The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
StartseiteFAQSuchenMitgliederFacebook-CommunityAnmeldenLogin
Austausch | 
 

 Flur und Küchennische

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4
AutorNachricht
Lia*
Tribelos


Anzahl der Beiträge: 44
Anmeldedatum: 06.12.14

BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 3 Aug - 22:17

Mein Herz schlägt schnell, fast unkontrolliert und als auch noch Bray die Küche betritt und mich anspricht, stehe ich mit einem Mal wie versteinert da. Wie ein kleines Kind, dass man gerade dabei entdeckt hat, aus der Küche etwas von einem Kuchen zu stehlen, der gar nicht da war. "Tut mir leid... ich bin so ungeschickt..." gebe ich peinlich berührt zu und lasse mir von Bray das Tuch auf die blutende Wunde drücken. "Ich wollte nichts kaputt machen... " erkläre ich und greife mir mit der gesunden Hand peinlich berührt auf die Stirn. Ich versuche mein Worte wieder zu finden und mich zu sortieren... Richtig benennen kann ich gerade nicht, was mich so aus dem Konzept gebracht hat, aber ich ahne, dass es die Sachen waren, die auf dem Tisch in der Küche lagen. Dachte ich eben noch alleine die Nacht bei Bray verbracht zu haben, lagen hier nun Dinge für kleine Kinder und ein Mantel.
Mein Mund fühlt sich fast etwas trocken an... Noch mehr als gerade eben. "Ich... ich wollte mir ein Glas Wasser nehmen... aber nicht mal das bekomme ich ordentlich hin..." stottere ich etwas und sehe ihn dann wieder ruhiger an. Ich will ihm nicht sagen, dass der Grund meiner Unsicherheit vermutlich gerade ganz ein anderer gewesen war.
"... und... und bei dir.. alles in Ordnung? Ich habe dich sprechen hören im Treppenhaus." Ich versuche wieder gefasster zu wirken und es gelingt mir auch. Ich sehe Bray vorsichtig an. Seine langen Haare trägt er dieses Mal offen und seine Persönlichkeit und sein Aussehen lassen mich fast auch wieder verstummen. Ich will es nicht wirklich zugeben, aber es fällt mir schwer gerade Sätze zu formen, wenn er so vor mir steht. Mein Herz pocht unruhig und ich kann dieses Gefühl gerade nicht zuordnen, was seine Anwesenheit mit mir macht. Ich versuche es zu ignorieren und sehe ihn wieder an.
"Danke für die 2. Rettung... "stammle ich dann.
Nach oben Nach unten
Bray*
Mall Rat


Anzahl der Beiträge: 250
Anmeldedatum: 27.05.14

Charakter der Figur
Beziehungsstatus: Es ist kompliziert
Inventar:
Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Ivayne

BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 5 Aug - 13:39

Ich wünsche, ich könnte etwas tun, um Lia die Sache zu erleichtern und dafür zu sorgen, dass sie sich nicht so unwohl fühlt. Und vom Glück scheint sie diese Tage auch nicht unbedingt begleitet zu sein. Es wäre toll gewesen, hätte sie bereits Amber und meinem Sohn begegnen können. Amber hätte ihr bestimmt etwas Mut zusprechen können, einen weiblichen Ansprechpartner in dieser Stadt zu haben, wäre wohl nicht so falsch. Denn außer mir kennt Lia noch keinen und damit eröffnet sich mir ein nächstes Problem. Ich habe nun bereits Julez mit Amber in die Mall geschickt, in dem Wissen, dass sie dort bei den Mall Rats sicher sein wird, allerdings ist mir auch bewusst, dass es einige Probleme gibt, die einer Lösung bedürfen. Ewig allein in der Wohnung lassen kann und will ich Lia jedoch natürlich nicht, sie ist ein freier Mensch und ich würde mich freuen, wenn sie ein paar Freunde fände. Bloß fühle ich mich selbst seit dem Konflikt mit Jay und dem Chaos, das meine Rückkehr verursacht hat, nicht mehr ganz so willkommen in der Mall, so dass es mir unangenehm wäre, sollte ich mit Lia dort auftauchen und würde sie den Unmut von Lex oder jemand anderem zu spüren bekommen. Andererseits habe ich Trudy versprochen, sie zu besuchen, sobald es geht. Unsere Aussprache hat viele Missverständnisse aus der Welt geschaffen und unser in Mitleidenschaft gezogenes Verhältnis wurde durch die Aussprache besser. Dass es wieder beginnt zu bröckeln, möchte ich nicht noch einmal riskieren...
Wie es nun weitergehen wird, werde ich allerdings entscheiden, wenn ich mich um Lia gekümmert habe. Da sie mit dem Tuch nicht besonders erfolgreich ist, trete ich doch an ihre Seite und probiere, den Fluss selbst zu stoppen. Sie lässt es sich tapfer gefallen, statt ihren Schmerzen Ausdruck zu verleihen, entschuldigt sie sich noch mal, fasst sich an die Stirn.
"Mach dir keine Sorgen, das ist keine große Sache. Viel schlimmer ist, dass du dich dabei verletzt hast. Ich hoffe, die Schnittwunden sind nicht allzu tief. Richtig versorgen kann ich sie nur leider nicht mehr, da ich die letzte Mullbinde selbst aufgebraucht habe. Wir sind wohl beide ein wenig talentiert darin, uns körperlich irgendwie wehzutun, was? Womöglich könnten wir im Krankenhaus nachsehen gehen, ob wir dort Nachschub finden, um bei der nächsten Wunde besser gewappnet zu sein", antworte ich ruhig. Mir ist klar, dass ich viel auf einmal rede, aber es lenkt Lia möglichweise etwas ab und bringt sie auf andere Gedanken. Dass es im Hospital noch Verbandsmaterialien gibt, ist zudem nicht ganz so abwegig, denn Medikamente waren nach dem Virus und generell am gefragtesten. Damals zumindest.
Bei den Technos im Lager sah es anders aus. Sie hatten viel Arznei, womit die Wachen gerne prahlten, falls eine von ihnen krank war und es so schnell bekämpfen konnte. Wie gefangenen Virts kamen dagegen nie in den Genuss, dass sich wer von den Technos sorgte, wenn jemand krank war. Im Gegenteil, es war ein schnelles Todesurteil, je nachdem wie stark die Infektion war. Nicht nur der Anführer Ram reagierte empfindlich auf Keime und Viren. Alle Technos hatten die Angst, dass eine Erkältung ihr System angreifen könnte wie richtige Würmer, war das auch totaler Quatsch. Falls jemande jedenfalls nicht mehr stark genug war, um in den Fabriken und Kraftwerken zu arbeiten oder dort sogar zusammenbrach, wurde er entweder in Qurantäne gebracht oder mit einem Zapper ins Jenseits katapultiert, vor den Augen aller, als würde man eine Fliege mit einer Klatsche töten. Denn so stellte ich es mir manchmal aus der Sicht von einem dieser Technikfreaks vor, standen sie ein weiteres Mal kerzengrade vor einem gefallenen Menschen, den sie versklavt hatten, schauten auf ihn herab, wie auf einen minderwertigen Käfer, sprachen ihn an und wenn er nicht reagierte, zückten sie ohne weiteres ihren Zapper und beendeten das Leid. Und jede Person, die es wagte, den Mund darüber zu öffnen oder einen Angriff zu starten, wurde ebenso behandelt oder einer Spezialbehandlung unterzogen, die ihr ihre Persönlichkeit nahm und sie zu einem Zombie machte...
Ich darf mich nicht zu sehr ablenken lassen. Also konzentriere ich mich wieder auf Lias Hand. Als ich das Blut soweit weggewischt habe, um erkennen zu können, ob noch Glas in ihrer Hand steckt, was glücklicherweise nicht der Fall ist, soweit ich das sehen kann, wickele ich da Tuch so zu einem Knoten und befestige es an der Hand, dass eine dickere Stelle auf den Schnitt drückt und das Restblut aufsaugt.
"So, fertig. Es wird nicht lange halten, aber besser geht es nun leider nicht", meine ich mit einem schiefen Grinsen. Lia möchte dann wissen, was im Treppenhaus los gewesen ist, sie und Amber haben sich also lediglich um ein paar Minuten verpasst.
Ich nicke auf ihre Frage hin.
"Es ist einiges passiert, während du geschlafen hast, aber nichts, wegen dem man sich Gedanken machen müsste. Ich habe überraschend Besuch von einer...meiner ehemaligen Freundin bekommen und unserem gemeinsamen Sohn. Die Sache ist ein bisschen kompliziert, wir haben uns erst vor Kurzem wieder gesehen, weil ich...von den Technos festgehalten worden bin und erst vor ein paar Wochen entkommen konnte. Wir haben uns unterhalten, darüber, wie es nun weitergeht, als ich im Gang draußen ein Rufen gehört habe. Darum bin ich nachsehen gegangen und habe eine junge Frau auf der Suche nach einer Bleibe vorgefunden, der es nicht so gut ging. Sie ist nun mit meiner Freundin zu unserem Tribe gegangen. Ist alles ein wenig plötzlich geschehen und ein Besucher einer meiner Nachbarn...ist ein bisschen seltsam, darum hat es einen kleinen Disput gegeben. Er hat das Mädchen vor uns gewarnt, als wären wir Verbrecher. Ich meine, Misstrauen ist völlig angebracht in unserer Welt, man sollte niemals leichtsinnig jemandem vertrauen, gleichzeitig sollte man hingegen auch niemanden zu schnell in eine Schublade stecken, geschweigedenn überhaupt und damit noch jemandem, der sowieso schon am Boden ist noch mehr Hoffnung nehmen. Tut mir leid, dass ich so viel rede. Du kannst aber beruhigt sein. Und beim nächsten Mal komme ich bestimmt dazu, dich mit Amber bekannt zu machen. Ihr würdet euch sicher gut verstehen", erkläre ich, was vorgefallen ist und hole dann zwei neue Gläser aus dem Schrank, um sie mit Wasser aus dem Kanister zu füllen. Um die Beseitigung des Blutes auf der Anrichte und dem Boden werde ich mich später kümmern.
"Und du musst dich nicht bedanken. Als ich dir auf dem Feldweg meine Unterstützung zugesagt habe, habe ich das ehrlich gemeint", entgegne ich noch und lächle.

-
Signa made by Ivayne - please don't copy Wink
Nach oben Nach unten
 
Flur und Küchennische
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 4 von 4Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4
 Ähnliche Themen
-
» Der Flur im Erdgeschoss

Forenbefugnisse:Sie können in diesem Forum nicht antworten
The Tribe - RPG - Forum, Community, Serie | thetribecommunity.com ::  ::  ::  ::  ::  :: -