The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
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 Flur und Küchennische

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Bray*
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 6 Jan - 21:45

cf: Schlafzimmer

Mitgenommen von dem, was ich soeben echt getan habe, gehe ich in meine Küche und taumele doch etwas, denn durch den Schlaf fühle ich mich zwar erholt, trotzdem ist die Last noch lange nicht weg. Die Sache mit Lia hat mich abgelenkt, dass ihr Arm gebrochen war, hat meinen Gedanken einen anderen Fokus beschert, auf den ich mich konzentrieren habe können. Nun wo ich nur kurz alleine bin, schwappen allerdings schon wieder Bilder von Amber in meine Gefühlswelt. Ich habe sie mit Jay allein dort auf der Dachterrasse zurückgelassen und keine Ahnung, wie er weiterhin reagiert hat. Oder sie. Ob er seine Tour des scheinenden Helden weiter gespielt hat, den Tröster, nachdem ich mich nicht wirklich als solcher bezeichnen haben können. Es ist alles so wie damals als Sasha aufgetaucht ist und Amber für sich gewonnen hat. Ich habe ihn gehasst, seine besonnene Art, seine Lockerheit und dass er vieles leichter sehen konnte als ich selbst. Dass er einfach ehrlich sein konnte, wohingegen ich fast zu lange gewartet habe. Ich frage mich, wie sich alles entwickelt hätte, wäre Amber wirklich mit Sasha gegangen und nicht zurückgekehrt...
In Gedanken gehe ich auf den Kühlschrank in der Küche zu, den ich noch gar nicht wirklich unter die Lupe genommen habe. An ihm heften sogar noch ein paar Magnete, ein von Kinderhand gemaltes Bild und eine Einkaufsliste. Das alles scheint so furchtbar normal. Ich öffne die quietschende Tür, dann gleich das Eisfach. In beidem befindet sich mehr als ich je erwartet hätte. Ein Glas Marmelade, Joghurt, Eiswürfel in einer dieser Formen und eine Flasche Cola. Wie konnte das bloß so lange unentdeckt hier drin bleiben? Selbst wenn zumindest der Joghurt auch wenn ungeöffnet bestimmt nicht mehr genießbar ist? Ich schließe die Türen erst einmal wieder, um in den Schränken nach weiteren Gefäßen zu suchen, die man mit Wasser füllen und einfrieren kann. In einer der großen Schubladen werde ich fündig, lasse alles soweit es geht vollaufen und tausche es gegen das Eis, das sich bereits in der Kühlung befindet aus. Es ist zwar nur eine kleine Form, aber fürs Erste wird sie reichen. In einem anderen Schrank sitzen zudem noch ordentlich zusammengelegte Handtücher und es gibt eine Rolle Müllsäcke. Das so zu sehen macht mein Herz bloß schwerer, weil die Zeit in diesen Wänden tatsächlich stehen geblieben zu sein scheint. Wie als käme man in ein Museum, in dem man sehen kann, wie eine Wohnung vor dem Virus überall ausgesehen hat. Um nicht in Schwelgerei zu verfallen, lege ich alles bereit, klopfe die Eiswürfel in einen der Säcke und lege ein Handtuch darum. Dann bringe ich es zu Lia. Ich habe ihr meine Hilfe angeboten, darum sollte ich das nun erst mal durchziehen, bis ich wieder für mich bin.

tbc: Schlafzimmer
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   So 25 Jan - 23:53

cf: Eingangshalle -blaues Haus-

Ich folge der Beschreibung die ich in den letzten Tagen von Trudy bekommen hatte.
Erster Obergeschoss, Wohnung rechts... Bray jr. geht an meiner Hand und mit jedem
Schritt den wir beide auf die Eingangstür zugehen wird mein Herz schneller.
Ich bin angespannt und nervös. Am liebsten hätte ich bereits schon vor der Mall
umgedreht, aber ich weiß, dass ich mich meiner Angst stellen muss.
Langsam gehen wir auf die große Holztür zu. Ich fühle wie sich mir fast die Kehle
zu schnürt und mein Herz unruhig in meiner Brust hämmert. Ich mag dieses Gefühl
nicht. Ich sehe zu Bray jr. der brav an meiner Seite bleibt und meine Hand umklammert.
Er ist ruhig und ich weiß, dass er vermutlich genauso nervös ist wie ich. Immerhin denke
ich zu wissen, dass er zumindest ein bisschen begreift wen wir besuchen.
Dann stehen wir plötzlich vor der Tür und ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und klopfe an
die Tür. Vermutlich ist er gar nicht da.... Ich hätte nicht kommen sollen... Das, das war eine ganz
blöde Idee... Vielleicht will er uns nicht einmal sehen...

Automatisch trete ich einen Schritt zurück und halte Bray's Hand ganz fest.
Ich weiß nicht, wer hier gerade wem Halt spendet. Ich ihm, oder er mir.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 26 Jan - 16:07

cf: Zeitsprung

Es ist fast eine Woche vergangen. An dem Tag, als Lia und ich abends noch mal zum Markt heruntergegangen sind, um Brot und ein paar andere Lebensmittel zu ertauschen, ist wenig später nachdem wir wieder hier im Haus waren und die Treppen zu meiner Wohnung nach oben stiegen, draußen die Hölle losgebrochen. Es war, als würde ein Krieg beginnen, dabei hatte es keinerlei Anzeichen für einen bevorstehenden Angriff oder Ähnliches gegeben. Lia und ich hatten dafür gesorgt, dass wir so schnell wie möglich hochkamen und in meinem Appartment die Tür mit der Kommode aus dem Hausflur verbarrikadiert. Die frischen Sachen hatten wir nur schnell in der Küche abgelegt, um dann vom Wohnzimmer aus zu beobachten, was geschehen war. Über dem Industriegebiet schwebte eine riesige schwarze Rauchwolke, die sich über der ganzen Stadt verbreitete. Durch den Nebel war vereinzelt Feuer zu sehen, aber ich konnte es nicht genau zuordnen, weil ich mich dafür in der Stadt noch nicht gut genug auskannte. Meine Gedanken drehten sich um die Mall, um Amber und meinen Sohn, um Trudy und die anderen, darum, ob ihnen etwas passiert ist und der Tag unseres Streits am Ende der letzte gewesen war, an dem ich Amber wirklich gesehen hätte. Diese grausame Vorstellung schob ich so weit wie möglich zur Seite. Ich war jedoch so sehr mit meinen eigenen Sorgen beschäftigt, dass ich Lias Zustand erst bemerkte, als ich wieder etwas klarer denken konnte. Ihr machte das da draußen unheimlich viel Angst und als ich sie fragte, ob ich für ein paar Stunden weggehen könnte, um nach Freunden zu sehen, schaute sie mich so panisch an, dass ich hier geblieben bin. Seitdem haben wir die Wohnung nicht mehr verlassen, von dem gelebt, was wir auf dem Markt geholt hatten, als es ihn noch gab. Auch heute stehen draußen zwar ein paar Stände, sie sind jedoch bloß der kümmerliche Rest umringt von Zerstörung. Durch die Explosionen muss die Stromversorgungsstation beschädigt worden sein, sowie auch das fließende Wasser ist nicht mehr da. Es ist wie nach dem Virus.
Jeden Morgen öffne ich nun die Augen und frage mich, wie lange ich mich hier einschließen will. Ich könnte nachts weggehen, aber um ehrlich zu sein will ich nicht riskieren, noch mal entführt zu werden, wenn der Angriff keine einmalige Sache gewesen ist, sondern bloß ein Vorbote von etwas noch Schlimmerem. Andererseits muss ich dringend nach den anderen sehen...Nach einem spartanischen Frühstück hat sich Lia wieder hingelegt, um sich weiter auszukurieren. Die Schiene hat bis jetzt gehalten und ich hoffe, sie wird es weiterhin tun. Ich dagegen habe nach unserem Essen bloß weiter wie in den letzten Tagen auch die Wohnung so gründlich und leise wie möglich weiter durchsucht und bin dabei auf einige interessante Sachen gestoßen. Gerade als ich vor einem Schrank mit Büchern knie, bringt ein Klopfen an der Haustür mich aus dem Konzept. Mittlerweile ist diese nicht mehr verbarrikadiert. Ich frage mich, wer da sein kann und vermute, dass es vielleicht Trudy oder Nicolas sind. Womöglich ist es hingegen auch ein ziemlich ungebetener Gast. Langsam gehe ich zur Tür, auf alles was kommen mag vorbereitet und öffne sie einen Spalt. Die Personen davor lassen meinen Atem stoppen, denn bei ihnen handelt es sich um keine geringeren als Amber und meinen Sohn.
"Amber...", ist das einzige, was ich sagen kann. Ich bin nicht auf diese Situation vorbereitet und im Schlafzimmer liegt eine fremde Frau, die wenn sie aufwacht und sich wie selbstverständlich in der Wohnung bewegt, was sie in den letzten Tagen auch gemacht hat, ziemlich falsche Vorstellungen hervorrufen kann. Womöglich denkt Amber am Ende sogar, ich hätte etwas mit Lia gehabt oder es wäre noch aktuell und ich hätte sie wegen Jay und allem so schnell schon aufgegeben...Das Schicksal mag mich wohl auch weiterhin nicht. Dennoch bin ich froh, Amber und meinen kleinen Jungen hier zu sehen, denn das bedeutet, es geht ihnen gut. Hoffe ich.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 26 Jan - 18:43

Gerade als ich denke, dass niemand in der Wohnung ist, höre ich von drinnen Schritte, die auf die Tür zu gehen. Fast hatte ich gedacht,dass auch das blaue Haus leer stehen würde, doch scheinbar irre ich. Ich zweifle an meiner Entscheidung hier her gekommen zu sein. Weiß, dass es wichtigere Dinge zu erledigen gibt, als meine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen vor allem da wir alle Hunger leiden und noch nicht mal fließendes Wasser haben. Trotzdem weiß ich, dass die Mall für ein paar Stunden auch ohne mich auskommt und ich sicher gehen muss, dass Bray, so fern er es geschafft hatte dem großen Aufstand zu entkommen, sicher war und er noch Interesse an seinem eigenen Kind hatte. Diese Angst, er würde uns erneut den Rücke zukehren und nochmals aus dem Leben von seinem Sohn und natürlich in gewässerweise auch aus Meinem verschwinden, frisst mich jede Nacht fast auf und lässt mich, wenn überhaupt schwer einschlafen.

Die Schritte werden lauter und ich halte für einen Moment die Luft an, als die Tür für einen Spalt geöffnet wird. Bevor ich noch Bray's Augen erblicke, sehe ich bereits seine langen braunen Haare, ehe er den Kopf hebt und mich und Bray jr. betrachtet. Seine Augen wirken erstaunt und gleichzeitig so verletzlich, so unvorbereitet auf das, das wir uns tatsächlich gegenüber stehen, so dass ich nicht mal in der Lage bin nur einen Ton von mir zu geben. Doch Bray scheint es ähnlich zu ergehen, auch wenn er meinen Namen hervorbringt. Bray jr. steht neben mir und lehnt sich ein bisschen an mein Bein und meine Hüfte an, wie wenn er sich schüchtern dahinter verstecken wollte. Ich blicke ihn jedoch nicht an, spüre nur, dass er sich an mich lehnt und ich lege meine Hand, die eben noch seine kleine Patschhand gehalten hat über seinen Kopf auf seine Schulter und drücke ihn ein bisschen an mich. Ich weiß, dass das nicht nur für mich schwer ist, sondern auch für meinen starken, großen Jungen, auch wenn er normalerweise alles andere als schüchtern war.

"H..Hey!" bringe ich dann hervor, während mein Herz bis zum Hals schlägt. Ein flüchtiges Lächeln huscht über meine Lippen verschwindet jedoch sofort wieder da ich nicht weiß, wie ich die Situation einschätzen soll. Ich bin unfähig in seinem Gesicht zu erkennen, was in Bray gerade vor geht. Ob er sich über den Besuch freut oder ob er mich und Bray jr. am liebsten wieder fortschicken wollte...

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 29 Jan - 22:21

Die Distanz, die nach unserer letzten Begegnung zurückgeblieben ist, ist noch deutlich spürbar. Amber fällt es schwer, mir in die Augen zu sehen und selbst wenn Lia nicht bei mir wäre, so fiele es mir ebenfalls nicht leicht, Amber ins Gesicht zu schauen, da ich darin etwas entdecken könnte, für das ich noch nicht bereit bin. Also konzenriere ich mich erst einmal auf den kleinen Jungen, der sich eng an seine Mutter kuschelt. Innerlich vollführt mein Herz erleichterte Freudensprünge darüber, dass mein Sohn wieder gesund geworden ist, die Medizin ihm geholfen hat und...das Mal als ich ihn im Arm halten durfte nicht die letzte Gelegenheit gewesen ist, in der ich ihn habe sehen können. Ich schenke ihm ein kleines Lächeln, das hoffentlich ermutigend wirkt statt beängstigend, dann wandert mein Blick zu Amber zurück. Wenn wir noch lange so hier stehen, wird das die Situation vermutlich noch um einiges am Grad des unangenehmen Gefühls her gemessen steigern, sodass ich schließlich zur Seite trete, ohne groß Fragen zu stellen. Was würde das auch bringen? Zudem ist in den letzten Tagen so viel passiert, nach unserem emotionalen Krach, dass der wohl nicht an Wichtigkeit verloren hat, aber auch nicht mehr an erster Stelle stehen sollte, wenn es um große Probleme geht, die gelöst werden müssen. Und schon gar nicht soll er erneut ausbrechen oder fortgeführt werden. Meine Wut ist verraucht, ich bin aufgeregt, aber äußerlich ruhig. Daran, dass es Lia gibt kann und will ich nun nichts ändern. Sie hat mir in den letzten Tagen mit ihrer bloßen Anwesenheit mehr geholfen als gedacht, weil sie mir eine Aufgabe gegeben hat und ich mich endlich nicht jemand anderem gegenüberstehen sah, der mir etwas genommen hatte, der mich auf irgendeine Art ersetzte oder die Rolle ausfüllte, die ich gerne niemals verloren hätte.
"Kommt herein. Schön, dass ihr da seid", sage ich freundlich, als wäre das Treffen geplant gewesen und warte dann ab.

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Zuletzt von Bray* am Fr 30 Jan - 19:07 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Do 29 Jan - 23:28

Ich traue mich tatsächlich nicht Bray direkt anzublicken. Jedes Mal, wenn sich unsere Blicke treffen, schaffe ich es nur kurz den Blickkontakt mit ihm zu halten. Es gibt wenige Dinge, die mich so verunsichern, dass ich kaum ordentlich schaffe jemanden in die Augen zu blicken. Doch die unausgesprochenen Worte und Gedanken zwischen Bray und mir lassen mich seinem Blick ausweichen, wobei ich merke, dass es ihm ähnlich ergeht.

Bray jr. hält sich an meinem Bein fest und sieht Bray immer wieder an. Bray schenkt ihm ein vorsichtiges Lächeln und mein Blick ruht auf meinen kleinen Mann und ich streiche ihm dann durch seine feinen und zarten Haare als Bray uns anbietet einzutreten.
Das Bray noch einen Gast hier hat weiß ich nicht und glaube, dass er alleine hier wohnt und lebt. Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren würde wenn er hier mit jemanden leben würde, aber der Gedanke, dass er uns herein bittet, lässt mich nicht im geringsten daran denken.
Bray's Worte klingen freundlich und ich lächle ebenfalls vorsichtig und sehe nochmals zu Bray jr. der mich im selben Moment nochmals ansieht. Ich versuche in seinen Augen zu erkennen, ob es auch für meinen kleinen Mann in Ordnung ist einzutreten. Seine Augen fragen mich, was wir tun werden und ich sehe dann zu Bray auf und nicke.

"Sehr gerne würden wir rein kommen" wispere ich und gehe dann seitlich mit Bray jr an der Hand an Bray vorbei. Sein mir zu gut bekannter Geruch dringt in meine Nase und lässt mein Herz schwer werden, während wir an ihm vorbeigehen. Ich lasse es mir nicht anmerken und folge dem kleinen und kurzen Gang einfach weiter bis wir in einer kleinen Küchennische stehen. Ich blicke mich um und erkenne wie spartanisch die kleine Küche eingerichtet ist. Ein kleines Sofa befindet sich ebenfalls hier, so dass ich mich dann setze und Bray jr. sofort auf meinen Schoß klettert.
Ich weiß, dass er noch etwas unsicher ist, aber ich bin mir gerade sicher, dass er voll und ganz begriffen hat, was wir hier machen und wer uns der noch für ihn relativ "fremde Mann" gegenüber ist. Ich hebe ihn hoch zu mir und halte ihn ein bisschen fest, da ich merke, dass er meine Nähe und das Gefühl der Sicherheit braucht. Trotzdem lässt er Bray nicht aus den Augen und beobachtet ihn genau.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Sa 31 Jan - 17:36

Amber bedankt sich indirekt dafür, eintreten zu dürfen, dann ist sie zusammen mit unserem Sohn auch schon in meiner Wohnung drin und es gibt kein Zurück. Ich schließe die Tür hinter den beiden, nachdem ich kurz in den Flur gesehen habe, damit ich weiß oder wenigstens hören kann, ob ich mit einem weiteren Gast zu rechnen habe. Jay würde ich alles zutrauen, wobei der wahrscheinlich wirklich den perfekten verständnisvollen tröstenden Freund abgegeben hat, nachdem ich die Dachterrasse verlassen hatte und wer weiß, was danach noch geschehen ist. Amber geht währenddessen mit Bray jr. durch den kurzen Flur direkt in mein Wohnzimmer, wo ich soeben noch die Schränke durchforstet habe und nimmt auf dem Sofa Platz, unser Kind klettert auf ihren Schoß und drückt sich fest an sie. Davon, dass ich ihn vor ein paar Tagen noch auf dem Arm hatte, hat er wohl nichts mitbekommen, in seinem Fieberdelirium wäre es allerdings nicht ungewöhnlich, wenn er es auch einfach vergessen oder verdrängt hätte. Noch immer bin ich ein fremder Mensch. Ich folge den beiden in den größten Raum der Wohnung, weiß aber nicht genau, wo ich mich platzieren soll, also gehe ich zu einem der Fenster, die zum Markt herausführen und das nicht allzu weil vom Sofa entfernt liegt, weil es sich direkt neben dem Fernseher befindet und lehne mich mit dem Rücken an der Fensterbank an.
"Ich bin unglaublich erleichtert darüber, dass euch nichts passiert ist. Ist die Mall von den Angriffen schwer getroffen worden? Es tut mir leid, dass ich noch nicht vorbeikommen konnte, jedoch...gab es auch hier ein paar Komplikationen", beginne ich das Gespräch, weil Schweigen auch jetzt nichts besser machen würde.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Sa 31 Jan - 18:59

Ich spüre wie der kalte Stoff des Sofas sich auf meinem Rücken ausbreitet. Bray jr. beobachtet bray ganz genau und auch wenn er auf mir sitzt lässt er ihn nicht aus den Augen. Ich frage mich, was in seinem kleinen Kopf vorgeht. Mir ist ein bisschen kalt und ich bin so nervös, dass ich aufpassen muss, dass Bray das zittern meiner Hände sieht, wenn ich sie bewege. Doch jetzt sitze ich einfach nur still da und versuche entspannt zu wirken. Bray betritt nach uns die kleine Küchennische und sucht nach einem ordentlichen Platz, um mit uns zu sprechen. Er traut sich nicht neben uns Platz zu nehmen und ich bin kurz dankbar dafür, dass er mir und Bray jr. etwas Freiraum lässt, auch wenn ich mich in gewissermaßen nach der Vertrautheit zwischen uns sehne. Es ist das erste Mal, dass wir zu dritt und alleine in einem Raum stehen, kaum weiter als einen Meter von einander entfernt. Bray lehnt sich an die Fensterbank und verschränkt die Arme vor seiner Brust. Sein Blick lässt uns jedoch nicht los und auch ich lasse ihn nicht aus den Augen, auch wenn ich es nicht immer schaffe in seine verletzlichen Augen zu blicken.
Gerade als sich unsere Blicke erneut treffen fängt Bray an zu reden. Seine Worte dringen an mein Ohr und ich bin erleichtert zu hören, dass bereits vorgehabt hat uns zu besuchen, während ich gleichzeitig nicht ganz verstehe welche Gefühle in mir und meinem Kopf aufsteigen. Ich erinnere mich an den Streit zwischen uns auf der Dachterrasse und mein Herz wird schwer mit jedem Wort das in meinen Kopf dringt. Dazu seine fast bösen und zugleich verletzten Augen lassen mich schwer Atmen.
Bray will wissen, was mit der Mall passiert war und auch wenn ich es gerade nicht zugeben will bin ich ebenfalls erleichtert zu sehen, dass Bray wohl auf ist und ihm bei dem Chaos nichts passiert war.
"Ja... die Mall... wir haben kein fließendes Wasser mehr... Der Strom ist weg... Einige Läden wurden angezündet und genau wie du vermutest...es wurde einiges zerstört, aber es sind alle wohl auf von uns." erkläre ich dann und streichle Bray jr. über den Rücken
Komplikationen?? Sofort schreit meine innere Stimme auf und will wissen, warum Bray verhindert war zu uns in die Mall zu kommen aber ich versuche meine Neugierde in Zaum zu halten und verbiete es mir nachzufragen. Ich hatte meine eigene Erklärung dafür, warum ich Bray bis jetzt nicht wieder in der Mall gesehen hatte. Unser Streit spielte dabei eine wesentliche Rolle und ich vermute, dass Bray nach unserem Zusammentreffen ähnlich gekränkt war, wie ich. Ich mustere ihn und mein Blick fällt nun auf seine verletzte Hand, die er noch immer eingebunden hatte. Vor meinem inneren Auge sehe ich Bray wie er auf die Absperrung der Dachterrasse schlägt und kurz darauf dicke, rote Blutstropfen auf den kühlen Stein tropfen. Ich schüttle kaum merklich den Kopf und verdränge die bösen Gedanken in meinem Kopf. Ich versuche an die letzten Tage zu denken. Ich erinnere mich an meinen Alleingang nach draußen... an Nick und den Zapper.. an das große Chaos und das Feuer in der Mall,... die Ängste, die mich in den letzten Tagen und Wochen verfolgt und gequält hatten. Mein Blick ist für ein paar Sekunden wie versteinert, doch dann blicke ich hoch.
"Nachdem sich nun alles ein bisschen beruhigt hat, dachten wir,... wir kommen dich mal besuchen. Oder Bray?" füge ich hinzu und werfe meinem kleinen Mann einen vorsichtigen Blick zu während ich spüre, dass mein Herz bis zum Hals schlägt. Ich spreche leise und man merkt, dass ich angespannt bin. Bray jr. reagiert sofort auf meine Ansprache und grinst verunsichert zu Bray und zieht den Kopf schüchtern ein, bevor ich ihm damit ein zartes Nicken entlocken kann.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   So 1 Feb - 23:32

Erfreut betrachte ich meinen kleinen Sohn, der es mir gleichtut. Amber fällt es immer noch schwer, klar auf mich zu sehen und ich möchte zu gerne wissen, was sie denkt. Wissen, was sie fühlt. Wie alle sind auch die Mall Rats im Einkaufszentrum davon betroffen, dass es nötige Versorgungsenergien nicht mehr gibt. Darum müssen wir alle Wasser wieder vom Fluss holen, wobei Lia und ich glücklicherweise am Abend vor den Angriffen noch genug zu Trinken auf dem Markt haben ertauschen können, sodass wir noch nicht losgehen mussten. Lange werden die Vorräter aber auch nicht mehr reichen.
Als Amber von Feuer in der Mall erzählt, bin ich erschrocken, da besonders einige Läden nicht leicht zu löschen gewesen sein werden, schon gar nicht ohne Wasser. Offensichtlich ist es meinem Tribe trotzdem gelungen und das erleichtert mich sehr, wobei sich das schlechte Gewissen natürlich auch wieder breitmachen muss.
Besonders als ich merke, wie Amber auf meine Hand schaut, die durch den Verband geziert wird, so wie Lia das auch öfters mal tut. Das Pochen ist in den letzten Tagen abgeklungen, aber rein emotional wird es nun wieder stärker. Die restlichen Worte, die sie sagt, stimmen mich verwirrt. Sie redet mit unserem Kind, als wäre es normal, mich besuchen zu kommen, als wären wir keine Fremden und als wären Amber und ich nicht im Streit auseinander gegangen. Natürlich soll hier kein weiterer entflammen, es fühlt sich nur so befremdlich an. Vor meinem Sohn kann ich nun aber wohl kaum zeigen, wie ich wirklich fühle, oder eher gesagt nicht vollkommen, darum lächle ich einfach weiter, meine Arme bleiben aber verschränkt.
"Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mich freut zu hören, dass es euch den Umständen entsprechend gut geht. Die Angriffe haben uns alle schwer getroffen. Weiß man denn etwas darüber, wer sie verübt hat und wieso?", gehe ich kurz auf die Zerstörungen ein und wende mich dann meinem Sohn zu.
"Und es ist super, dass ihr gekommen seid. War der Weg hier her denn aufregend?", hoffe ich nicht in ein Fettnäpfchen zu treten und mein Kind zum Erzählen zu animieren, um die Stimmung ein wenig zu lockern und das Eis zu brechen.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 2 Feb - 20:26

Ich sitze immer noch ruhig auf dem Sofa. Ich bin so nervös, dass ich nicht weiß wie ich ordentlich mit Bray sprechen soll. Der letzte Streit und unser letztes Treffen sitzt tief in mir und immer wenn ich versuche ihn anzusehen wird mein Herz schwer. Ich sehe seine verletze Hand und erinnere mich an seinen ganzen Ärger, der in jenen Moment in ihm hoch kam, als wir uns auf der Dachterrasse gegenüber standen. Nervös streiche ich meinem jungen über den Rücken. Ich weiß, dass mit ihm reden muss. Immerhin war es meine Entscheidung hierher zu kommen, Bray zu besuchen. Ihm unseren Sohn vorzustellen den ich in den letzten Tagen versucht habe darauf vorzubereiten. Bray jr. sieht Bray inzwischen weiter an und Bray spricht mit uns, wie wenn es den Streit zwischen uns niemals gegeben hätte. Ich bin dankbar dafür, dass er sich vor unserem Sohn so zusammen nimmt, und seine Gefühle und seinen Ärger über mich in Zaum hält, auch wenn ich an seinen Augen erkenne, dass es ihm deutlich schwer fällt. Etwas Traurigkeit schwingt in seinem Blick mit, auch wenn seine Worte erleichtert klingen.
".. Wir wissen noch nicht genau, wer für dieses Chaos zuständig ist.. wichtig ist erstmals, dass wir wieder Strom und Wasser bekommen... " erkläre ich. Man merkt mir an, dass ich nicht unbedingt darüber reden will. Das, was in der Stadt passiert war hatte zwar ebenfalls Priorität, aber gerade war mir wichtiger Bray zu sehen... Zu erkennen, dass es ihm gut ging, dass ihm nichts passiert war bei den ganzen Attacken und dass mein Kind endlich seinen Vater kennenlernen durfte. Ich senke meinen Blick wieder auf Bray jr. Als Bray wissen will, ob der Weg hier her sehr aufregend gewesen sei. Er sieht unseren Sohn an und ich vermute, dass er ihn dabei ermutigen möchte zu sprechen. Er spricht ihn direkt an und Bray jr. öffnet den Mund, um zu antworten doch verstummt dann wieder und kuschelt sich schüchtern an mich. ich nehme ihn automatisch schützend in den Arm und streichle ihm liebevoll über den Kopf bevor ich zu Bray blicke. "Er ist ein bisschen schüchtern..." erkläre ich ruhig und sehe wieder zu Bray jr. Normalerweise war er nicht so schüchtern, aber er kam in seinen jungen Jahren seinem Vater schon sehr ähnlich. Er war zwar ein aufgeweckter kleiner Mann, jedoch auch skeptisch und oft ein bisschen nachdenklich. Ich erinnere mich unweigerlich an die ersten Tage in der Mall, an denen ich Bray kennengelernt habe. Niemand von uns wusste wirklich was in ihm vorging. Ob er gerne bei uns war oder nur bei den Mall Rats blieb, wegen Trudy und seiner Verantwortung Brady gegenüber. Manchmal, wenn mein kleiner, großer Mann so da saß und seinen Gedanken nachging, kam es mir vor als würde Bray vor mir sitzen.
Für einen Moment ist es ganz still im Raum und Bray schweigt genauso. Ich blicke ihn an, und habe das Gefühl Bray jr und auch Bray helfen zu müssen.
"Bray mein kleiner Schatz,... ich...ich möchte Dir jemanden vorstellen!" wispere ich streiche ihm nochmals über den Rücken, bevor ich ihn von mir herunter hebe und ihn vor mich stelle. Er hält sich an meinem Knie fest und sieht zuerst Bray und dann mich an. Ich halte seine kleine Hand und sehe dann zu Bray. "Darf ich dir Bray jr, vorstellen?" wispere ich dann zu Bray. Mein Herz pocht unruhig und schnell in meiner Brust und ich hoffe, dass mir jetzt hilft und auf seinen Sohn nochmals zugeht..

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 3 Feb - 9:04

Eine verunsicherte Amber vor mir zu sehen, ist immer noch völlig ungewohnt, so auch jetzt, wo sie wieder ein paar Minuten braucht, um zu antworten und dabei dem kleinen Jungen auf ihrem Schoß über den Rücken streicht, als würde damit die Zeit schneller vergehen. Womöglich strahle ich auch mehr aus, als ich möchte und sie reagiert lediglich darauf.
Dann berichtet sie schließlich, es wäre unklar, wer die Schuld für den Schlamassel trägt, in mir keimt jedoch schon seit Tagen, dass es nur die Technos oder jemand, der mit ihnen irgendwie in Verbindung gestanden hat gewesen sein können. Sie wären dazu fähig gewesen, eine Bombe zu bauen und auch wenn ihr Hauptquartier und ihre Stromversorgung ebenfalls zusammengebrochen ist, könnte das nur ein Trick sein, um sich als harte Arbeiter darzustellen, die an der Reparatur arbeiten und wenn sie es dann geschafft haben, strahlende Helden sind, die noch mehr bewundert werden. Ich wage hingegen nicht, diesen Gedanken laut auszusprechen, denn dann würde Amber das garantiert auch wieder als Angriff auf Jay verstehen, was automatisch eine Meinungsverschiedenheut mit sich zöge und zudem soll Ambers neuer Freund - so weh es tut, den Gedanken zu denken, aber er entspricht nun einmal den aktuellen Tatsachen, oder hat es zumindest bis vor Kurzem - nicht vor dem Kleinen als Monster dastehen, wo Bray jr. in seinem Alter bereits genug durchmachen muss, so wie Brady es auch getan hat und zudem weiß ich nichts sicher, darum schweige ich dazu, sage stattdessen etwas anderes.
"Habt ihr denn mal wieder etwas von Jack gehört? Er kannte sich doch immer sehr gut mit solchen Dingen aus und...Jay doch bestimmt auch. Das größte Problem wird sein, die Materialien dafür zu beschaffen, aber es sind zudem erst wenige Tage vergangen. Wenn die Lage sich beruhigt hat, wird sich sicher eine Lösung finden lassen. Das haben wir damals doch genauso geschafft", sage ich und hoffe, es klingt aufmunternd genug.
Dann wechseln wir jedoch das Thema. Mein kleiner Junge traut sich nicht so recht, mir zu antworten, was bloß natürlich ist, denn ich bin für ihn noch nicht sein Vater, so wie ich es bereits bei unserem Streit auf dem Dach eingesehen habe. Zunächst wirkt es, als wolle er doch etwas sagen, dann drückt er sich aber an seine Mutter, die ihn mit Worten ein bisschen versucht zu erklären. Als sie ihn aber schließlich von ihrem Schoß herunternimmt und gemeinsam mit ihrer seine Hand mir entgegenstreckt, nähere ich mich zögerlich den beiden, um sicher zu gehen, dass Bray jr. nicht zurückzuckt und etwas gegen seinen Willen geschieht, dann stehe ich direkt vor ihnen, gehe in die Hocke und ergreife sanft seine Hand.
"Es freut mich sehr, dich kennen zu lernen. Und soll ich dir etwas Lustiges verraten? Ich heiße genauso wie du", entgegne ich mit einem Lächeln, obwohl ich nicht weiß, ob mein Kind bereits meinen Namen von Amber kennt. Vielleicht reicht es dennoch, um eine Brücke zu schlagen.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 3 Feb - 22:28

Noch bevor ich Bray jr. Bray vorstelle stellt Bray mir die Frage, ob wir schon etwas von Jack gehört haben. Ich weiß, dass er eine große Hilfe für uns in der Mall wäre und auch Jay hat eine wichtige Rolle eingenommen. Doch ich schüttle nur den Kopf. "Nein, noch nicht... Gerade sind wir dabei den ganzen Schutt aus der Mall zu schaffen... Sicherheit zu gewährleisten indem wir wieder Wachdienste aufstellen, da das elektrische Tor ausgefallen ist.. Es ist schwierig. Auch wenn wir viele kluge Köpfe sind, so ist es wie vor Jahren auch. Fast wie nach dem Ausbruch des Virus.." erkläre ich und lass es aus dabei näher auf Jay einzugehen. Ich weiß, dass ich ihm nicht gesagt habe, dass ich mit Bray jr. hier bei Bray war und ich will auch nicht darüber nachdenken, wie er reagiert hätte, wenn ich es gestanden hätte. Ich vermute, dass es ihm nicht recht gewesen wäre, aber ich bin mir sicher, dass er mich und Bray jr. hätte gehen lassen.. wenn auch mit Widerwillen.
Meine Erinnerung schweift ab und ich denke an die Mall und an unsere ersten Tage dort, damals... damals als Dal noch lebte und wir genauso unsicher waren, wie wir es jetzt gerade auch sind. Nur, dass damals relativ schnell jemand zu uns kam, der für einen Moment alles für mich leichter machte.... Bray.
Ich blicke in seine Augen und erkenne, dass auch er an die ersten Tage und das Chaos in Wellington denkt. Für einen Moment verspüre ich den Drang Bray danach zu bitten wieder in die Mall zu kommen, doch ich lasse es bleiben und nicke nur, wenn auch verunsichert.
"... Ja,.. wir werden einen Weg finden!" stimme ich dann leise hinzu bevor ich mich auf Bray jr. konzentriere, den ich nun langsam von meinem Schoß hebe.
Nachdem ich vorsichtig beginne Bray jr. Bray vorzustellen, hilft mir Bray indem er auf seinen Sohn zu geht und in die hocke geht. Er ist ganz vorsichtig und beobachte die beiden genau. Es ist der Moment von dem ich so unendlich lange geträumt und ihn mir etliche Male vorgestellt hatte. Und jetzt war es so weit und war doch so anders als in meiner Fantasie. Mein Herz klopf schnell und unruhig und ich habe eine Gänsehaut. So unglaublich nervös war ich schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht, wie Bray jr. auf Bray reagieren würde, obwohl ich ihn versucht habe darauf vorzubereiten. Ich bin mir mit einem Mal nicht mehr sicher, ob Bray jr. überhaupt irgendetwas verstanden hat von all dem, was ich seit Bray's auftauchen hier, versucht hatte zu erklären. Doch er bleibt stehen und er wirkt zwar immer noch schüchtern, lässt aber zu, dass ich vorsichtig seine Hand führe. Bray nimmt diese entgegen und mein kleiner Mann tastet wie von selbst und ganz vorsichtig nach Bray's Finger. Die beiden berühren einander und ich nehme vorsichtig meine Hand etwas zurück und berühre Bray jr. nur mehr an der Schulter, so dass er spürt, dass ich da bin. Bray ist wahnsinnig vorsichtig und sieht ihn ganz liebevoll und freundlich an. Ich erkenne, wie wichtig dieser Moment für Bray gerade ist und ich merke, wie ich selbst immer emotionaler werde. es fällt mir schwer meine Emotionen zu verbergen. Meine Augen werden glasig und ich kämpfe fast mit den Tränen. Mein Kopf macht fast unruhige Kopfbewegungen. Fast wie ein nervöses Zucken. Darüber habe ich keinen Kontrolle und es ist meist ein Zeichen für das, dass ich mit meiner Beherrschung kämpfe und mir ein besondere Moment gerade näher geht, als ich es zeigen möchte. Bray kennt dieses Verhalten von mir sehr gut und ich weiß, dass er, wenn er mich ansieht es bemerken wird. Zulange kennen wir uns schon und vor allem waren wir einander niemals fremd gewesen, auch wenn unsere gemeinsamen Wege immer wieder durch das Schicksal getrennt wurden. Bray. jr. lauscht den Worten seines Vaters. Seine freie Hand, versteckt etwas seinen Mund, da er aus Unsicherheit auf seinen Zeigefinger knabbert. Doch dann schenkt er Bray ein ganz verschmitztes Grinsen, als sein Vater erwähnt, dass er den selben Namen trage wie er selbst. Automatisch nimmt er die Hand von seinem Gesicht mit ihn strahlt ihn mit großen Augen an. Er nickt und lacht. Er sieht ihm genau in die Augen und Bray's freundliches Auftreten und seine Begrüßung lockt ihn selbst tatsächlich etwas aus sich heraus
"Mama hat gesagt, dass ich so mutig und tapfer wie du bin!" verrät er stolz und schenkt Bray ein wundervolles lächelt. Er wächst mit jedem seiner Worte mehr aus sich heraus und ich bin erleichtert seine Antwort zu hören, auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass es das erste sei, was er zu seinem Vater sagen würde. Fast schon werde ich ein bisschen rot und blinzle unruhig mit den Augen, um Bray nicht ganz zu zeigen, wie nahe mir dieser Moment gerade geht.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Sa 14 Feb - 14:55

Amber erklärt mir indirekt, dass Jack wohl auch verschwunden ist, genau wie Ellie dann bestimmt ebenso. Dass man momentan aber auch eher damit beschäftigt ist, alles soweit wie möglich aufzuräumen, in Ordnung zu bringen und sich vor Plünderern zu schützen, von denen es grade nun, wo sich viele Gelegenheiten bieten, da Gebäude durch Angriffe unsicher geworden sind, wieder einige gibt. In unser Haus hat sich aber noch keiner verirrt, was ruhig so bleiben kann. Zu Jay sagt sie nichts Bestimmtes, ihr ist es also noch immer so unangenehm wie mir, über ihn zu reden, auch wenn sich mein Gemüt in Bezug auf ihn wieder etwas beruhigt hat. Amber schaut mich nachdenklich an und ich frage mich, wie oft sie an die alte Mall und unser altes Leben dort denkt. Das hier ist eine andere Stadt, mit einer neuen Mall als Zuhause, in der trotzdem ein Neuanfang in vielerlei Hinsicht stattgefunden haben mag und eben auch mit einem neuen Menschen an der Seite meiner Freundin.
"Falls ihr Hilfe brauchen solltet...sagt bescheid", biete ich aus heiterem Himmel an, aber ich möchte wenigstens das Angebot machen. Mit Strom und technischen Dingen kenne ich mich womöglich nicht so gut aus wie Jay, aber da die Versorgung auf dieser Basis nun beschädigt und defekt ist, zählen diese Stärken erst einmal auch weniger als ich es noch vor ein paar Tagen gedacht hatte. Meine eigenen sind dagegen, dass ich Nahrung besorgen, mit Leuten verhandeln und den anderen im Kampf gegen Angreifer verteidigen kann. Ich weiß nicht, inwiefern Jay in der ganzen Stadt angesehen ist, aber das Zeichen auf seiner Stirn wird ihn - es sei denn, er sollte eines Tages einmal damit beginnen, es zu überdecken oder ein anderes Zeichen aus dem Jetzigen zu machen - stets mit den Technos in Verbindung bringen und weil keiner weiß, wer hinter den Angriffen steckt, ist ihr Ruf auch nun wieder nicht der beste.
Um von diesem Thema abzukommen und mich auf das zu konzentrieren, was sich hier gerade abspielt und um einiges bedeutsamer ist, lasse ich die Gedanken ziehen und wende mich wieder vollends kognitiv meinem Sohn zu. Dabei merke ich, wie genau Amber die Szene zwischen uns beobachtet, die Mine in ihrem Gesicht verrät, wie viele Gefühle in ihr in Aufruhr sein müssen. Ich will unser Kind aber nicht damit beunruhigen, dass es seine Mutter ansieht und denkt, es stimme etwas nicht, darum versuche ich, Amber ein beruhigendes Lächeln zu schenken, während ich gleichzeitig sehe, was meine Worte in meinem Sohn auslösen. Zunächst wirkt er weiterhin etwas unsicher, dann verwandelt sich sein Mund in ein Grinsen. Seine Worte rühren mich und womöglich habe ich Amber auf der Dachterrasse tatsächlich mehr Unrecht getan als ich gedacht habe, als ich ihr vorwarf, unser Kind würde nicht ganz begreifen können, wer ich bin und von wem sie spricht, wenn es keinen Bezug zu mir hat und ich nur irgendein Mensch da draußen in der Welt für Bray jr. bin.
"Wer weiß, vielleicht bist du sogar ein ganzes Stück mutiger. Und traust dich Sachen, vor denen selbst ich Angst habe",, antworte ich vorsichtig und im Grunde entspricht es sogar der Wahrheit, denn Kinder sind oft noch so frei, dass sie einfach handeln, ohne viele Gedanken an Wenns und Abers zu verschwenden und sich gedanklich so manchen Weg zu verbauen.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mo 16 Feb - 23:58

Wir beide wissen genau, dass das, was hier in der Stadt passiert war weitläufig wieder ein Chaos in unser aller Leben brachte. Es ist wie damals in Wellington kurz nach dem Ausbruch des Virus nur das ich das Gefühl habe, es ist alles noch viel schlimmer. Nicht nur, dass wir wieder Freunde verloren haben und Menschen aus unergründliche Weise aus der Stadt verschwunden waren, so ist das, was wir uns aufgebaut haben wieder wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Der kleine Unterschied zu damals ist, dass ich nun zwei kleine wunderbare Söhne an meiner Seite habe, die es verdient hatten in einer Welt aufzuwachsen, die zumindest halbwegs etwas Ordnung hatte. Eine Welt in der Menschenrechte groß geschrieben waren und Kinder noch träumen durften. Bis vor wenigen Tagen habe ich zumindest geglaubt meinen beiden Kindern so etwas annähernd bieten zu können auch wenn es immer noch gefährlich war auf die Straße zugehen… Doch nun quälen uns Grundbedürfnisse wie Hunger und Hygiene und die Angst, dass Nachts jemand in unsere Mall eindringt und jemand unergründlich verschwindet ist wieder größer denn je. Ich weiß, dass Bray eine Hilfe für uns alle sein würde und sein Geschick und seine ruhige Ausstrahlung auf viele von uns ein großer Gewinn wäre. Ich hüte mich jedoch es auszusprechen und ihn um Hilfe zu bitten. Nicht nur, weil ich nicht wüsste, wie ich mit der Situation umgehen würde, wenn Bray, Jay und unsere Kinder aufeinander treffen, sondern auch deswegen, weil ich ihn nicht verpflichten will uns bei etwas zu helfen, das für ihn nicht nur annähernd profitierend wäre. Ich will ihn nicht darum bitten, weil ich weiß wie schwer es für ihn sein muss und ich ihn gut genug kenne um zu wissen, dass er seine eigenen Bedürfnisse wegen den unseren in den Hintergrund stellen würde. Fast schon selbstlos ohne auf sich selbst zu achten würde er uns blind helfen. Meine Gedanken verbieten es mir ihn um Hilfe zu bitten. Bray scheint jedoch meine Sorge zu erkennen, obwohl wir nicht darüber sprechen. Als sich unsere Augen treffen bittet er auf einmal von selbst seine Hilfe. „Das ist wirklich sehr aufopfernd und sehr hilfsbereit von dir, Bray! Ich weiß, dass wir es alle momentan nicht gerade einfach haben, aber ich denke, wir… schaffen das!“ versuche ich überzeugend zu sagen.
Auch wenn meine Worte gegenteiliges aussprechen verrät mein Blick für wenige Sekunden meine wahre Antwort, die manchmal nichts mehr wünscht als Bray in der Nähe seines Kindes zu haben. und auch in meiner Nähe.
Ich breche unseren Augenkontakt wieder ab und sehe zu Bray Jr. der mit strahlenden Augen in die von Bray sieht und ihm sofort antwortet.
Meine Gefühle in mir sind mit einem mal in Aufruhe und man sieht mein unruhiges Kopfwackeln, dass man von mir kennt, wenn ich unsicher bin oder sich meine Emotionen in mir aufbäumen. Ich versuche den Moment zwischen Bray und unserem Sohn nicht durch mein kleines Gefühlschaos in mir drinnen zu zerstören und bleibe beruhigend mit meiner Hand auf der Schulter von Bray jr. Bray jr. erstaunt mich mit seinen Worten und bin gerührt, wie offen er nun auf einmal auf Bray zu geht. Ich habe diesen Moment nie abzuschätzen gewusst. Auch wenn ich mir diese wenigen Sekunden so oft ausgemalt hatte, wusste ich nicht, wie es werden wird und ob Bray jr. auch wirklich verstanden hatte, was ich in den letzten Jahren versucht hatte ihm zu erklären.
Auch Bray scheint von den Worten unseres Kindes gerührt zu sein. Seine Augen strahlen so viel Warmherzigkeit und Offenheit aus, dass ich mich mit einem Moment in seiner Erscheinung und seinem Auftreten verliere, auch wenn er mich gerade nicht ansieht. Er ist immer noch in Hockposition vor unserem kleinen Liebling und verrät ihm dann sogar, dass er denkt, dass er vielleicht manchmal sogar mutiger ist, als er selbst. Bray jr. reißt die Augen groß auf und ist sichtlich angetan von den Worten, die sein Papa gerade ausspricht. Er macht sich groß und ich weiß, dass ihn Bray’s Worte stark machen lassen. „Wirklich??“ wispert er erstaunt und schenkt ihm ein vorsichtiges Lächeln.
Ich streiche ihm über seinen Rücken und fühle mich schwächer denn je. Bray und unseren Sohn gemeinsam zu sehen lässt mein Herz schwerer werden und auch wenn ich versuche unsere gemeinsame Zeit als vergangen anzusehen fühle ich das, was ich auch immer schon für Bray gefühlt habe.
Bray jr. hingegen wirkt nun deutlich mutiger und Bray’s Worte haben deutlich einen bleibenden Eindruck auf ihn hinterlassen, so dass er Bray dann einen zugleich skeptischen und neugierigen Blick schenkt.
„Bist du wirklich mein Papa?“ fragt er dann mutig, als wolle er auch die Worte, welche ich schon so oft gesprochen hatte nochmals aus seinem Mund hören. Ich bin überrascht, dass er ihm tatsächlich diese Frage stellt, obwohl ich zugleich verstehen kann, dass ihn diese Frage wirklich beschäftigt. Ich glaube, dass die Existenz von Caleb nicht ganz unwesentlich daran schuld ist.
Ich will den Moment zwischen den beiden nicht unterbrechen, obwohl ich mich ebenfalls gerade sehr nach Bray sehne, ohne wirklich zu wissen, was in mir vorgeht. Ich kann nicht unterscheiden, ob es der Moment ist, welchen ich mir solange ausgemalt hatte oder meine unbewusste Sehnsucht nach dem Mann, der mir meinen ersten Sohn schenkte.
Auch wenn ich immer noch weiß, das Jay an meiner Seite ist, gerade zuhause in der Mall die Fäden zieht, um etwas Ordnung herzustellen und auf Caleb aufpasst, fühle ich diese tiefe Vertrautheit, die zwischen Bray und mir immer vorhanden war und vermutlich auch immer in mir wohnen wird. Ich beobachte Bray und Bray jr. genau. Bray trägt die Haare offen, während ihm eine Haarsträhne vorne ins Gesicht hängt und sein Blick wirkt fast beruhigend auf mich, auch wenn er mich nicht ansieht. Unweigerlich denke ich an unseren Streit auf der Dachterrasse und die vielen Anschuldigungen formen sich in meinem Kopf zusammen. Wie unüberlegt wir mitsammen gesprochen haben, wo unser erstes Gespräch doch ganz anders verlaufen hätte sollen….
Niemand von uns lässt sich diesen Abend anmerken. Nur an Bray’s Hand erkenne ich die Reste von dem besagten Morgen der uns beiden schlaflose Nächte beschafft hatte..

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Di 17 Feb - 22:21

Amber schweigt. Sie ist sehr in Gedanken versunken und ich würde zu gern in ihren Kopf und in ihr Herz schauen können. Würde gerne wissen, ob sie über mein Angebot nachdenkt, sich an die Nacht der Explosionen erinnert, an früher oder ob sie bloß im Jetzt ist und philosophiert, wie das mit uns, meinem Sohn und mir und überhaupt weitergehen soll. Denn ich kann es mir nicht ausmalen. In der Gegenwart, nun in dieser Minute sind die beiden wichtigsten Menschen in meinem Leben vor mir, in greifbarer Nähe, während eine geradezu Fremde, die in den letzten Tagen zu einer guten Freundin geworden ist, in meinem Schlafzimmer liegt. Doch schon im nächsten Moment könnte etwas passieren und die Welt stünde wieder Kopf. Als Amber wieder spricht, bedankt sie sich höflich, macht mir aber gleichzeitig klar, dass meine Hilfe nicht nötig ist. Dass ich nicht gebraucht werde. Ich weiß nicht, ob sie es ernst meint oder ob mehr dahintersteckt, doch es versetzt mir einen Stich. Tapfer lächele ich weiter, lasse mir das nicht anmerken und nicke.
"In Ordnung. Aber falls doch etwas gebraucht werden sollte, lass es mich bitte wissen." Abgelenkt werde ich von meinem Sohn, dem meine Offenbarung über meine Schwächen und dafür seine Stärken besser gefallen hat als gedacht, denn er strahlt bis über beide Ohren, stolz liegt in seinen glänzenden Augen, als wäre Weihnachten und er hätte gerade ein besonders tolles Geschenk ausgepackt. Im registriere, wie auch Amber emotional wird, sich hingegen schnell wieder fängt.
Ich nicke abermals breit grinsend.
"Na klar. Du wirst garantiert mal ein sehr bekannter mutiger Held, der anderen Menschen viel Glück bereitet und Gutes tut", sage ich zu dem kleinen Jungen, was seine Augen nochmal größer werden lässt. Die nächste Frage meines Kindes wirft mich völlig aus der Bahn. Ob ich wirklich sein Papa bin? Ich weiß es nicht. Ich fühle mich nicht so trotz dem, was sich in den letzten Minuten abgespielt hat. Es ist der erste Tag, es sind die ersten wenigen Momente, in denen ich tatsächlich meinem Sohn nahekomme. Ich spüre nicht, dass mir der Titel eines Vaters, geschweigedenn den des Papas, was eine intime Beziehungsbezeichnung ist, die man sich erst einmal verdienen sollte, zusteht. Nicht nach so kurzer Zeit. Das kann ich dem kleinen Mann ja aber kaum sagen, anlügen möchte ich ihn hingegen auch nicht. Vielleicht ist mein innerer Konflikt schwachsinnig, wo Amber ihm doch wirklich erzählt zu haben scheint, ich sei sein Papa. Aber es würde sich falsch anfühlen, das zu sagen.
Ich lächle.
"Ich bin dein Vater, ja. Und ich hoffe, dass wir in Zukunft, jetzt wo ich endlich da sein kann, viel Zeit miteinander verbringen können, damit ich auch ein richtiger Papa sein kann. Als ich weg war...konnte ich das leider nicht, weil ich auf einer wichtigen Reise gewesen bin", erkläre ich und es ist schmerzhaft, meine Gefangenschaft als etwas Sinnvolles darzustellen. Aber nun ist es raus und wer weiß, vielleicht hat sie sogar ihren Grund in unserem Leben gehabt, obwohl sie nichts als Leid bedeutete.

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BeitragThema: Re: Flur und Küchennische   Mi 18 Feb - 0:11

Als Bray auf meine Feststellung antwortet nicke ich kurz. Es ist besser so Bray nicht in die aufräumarbeiten in der Mall zu verwickeln. Ich weiß, dass er es tut, weil ich und Bray jr. dort leben. Ich will ihn nicht mit unseren Sorgen strapazieren, auch wenn ich mir wünschen würde ihn ihm Auge behalten zu können. Wenn er in der Mall wäre, würde ich wissen, dass es ihm gut geht... auch wenn ich nicht wüsste, wie ich mit der Situation umgehen sollte, dass Jay und Bray in nächster Nähe leben...
Ich versuche den Gedanken zu verdrängen, ihn doch lieber in unsere Nähe zu haben.. Seinen Sicherheit und mein beruhigtes Gewissen durch seine Anwesenheit in der Mall, sicher zu stellen...
Bevor ich noch irgendetwas sage, nickt auch Bray.Er bittet mich nochmals es ihn wissen zu lassen und unsere Blicke treffen sich für einen Moment. "Natürlich!" erkläre ich dann und streiche meinem kleinen Sohn erneut über den Rücken, bevor sich Bray erneut seinem Sohn zuwendet. Er erklärt ihm, dass er ein bekannter, mutiger Held wird und ich muss unweigerlich wieder an Bray selbst denken, der es ebenfalls geschafft hat ein Held zu werden... Jemand, der in der Stadt geschätzt wurde und als Bruder von Zoot, großen Namen erlangt hatte. Ich denke an Wellington und an alles das, was für das wir gemeinsam gekämpft hatten. Die Nachricht über seinen Tod damals hat große Trauer ausgelöst.. Nicht nur bei mir und so sehr ich diesen Moment versuchte aus meinem Kopf zu verbannen, so fühle ich immer noch den Schmerz, welchen ich auch damals gefühlt habe.Auch wenn Bray vor mir steht. Dieses unfassbare Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren, die innere Leere die einen fast auffrisst... Mein Kind, das mich jeden Tag an unsere Liebe erinnert mit jedem winzigen Moment... Ich schlucke und konzentriere mich erneut auf meinen großen Jungen.
Seine Augen sind groß und Leuchten. Bray stärkt mit seinen Worten seinen Rücken und er reißt automatisch die Hände in die Höhe, um zu verdeutlichen wie groß er vielleicht werden könnte.
"Meinst du soo groß?" fragt er mit in die Höhe gestreckten Armen und sieht ihn abwartend mit großen Augen an. Bray jr. reckt und steckt sich und nimmt dann die Hände wieder nach unten. Bevor Bray noch darauf antworten kann sieht Bray jr. mich an.
"Schau Mama,... so groß!" staunt er und lächelt mich an.
Ich kann nicht anders als ebenfalls zu Lächeln, obwohl ich mir schwer gerade eine Träne verdrücken. "Genau... so groß, mein Spatz!" flüstere ich und streiche ihm über sein Gesicht bevor sich Bray jr. wieder Bray zuwendet. Mein Junge bemerkt Gottseidank nicht, dass mir das alles sehr nahe geht. Er ist viel zu aufgeregt gerade, um meine Gefühle zu entdecken und ich bin auch froh, denn auch wenn Bray jr. meine Emotionen nicht bemerkt, so weiß ich, dass sie vor Bray nicht versteckt bleiben, egal wie sehr ich mich bemühe.
Dann bekommt Bray jr. eine Antwort auf seine Frage, die auch mich verwirrt hat. Ich erkenne, dass es Bray gleich geht. Auch er ist von der Frage erstaunt und gleichzeitig irritiert, lässt sich aber nichts anmerken. Er stimmt ihm zu. Ich lausche gespannt seiner Antwort und merke wie mein Herz erneut schwer wird, als Bray erwähnt, dass er auf einer langen Reise gewesen ist. Die Qualen die er durchlebt haben musste kommen in mir hoch und für einen Moment blickt er zu mir, als er die "wichtige Reise" erwähnt. Mein Blick wird ernst und wir beide scheinen an das zu denken, was wirklich passiert ist.
Bray jr. hingegen bemerkt unsere Blicke nicht und lauscht ebenfalls seinen Worten. Als Bray seinen Satz beendet nickt Bray jr. nur und lächelt schüchtern bevor er dann vorsichtig auf Bray zu geht, der sich immer noch so groß gemacht hat, das Bray jr. etwa in Augenhöhe ist. Er steht dann vor ihm und betrachtet ihn genau bevor er ihm dann näher kommt, seine Hände um sein Ohr legt und etwas flüstert, das ich nicht verstehen kann. "Wenn du mit Mama und mir mitkommst, dann können wir was gemeinsam spielen!!" flüstert er dann ganz leise und geht dann wieder auf Abstand und sieht ihn aber abwartend an. Mein Blick verrät, dass ich wissen möchte was Bray jr. Bray verraten hat.

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