen tut, nicke ich , rutsche ich näher an ihn dran, und mustere ihn eindringlich. Ram, egal was du tust . Es wird nicht aufhören, jedenfalls nicht jetzt. Und sieh es mal so...Ich versuche das Wasser wegzublinzeln, was sich in meinen Augen ansammelt. Wenn ich es nicht bin, dann würde er ...diese Dinge wohlmöglich mit anderen Frauen tun. Du hälst mich jetzt vielleicht für verrückt, aber ich will nicht dass er das jemand anderen antut. Es reicht doch schon, wenn ich dadurch psychisch und emotional gestört werde, nicht wahr ? Zuviel Information , Sally, einfach zu viel... Ich versuche die Situation mit einem kleinen Lächeln aufzulockern, und wische mir die Tränen mit meinem Handrücken von den Wangen. Plötzlich bekomme ich ein ganz schlechtes Gewissen ihm gegenüber. Wie es sich anfühlt, etwas zu wissen , man aber nichts dagegen tun könnte? In meinem Kopf taucht das Bild meines Vaters auf. Wie er dasteht an der Tür ,und einfach zusieht. Ihn nicht aufhält... Ob er jetzt warten sollte, bis das ganze eskaliert? Ich wollte dich wirklich nicht damit belasten, glaub mir. Als ich vorhin die Bar verlassen hatte, habe ich nicht gewusst , dass mein Weg mich direkt zum Vero Centre führt. Garantiert wollte ich nicht zu ihm. Aber vielleicht... ich weiß auch nicht. Irgendwie spüre ich , dass ich dir vertrauen kann, obwohl wir in der Mall so gut wie nie miteinander gesprochen haben. Es ist verückt. Frag mich nicht wieso. Schmunzelnd blicke ich weg. Er könnte sich nicht verzeihen, wenn mir etwas zustoßen würde? Es versetzt mir einen kleinen Stich, dass aus seinem Mund zu hören, kann ihm jedoch darauf nicht antworten. Denn ich weiß ja nicht einmal selbst, was noch passieren wird...

Ich soll ihm versprechen, mich jemandem aus der Mall anzuvertrauen, oder einer anderen Person ? Ich glaube ,dass habe ich gerade schon...Ram legt mir seine Hand auf die Schluter, und massiert mir diese leicht mit seinen Fingern. Seine Nähe tut gerade einfach so gut. Sonst bin ich eigentlich nicht der Typ Mensch, der sich bei anderen so schnell fallen lassen kann, was allerdings auch am Alkohol liegen könnte. Jederzeit könnte ich auch zu ihm kommen, er würde nicht zögern mir zu helfen, sagt er , und sieht mich dabei ernst an. Ich erwidere seinen Blick, und nicke. Ein leises Danke, kommt über meine Lippen, da ich geradezu überwältigt von seinen ganzen Worten bin.

Lächelnd machen wir uns beide auf, und gehen auf die Schaukeln zu . Auf meine Frage, was er geworden wäre, oder was sein Traum war zu werden, wenn der Virus nicht ausgebrochen wäre, seufzt er , dass das eine schwierige Frage wäre, setzt sich auf eine der Schaukeln und fängt an, mit seinen Füßen zu wippen, während ich noch kurz dastehe , und ihm zuhöre. Bei dem , was er mir da erzählt , nimmt er kein Blatt vor dem Mund. Wenn er nicht in die Klapse gekommen wäre?.... So schlimm?, frage ich und mache große Augen. Er wäre als der weltbeste Hacker in den Geschichtsbüchern eingegangen. Etwas mit Computern, aber nicht auf legaler Weise? Bei dem Gedanken muss ich kichern, und auch Ram lacht etwas gespielt teuflisch auf. Ja, das klingt schon mehr nach dir. Aber woher willst du wissen, dass du nichts anderes kannst? Auprobieren heißt das Stichwort. Du bist doch recht schlau und begabt. Mit deinem Wissen hättest du viel erreichen können. Nachdem er etwas höher schaukelt, macht er mich nun auf die Schaukel aufmerksam. Ich nehme auf der leeren Platz , und fange an leicht Anschwung zu nehmen. Man bemerkt, dass die Schaukeln alt sind , indem immer mal wieder ein Quitschen erklingt, wenn wir uns damit bewegen. Hmm, beste Wertarbeit also. Tja, man kann halt nicht für alle Sachen neue Softwares installieren, Mr. Profi -Hacker, gebe ich frech blinzelnd von mir. Die Luft ist angenehm warm und es weht ein leichter Wind. Ram vergleicht das Quietschen der Schaukeln mit Geräuschen aus den alten Gruselfilmen . Ich lass es dich wissen falls ich einen erblickt habe. Mit deinem Superhirn und meinem Charme, werden die Zombies keine Chance gegen uns haben, entgegne ich , und muss lachen.Eine angenehme Unbeschwertheit macht sich in mir breit, und ich frage mich, wann ich das letzte Mal so ausgiebig gelacht habe...

Ob ich einen Traum vor dem Virus hatte, und wie ich gelebt habe? Also, eigentlich hatte ich ein ganz normales Leben. Ich weiß, das klingt blöd wenn jemand das so sagt, aber es war nun mal so. Von außen hin jedenfalls, murmele ich noch dazu, und mache eine kurze Pause. Du kennst das ja, der typische Schullaltag, nach Hause kommen Hausaufgaben machen, und dann vielleicht noch was mit den Freunden unternehmen. Ich hatte zwar nicht viele Freunde, doch ich hatte die Richtigen. Ein weiteres Mal nehme ich Anschwung und schaukele höher. Träume, wiederhole ich das Wort, und lächele gedankenverloren. Ich wollte irgendwas machen, wo ich viel von der Welt sehen konnte. Jeden Tag an einem nuen, fremden Ort sein. Verschiedene Eindrücke gewinnen , andere Kulturen kennen lernen....Meine Augen blicken begeistert und verträumt verschlechtert in das Weite, während mir der leichte Wind durch die Haare weht. Ich schaue lächelnd rüber zu Ram,meine Tränen längst getrocknet. Eigentlich hatte ich viele Träume . Wenn du sagst, dass du fast im Irrenhaus gelandet bist, wie war dein Leben vor dem Virus? ,stelle ich ihm nun die Frage, die mir die ganze Zeit im Kopf herumgeschwirrt ist.

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Sally & Ram
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