The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
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 Märkte der Stadt

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Cathal*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Do 18 Jun - 0:30

Ich kann förmlich sehen, wie sie einen inneren Kampf austrägt, und aus Erfahrung weiß ich, dass sie den nicht gewinnen kann. Denn jeder von uns trägt sein Päckchen mit sich herum, sein Gewissen, Schuldgefühle, all die Dinge, die wir nicht mehr ändern, aber auch nicht einfach so vergessen können. Wäre ich an ihrer Stelle, hätte ich auch noch einen Grund zu hoffen, der mich antreibt und mich spüren lässt, wie es ist zu leben. Doch so bin ich gerade nur etwas hilflos, denn ich kann eindeutig besser kämpfen als andere Menschen trösten oder Mitgefühl zeigen. Kurz überlege ich, ob ich ihre Hand nehmen soll, um sie zu beruhigen, aber ich lasse es sein, denn menschliche Nähe widerstrebt mir und ich habe nicht vor, das hier als etwas anderes zu sehen als das, was es ist: ein Job wie jeder andere. „Du bist eigentlich ganz in Ordnung“, sage ich daher nur und verziehe mein Gesicht zu einem schiefen Lächeln. „Es ist nichts falsch daran sich Sorgen zu machen. Man sollte sich davon nur nicht zerfressen lassen.“ Als ob ich das nie getan hätte… Aber irgendwann waren die Tränen versiegt und ich habe gelernt, die Angst und die Wut zu kontrollieren – und sie nicht mich kontrollieren zu lassen. Doch das ist vermutlich auch nicht allzu schwer, wenn es niemanden mehr gibt, um den ich mir Sorgen machen könnte. Jemanden, der mir wichtig genug wäre, um mich derart aus der Fassung zu bringen. Der Schmerz ist nie ganz verschwunden, hält mich immer noch gefangen wie einen Geist, aber er dringt nur in Maßen zu mir durch. Immer dann, wenn ich die Erinnerungen zulasse. Für den Rest der Zeit bin ich… keine Ahnung. Ich bin einfach da. Obwohl ich niemanden darum gebeten habe.

Doch manchmal tut es gut, einfach nur ich zu sein und mich so weit ablenken zu können, dass ich mal für ein paar Stunden Ruhe vor meinen Dämonen habe. Ob es egoistisch ist, dass es gerade Katniss‘ Sorgen sind, die mich von meinem eigenen Schicksal ablenken? Zumindest gilt meine komplette Aufmerksamkeit nur ihr, als sie von ihrer Schwester erzählt, und ich konzentriere mich auf das Wesentliche, auf die Fakten, mit denen sie mich geradezu bombardiert. In meinem Kopf klingt das alles noch ziemlich wirr, doch ich will sie nicht unterbrechen und für den Moment auch nicht weiter nachfragen, denn dass es ihr schwerfällt darüber zu reden, würde wohl selbst ein Blinder mit Krückstock merken. Während ich noch dabei bin, gedanklich alles zu sortieren, kommt eine Entschuldigung über ihre Lippen, die ich nun so gar nicht einordnen kann. Was tut dir leid? Was auch immer es ist, in meinen Augen hat sie nichts falsch gemacht, aber in meinen Augen ergibt das, was ich bisher weiß, auch noch nicht allzu viel Sinn. Dazu fehlen mir eindeutig noch Informationen. Doch es geht um ihre Familie und ein Blick in ihr tränenüberströmtes Gesicht reicht aus, um zu verstehen, dass sie gerade völlig am Ende ist. Mir entfährt ein lautes Seufzen, denn mit so etwas bin ich eindeutig überfordert. „Vielleicht solltest du erstmal versuchen, ein wenig zu schlafen.“ Ob sie das hinkriegt? Das bezweifle ich irgendwie. Doch wenn sie sich nicht ausruht und zumindest ein bisschen beruhigt, dann sehe ich schwarz für ihr Vorhaben. Sie muss sich irgendwie zusammenreißen. „Hör zu. Du kannst nicht mehr ändern, was passiert ist. Aber du kannst Einfluss darauf nehmen, was als nächstes passiert.“ Ganz ehrlich? Momentan kommt sie mir eher so vor als würde sie sich in die nächste Ecke verkriechen, anstatt sich wie geplant mit den Wachen anzulegen. „Hab ein bisschen mehr Vertrauen in dich selbst. Und mach es besser als bisher.“ Für den Anfang reicht es mir schon, wenn sie nicht ins offene Messer rennt und irgendwie auf sich selbst aufpasst. Den Rest kann ich erledigen. Vorausgesetzt, ich kriege morgen noch ein wenig mehr aus ihr heraus.
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Patricia*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Do 18 Jun - 18:50

@Akona* schrieb:
       Das klingt doch wirklich nach einer super Idee, meine ich
dann zu Patricia , die meint, dass wir ein paar Dosen mit Essen mit nehmen sollten
sowie ein paar Wasser flaschen.
Wir laufen auf einen       Händler zu, der Wasserflaschen vor sich hat .
Wir hätten gerne ein paar von den Wasserflaschen. Was möchtest du dafür haben.
meine ich dann zu dem                                                                                            
Händler
Ich bin wirklich       glücklich, dass noch ein Mädel zu uns gekommen                        is,
denn mit Jungs habe ich zwar kein Problem, jedoch ein wenig weibliche Unterstutzung kann nie schaden.

Zusammen mit Akona klappere ich die Stände nach und nach ab. Wir bekommen Wasserflaschen und Dosen mit Nahrungsmitteln. Das sollte für ein paar Tage reichen. sage ich zu Akona als wir alles haben. KOmm lass uns zu den Jungs gehen. Mein Mann fehlt mir. meine ich grinsend zu Akona. Ich denke mal das Nicolas ihr auch fehlt.

tbc: Straßen der Stadt

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Katniss*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Fr 19 Jun - 17:28

Auf meine Äußerung, das reinste Nervenbüdel zu sein und es furchtbar sein muss mich zu ertragen, mein Cathal, dass ich eigentlich ganz ordnung bin. Dabei grinst er mich schief an und auch mir huscht ein leichtes Lächeln über das Gesicht. Er sagt, dass es nicht falsch ist, sich Sorgen zu machen, doch es sollte einen nicht zerfressen. Ich nicke stumm, denn ich weiß, dass er recht hat. Aber ich kann einfach nichts dagegen tun, es passiert einfach alles von alleine. Wahrscheinlich ist das ein Zeichen, dass es mich bereits zerfressen hat und ich nur noch eine Hülle meiner Selbst bin.
Nachdem ichfertig bin mit meiner halben Lebensgeschichte und ich durch meine Tränen nassen Wimpern Cathal anschaue, sehe ich ihm an, dass er mir der ganzen Sache irgendwie überfordert ist. Das ich so völlig die Fassung verlieren und er ja eigentlich nur einige wichtige Dinge über Sally wissen wollte. Er versucht mich zu beruhigen und ich kann verschwommen erahnen, dass er meine Entschuldigung nicht ganz nachvollziehen kann.
Warum versteht er das nicht? frage ich mich unweigerlich, bis ich merke, dass er weder Sally noch Nick noch diese ganze Sache miterlebt hat. Er hat nicht gesehen, wie erschüttert Tai-San war und Sally, als sie mir erzählten, was er ihnen angetan hat. Er muss nicht mit dieser Bürde leben, so jemanden zu seiner Familie zählen zu müssen. Er seuftzt und meint, vielleicht solle ich ein bisschen schlafen und ich könne eh nichts mehr an dieser ganzen Sache ändern.
Wieder nicke ich stumm, immer noch mit Tränen verschmierten Gesicht und am schluchzen.
Doch zu meiner Verwunderung kommen seine Worte tatsächlich bei mir an, du hast recht bringe ich mit erstickter Stimme hervor.
Ich fühle mich völlig ausgelaugt und kraftlos, doch trotzdem ist jede Faser meines Körpers angespannt. Keinen einzigen klaren Gedanken kann ich mehr fassen, in meinem Kopf dröhnt ein Vorschlaghammer und es wird von dem Chaos in mir nur noch mehr angefacht. Ich habe höllische Kopfschmerzen und daher rolle ich mich einfach auf dem Sessel zusammen, die Knie vor die Brust und mein Kopf schmiegt sich an die Rückenlehne.
Seine letzten Worte bekomme ich nur noch am Rande mit, doch sie begleiten mich in den Schlaf, der mich im nächsten Moment packt und mit sich zieht.
Einerseits ist es zu komisch, dass ich mich so von einem Fremden öffne und mich aufmunter lasse bzw. das er es zumindest versucht.
Doch andererseits ist es auch einfach erbärmlich. Es liegt mir einfach nicht mich vor jemandem zu öffnen. Ich habe immer für mich alleine gelebt, schon als Kind, wo ich nur meinen Vater hatte, weil meine Mutter mich kaum beachtete. Ich bin mit ihm Jagen gegangen oder habe alleine den Wald erkundet, wenn er arbeiten musste. In der Schule hatte ich kaum Freunde, sie fanden mich immer merkwürdig und so hatte ich auch dort nur mich.
Dann bin ich alleine durch die Welt gezogen, hab mich durchgeschlagen und versucht einfach für mich zu sein, weil ich niemandem vertrauen konnte und es auch nicht wollte. Man hat mir immer eingebläut, dass die meisten Menschen nur an sich denken und ganz wenige Menschen das Vertrauen verdienen. Als das Virus dann ausbrach, stellte ich fest, dass es tatsächlich so ist und ich blieb für mich. Denn ich traf auf einige Kinder meiner Schule und schloss mich ihnen an, doch sie zerstörten alles und schickanierten andere und so zog ich wieder alleine los.
Die ganze Zeit über, nachdem meine Eltern gestorben waren, habe ich nur versucht meine Familie zu finden, meine Schwester und mich um niemanden anderen gekümmert, wenn es nicht nötig war. Ich lebte im Wald, kam nur zum Tauschen in die Stadt. Doch beim Jagen traf ich dann Kiki. Wir verstanden uns auf Anhieb und so kam ich zu den Ecos, taute langsam auf und öffnete mich ein Stück.
Doch immer noch war ich eine Einzelgängerin, viele hatten ein falsches Bild von mir und das war mir nur recht, so ließen sie mich wenigstens in Ruhe. Die Meinung anderer interessierte mich herzlich wenig. Erst als ich Sally traf änderte sich alles, meine komplette Welt geriet ins Wanken und wir verstanden uns einfach sofort und dieses Gefühl von Wärme, Freundschaft und Nähe genoss ich zutiefst. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich sie einfach nur wiedersehen und beschützen möchte.
Denn Nick hat ja selber gesagt, dass er mich nie finden wollte. Warum verstehe ich bis heute nicht. Doch es schmerzt! Auch wenn ich das nicht zugeben werde.
Mein Schlaf war unruhig, doch nicht direkt durch meine Träume. Sondern viel mehr von Cathals Worten, „Hab ein bisschen mehr Vertrauen in dich selbst. Und mach es besser als bisher."
Er hatte recht, was hat mir meine bisherige Vorgehenweise schon gebracht? Nichts, außer Kummer und noch mehr Sorgen! Und das würde mich früher oder später ins Grab bringen.
Doch mich beschlich noch ein anderes Gefühl, etwas das ich vorher, als ich wach war, nicht bemerkt hatte. Kann es sein, dass er mich so gut verstehen kann, weil er etwas ähnliches durchgemacht hat? Das er jemanden retten wollte? Ich konnte nicht sagen, warum ich dieses Gefühl hatte, doch mir zeigte bereits die Vergangenheit, dass ich mich auf mein Gefühl verlassen könnte.
Hinter seinen Augen verbarg sich mehr, als er zeigen wollte....und dieses Gefühl kannte ich nur zu gut. Wenn auch die letzte Zeit kein gutes Beispiel dafür war.
Mein Schlaf war ab da an traumlos und ich schreckte hoch, als mich die Sonne an der Nase kitzelt. Es war bereits morgen, ich hatte tatsächlich einige Stunden geschlafen. Noch leicht benommen reibe ich mir die Augen, als mein Blick auf Cathal gleitet.
Er ist tatsächlich noch hier und nicht abgehauen ging es mir durch den Kopf und ein kleiner Stein fällt mir vom Herzen.
Leise setze ich mich auf und mache uns ein kleines Frühstück.

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Zuletzt von Katniss* am Fr 19 Jun - 18:50 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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Anna*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Fr 19 Jun - 18:40

Annehmen, Abgeben. Annehmen, Abgeben. Etwas was ich ohne zu denken machen kann. Ich brauche mich auch nicht bewegen dabei. Die Leute stehen dicht gedrängt um mich rum. Sie rupfen mir die Briefe förmlich aus der Hand. Und denen die nicht lesen können wird auch geholfen. Da die meisten wissen das ich nicht reden kann, steht immer wer anderes neben mir und hilft. So das ich kaum was machen muss. So auch jetzt. Joshua hat sich zu mir gestellt. Er hat anscheinend nichts zu tun. Aber er spricht mich auch nicht an. Worüber ich auf der einen Seite froh bin. Aber auf der anderen Seite förderd das gerade sehr mein Gehirn. Meine Gedanken wandern zu Ben. Ich vermisse ihn und merke das ich irgendwie noch Gefühle für ihn habe. Ich kann sein abrupptes verschwinden einfach nciht begreifen. Gut, ich habe ihn mit dem Mädchen gesehen. Aber ich verstehe nicht warum er nichts gesagt hat. Er hat mir viel versprochen gehabt. Und dann war er weg. Durch ihn habe ich Thackery und Emily kennen gelernt. Wie es den beiden wohl geht? Ob sie immer noch im Krankenhaus sind. Vielleicht sollte ich sie mal besuchen. Aber vielleicht sollte ich lieber Elyas suchen und ihn ins Krankenhaus bringen. Vielleicht können Thackery und Emily ihm helfen. ich mache mir sorgen um ihn. ich weiß nicht wo er ist und was er gerade tut. Nicht das er irgendwo verletzt liegt und keiner bekommt es mit, weil er nicht reden kann. Darüber hätte ich nicht nachdenken sollen. Sofort geht mein Kopfkino. Immer wieder sehe ich Elyas Blutüberströmt im Wald liegen. Schnell schüttel ich den Kopf. Ich muss ihn finden, meinen großen Bruder. Denn das ist er für mich. Eigenartiger Weise versteht er mich besser, als so manch ein anderer. Ob das einen Grund hat? Ich weiß es nicht. Aber was hatte meine Mum mal gesagt. Der Junge der dich liebt, der versteht dich. egal wie du dich ausdrückst. Ob das stimmt. Ob Elyas mich liebt? Nein das kann nicht sein. Dann hätte er doch was gesagt. Oder nicht? Und was war das an dem Morgen im Zimmer bei Jo? Das war sicher nur ein versehen das sein Ding stand. Ich zucke erschrocken zusammen als ich angerempelt werde. Ich komme mit meinen Gedanken wieder ins hier und jetzt. ich schaue mich kurz um. Die Leute haben sich etwas gelichtet. Aber nicht viel. Der eine da sieht Vince etwas ähnlich. Was der wohl gerade macht? Ist er Elyas gefolgt und gerade bei ihm. Ich hoffe es. Aber ich verstehe nicht wie er sich so komisch gegenüber Jona verhalten hat. Jona ist doch neu in der Gegend. Ob er es hier her geschafft hat? Er war ja irgendwie komisch. Wahrscheinlich hatte er noch nie Kontakt zu einem Mädchen ohne Stimme gehabt. Denn so wie er mich angesehen hatte, hatte ich das Gefühl eine Aussätzige zu sein. Lag es daran das ich nciht sprechen kann. Oder das ich mich um Elyas gekümmert habe. Oder hat er geglaubt das ich ihn anlüge mit dem was ich aufgeschrieben habe. Das würde sein verhalten auch erklären. Ich bin aus ihm jedenfalls nicht schlau geworden. Ob ich ihn wohl wieder sehen werde hier in der Stadt. ich möchte mich ihm nochmal in rhe und genauer erklären. Damit er das ganze besser verstehen kann. Falls er das überhaupt will. Das kann ich ja nicht wissen.

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Lee -Min*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   So 21 Jun - 22:26

First Post

Im Schneidersitz sitze ich  mit meiner Gitarre auf einer Decke auf dem Markt, und stimme schon einmal meine ersten Akorde an. Kurz darauf fange ich an zu Singen, und bin sofort in meinem Element.  Einige Kinder bleiben sofort stehen, und lauschen überrascht auf.Ich schließe meine Augen, und werde eins mit der Musik.  Leicht lasse ich meine Fingerspitzen über die Saiten gleiten. Mein Stück besteht hauptsächlich aus koreanischem Text, mit ein paar  Einflüssen von englischen Wörten. Durch meine Brüder habe ich sehr früh die Kunst des Gitarrespielens entdeckt. Beide sind  ebenfalls sehr musikalisch begabt. Während Jin Hoo's Leidenschaft, genau wie bei mir, das Gitarrespielen und das Singen ist, ist es bei Woo Bin das Klavier und die Geige. Wahrscheinlich haben wir das von unserer Mutter. Sie war eine sehr berühmte Künstlerin, zumindest in Seoul, unserer Heimatstadt. Allerdings habe ich nicht allzu viel davon mitbekommen, da ich zu der Zeit noch sehr klein war. Gerade stimme ich die letzten Töne an, während ich vor mich hin lächelnd, meine Augen wieder öffne und feststelle, dass sich um mich eine kleine Traube von Menschen angesammelt hat, die begeistert aplaudieren. Ich stehe auf, und verbeuge mich etwas schüchtern zu der Menge, und verstaue dann mein Instrument in meinem Gitarrenkoffer. Dabei werfe ich einen Blick in meinen Hut. Zwei Orangen , einen Apfel, und ein glitzerndes Armand kann ich darin entdecken. Es ist erstaunlich, dass es in dieser Zeit noch tatsächlich Menschen gibt , die ein großes Herz zu haben scheinen , und miteinander teilen. Ich  hebe den Hut mit den ergatterten Sachen auf, verstaue den Inhalt in meinem Rucksack, und setze mir den Hut auf. Ich habe mich mit meinen Brüdern für die Mittagszeit hier auf dem Platz  verabredet, allerdings ist es noch sehr früh, sodass ich noch in Ruhe an den verschiedenen Ständen stöbern kann. Mit dem Koffer auf dem Rücken , und den Rucksack am Henkel haltend, setze ich mich in Gang. Nach ein paar Minuten steigt mir ein herrlicher Duft von frischem Brot in die Nase. Ich mache große Augen . Hmmm, das duftet soo gut....

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Anna*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Mo 22 Jun - 11:41

Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, als ich Musik und dazu eine wunderschöne Stimme höre. Wenn ich doch auch nur singen könnte. Oder überhaupt erst mal reden könnte. Aber nein, ich muss ja stumm auf die Welt komme. Und dadurch Probleme mit anderen Menschen haben. Die mich nicht verstehen können oder wollen. Hin und wieder könnte ich deswegen nur heulen. Aber ich tu es nicht. Dadurch das das Mädchen singt, bin ich nicht mehr so interessant und ich löse mich aus der kleinen Gruppe und stecke die letzten briefe ein. Ich gehe auf die Sängerin zu und lausche ihr. Ich schließe dabei sogar die Augen um es ganz in mich aufzunehmen. Als sie aufhört, öffne ich meine Augen wieder. Ich sehe wie sie etwas zu essen bekommen hat. Ob ich ihr auch was geben soll? Ich öffne meinen Rucksack und holfe ein der Doesen mit Trockenfrüchten hervor. Den Rucksack setze ich wieder auf. Mit der Dose in der Hand gehe ich auf das Mädchen zu und halte ihr die Dose lächelnd hin.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Mo 22 Jun - 11:58

Noch immer habe ich diesen wundervollen Geruch vom Brotstand in meiner Nase, der mich regelrecht mit einer magischen Kraft anzieht. Jin Hoo und Woo Bin werden sich sicher freuen, wenn ich eines dieser frischen und lockeren Backwaren ergattern kann. Ich will mich gerade an den Händler wenden, als mir ein Mädchen mit braunen Haaren und unglaublich funkelnden braunen Augen eine Dose Trockenfrüchte entgegen hält. Ich erwidere ihr Lächeln etwas schüchtern und bemerke dabei, dass eine unverkennbare Traurigkeit in ihrem Blick liegt. Mir fällt auf , dass ich sie hier schon öfters auf dem Markt gesehen habe. Sie verteilt Briefe ,und ist eine Art Bootin für die Stadt. Ich glaube sogar gehört zu haben, dass sie stumm sein soll. Ich verneige mich halb vor ihr, dass ich dies schon immer aus meiner Familie war, und nehme die Dose mit einem weiteren Lächeln an.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Mo 22 Jun - 12:19

Das Mädchen verneigt sich leicht vor mir und nimmt mir dann de Dose ab. Sie schaut mich musternd an. ich senke den Blick. denn ich habe das Gefühl, das sie mir bis auf die Seele gerade schaut. Und das brauche ich absolut nicht. Ich weiß auch so, das ich fehler gemacht habe. Und das ich die irgendwie wieder ausbügeln muss. Allerdings weiß ich nicht wie. Ich kaue auf meiner Unterlippe und überlege was ich jetzt tun soll. Ich hebe den Blick und schaue weder zu dem Mädchen. Sie scheint was ertauschen zu wollen. ich verbeuge mich ebenfalls einfach mal, so wie sie das eben auch getan hat. Aber dann wende ich mich ab und verlasse halb fluchtartig den Marktplatz.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Di 23 Jun - 2:03

Entgegen meiner Erwartung scheint sie meinen Rat tatsächlich anzunehmen und nimmt eine etwas merkwürdig aussehende Haltung in ihrem Sessel ein. Wie sie in dieser Position schlafen kann, ist mir ein Rätsel, aber Hauptsache sie tut es, alles andere kann mir egal sein. Ich für meinen Teil ziehe lieber auf das Sofa um, das zwar ein wenig zu kurz für meine Beine, aber eindeutig bequemer als die Sessel ist. Mein Gesicht ist der Tür zugewandt und aus dem Augenwinkel kann ich Katniss beobachten. Zufall? Ganz und gar nicht. Ich will gegen jede mögliche Bedrohung gewappnet sein und so habe bleibe ich fast voll ausgerüstet liegen. Lediglich die Waffen an meinen Knöcheln verstaue ich in meinem Rucksack, aber die Lederschienen mit den Dolchen unter meinen Ärmeln behalte ich. Angesichts dessen, dass ich mich lediglich mit einem von Angst und Sorge zerfressenen Mädchen, das in ihrem momentanen Zustand vermutlich nicht einmal eine Fliege erschlagen könnte, unter einem Dach befinde, ist meine Vorsicht zugegeben etwas übertrieben. Man könnte es auch Paranoia nennen. Doch die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass nichts so sein muss, wie es scheint, und dass man nicht vorsichtig genug sein kann. Es ist keine Angst, die ich vor anderen Menschen habe, denn ich weiß hundertprozentig, dass ich mich wehren kann. Ich habe bisher ja auch alles überlebt, obwohl ich viel lieber mit Kayla oder Callum tauschen würde, wenn das möglich wäre. Schon oft habe ich mich gefragt, ob mich das Leben irgendwie verarschen will. Warum ich dabei zusehen musste, wie die beiden ermordet wurden, aber selbst ohne größere Verletzungen davon gekommen bin. Doch niemals habe ich mich beschwert, habe alles einfach so hingenommen, wie es kam. Ich bin zum Kämpfer geworden, aber das bedeutet nicht, dass mir die Gesellschaft anderer Menschen nichts mehr ausmacht. Sie versetzt mich unter Stress, erst recht, wenn meine Aufmerksamkeit nachlässt, so wie jetzt. Wenn ich mich dafür entscheiden muss, ob ich mich auf meine Umgebung konzentriere oder mir einen kurzen Moment der Schwäche erlaube. Doch diese Situation hier erlaubt mir keine Entscheidung für eine der beiden Seiten. Für unser Vorhaben muss ich fit sein und dafür muss auch ich mich ausruhen. Doch dafür auf jegliche Vorsichtsmaßnahmen verzichten? Niemals!

Eine ganze Weile liege ich wach, verfalle nur ab und zu in Sekundenschlaf, doch jederzeit in Alarmbereitschaft. Währenddessen frage ich mich zum hundertsten Mal, warum ich das hier eigentlich mache. Ach ja: Es geht darum, ihre Schwester zu retten. Wovor doch gleich? Vor einem Tribe, von dem sie nicht einmal weiß, ob er wirklich böse ist? Oder vor ihrem Bruder, was für mich noch immer wenig Sinn ergibt, wenn Sally doch freiwillig mit ihm weggegangen ist. Wie auch immer, aus irgendeinem Grund habe ich diesen Auftrag angenommen und ich bin kein Feigling, der jemand anderem in den Rücken fällt. Im Nachhinein betrachtet, waren es wohl eher meine Dämonen als mein Verstand, die mich dazu angestiftet haben. Der Wunsch danach irgendetwas zu tun, das mich von meinen eigenen quälenden Gedanken ablenkt. Der Wunsch danach etwas wieder gutzumachen, was nicht wieder gutzumachen ist. Im Grunde laufe ich nur vor mir selbst davon, aber wohin soll ich auch sonst gehen? Denn zurück kann ich nicht mehr… Doch Katniss hat noch eine Chance, im Gegensatz zu mir. Eine Chance, nicht von unsichtbaren Ketten gefangen gehalten zu werden, denen man nicht entkommen kann. Für sie ist es noch nicht zu spät, wenn sie es geschickt genug anstellt. Wenn wir es geschickt genug anstellen, korrigiere ich mich in Gedanken, denn noch immer will mein Verstand nicht ganz begreifen, dass ich wirklich freiwillig mit jemand anderem zusammenarbeite. Ob ich wirklich dazu bereit bin oder am Ende doch mein eigenes Ding durchziehe? Das wird sich zeigen. Und es wäre nicht das erste Mal, dass ich im Laufe der Zeit vom eigentlichen Auftrag abweiche, weil ich meiner Intuition folge. Doch zunächst einmal werde ich mich an das halten, wofür ich mich heute entschieden habe: Katniss zu helfen. Und dann warte ich einfach ab, wohin mein Weg mich führt. Genau wie immer… Und bisher hat mich das zumindest nicht umgebracht. Mit dieser einigermaßen beruhigenden Erkenntnis schlafe auch ich langsam ein. Es sind nur kurze Sequenzen und jede halbe Stunde wache ich auf, nur um festzustellen, dass alles in Ordnung ist. Und dann sinke ich wieder zurück in den Schlaf, doch nicht allzu tief. Jedes auch noch so leise Geräusch wird mich aufwecken. Die letzte Nacht, in der ich wirklich durchgeschlafen habe? Daran kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern.
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Katniss*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Di 23 Jun - 17:11

Nachdem ich aufgewacht bin, stelle ich fest, dass ich mich tatsächlich einigermaßen fit fühle und irgendwie erholt.
Ganz anders als ich gestern morgen auf der Farm aufgewacht war. Zwar war es schön in einem richtigen Bett zu schlafen und dort einen gewissen Komfort zu genießen. Aber andererseits war ich völlig darauf fokusiert, was mich wohl in der Stadt erwarten würde und das machte mir Angst. Ich fühlte mich gehetzt, doch innerlich auch wie betäubt. Alle meine Gedanken drehen sich um Sally und wie ich sie daraus holen kann. Vielleicht hat Darleens Anwesenheit das noch mehr verstärkt, weil sie mich so an meine Schwester erinnert. Gerne hätte ich sie mitgenommen, doch bin ich froh, sie so wenigstens in Sicherheit zu wissen.
Zwar macht mir diese ganze Situation immer noch angst und wütend zugleich, doch habe ich das Gefühl, nun zumindest einen vagen Plan zu haben. Naja, eigentlich scheint Cathal einen zu haben und darüber bin ich sehr froh.
Ganz leise rutsche ich auf den Boden neben meinen Rucksack, sammle das Brot heraus und schmiere ein paar davon. Dann krame ich noch zwei Äpfel aus dem Rucksack.
Wenn er mir schon hilft, will ich wenigstens zum Dank meine Vorräte mit ihm teilen. Auch wenn ich weiß, dass ihm das sicherlich nicht reichen wird - denn er schenkt mir seine kostbare Zeit, indem er mir hilft meine verworrene Vergangenheit zu retten und meine Schwester zu finden. Dafür gebührt ihm definitiv ein richtiger Lohn, doch was das sein wird, weiß ich nicht. Aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist.
Ich bin ihm jetzt schon zu Dank verpflichtet! Er hat mich ertragen und sich stillschweigend meinen Nervenzusammenbruch angehört, mir versichert, dass wir sie finden und es dazu auch noch geschafft mich zu beruhigen. Wie lange das so bleiben wird, kann ich nicht sagen.
Meine Psyche ist im Moment nicht die Beste, ich schwanke zwischen unausgeglichen, ratlos und mehr als nur labil in und her. Dazu kommt noch die unbendige Wut auf mich selber und Nick.
Hat er das alles geplant? Wollte er Sally einfach nur auf dem schnellsten Weg von mir trennen und hat mir bzw. uns diese ganzen traurigen Gefühle nur vorgemacht, weil er sich denken konnte, dass ich diese Neuigkeit so auffassen werde - völlig verstört und zutiefst verständnissvoll?
Ich weiß es nicht, doch hoffe ich bald Antworten darauf zu finden.
Eine ganze Zeit lang beobachte ich den schlafenden Jungen vor mir. Er ist rüber aufs Sofa gewandert, mit dem Blick zur Tür und zu mir. Wirklich angenehm und erholsam sieht es nicht aus, seine Lider flattern immer wieder. Er wirkt in dieser Situation gehetzt und schreckhaft, es scheint als sei er innerlich ebenso zerrüttet wie ich und auf alles gefasst.
Ich frage mich unweigerlich, wie lange es wohl her ist, dass er eine Nacht richtig durchgeschlafen hat ohne Angst und was er wohl erlebt hat, dass er dieses Einsiedler-Leben gewählt hat und das Zusammenleben mit anderen ablehnt. Denn dieses Gefühl habe ich immer mehr - er ist es nicht gewohnt so eng mit anderen zusammen zu sein. Wahrscheinlich erledigt er seine Jobs auch immer alleine.
So viele Gedanken gehen mir im Kopf herum und ich überlege, ob er mir seine Geschichte auch anvertrauen würde. Sie würde mich mit Sicherheit von meiner eigenen ablenken - aber vielleicht ist genau das auch sein Gedanke...lieber nimmt er sich mir an um nicht über seine eigenen Probleme nachzudenken.
Wieder kommen mir meine Träume von heute Nacht in den Sinn, die völlig durcheinander gewürfelt waren und für mich ohne Zusammenhang - vielleicht haben wir mehr gemeinsam als ich es mir vorstellen kann. Ich werde auf jeden Fall versuchen dem auf den Grund zu gehen, doch dafür muss ich behutsam sein, darüber bin ich mir sicher. Denn mein Gefühl sagt mir, dass er sonst völlig dicht macht und ich wieder auf mich alleine gestellt bin. Doch ich würde ihm gerne helfen auch seine Dämonen zu bekämpfen, so wie er mir gerade hilft.
Seine bloße Anwesenheit löst bei mir das Gefühl aus, dass wir es schaffen werden und mehr über diesen Tribe und Sally herausfinden werden. Was dann passiert kann ich nur mutmaßen, vielleicht schaffen wir es sie daraus zu holen oder ich bin tatächlich dafür verdammt geduldig zu sein, wie er es schon befürchtet hat.
Die ganze Zeit über betrachte ich ihn, mein Gesicht ist völlig ausdruckslos. Das Feuer in mir ist zumindest für die nächsten Stunden, vielleicht auch Tage unter Kontrolle und ich hoffe, dass ich es schaffe mich nicht wieder so vor ihm zeigen zu müssen. So völlig ohne Halt und Boden, ängstlich, panisch, heulend. Für mich ist das so als hätte ich ihm mein Innerstes gezeigt und bisher hatte ich dann immer das Pech, dass mir das zum Verhängnis wurde.

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Lee -Min*
Tribelos


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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Fr 26 Jun - 22:35

Überraschend schaue ich dem Mädchen hinterher, die sich ebenfalls mit einer kleinen Verneigung auch schon wieder verabschieden tut. Habe ich etwas falsch gemacht? Oder hat sie gemerkt, dass ich ihr die Traurigkeit angesehen habe ?Verdutzt halte ich ich immer noch die Dose mit den Trockenfrüchten in den Händen, ehe ich sie in meinem Rucksack verschwinden lasse. Dabei hole ich auch gleich das glitzernde Armband hervor, dass ich eben erst bekommen habe. Ich schaue es mir genauer an. Es ist wirklich ein hübsches Schmucktstück,, trotzdem wäre es zu egoistisch es zu behalten. Also wende ich mich an den Händler, der mich schon etwas misstrauisch beäugen tut, da ich wie angewurzelt vor ihm stehe. Ohne ein Wort zu sagen, halte ich es ihm hin. Mit erwartungsvollem Blick , schaue ich zu, wie er es für einen Moment in Augenschein nimmt, mir zunicken tut, mir eines der frischen Brote in eine kleine Tüte packt, und ich es anschließend mit einer dankenden Verneigung entgegen nehme. Kurz darauf entferne ich mich etwas von den Ständen, vollgepackt mit dem Rucksack, der Tüte mit dem Brot, und meinem Gitarrenkoffer. Der Markt füllt sich immer mehr und mehr, und ich halte Ausschau nach meinen Brüdern. Hmm, eigentlich müssten sie doch längst hier sein? Wurden sie vielleicht aufgehalten? Ich schirme meine Augen mit den Händen ab,und schaue zur Sonne hoch. Es muss jedenfalls Mittags sein. Ich mache ein nachdenkliches Gesicht, und kratze mich am Kopf. Ich lasse meine Augen nochmal prüfend über die Menschenmenge gleiten , als ich plötzlich sehe, wie zwei Jungs , ungefähr 11 oder 12, mit Stöcken auf einen kleinen Hund einhauen, und sichtlich Spaß an dieser Sache haben. Ich schaue mich um, sich niemand scheint auch nur ansatzweise etwas dagegen tun zu wollen. Na gut, dann werde ich mich mal höchstpersönlich um diese Rotzgören kümmern. Ich zeige mit dem Finger auf sie. Hey!, brülle ich. Sie schauen zu mir rüber, genau wie einige Leute auf dem Markt , ehe sie lachend, mit dem Hund auf dem Arm, los laufen. Na wartet! Ich setze mich so gut es eben mit dem ganzen Gepäck geht in Gang, und laufe los...

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   So 28 Jun - 1:36

Ein leises Rascheln reißt mich zurück ins Hier und Jetzt. Ich halte die Augen geschlossen, verlasse mich ausschließlich auf mein Gehör, doch was auch immer es ist, es hört sich harmlos an. Und das Wichtigste: Es kommt nicht näher. Keine Schritte oder Ähnliches und das ist mir auch ganz recht so. Mir ist bewusst, wo ich mich befinde und mit wem, und nach den letzten Stunden bin ich mir ziemlich sicher, dass von ihrer Seite aus keine Gefahr droht. Doch wirklich scharf auf Konversation bin ich gerade noch nicht. Sonderlich viel Schlaf brauche ich eigentlich nicht, oder besser gesagt, mein blöder Kopf ist der Meinung, dass er mich bei Bewusstsein viel besser quälen kann, wie auch immer man es sehen mag. Die bisherige Anspannung jedoch hat dafür gesorgt, dass ich mich nach der kurzen Zeit eindeutig noch nicht dazu berufen fühle die Welt zu retten. Mein Körper fühlt sich an wie nach einem Marathon, zumindest dem Muskelkater nach zu urteilen.
Nach einer Weile ist es wieder still und ich sehe das als Bestätigung, noch ein wenig weiter zu dösen. Wenigstens bleiben mir heute die Albträume erspart, da ich genügend mit dem Hier und Jetzt zu tun habe. Ganz offensichtlich hat Katniss nicht vor, mir im Schlaf die Kehle aufzuschlitzen. In dem Fall hätte sie es wohl schon getan und wahrscheinlich ist das der Grund dafür, dass ich tatsächlich noch einmal einschlafe. Zumindest fühlt es sich, als ich wieder bei Bewusstsein bin, so an als hätte ich geschlafen. Ich kann mich dunkel an ein paar Sekunden Traumfetzen erinnern, oder bilde ich mir das nur ein? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wann und wie lang ich tatsächlich weg gewesen bin, die ganze Nacht ist ein einziges schwarzes Loch, fast so als hätte sie nicht existiert, aber das ist eine willkommene Abwechslung. Ich wünsche, ich könnte mein halbes Leben in dieser Art und Weise vergessen. Zumindest tut mein Rücken nicht mehr weh und auch meine Gliedmaßen fühlen sich so an als wären sie wieder bereit zu funktionieren.
Noch immer ist es totenstill, verdächtig still, und ich habe das merkwürdige Gefühl beobachtet zu werden. Für gewöhnlich lassen mich meine Instinkte nicht im Stich und gerade wenn man seine Zeit normalerweise allein verbringt, scheinen sich Blicke förmlich in die eigene Haut zu brennen. „Hat dir noch nie jemand gesagt, dass es unhöflich ist, andere Leute anzustarren?“ Ein Hauch von Belustigung schwingt in meiner Stimme mit, denn ich kann ihr keinen Vorwurf machen, immerhin habe ich selbst eingewilligt meine Zeit mit ihr zu verbringen. Ich öffne die Augen und tatsächlich sitzt sie mir gegenüber und sieht erstaunlich ausgeschlafen aus. Oder vielleicht ist es auch nur wieder das Adrenalin, das sie wach hält. So ganz kann ich das noch nicht deuten, aber ich habe nicht vergessen, dass sie am liebsten so schnell wie möglich aufbrechen und nach ihrer Schwester suchen würde. An ihrer Stelle ginge es mir nicht anders. „Hättest mich ruhig wecken können“, sage ich daher, bevor ich mich schwungvoll aufsetze, bereit für alles, was kommen mag.
Wenn ich ehrlich bin, habe auch ich nicht vor, hier Wurzeln zu schlagen. Es ist durchaus auch in meinem Interesse, diese Sache hier so schnell wie möglich durchzuziehen. Denn auch wenn Katniss im Gegensatz zu den meisten anderen Gestalten, die in dieser Stadt so rumlaufen, eine eher angenehme Gesellschaft ist, kann ich es doch kaum abwarten wieder allein zu sein. Ich bin es nicht gewohnt, ständig unter Beobachtung zu stehen, mich anzupassen oder zu funktionieren, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen. Dass für meine Auftraggeber das Ergebnis zählt, ist klar. Aber die Art und Weise, wie ich es tue, was ich genau tue, bleibt im Normalfall meine Sache. Doch jetzt werde ich für eine Weile damit klarkommen müssen, dass jeder meiner Schritte kritisch betrachtet und bewertet wird. Nicht, dass mich das in irgendeiner Form beeinflussen würde. Ich handele noch immer so, wie ich es für richtig halte. Doch so ganz wohl fühle ich mich nicht dabei, denn jeder, der mich etwas genauer kennt, kann mir auch früher oder später gefährlich werden, wenn er es will.
Ich für meinen Teil wäre also fast sofort bereit aufzubrechen, auch wenn sich mir noch immer die Frage stellt, wo wir anfangen sollen zu suchen. Womöglich hat sie ja doch irgendeinen Anhaltspunkt, den sie gestern in ihrer Panik übersehen hat. Zumindest sieht sie jetzt stärker aus und hat wieder etwas mehr Farbe im Gesicht. Doch nachfragen will ich im Moment besser nicht, wer weiß, ob ich damit nicht wieder einen wunden Punkt treffen würde. Also warte ich einfach erst einmal ab. Das ist in den meisten Fällen sowieso die beste Strategie.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   So 28 Jun - 17:05

Das ist wirklich eine gute Idee, auch mir fehlt Nicolas langsam muss ich wirklich zugeben.
Ich muss lächeln, denn dieses Gefühl hatte ich vorher noch nie bei einem Jungen.
Dann folge ich Patricia und wir laufen zurück zu unserem Haus
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Do 2 Jul - 16:37

Cathals Augenlider zucken und er scheint aufgewacht zu sein, denn er sagt mir mit noch geschlossenen Augen, ob mir klar ist, dass es unhöflich ist Leute anzustarren.
Ich muss lachen, doch sage nichts direkt dazu. Als er die Augen öffnet und sich schwungvoll aufsetzt sage ich ich hab nochmal über alles von gestern nachgedacht und das deine Worte wirklich etwas ausgelöst haben in mir. Sie haben mich zum nachdenken gebracht und gezeigt, dass ich so vorraussichtlich wirklich nicht weiterkomme...wir brauchen einen Plan...aber wie der aussehen soll, weiß ich nicht...hast du eine Idee? frage ich direkt los und mustere ihn aufmerksam. Da ich bereits gestern gemerkt habe, dass ich mit meiner offensiven Art, gemischt mit diesen heftigen Gefühlen nicht weit kommen werde, überlasse ich ihm die Führung. Er wird schon wissen was wir tun könnten und was uns weiterbringt.
Wieder schleicht sich dieses Gefühl in mir hoch, dass wir mehr gemeinsam haben als ich denke und das er sowas in der Art vielleicht selber schon einmal durchgemacht hat - jemanden, den er liebt, retten zu wollen.... Eine besondere Weise umgibt ihn, er wirkt stark und weiß mit Sicherheit was er will und wie er es bekommt, doch da ist definitiv noch mehr, was er nicht zeigen will.
Außerdem scheint ihn meine Anwesenheit nicht zu stören, vielleicht etwas zu verunsichern, aber wen würde es in Anbetracht meines Ausbruches gestern wundern? Wahrscheinlich ist er auch einfach nicht so viel mit anderen Menschen zusammen. Was uns wieder eine Gemeinsamkeit einbringt, denn mir geht es ähnlich. Große Menschenmengen sind am Schlimmsten, ich bin lieber für mich. Das war ich schon immer und mit meiner aufbrausenden, zornigen und zielstrebigen Art mache ich es nicht unbedingt besser. Trotzdem ist es mir lieber so, denn dann sind meine Freunde auch wahre Freunden und nicht nur welche, die sich etwas von mir erhoffen.
Ich ertappe mich dabei, wie ich ihn weiter anstarre und lenke das Thema etwas um, zumindest ist es ein Versuch.
Ich wollte dir ein bisschen Ruhe von mir gönnen und ich hab dann, als ich wach wurde, Frühstück gemacht, nichts besonderes, aber es macht satt.
Bedien dich
meine ich dann, nehme mir ein Brot und esse es. Ich reiche ihm auch die Wasserflasche, nachdem ich einen Schluck genommen habe. Auch wenn ich nicht weiß, ob das zu weit geht. Denn nicht jeder mag sowas, aber ich habe keine Gläser und wenn er nichts eigenes mit hat und nicht verdursten will, bleibt ihm nichts anderes übrig.
Es ist bereits früher Nachmittag, also sollten wir demnächst direkt aufbrechen, wohin auch immer. Aber ich denke es wäre nicht so klug noch eine Nacht hier zu bleiben. Vielleicht könnten wir auch den Schatten der Nacht nutzen uns dort beim Vergnügungspark einmal umzusehen erkläre ich meine Idee und warte ab, wie er sie finden wird und ob sie überhaupt sinnvoll wäre.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Sa 4 Jul - 2:40

Dass sie jetzt so klar im Kopf ist und selbstkritisch über ihr eigenes Verhalten nachdenkt, habe ich so nicht erwartet und bin positiv überrascht. Ehrlich gesagt habe ich gestern einfach nur improvisiert und das ausgesprochen, was mir in dem Moment in den Sinn kam. Dass ihr das wirklich helfen würde, dessen war ich mir mehr als unsicher. Anscheinend habe ich gerade ein weiteres verborgenes Talent von mir entdeckt: Reden. Und noch in der Sekunde, in der das langsam zu mir durchsickert, werde ich dazu bereits wieder aufgefordert. Ich nicke entschlossen, denn es ist nicht das erste Mal, dass ich mit nur wenigen oder praktisch gar keinen Informationen losziehe, und es gibt ein paar grundlegende Regeln, die man beachten sollte, wenn man nur eine einzige Chance hat und diese nicht verspielen will. „Denk immer daran, dass wir es sind, die etwas von ihnen wollen… Nicht umgekehrt. Und wir wissen nicht, mit wem wir es zu tun haben. Das ist das erste, was wir herausfinden müssen. Aber nach außen hin gehen wir fürs erste davon aus, dass sie friedliebende Menschen sind, die uns nicht direkt den Kopf abhacken. Wir halten uns zurück, warten ab, wie sie sich verhalten, und reagieren einfach nur. Kämpfen werden wir nur, wenn wir angegriffen werden… Beziehungsweise wenn es sein muss.“ Natürlich kann man auch weitaus drastischere Methoden anwenden, um an Informationen zu kommen. Wenn es gar nicht anders möglich ist, werden wir darauf zurückgreifen müssen. Doch zunächst einmal sollten wir es auf normalem Wege versuchen. Jemand, der grundlos auf andere Menschen zugeht, sie schlägt oder foltert… Nein, so bin ich einfach nicht. Und das soll sie ruhig wissen. Ich lasse mich nicht zum Spielball irgendwelcher Privatfehden machen. Ganz abgesehen davon, dass selbst die härteren Mittel nicht automatisch bedeuten, dass man mit ihnen zum Ziel kommt. „Alles andere sehen wir, wenn wir da sind.“ Für den Anfang wird sie damit vermutlich auch schon genug zu tun haben. Wenn man darin ungeübt ist, ist es gar nicht so leicht die Ruhe zu bewahren. Im Moment macht sie das ziemlich gut, aber sobald sie mit diesen Leuten in Kontakt kommt, wird die Sache ganz anders aussehen.

Ich bin wieder vollkommen im ‚Arbeits’modus, wenn man das so nennen kann. Einzig und allein meine neue Aufgabe erfüllt meine Gedanken, den Rest der Welt blende ich aus. Dazu gehören dann auch gern mal solch belanglose Dinge wie Essen. Gelegentlich vergesse ich das einfach, so lange, bis mein Körper sich meldet. Katniss dagegen scheint nur allzu gerne unsere Versorgung zu übernehmen und ich finde, das ist ein fairer Deal. Solange ich mir um so etwas keine Gedanken machen muss, habe ich mehr Zeit, mich auf meinen Auftrag zu konzentrieren. „Danke.“ Ich fülle meinen Magen so weit, dass ich für die nächsten Stunden fit genug bin, und auch das Wasser nehme ich gerne entgegen. Wenn sie selbst davon trinkt, wird es mich schon nicht umbringen und alles andere ist mir egal. In meiner Welt geht es einzig und allein ums Überleben. Jeglichen Luxus habe ich mir abgewöhnt und erst recht erlaube ich mir keinerlei Illusionen darüber, dass die Situation dort draußen sich irgendwann bessern wird. Jeder tut das, was für ihn das Beste ist. Darum, welche Konsequenzen ihr Verhalten für andere Menschen haben könnten, scheren sich die wenigsten.

Katniss wirkt erstaunlich ruhig und gefasst, beinahe teilnahmslos im Gegensatz zu gestern. Ich habe keine Ahnung, was mit ihr passiert ist, aber wir sollten diesen Zustand nutzen, bevor er vorüber ist. „Ein Vergnügungspark also.“ Ich weiß nicht warum, aber ich muss grinsen. Dort draußen herrscht der reinste Irrsinn, Menschen töten sich gegenseitig, bestehlen sich oder machen sich anderweitig das Leben zu Hölle. Und mitten in diesem Chaos gibt es ein paar Leute, die in einem Freizeitpark hocken und ihren Spaß haben? Die Kämpfe um sich herum ignorieren und sich ein letztes Bisschen heile Welt bewahren? Der Gedanke gefällt mir. Auch wenn diese Leute laut meiner Auftraggeberin selbst eine Menge Dreck am Stecken zu haben scheinen. Weshalb ich auch direkt wieder ernst werde. Dennoch erscheint mir das Ganze etwas surreal und ich bin gespannt darauf, mir mein eigenes Bild davon zu machen. „Ich bin quasi schon fertig. Gib mir fünf Minuten. Ob wir uns diesen Park besser bei Tag oder bei Nacht ansehen, wird sich noch herausstellen.“

Ich schnappe meinen Rucksack und verschwinde in einem kleinen abgetrennten Raum, der wohl früher mal das Badezimmer gewesen sein sollte. Mir ist eingefallen, dass ich nicht gerade vorteilhaft gekleidet bin. Mir fehlt ein größerer Teil meines Shirts und noch immer befindet sich getrocknetes Blut an meiner Jacke, das man dank der dunklen Farbe zwar nur bei eingehender Betrachtung sieht, das mich aber im Zweifel vor diesem Tribe nicht sonderlich vertrauenserweckend aussehen lässt. Glücklicherweise habe ich grundsätzlich Klamotten zum Wechseln dabei. Wenn man sich weitgehend im Freien aufhält und sich ab und an den einen oder anderen Kampf liefert, ist das ziemlich praktisch. Nachdem ich mich umgezogen habe und eine fast identische Kapuzenjacke trage, verstaue ich wieder sämtliche Waffen unter meiner Kleidung, die ich für die Nacht abgelegt hatte. Das zerrissene Shirt lasse ich einfach hier liegen, den Rest werde ich später waschen. Unwillkürlich muss ich an Ebony denken, an die lebensgefährliche Wunde, die sie ohne weiteres hätte töten können, und wieder einmal frage ich mich, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Hat der Virus nicht schon genug Menschenleben gefordert? Muss man danach wirklich noch weiter morden? Es ist mir unverständlich, wie man so verantwortungslos sein kann. Doch was in anderen Köpfen vorgeht, kann ich nicht ändern. Ich kann höchstens versuchen zu verhindern, dass es noch mehr Opfer gibt. Dafür bin ich zu jeder Zeit bereit. Voll ausgerüstet stehe ich daher kurze Zeit später wieder vor Katniss. „Fertig“ ist alles, was ich sage.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Sa 4 Jul - 9:54

Cathal scheint sichtlich überrascht zu sein über meine Veränderung und innere Ruhe. Und auch ich bin leicht verwundert darüber und sehr erleichtert, aber aus irgendeinem Grund fühle ich mich tatsächlich ruhiger und ich glaube, das liegt an ihm. Er hat ohne irgendetwas zu bewerten einfach zugehört und mich reden lassen, mich nicht unterbrochen und keine halb gut gemeinten Ratschläge oder ähnliches gegeben, das hat mir wahnsinnig gut getan.
Er gibt mir nun ein paar Anregungen, die ich bedenken sollten für unsere nächsten Schritte und nich nicke. Verstanden meine ich dann noch, damit er sieht, dass ich mir wirklich bemühe und es nach bestem Willen auch versuche unauffällig zu sein.
Doch mein inneres Gefühl sagt mir, dass ich das auch schaffen werde. Ich muss einfach!
Mir fällt auf, dass Cathal gleich wieder eine andere "Haltung" annimmt, etwas verändert sich an seinem Auftreten, er wirkt vollkommen ernst und aufmerksam, alle anderen Emotionen verschwinden aus seinem Gesicht. Wahrscheinlich macht er sich so bereit für seinen Auftrag.
Ich könnte das nicht, dafür lasse ich mich zu oft von meinen eigenen Gefühlen leiten und kann sie kaum verbergen. Daher wird es wirklich eine Herausforderung für mich werden in Sallys Nähe zu sein, aber nicht direkt loszuschreien und sie darauszuholen. Aber etwas von seiner Art färbt auf mich ab, beruhigt mich und bringt mich dazu nicht wieder die Verrückte zu sein, die blind auf ihr Verderben zuläuft.
Er bedankt sich fürs Essen und trinkt auch etwas. Als ich ihm erzähle, wo wir nun hin müssen, huscht ein schelmisches Grinsen über sein Gesicht. Ja genau, verrückt oder? Wobei sie sich ein gutes Plätzchen ausgesucht haben, drum herum ist auch nur Wald sage ich ebenfalls grinsend.
Ich überlege, wann ich das letzte Mal in einem war und kann mich nicht daran erinnern. Wahrscheinlich war ich noch nie in einem, denn mir war die Natur schon immer lieber. Ich bin einfach kein typisches Mädchen, denn ich war auch noch nie wirklich schoppen. Meine Kleidung besteht immer eher aus praktischen Sachen, unauffällig und gemütlich.
Außer als ich mit Sally zusammen war huscht es mir durch den Kopf, doch schnell wische ich die Gedanken beiseite und konzentriere mich auf Cathal.
Er geht sich kurz frisch machen und ich mache es ihm gleich. Mein Weg führt mich zur kleinen Kochnische in dem Raum. Dort wasche ich mir Hände und mein Gesicht mit dem Wasser aus der Flasche. Auch meine Jacke ziehe ich aus und stopfe sie in meinen Rucksack, darunter trage ich ein schwarzes Tanktop mit einigen grauen Akzenten, die schwarze Hose sieht auch noch passabel aus, daher lasse ich sie an. Meine Haare käme ich grob mit meinen Fingern, als Cathal zurück kommt. Schnell flechte ich mir meine langen Haare zu einem Bauernzopf, damit sie mich nicht behindern. Dann schultere ich meinen Rucksack und den Köcher und lege den Bogen über die Schulter. Ich auch meine ich, auf meinem Gesicht liegt ein leichtes Lächeln. Denn ich bin sehr gespannt wie es nun weitergeht, Aufregung macht sich in mir breit und auch etwas Angst kommt mit hoch.
Wir müssen es schaffen! Wir werden es auch schaffen! sage ich mir innerlich und blicke mich dann nochmal im Raum um. Dann verlasse ich hinter dem Jungen den Raum.

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