
The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012 |
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Alaska* Tribelos
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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Di 24 März - 16:31 | |
| Katina erklärt, außer lesen und reisen nicht wirklich viel zu können oder in den letzten Jahren gemacht zu haben. Sehr unterhaltungstauglich empfindet sie das allerdings nicht. Mir kommt dagegen spontan ein Einfall, der meine Pläne noch großer werden lässt, auch wenn ich nicht weiß, ob ich mich damit übernehmen würde. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass ich das tue, aber solang man etwas hat, das einen beschäftigen kann, ist man weniger damit zugange, über alles andere nachzudenken, sich klar zu machen, dass man in der Welt nur vom einen Tag in den anderen lebt, nur darauf wartend, dass wieder irgendwelche machthungrigen Irren kommen, die sich über alle stellen, auf den Schuttberg klettern, den die Erwachsenen zurückgelassen haben und sich so lange dort oben als Könige der Welt, denen alle untergeben sind, ob sie wollen oder nicht fühlen, bis wieder andere sie stürzen und den Kreislauf fortsetzen. Wobei, die Technos scheinen ihren Mut noch nicht verloren zu haben, trotzdem sie auch haben einstecken müssen, aber bis auf die Wachen habe ich noch nie vorher mitbekommen, dass sich der Anführer des Tribes so nah ans Volk herantraut, nein, sogar den Helden spielt und ein bisschen Smalltalk hält. Womöglich ist das aber auch nur eine Masche. Vor meinem inneren Auge taucht allerdings das Bild eines Ortes auf, an den Eltern ihre Kinder bringen können, damit sie betreut werden und andere kennen lernen können, falls die Eltern selbst etwas zu erledigen hätten, wo sie die Kleinen nicht mitnehmen könnten. Das Problem, das sich mir dabei hingegen wieder in den Weg stellt ist, dass ich weder viel Ahnung von Kindern habe noch glaube, dass es überhaupt nötig ist, so eine Einrichtung zu haben, wie es sie früher gegeben hat. In den Tribeverbänden findet sich bestimmt für gewöhnlich immer wer, der aufpasst. Außerdem gibt es die starre stressige Berufswelt von damals heute nicht mehr. Man muss selbst entscheiden, was man wann braucht und wie schnell man sich dem entsprechend darum kümmert, dass etwas erledigt wird. Je nachdem auf was man sich eingelassen hat, wird man höchstens von einem gnadenlosen Anführer dazu gezwungen etwas zu verrichten, allgemein gelten aber seit dem Virus noch immer die Regeln, die man für sich selbst setzt. Jedenfalls würde sich wohl kaum einer wagen, selbst wenn es notwendig wäre, sein Kind in fremde Hände zu geben. Also verwarf ich diese Idee wieder fast komplett. Den anderen Teil teilte ich Katina mit. "Naja, so schlecht ist das gar nicht, lesen zu können. Es hat für abends vielleicht keinen großen Wert, den Älteren Gute-Nacht-Geschichten anzubieten, aber ich weiß nicht. Seit damals gibt es auch keine Schulen mehr, nichts, wo die Kinder lernen, wie man richtig liest und schreibt. Aber es ist noch genauso wichtig, erst recht, wenn wir nicht unser ganzes restliches Leben damit verbringen wollen, gegeneinander zu kämpfen und ziellos durch die Welt zu irren, ohne zu wissen, was einen erwartet. Ich will dich da gar nicht einspannen, aber wenn wir hier fertig sein sollten, je nachdem wie lange du bleibst, könnte man darüber nachdenken, tagsüber eine kleine Lerngemeinschaft hier zu bilden und abends eben die anderen Leute auftreten zu lassen. Das wäre dann wirklich ein richtiger Gemeinschaftsort für alle", gebe ich meine Gedanken preis. Der andere Teil meiner ursprünglichen Einfälle sagt Katina zumindest schon einmal zu. Das muss aber nichts heißen. Es kann ja wirklich sein, dass sie morgen früh schon wieder verschwunden ist, ohne ihre Zusage für die Gegenleistung eines Schlafplatzes einzulösen. Man muss mit allem rechnen. In ihr Lachen stimme ich mit ein. Es tut gut, ein wenig zu spaßen, wo mir in den letzten Tagen überhaupt nicht danach zumute gewesen ist. "Tzja, dass hier andere Regeln gelten, hast du ja dann schon daran gemerkt, dass du vor der Tür warten musstest, statt dass dich ein gut aussehender Page empfangen und dir dein Gepäck abgenommen hat", entgegne ich grinsend und lache weiter. Am veränderten Licht merke ich, wie es langsam Abend wird. Darum hole ich aus einer der Schubladen der Theke ein paar große Kerzen heraus, lasse ein Streichholz aufflackern und im Nu ist es zumindest in unserer Ecke ein bisschen heller. Der Rest der Bar liegt schlafend da. Mein knurrender Magen macht mich darauf aufmerksam, wieso ich überhaupt zum Markt gegangen bin, darum hole ich etwas Obst aus meiner Tasche, lege es bereit und befördere aus der Theke dann zwei Gläser, eine Flasche Limonade, ein Messer und eine Schale zutage. Wieder mal bin ich der Vorbersitzerin von hier dankbar, dass sie so viel zurück gelassen hat. Selbst wenn es manchmal unheimlich ist, über die Gründe dafür nachzudenken. "Hast du Hunger? Ich kann uns noch etwas Obst schneiden und dann sehen wir, wo du dich für die Nacht einquartieren kannst." Ich beginne damit, das Obst zu schälen, denn Wasser um es zu waschen will ich nicht unbedingt verschwenden, währenddessen erzählt Katina davon, noch nicht lange in der Stadt zu sein. "Wo bist du denn vorher schon unterwegs gewesen? Kommst du von weit weg hier her?", frage ich kurz als ich aufblicke und konzentriere mich wieder auf das Obst. Als sie von einem Techni erzählt, erinnere ich mich sofort wieder an meine Begegnung mit der Gruppe am Mittag. Was wohl aus Lanai und Sakura geworden ist? "Dann hast du ja Glück gehabt, ihm entkommen zu sein. Mit Leuten von denen hatte ich heute auch die Ehre, als der Anführer komischerweise verhindert hat, dass ein Mädchen von ein paar Jungs ausgeraubt wird. Aber viel skurriler war dann der eine Typ, der später zu der Gruppe gekommen ist. Denn außer mir war noch eine andere Fremde neben dem geretteten Mädchen auf die Straße, die für sie Partei gegen die Technos ergriffen hat. Und plötzlich kommt ein Techno, der bloß die Zeichen des Tribes aber nicht den Anzug von ihnen trägt, gibt dem einen Mädchen etwas zurück, das sie scheinbar verloren hatte und...küsst sie aus heiterem Himmel. Ich hab echt überlegt, ob das nun witzig oder erschreckend ist. Ich mein, wenn die nun schon am hellichten Tag sich irgendwen aussuchen und nicht mehr locker lassen...", berichte ich Katina von meinem Erlebnis. Im Nachhinein bin ich wirklich froh, da so schnell wie es ging weg gekommen zu sein. |
|  | | Katina* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Fr 27 März - 15:51 | |
| Anscheinend habe ich sie zum Nachdenken angeregt mit dem, was ich gesagt habe. Aber da ich keine Gedanken lesen kann, mache ich mir gar nicht erst die Mühe zu enträtseln worüber sie nachdenkt. Vielleicht teilt sie es mir ja auch so mit. Also warte ich einfach ab und habe tatsächlich Glück. Was sie mir dann sagt klingt nach einer wirklich netten Idee, aber ich habe da ehrlich gesagt so meine Zweifel. Zumindest was mich als 'Lehrer' angeht. "Das klingt wirklich gut, die Frage ist halt nur, ob die Eltern das überhaupt wollen und du brauchst ja auch das Material. Und was, wenn die Kids mal kommen und mal nicht? Man kann ja niemanden zwingen." Und eigentlich wollte ich gar nicht so lange bleiben, immerhin suche ich meine Geschwister, da kann ich nicht an einer Stelle bleiben. Jedenfalls nicht so lange. "Vielleicht erstmal das eine auf die Beine stellen, dann können wir immer noch weitersehen", sage ich lächelnd. Ich will ja nicht, dass Alaska die Idee gleich wieder völlig verwirft. Aber sie sollte eben lieber erst ihren eigentlichen Plan verwirklichen. Das wird bestimmt noch genug Arbeit. "Also über den gutaussehenden Pagen müssen wir dann aber noch mal reden, das hätte schon was", gebe ich grinsend zu bedenken und beobachte sie dann, wie sie ein paar Kerzen anzündet und plötzlich eine Flasche Limo hervorzaubert. Verblüfft gucke ich die Limo an. "Wo hast du die denn her? Das hab ich ja seit Ewigkeiten nicht mehr getrunken." Das Obst ist da gerade nur zweitranging, obwohl ich zugeben muss schon ein bisschen Hunger zu haben, weswegen ich auch etwas von meinen Sachen dazusteuere. Ich lege das Brot, dass ich mir heute Früh gekauft habe auf die Theke und etwas Obst. "Eigentlich überall", beantworte ich ihre Frage und beginne dann zu erzählen, dass ich mich nach dem Virus ziemlich schnell aus der Stadt davon gemacht habe und seitdem mit mehreren verschiedenen Tribes durch Neuseeland gewandert bin, immer von einem Ort zum nächsten. Als Alaska mir dann von ihrer Begegnung von dem Techno erzählt muss ich wieder an Joel denken. Das klang schon irgendwie sehr nach ihm. "Ziemlich komische Leute. Ich hab bisher immer nur Geschichten von denen gehört. Eigentlich hatte ich gehofft, die wären mittlerweile wieder verschwunden, aber dem ist ja nun nicht so. Ist es denn noch sehr schlimm unter denen?" |
|  | | Alaska* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Fr 27 März - 21:20 | |
| // Aww, ich mag deine Signa <3
Katina hört zwar zu, was ich zu sagen habe, sie scheint jedoch meine Zweifel ebenfalls in Gedanken zu haben, denn auch sie hält es für fragwürdig, dass uns Leute von da draußen einfach so ihre Kinder überlassen würden. Dafür müsste man sich wohl wenigstens einen positiven Namen gemacht haben, als zuverlässiger Anführer oder als ein Mitglied dieses berühmten Tribes, den Mall Rats, von denen jeder schon mal gehört hat. Zeitweise gingen zwar mal Gerüchte darüber um, dass sie ein Gegenmittel für den Virus besitzen und es benutzen wollten, um andere in ihren Händen zu haben oder sie im Glauben zu lassen, dass sie abhängig von den Mall Rats sind, aber man sollte nicht alles glauben, was einem so über mehrere Umwege erzählt wird. Über Wissen allgemein zu verfügen ist dagegen natürlich alles andere als schlecht. Schließlich pflichte ich meiner Bekannten bei. „Du hast Recht. Es war wohl bloß ein schneller Gedankensprung. Die meisten vermissen die Schule mit den Hausaufgaben, dem Nachmittagsunterricht, Noten und strengen Lehrern bestimmt auch gar nicht und sind froh, nicht mehr dazu gezwungen zu sein, hinzugehen. Womöglich bringen sie das, was sie wissen von früher ihren Kindern ja auch selbst bei.“ Außerdem stimmt es, dass die Musikbar an sich wohl tatsächlich was Großes für sich ist. Der Vorteil an heute ist, dass ich für manche Materialien kein teures Geld bezahlen muss, um sie zu beschaffen. Im Tauschhandel kann man manchmal viel erreichen und durch meinen Status bei den Oceans kennen mich ein paar Leute von Markt flüchtig. Das hatten sie jedenfalls, bevor die Katastrophe ausgebrochen ist. Wer weiß, wie viele von ihnen noch übrig geblieben sind und wer stattdessen in eine andere Stadt, die noch funktionstüchtiger ist, sein Glück versucht. Katina geht auf meinen Scherz ein, wobei ich zugeben muss, dass es wirklich ganz cool wäre, einen Pagen zu haben, zumindest einen gut aussehenden starken Typen, der zudem noch nett ist und uns bei der Arbeit helfen könnte. „Mh, eines Tages lässt sich eventuell einer organisieren. Erst recht, wenn er genauso auf Limonade steht. Wobei der Vorrat daran wohl eines Tages auch aufgebraucht sein wird. Ich war echt überrascht, dass es hier noch welche gab, aber in einer Bar ist das andererseits gar nicht so ungewöhnlich. Der Vorbesitzer hat jedenfalls ein paar Kisten von dem Zeug hier gelagert. Auf dem Markt habe ich dafür ein paar gute Sachen bekommen“, entgegne ich, schenke uns beiden die Gläser mit dem süßen Getränk voll und schiebe das Obst so zurecht, dass wir beide ungefähr gleich viel davon haben. Netterweise entscheidet Katina ebenfalls, ihr Essen mit mir zu teilen und zaubert einen frischen Laib Brot aus ihrer Tasche, sowie weiteres Obst. Sollte ich in ein paar Tagen noch mal zum Strandhaus zurückkehren, werde ich wieder versuchen, ein paar Fische zu ergattern. Nachdem die neben den Beeren und so, die die Oceans im Wald immer gesammelt haben, was sowas wie ein Stammgericht im Tribe gewesen sind, ist es seltsam, ein paar Tage überhaupt keine mehr gegessen zu haben. „Danke, es ist lieb von dir, dass du deine Vorräte mit mir teilst“, spreche ich meine Gedanken wieder laut aus. Dann schneite ich die Hälfte des Brotes in Scheiben, einen Teil des anderen Obstes auch und wir können essen. „Guten Appetit“, wünsche ich dabei meinem Gast. Dabei lausche ich, wie sie von ganz vielen unterschiedlichen Tribes erzählt. Scheinbar hat es keiner geschafft, sie zu halten. Wären die Oceans damals nicht gewesen, hätte ich mich wohl aber auch keinem angeschlossen. Es sei denn, ich hätte meinen Bruder Paris wieder getroffen oder jemanden kennen gelernt. Mit der Liebe und mir war das hingegen so eine Sache. Ich sah nicht schlecht aus, fand ich zumindest an manchen Tagen, doch es brauchte mehr als das, um einen Menschen zu finden, für den man Gefühle und Vertrauen entwickelte und der dasselbe dann auch ernsthaft erwiderte. „Dann hast du ja ganz schön viel erlebt. Ich hab in Neuseeland eigentlich erst in einer einzigen Gruppe gelebt und noch nicht viel vom Land selbst gesehen“, offenbare ich und stecke mir eine Traube in den Mund. Als das Thema zurück zu den Technos schwenkt, erzählt Katina, was sie über die Technos weiß. „So schnell werden die nicht gehen. Dafür haben sie sich überall ein zu großes Imperium aufgebaut. Mir hat mal jemand gesagt, sie seien bereits in Wellington und in mehreren anderen Städten gewesen und hätten sogar Inseln in ihrem Besitz, auf denen sie Leute festhalten. Wie viel davon stimmt, weiß ich nicht, aber ich gehe ihnen lieber aus dem Weg. Da ich nur selten in der Stadt gewesen bin bisher, kann ich nicht genau sagen, wie es mit ihnen aussieht, nur hat der Anführer eine echt gruselige Ausstrahlung, sodass man ihn echt nicht richtig einschätzen kann. Manchmal bekommt man aber auch mit, wie ein paar Technos sich einen Spaß draus machen, andere zu erschrecken. Ihre Zapper sind immerhin starke Waffen, gegen die man relativ chancenlos zu sein scheint. Gab es die Technos denn auch da, wo du bisher so gewesen bist?“
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|  | | Katina* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Fr 27 März - 22:32 | |
| // Dankeschön "Aber ein guter Gedankensprung", sage ich sofort, lege meine Hand auf ihren Arm und schaue sie aufmunternd an. "Gib das nicht so schnell auf, die Idee ist wirklich gut. Aber mach erstmal einen Schritt nach dem nächsten." Ich will nun wirklich nicht, dass Alaska so schnell das Handtuch wirft. "Also ich muss sagen, ich bin nie gerne in die Schule gegangen und vermisse das auch kein Stück, aber ich bin den Leuten dankbar, die mich trotzdem genötigt haben weiter lesen, schreiben und so zu lernen." Lange war ich ja schließlich nicht in der Schule gewesen. Ich finde aber auch, dass die Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen sollten. Es war einfach wichtig und man kam doch schon etwas weiter im Leben, wenn man wenigstens die Grunddinge beherrschte. "Die standen hier einfach so herum?! Dann wundert es mich ehrlich gesagt, dass den Ort hier niemand durchsucht und auf den Kopf gestellt hat. Ich meine, es ist eine Bar, da geht man doch eigentlich von aus, dass es hier etwas zu holen gibt." Nun stören, dass dem nicht so war, tat es mich nicht. So kam ich jetzt immerhin in den Geschmack von Limo. Dankbar nehme ich das Glas und trinke einen Schluck. Sofort schleicht sich ein Lächeln auf meine Lippen. "Das schmeckt verdammt gut", sage ich und trinke noch etwas. "Ach klar gerne, wenn du mich hier schon schlafen lässt." Jetzt bediene ich mich auch an dem Obst und dem Brot, mache es mir auf einem Hocker bequem. So lässt es sich doch eigentlich ganz gut leben. "Dann solltest du das unbedingt nachholen, das Land ist einfach traumhaft", schwärme ich und lächle glücklich. Wenn ich könnte, würde ich mich sofort wieder auf den Weg machen. Es gibt kein schöneres Gefühl als völlig ungebunden durch das Land streifen zu können, hinzugehen wohin man möchte. Als Alaska anfängt über die Technos zu erzählen bekomme ich eine leichte Gänsehaut. "Klingt nicht so, als müsste man denen unbedingt über den Weg laufen." Wenn ich wieder nach draußen gehe, werde ich mich definitiv von denen fernhalten. "Nee, wir hatten wohl immer Glück und waren da, wo die nicht waren. Von mir aus können die auch gerne wieder gehen. Braucht doch kein Mensch, solche Verrückten." |
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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Sa 28 März - 13:11 | |
| Vermutlich habe ich etwas zu enttäuscht ausgesehen, auch wenn es ja bloß die Wahrheit ist, Stück für Stück arbeiten zu sollen, statt zu viel auf einmal zu machen und sich am Ende darin zu verheddern, denn Katina legt ermutigend zu meiner Überraschung ihre Hand auf meinen Arm und schenkt mir einen Lächeln. Ich erwidere es. "Danke. Und ja, ich weiß. Ich versuche wohl nur irgendwie, mich an etwas festzuhalten, nachdem das in der Vergangenheit nicht so gut geklappt hat. Ich habe eine Weile am Strand gelebt, nachdem ich mit dem Schiff aus einem anderen Land nach Neuseeland gekommen bin. Dort gab es einen Trib, in dem keiner Fragen gestellt hat oder wenn, dann musstest du sie nicht beantworten. Zusammengelebt haben trotzdem alle, jeder hatte irgendwelche Aufgaben und andere Tribes haben uns in Ruhe gelassen, weil wir sie mit frischem Fisch, Kräutern und Beeren versorgten und allgemein eher unauffällig waren. Ein paar von den Leuten am Strand wollten mit der Stadt nicht mal so viel zu tun haben, dass sie zum Tauschen von Waren hingegangen wären. Nur jetzt sind sie weg und ich habe keine Ahnung, was aus ihnen geworden ist", sprudelt es ohne dass ich groß drüber nachdenke aus mir heraus. So schnell erzähle ich selten etwas über mich. Andererseits ist mein Leben bei den Oceans bis auf die Wellen an meinem Handgelenk, die mich als Mitglied identifizieren, sowieso Vergangenheit. Und das auch keine, die mich besonders persönlich trifft. Bis auf dass ich vorher nicht in Neuseeland gelebt habe, vielleicht, doch das hört man möglicherweise auch ein bisschen an meinem leichten Akzent. "Die Bar ist nur seit ich sie gefunden habe, ein wahres Glück gewesen, das ich wohl irgendwie nutzen möchte. Dass hier keiner vorher auf die Sachen gestoßen ist, liegt wohl daran, dass man durch die Fenster nur schlecht hereinkommt und die Haupttür verschlossen gewesen ist, auch als ich ankam. Eigentlich hatte ich vor, mich hier als Tänzerin zu bewerben, natürlich nicht in dem Sinne, der hier wohl eigentlich erwünscht gewesen wäre, doch ein bisschen Lohn, um meinen Tribe noch mehr zu unterstützen, hätte sich bestimmt herausschlagen lassen. Als ich jedoch irgendwann zurück in die Stadt gekommen bin, um mich vorzustellen, war alles verlassen. Bloß durch Zufall habe ich einen Zweitschlüssel ziemlich klischeehaft unter der Füßmatte liegend gefunden. Und seitdem ist keiner mehr hier her zurück gekommen", erkläre ich Katina, wie es sein konnte, dass die Bar den Großteil der Plünderungen so unbeschadet überlebt hat. Wenigstens war ich so glücklich gewesen, um mich auch auf die Fußmatte vor der Tür zu setzen, damit ich den Schlüssel spüren hatte können. Ich trinke selbst einen Schluck der süß-klebrigen Limo und esse noch etwas von dem Obst und dem Brot. Doch allmählich werde ich sehr Mühe und meinem Gast geht es sicher ähnlich. Katina meint währenddessen, es sei selbstveständlich, dass sie etwas zum Essen beisteuert und meint dann, ich sollte unbedingt mehr von Neuseeland entdecken. "Eines Tages tu ich das vielleicht, noch mal rundreisen. Genug Zeit hätte ich eigentlich. Aber erst mal hier ein wenig sesshaft werden, klingt auch nicht schlecht. So gut ich es anfangs auch fand, dass wir am Strand oft für uns waren, irgendwie hab ich viele Menschen um mich herum dann doch ein bisschen vermisst." Noch dazu ist in der Stadt die Wahrscheinlichkeit größer, noch mal was von Paris zu hören. Wenn er noch lebt oder nicht für den Rest seines Lebens ohnehin in Japan bleiben wird. Als ich fertig gegessen habe, stehe ich auf und räume das Besteck in die Spüle. Zu Katinas Worten schüttele ich den Kopf. "Nein, muss man nicht. Das habt ihr dann ja auch echt gut vermieden. Dass die den Strom wieder zum Laufen gebracht haben, war nicht ganz so schlecht. Aber da einige nicht damit umgehen konnten, hat das auch viel angerichtet und Brände verursacht." Mit meinem Schlüssel, den ich nun immer um den Hals trage, laufe ich zur Haupttür, schließe sie ab und kehre dann zu Katina zurück. Ich möchte sie nicht einschließen, aber ungebetene Gäste gerne aus, sodass sie morgen wohl darauf warten, muss, dass ich wach bin, bis sie gehen kann, wenn sie das will. "Du müsst müde sein. Vielleicht sollten wir morgen weiterreden und eine Runde schlafen gehen. Wie gesagt, such dir einfach ein Plätzchen hier aus. Die Badezimmer sind dort hinten", meine ich und deute in Richtung von zwei Türen mit den entsprechenden Schildern daran. Es gibt zwar kein fließendes Wasser, aber zumindest im Waschraum für Frauen steht ein voller Wasserkanister, den ich vom Fluss mitgebracht habe. "Wir sehen uns dann morgen früh. Schlaf gut, ja?", verabschiede ich mich und blase alle Kerzen bis auf eine aus. Dann gehe ich in mein Zimmer, um mich umzuziehen und ins Bett fallen zu lassen. - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Katina* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Sa 28 März - 17:44 | |
| Als Alaska so von ihrem früheren Tribe erzählt muss ich schon zugeben, dass mich der ziemlich interessiert. Klingt eigentlich nach dem perfekten Tribe für mich. Aber das vergesse ich mal lieber ganz schnell wieder, immerhin bin ich jetzt in der Stadt und habe Alaska meine Hilfe versichert, da kann ich sie ja jetzt schlecht sitzenlassen und mich auf die Suche nach diesem Tribe machen. "Wo kommst du denn ursprünglich her?", frage ich sie neugierig, nehme mir ein Stück von dem Apfel und schiebe es mir in den Mund. "Und wie kams, dass sie weg sind? So ein Leben am Strand ist doch eigentlich wirklich toll." Da konnte ich ja nun aus Erfahrung sprechen. Gut, es gab ein paar Abstriche, aber die hatte man ja überall. Ich muss sagen, dass es mir in der Nähe von Wasser und Strand bisher auch immer am besten gefallen hat. Ich würde auch ohne Umschweife sofort dahin zurück. Als Alaska mir erzählt, dass sie den Schlüssel zu der Bar unter der Fußmatte gefunden hat, muss ich schon anfangen zu lachen. Das ist wirklich mehr als nur klischeehaft, aber auch Glück für uns. Und so lange die Besitzer nicht doch irgendwann wiederkommen ist ja alles gut. "Mach das, es lohnt sich auf jeden Fall", sage ich als Alaska meint, dass sie irgendwann noch einmal reisen will. Bei dem Wort sesshaft stöhne ich innerlich auf. Das haben mir schon viele Leute gesagt, mit denen ich zusammen war und gereist bin, dass ich auch irgendwann mal sesshaft werden muss. Aber bisher sehe ich dazu weiß Gott keinen Anlass. Ich fühle mich gut so, frei und ungebunden zu sein. Wozu soll ich das wegwerfen und immer nur an einem Ort bleiben? Da müsste mir ja schon sonst etwas passieren, damit der Fall eintritt. Ich halte es für gewöhnlich selten länger als eine Woche irgendwo aus. "Oh ehrlich? Was für Idioten. Also den Strom könnten sie schon ruhig mal wieder anschalten. Danach dürfen sie dann gerne wieder verschwinden." Ich bin schon ein bisschen neugierig was hier sonst noch alles während meiner Jahrelangen Abwesenheit passiert ist, aber vielleicht verschieben wir das Gespräch lieber auf morgen. Als Alaska dann die Türen abschließt beäuge ich sie schon etwas misstrauisch, die Situation erklärt sich aber recht schnell und ich nicke einfach als sie mich fragt, ob ich müde bin. "Ein bisschen, ja." Ich bedanke mich noch mal bei ihr für die Unterkunft und alles und wünsche ihr eine gute Nacht. Dann mache ich mich so gut es geht bettfertig und suche mir eine halbwegs angenehme Ecke zum Schlafen.
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|  | | Alaska* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar So 29 März - 17:11 | |
| Bevor ich die Tür zum hinteren Teil der Bar komme, höre ich noch, wie sich Katina danach erkundigt, woher ich eigentlich stamme. Das wäre jedoch eine ziemlich lange Geschichte und ich weiß noch nicht, wie viel ich davon preisgeben möchte, darum bin ich ganz dankbar, schon so erschöpft zu sein, damit wir das Gespräch auf den nächsten Tag verschieben können. Besonders von dem Verschwinden meines Tribes will ich erst mal nichts mehr erzählen. So lange ist das immerhin noch nicht her und es hat gezeigt, was für Schattenseiten sich auftun können, wenn man mit Leuten zusammenlebt, ohne sich richtig auf sie verlassen zu können. Wie in meinem Fall gibts dann wohl nicht genug, das einen aneinander bindet und man kann einfach aus dem Leben der anderen verschwinden, als hätten gemeinsame Abende und alles nie eine Bedeutung gehabt. Katinas Dank entgegne ich mit einem Lächeln. "Morgen kann ich dir mehr erzählen", sage ich dazu somit bloß kurz und setze meinen Weg fort.
Die Luft in dem kleinen Zimmer mit dem Bett ist stickig, also mache ich das kleine Fenster ein paar Minuten lang auf, solage ich mich umziehe. Mit etwas Wasser wasche ich mir das Gesicht, schlüpfe in mein Schlafshirts und lange lockere Hosen und lege mich, nachdem ich das Fenster wieder geschlossen habe, in das weiche Bett. Mit zunen Augen dauert es nicht lange, ehe ich einschlafe, selbst wenn ein wenig Restangst noch vorhanden ist, weil ich eine Fremde in den Räumen habe, die ihren Charakter auch ganz schnell ändern könnte. Lange darüber nachdenken kann ich jedoch nicht mehr, bis mich der Schlaf einholt.
Am nächsten Morgen werde ich vom Heulen des Windes geweckt, das auch durch die geschlossene Scheibe deutlich zu hören ist. In Gewitternächten oder allein zu Hause fand ich das früher immer richtig gruselig. Jetzt ist es allerdings hell, auch wenn die Sonne wohl nicht so ganz herauskommen möchte. Andererseits habe ich auch keine Ahnung davon, wie spät oder früh es ist. Ich weiß nicht mal, welcher Wochentag heute wäre. Früher habe ich es durch meine regelmäßigen Tagebucheinträge manchmal datiert, aber seit viele Tage gleich verlaufen, egal ob es nun Montag oder Mittwoch oder Wochenende ist - was seit es keine festen Berufe und all das mehr gibt, wirklich seinen Sinn verloren hat - habe ich das immer seltener gemacht und schließlich ganz gelassen. Ich strecke mich gähnend und lausche. Die Bar liegt leise dar. Auch in der Nacht hat mich kein Lärm geweckt. Ich rappele mich auf, schnappe mir ein paar Klamotten und verschwinde damit ins Bad, anschließend gehe ich in Richtung Saal mit der Bühne. Das Frühstück wird wohl wieder aus Brot und Obst bestehen, es wäre echt göttlich, etwas Butter zu haben. Die würde sich ohne Kühlung aber wohl kaum lange halten und ist auch nicht so leicht herzustellen. Manchmal vermisse ich es richtig, einfach aus dem Haus in den nächsten Supermarkt gehen und alles kaufen zu können, was ich will. Doch das gehört lange der Vergangenheit an. An der Bar schenke ich mein Glas wieder mit Limo voll, die man zwar nicht so oft trinken sollte, ich aber darauf vertraue, dass sie sauberer ist als das Wasser aus dem Fluss und die Flasche ist bald sowieso leer. Katina kann ich von meinem Standpunkt aus nicht ausmachen, um sie nicht schlagartig zu wecken, verhalte ich mich aber so leise wie möglich, schnappe mir ein Buch, das ich auf einem der Tische irgendwo liegen gelassen habe und beginne, im spärlichen Licht, das durch die hohen Fenster dringt zu lesen. Die schwarze verhüllende Folie sollten wir wohl auch irgendwann entfernen. - Signa made by Ivayne - please don't copy
Zuletzt von Alaska* am Mo 6 Apr - 19:08 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Katina* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar So 29 März - 20:47 | |
| Ich schlafe erstaunlich gut in der Nacht, obwohl ich mich ein wenig eingesperrt fühle. Alaska wollte mich aber sicherlich nicht daran hindern einfach in der Nacht zu verschwinden, sondern andere eher daran hier einfach unangekündigt reinzuspazieren und sonst etwas anzustellen. Als ich schließlich wieder wach werde gehe ich mich kurz etwas erfrischen und verkrümel mich wieder unter meiner Decke. Zumindest so lange bis ich Alaska höre, sie gibt sich Mühe leise zu sein um mich nicht aufzuwecken, was ja gar nicht mehr nötig ist. "Morgen", rufe ich ihr aus dem Dunklen zu und stehe langsam auf. Alaska hat sich in eine Ecke zum Lesen zurückgezogen. "Kannst du überhaupt etwas erkennen?", frage ich sie, da durch die Fenster Dank der Folie nur spärlich Licht hereinfällt. Ich gähne und strecke mich kurz. "Was steht denn heute an?" Ich bin gespannt, ob Alaska sich schon einen Plan zurecht gelegt hat, wovon ich eigentlich schon fast ausgehe. |
|  | | Alaska* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Mo 6 Apr - 19:35 | |
| Die Geschichte im Buch hat mich schon bald gefangen. Dabei ist es ziemlich anstrengend für die Augen, bei so wenig Licht über längere Dauer zu lesen. Andererseits hab ich es in den letzten Abenden auch oft so gemacht oder eben mit ein, zwei Kerzen. Es ist das letzte Buch, das ich habe und einerseits möchte ich nicht, dass ich so schnell weiß, wie es ausgeht und dass es dann zu Ende ist. Vielleicht sollte ich mich auf dem Markt oder in irgendwelchen Häusern mal nach neuem Lesestoff umsehen, denn so wertvoll Bücher auch für mich sind, richtig eintauschen möchte ich dafür nichts, da Nahrung erst einmal wichtiger ist und natürlich Material um die Bar auf Vordermann bringen zu können. In dem Buch geht es um etwas, das man heute als Kleinigkeit betrachten würde. Ein Mädchen, das in der Schule sehr beliebt ist, aber mit den Fächern zu kämpfen hat. Und natürlich mit der Liebe. Die Liebe spielt immer irgendwo eine Rolle, ist wohl sogar das Einzige, was gerade noch aktuell ist, denn die Schulen sind leer und falls nicht, werden sie bestimmt kaum mehr zum Unterrichten genutzt. Und die Liebe..ja die Liebe ist nach wie vor kompliziert. Man kann nie wissen, ob jemand treu ist oder bei einem bleibt, egal, was er einem verspricht. Was am einen Tag gilt, kann am anderen schon längst seinen Wert verloren haben und zusammen mit dem vermeintlichen Partner über alle Berge verschwunden sein. Ich seufze. Katina holt mich aus den Gedanken. Sie ruft ein "Morgen" in den Raum, das ich erst orten kann, als sie sich bewegt. "Hallo, gut geschlafen?", erwidere ich ihren Gruß und lasse das Buch sinken. Sie scheint trotzdem gesehen zu haben, was ich gemacht habe, denn auch sie wundert sich darüber, dass ich bei den Verhältnissen lese. Ich lächle. "Es ist nicht unbedingt so super bei dem Licht, aber es funktioniert irgendwie. In meinem Zimmer ist es auch besser, aber ich wollte mich da nun nicht ewig drin verstecken, wo du dich schließlich nicht hier auskennst und damit du nicht darauf warten musst, bis ich rauskomme. Als sie wissen will, wie der Tag heute aussehen wird, überlege ich kurz. Da ich nicht erwartet hatte, Besuch und so schnell Hilfe zu haben, stand noch gar kein fester Plan, immerhin muss ich den ja nicht für mich selbst zurechtlegen. Etwas von der Folie zu entfernen, damit wir nicht jedes Mal im Dunkeln sitzen, wäre aber erst mal nicht so schlecht und draußen lassen sich vielleicht auch ein paar andere hilfsbereite Leute auftreiben, sowie ein paar Eimer Farbe. Letztendlich können wir das jedoch auch ganz spontan entscheiden. Da es vorhin nicht nach Regen aussah, wäre ich allerdings dafür, das zu nutzen und draußen was zu machen, denn hier drin kann man immer noch aufräumen und putzen, falls es mal regnen sollte. "Ich schlage vor, wir frühstücken erst mal was und dann sehen wir weiter. Hast du denn außer einen Schlafplatz zu finden, noch was anderes vorgehabt? Auch wenn du mir als Gegenleistung für die Übernachtung helfen sollst, musst du nicht die ganz Zeit hier festsitzen, wenn du das nicht möchtest", antworte ich und erhebe mich, um zur Theke zu gehen. - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Katina* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Do 9 Apr - 13:50 | |
| "Ja, doch. War ganz okay", erwidere ich lächelnd und setzte mich zu ihr. "Und du?" Als sie sagt, dass es nicht unbedingt super sei bei dem Licht nicke ich bloß. "Wir sollten die Folie abreißen, dann siehts gleich ein bisschen schöner und heller aus. Ach ich hätte mich schon zurecht gefunden." Es war zwar groß hier, aber früher oder später würde ich schon alles finden, was ich brauche. Eigentlich reicht es mir auch, wenn ich hier wieder rauskomme. Alleine. "Frühstücken klingt gut", grinse ich und mein Magen beginnt zustimmend zu grummeln. "Ja, schon. Aber das kann auch noch warten. Lass uns erstmal hier was schaffen, dann kann ich immer noch losziehen." Abends würde ich wahrscheinlich eh mehr erfahren als tagsüber. Ich stehe ebenfalls auf und folge Alaska zur Theke an der wir gestern schon gegessen haben. |
|  | | Alaska* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Do 9 Apr - 17:37 | |
| Katina meint, die Nacht sei ganz in Ordnung gewesen. Dass sie auf einer weichen Matratze besser geschlafen hätte, kann ich mir denken, allerdings sieht sie auch nicht sehr kaputt aus, was ich positiv finde. Im Gegensatz zu Paris, der kein Mensch war, den man in den Minuten nachdem er aufgewacht war zuerst ansprechen sollte, weil seine Laune dort grundsätzlich nicht die Beste war und man besser damit fuhr zu warten, bis er den ersten Schritt machte, scheint Katina eine gut gelaunte Person zu sein. Auf ihre Gegenfrage hin erwidere ich ihr lächeln, während ich an der Bar mit den Augen nach Besteck suche, das noch sauber ist, obwohl ich nicht sicher bin, sowas noch finden zu können. Schließlich fische ich das Messer von gestern aus der Spüle, das zumindest noch akzeptabel aussieht und nur von dem geschnittenen Obst etwas klebrig ist. "Bei mir ist auch alles okay. So, wie ich das sehe, haben wir die Auswahl zwischen Brot und Äpfeln, Brot und Birnen oder allem zusammen. Und Rohkost natürlich", entgegne ich und hole den Rest des Brotlaibs hervor sowie zwei Karotten und die Früchte. Katina spricht meinen Gedanken von zuvor aus, indem sie meint, die Folie von den Fenstern zu entfernen wäre ganz gut. Dass sie es von sich aus vorschlägt und von einem "wir" spricht, macht mich kurzzeitig glücklich. Obwohl es reichlich früh angesetzt ist, womöglich finde ich nach all der Zeit, in der ich mich von Menschen eher distanziert habe jemanden, mit dem ich mich sogar anfreunden könnte. Wobei Freundschaft oft auch nicht mehr das ist, was es einmal war und ich in meinem ganzen Leben nie jemandem gehabt habe, den ich als Freund bezeichnet hätte. Außer meinen Bruder vielleicht. Und meine Bücher. Es verwundert und erfreut mich zugleich, dass Katinas Wahl darauf fällt, erst mal hier zu bleiben und zu helfen, statt ihre eigenen Vorhaben weiter zu verfolgen. Wie könnte ich sie auch schon hier festhalten, selbst wenn ich das wollen würde? Eben, gar nicht. "Na solltest du dich heute noch eher umschauen können, findest du dich sowieso schnell zurecht", meine ich noch, um an ihr woher Erwähntes anzuknüpfen. "Und cool, danke, dass du bleibst. Nach dem Essen wäre es dann vielleicht erst mal ganz gut, draußen nach brauchbaren Sachen suchen zu gehen und in Häusern oder Lagerhallen, die unbesetzt aussehen, nach Farbe Ausschau zu halten. Auf dem Markt habe ich sowas nämlich noch nicht gesehen, aber wer würde seine Sachen auch schon für einen Eimer Mattweiß tauschen, wenn er dafür mehrere Tage leben oder etwas viel Wertvolleres ergattern könnte? Ich hoffe bloß, die Technos bleiben und heute vom Leib", spreche ich danach weiter und schneide wie gestern die noch vorhandenen Sachen. Katina hatte mir zwar noch ene Frage über meinen Tribe und alles gestellt, ohne dass sie es noch mal anspricht, habe ich aber nicht...das Bedürfnis danach, weiteres von mir aus preiszugeben. Der Grat zwischen Wichtigem und Unwichtigem ist furchtbar schmal. - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Katina* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Di 14 Apr - 15:20 | |
| "Alles zusammen klingt gut, finde ich", sage ich lächelnd und setze mich auf einen Hocker. Schade, dass hier nirgends Nutella herumsteht, darauf hätte ich wirklich Lust. Aber das kann ich mir wohl für den Rest des Lebens abschminken, genauso wie Lebkuchencreme. Gott für ein Glas davon würde ich mein letztes Hemd hergeben. Sollte mir das jemals jemand beschaffen können, wäre er oder sie mein ganz persönlicher Held. Bis dahin müssen es eben Früchte und altes Brot sein. Dankend nehme ich etwas von dem Obst entgegen und kaue auf einem Stück Birne herum. "Okay, können wir gerne machen. Ziehen wir dann zusammen los oder jeder für sich?" Wenn wir alleine losgehen würden, wäre die Wahrscheinlichkeit immerhin etwas größer auch tatsächlich etwas zu finden. Blöderweise kenne ich mich in der Stadt nicht mehr so wirklich gut aus, und muss mich dann wohl auf meine Nase verlassen, die mir den richtigen Weg zeigt. Vielleicht habe ich ja auch Glück und mir läuft jemand über den Weg, der gerade zufällig eine Wagenladung Farbe dabei hat und sie loswerden will. "Gab es hier nicht mal so eine Farbfabrik? Vielleicht ist da ja noch was zu holen." Sehr wahrscheinlich sogar, eben weil kein Mensch Farbe mehr braucht. Ob die allerdings noch gut war, war dann schon etwas anderes. "Auf Technos kann ich auch ganz gut verzichten", sage ich und verdrehe die Augen. Noch so eine Begegnung und ich verlasse sofort wieder die Stadt. Wobei mir die Kette gar nicht so ungelegen kommt, so habe ich immerhin etwas zum Tauschen. |
|  | | Alaska* Tribelos

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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Sa 18 Apr - 9:06 | |
| Katina stimmt beim Essen für alles zusammen, was kein großes Wunder ist, denn die Auswahl ist nicht wirklich überragend, lässt man nun mal die Limonade heraus, die hinten im Lager versteckt liegt. Manchmal vermisse ich echt das Frühstück von früher. In Amerika war ich es schon gewohnt, morgens warm zu essen, denn ich liebte Bacon & Eggs sowie Bagel in allen möglichen Variationen. Wer auch immer damals auf die Idee gekommen war, etwas zu erschaffen, das wie ein Doughnut aussah, aber absolut anders schmeckte, war jemand, dem ich sehr dankbar war. Genauso sah es mit Pb'n'J aus, wenn man das ultimative doppelte Geschmackserlebnis der Süße haben wollte. Und ich erinnere mich noch gut an den Laden, in dem ich mir fast täglich mein Frühstück zusammen mit Paris geholt habe, als wir alt genug waren, um allein in die Stadt und zur Schule zu gehen und unsere Mutter wieder arbeiten ging. Es war ein kleines uriges Café, das zu keiner größeren Kette gehörte und von Leuten unterhalten wurde, die indianische Wurzeln hatten. Das machte sich auch in der Einrichtung bemerkbar und vor allem in ihren Waren, denn die Sachen, die sie buken, schmeckten dort anders als irgendwo sonst. Weil wir da sozusagen nach einer Weile Stammkunden waren, die Besitzer mit Vornamen kannten und auch sonst nach der Schule noch mal ab und an da waren, um unsere Hausaufgaben zu machen, sodass wir eines Tages dazu eingeladen wurden, zusammen mit der Besitzerin Ira und ihrer Tochter Rosanne gemeinsam neue Bagel zu backen. Statt gekauftes Mehl zu verarbeiten, mahlten wir es selbst mit einer Mühle und was wir da zerkleinerten, was auch kein Weizen, sondern irgendetwas anderes, das mir leider nicht mehr in den Sinn kommen will. Ob es das hier überhaupt gibt, weiß ich aber nicht, wobei ich es sehr bezweifle. In Japan sah alles dann später ganz anders aus. Zum Frühstück gab es Suppe und Reisbällchen, für die Schule machte unsere Mutter, wenn sie Zeit fand, meinem Bruder und mir manchmal ein hübsches Bento. Nach dem Virus war das natürlich alles Geschichte. Man war froh, wenn man noch Vorräte im Haus hatte, die nicht von irgendwelchen Banden gestohlen wurden, die sich auch so schon vor jedem Supermarkt prügelten, weil es buchstäblich ums Überleben ging und Menschen, die früher nie an sowas gedacht hätten, nun für eine Dose Pfirsische dazu bereit waren, über Leichen zu gehen... Katina möchte wissen, wie wir später losgehen sollen. Ich denke kurz darüber nach. "Ich weiß nicht genau", erwidere ich, "Beides hat seine Vor und Nachteile, denn allein kann man erfolgreicher sein als zu zweit oder umgekehrt. Wenn einem was passieren sollte, wüsste die andere nicht unbedingt bescheid und..du müsstest deine ganzen Sachen mitnehmen, wenn du gehst, weil ich den einzigen Schlüssel für das Gebäude habe. Aber wie gesagt, was ist dir denn lieber? Falls du mit dem Gedanken spielst, dies oder jenes nebenbei auch tun zu können, kannst du das gerne machen, ich will dich da nicht eingrenzen oder irgendwie zu sehr verpflichten. Zur Fabrik, das weiß ich gar nicht. In der Stadt hab ich mich meistens nur in der Nähe des Marktes aufgehalten und bin so schnell wie es ging zu meinem Tribe zurück gegangen, weil keiner von uns es mochte, arg lange in der Stadt zu sein. Herauszufinden, ob die Fabrik noch steht, ist aber auf alle Fälle schon mal ein guter Ansatz." Auf die Idee hätte ich auch selbst kommen können, aber oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen eben nicht. Katinas Aussage zu den Technos quittiere ich mit einem Nicken und hoffe, dass nicht wieder der Typ unterwegs sein wird, der einfach so Leute küsst. - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Luca* Tribelos

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Charakter der Figur Beziehungsstatus: Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: vampiresgirl (Mellie)
 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Di 21 Apr - 18:49 | |
| First Post
Wieder zurück in der Heimat. Na ja die Stadt hat sich sehr verändert seit ich sie das letzte Mal gesehen habe. Aber ich verdränge die Erinnerung an damals lieber wieder. Leahs Gesicht taucht vor meinem geistigen Auge auf. Sie lächelt. Wenn ich mich an sie erinnere, dann sammele ich alle glücklichen Tage mit ihr, in meiner Erinnerung zusammen, das einzige was mir von ihr geblieben ist. Dank den Chosen. Wobei ich mich nicht bedanken möchte, dass sie mir den liebsten Menschen auf der Welt genommen haben weil ich sie nicht beschützen konnte. Ich schlucke und zwinge mich weiterzugehen. Mein Bein pocht. Ich muss zugeben es war nicht meine beste Idee in diesem Bauernhof Essen zu stehlen, aber wer konnte wissen dass diese Leute so einen Mistköter als Haustier halten? Ich habe die Wunde notdürftig verbunden aber wer weiß was ich mir hier für Krankheiten holen kann? Wo ich genau hingehe, weiß ich selbst nicht. Seit die Rebellen das Camp befreit haben, bin ich auf der Reise. Seltsamerweise hatte ich die Hoffnung Luke unterwegs zu treffen aber ich weiß ja nicht wo mein Bruder jetzt wohnt. Außerdem piept mein dämliches Hörgerät die ganze Zeit. Die Batterie ist wohl am Ende. Ich schalte es aus und klemme es mir wieder hinters Ohr. Hören muss ich jetzt sowieso nicht. Seit Monaten habe ich mit keiner Menschenseele gesprochen. Und seit dem Verlust meiner Familie bin ich nicht gerade mehr die Quasselstrippe von früher. Vor mir sehe ich ein Haus. Flavor Bar heißt es über dem Eingang. Na ja ein Drink ist nie verkehrt. Ich betrete die Bar. Der Schankraum ist fast leer. Bis auf zwei Mädchen, die am Tresen stehen. Ich setze mich auf einen der Stühle gegenüber vom Tresen. Ich lasse mich fast schon fallen weil mein Bein doch höllisch weh tut. Der Biss ist unterhalb des Knies aber ich reibe mir den Oberschenkel um mich vom Schmerz abzulenken. Ich hebe eine Hand zur Begrüßung. Gut vielleicht ist das auch nicht gerade eine gute Idee, diesen Laden betreten zu haben, immerhin ist es fast dunkel draußen. Vielleicht sind die Mädchen nicht gerade angetan von meinem Anblick aber was soll man tun wenn man tagelang auf dem blanken Boden geschlafen hat. Ich versuche meine Haare zu richten. Na so eitel Mr. Parker. Es ist Leahs Stimme die ich mir da einbilde. Es schmerzt. Fast könnte ich meinen sie würde hinter mir stehen. Aber als ich hinter mir nachsehe, ist da natürlich niemand. Mann, Alter reiß dich zusammen. Mit meiner rechten Hand mache ich eine Bechergeste um zu verdeutlichen dass ich gerne etwas trinken möchte. Die richtige Gebärde für "trinken" sieht anders aus aber das würden die beiden Mädchen höchstwahrscheinlich sowieso nicht verstehen. Aus meiner Hosentasche hole ich eine Halskette um zu zeigen dass ich etwas zum Tauschen habe. Ich lege die Kette auf den Tresen und schiebe es in Richtung der Mädchen. Eine hübscher als die andere. -  |
|  | | Alaska* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 154 Anmeldedatum: 23.07.14 Alter: 19 Ort: Flavor Bar
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Single Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Ivayne
 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Do 23 Apr - 14:01 | |
| Unser Gespräch wird unterbrochen, als sich plötzlich etwas an der Haupteingangstür der Bar tut, die ich noch nicht wieder abgeschlossen habe, oder doch? Ich bin mir nicht ganz sicher. Jemand ist hier. Was, wenn es der Besitzer ist, der seinen Anspruch auf sein Gebäude, das immerhin bei meiner Ankunft verschlossen gewesen ist, zurückerheben möchte, was sein oder ihr gutes Recht wäre? Dann wären alle geschmiedeten Pläne zunichte und Katina würde dann bestimmt auch ihre Zelte abreißen und ihren Weg fortsetzen. Zu Beginn hat sie ohnehin lediglich nach einem Schlafplatz für eine Nacht gesucht. Erstarrt lausche ich, was sich tut und als sich die Tür dann öffnet, steht ein blonder junger Mann im Raum, der ohne zu zögern direkt auf uns zukommt, ohne ein Wort zu sagen oder sich umzusehen. Wie selbstverständlich lässt er sich auf einen der Hocker fallen, sodass zwischen ihm und Katina noch einer frei ist, deutet ein Winken an und bietet mir damit einen der seltsamsten Auftritte, die ich in der letzten Zeit erlebt habe. Ich weiß nicht ganz, was ich davon halten soll. Was will er und was erwartet er von uns? Selbst die Erleichterung darüber, dass es sich hierbei wohl nicht um den ehemaligen Bewohner der Bar handelt - würde er uns dann nicht danach fragen, was wir hier zu tun haben, uns des Diebstahls an seinen Vorräten bezichtigen und uns dann entweder bestrafen oder hochkant rauswerfen?! - hält sich in Grenzen, denn so locker ich eben noch drauf war, so sehr schlägt das Gefühl ins Gegenteil um. Ruhig bleiben, Alaska. Noch ist nichts passiert und du bist nicht alleine. Alles wird gut, rede ich mir in Gedanken gut zu, versuche mich weiterhin zu beruhigen, indem ich den Neuankömmling genau betrachte, um notfalls aus seinen Augen, seinem Verhalten und seiner Mimik herauslesen zu können, ob er etwas im Schilde führt. Allerdings scheint er schon mal kein Techno zu sein, denn er trägt weder ein Headset noch den Anzug und auch kein Zeichen auf der Stirn. Dafür eine Art Blitz auf der Wange, den ich keiner mir bekannten Gruppierung - und so arg viele kenne ich nicht - zuordnen kann. Flüchtig werfe ich Katina einen Blick zu, als der Typ sich vor uns versucht, die wirren Haare zu richten, was schon fast wieder lustig ist, haben wir ihn doch in der Sekunde vorher auch so schon gesehen und eine gut sitzende Frisur kann momentan auch nicht besonders dazu beitragen, dass ich mich besser fühle. Selbst wenn es irgendwie schmeichelnd ist, dass er sich wenigstens minimal Mühe geben möchte, um nicht auszuschauen wie aus der letzten Ecke. Ich hoffe bloß, dass er nicht einer ist, der denkt, er kann jeden und alles haben, weil es seinem Charme hoffnunngslos unterliegt und spielt mit der Idee, eine von uns - oder am Ende noch beide - an sich zu reißen oder zu küssen wie dieser Typ bei Lanai. Alles erfährt noch eine Steigerung dadurch, dass der Junge plötzlich seinen Kopf dreht, wie um sicher zu stellen, dass außer ihm niemand anderes in die Bar gekommen ist, anschließend deutet er mit einer Gestik an, dass er etwas trinkt - oder etwas haben möchte?! - sagt weiterhin nichts und holt bloß ungefragt eine filigrane Kette hervor, die er mir zuschiebt. Ich muss das Ding für einen Augenblick angesehen haben, als käme es von einem anderen Planeten, mit Menschen umzugehen ist in den letzten Monaten und Jahren sowieso nicht meine Stärke gewesen - weshalb ich froh bin, dass es mit Katina soweit so gut funktioniert hat - und nun fühle ich mich erst recht überfordert. Ob er uns wohl damit vermitteln wollte, Durst zu haben? Ein Wunder wäre es nicht, denn Vorräte sind immer knapp. Ich ringe jedoch mit mir, weil ich nicht weiß, ob ich ihm nur etwas Wasser oder auch ein wenig Limonade geben soll. Wäre er nett, könnte er uns bestimmt eine gute Hilfe in der Bar sein, andererseits erscheint der Gedanke in meinem Kopf, dass er schlichtweg neu in der Stadt ist, die Bar für eine normale Bar gehalten hat und einen flüchtigen Abstecher machen wollte, um direkt danach weiterzuziehen. Mh...ewig warten kann ich aber auch nicht. Ach man. "Oh...hallo", sind die brüchigen Worte, die zuerst den Weg aus meinem Mund finden und sich unedlich unsicher anhören. Damit macht man bestimmt einen superstarken Eindruck. So selbstbewusst wie bei der Verteidigung meines Häuschens am Strand fühle ich mich nun aber einfach nicht, die Wut ist nicht groß genug. "Ich...ähm..." Ich müsste den Raum verlassen und ins Lager gehen, um etwas zu trinken zu holen. Aber dann müsste ich auch Katina mit dem Typ allein lassen und was, wenn er nun auf nett macht und normal - okay, nicht alles an ihm wirkt normal - und sie überwältigt, während ich weg bin, um mit mir dasselbe zu machen, wenn ich zurückkomme? Womöglich ist er ein Sklavenhändler oder sowas... "Okay, ich...ich hole etwas zu trinken. Bin gleich wieder da. Und komm ja nicht auf dumme Gedanken", meine ich immer noch nicht ganz so stark wie es klingen soll, doch ändern geht nun nicht mehr. In Windeseile stürme ich ins Lager, greife die erste volle Flasche, die mir unter die Hände kommt und eile zurück zur Bar. Es ist eine Flasche Limonade geworden. Was ein Glückspilz. Ich greife nach einem Glas - von denen hier noch mehr sauber sind als Besteck - schenke ihm etwas ein und stelle es auf den Tresen. Die Kette wäre vielleicht eine halbe Flasche wert, aber so schnell will ich nicht nachgeben und erst mal abwarten, was geschieht. "Bist du..bist du neu in der Stadt?", frage ich dann noch, denn die üblichen Bewohner müssten wissen, dass die Bar geschlossen ist. Vorbeigekommen ist außer Katina jedenfalls nie jemand. - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Luca* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 58 Anmeldedatum: 19.04.15 Alter: 19
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 | Thema: Re: Die "Flavor" Bar Mi 6 Mai - 17:22 | |
| Das Mädchen hinter der Bar scheint ziemlich verängstigt und überrascht von meinem Auftritt zu sein. Was erwartet sie? Dass ich sie abstechen könnte? Ich bewege meine ausgestreckten Hände langsam, vor mir, auf und ab, um ihr zu bedeuten, dass ich keine bösen Absichten habe und sie sich beruhigen kann. Unsicher begrüßt sie mich mit einem schüchternen „hallo“ Gut, dass sie in der Nähe meines linken Ohres steht, sonst würde ich gar nicht mitbekommen dass sie überhaupt etwas gesagt hat. Lippen lesen, kann schließlich nur meine Schwester. Ich aber nicht. Obwohl ich es mal hätte lernen sollen, weil mein rechtes Ohr schlechter wird, das bemerke ich schon länger. Wenn es schlecht läuft, geht es mir irgendwann wie meiner Schwester. Ob ich dieselbe Krankheit wie sie in mir trage, weiß ich nicht. Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft nicht komplett taub sein werde. Ich soll nicht auf dumme Gedanken kommen? Ich muss lächeln. Es wirkt ziemlich lächerlich, wie sie versucht sich selbst zu verteidigen, obwohl ich ihr gar nichts getan habe und dabei wirkt sie auch noch wie eine zitternde Maus die vor einer Katze steht. Gastfreundschaft wird in diesem Etablissement nicht gerade groß geschrieben. Ich setze an, um etwas zu erwidern aber atme stattdessen nur aus, noch bevor ich den Laut geformt habe. Dann schließe ich den Mund wieder. Dann verschwindet das Mädchen, hinter der Bar, kurz und ist schneller wieder da, als ich „Selbstverteidigung“ sagen könnte. Hat sie etwa Angst dass ich währenddessen ihrer Freundin, neben mir, etwas antun könnte? Schwachsinn. Da das in meiner Verfassung sowieso ausgeschlossen wäre, selbst wenn ich etwas vorhätte, was nicht der Fall ist. Ich nehme mein Hörgerät kurz heraus und schalte es wieder an. Es piept und piept und piept… Macht keinen Sinn. Die Batterie ist tot. Ich schalte es wieder aus und klemme es, an seinen angestammten Platz, hinter mein rechtes Ohr. Mist, wo bekommt man jetzt noch Hörgerätebatterien her, in dieser Stadt? Diese Batterie hat bisher am Längsten gehalten. Im Sklavencamp hatte ich mein Hörgerät immer versteckt, aus Furcht, dass die Chosen es mir abnehmen würden. Gemocht habe ich das Ding nie. Hören zu können, war für mich immer selbstverständlich bis ich mit 10 Jahren gemerkt habe, dass ich auf einer Seite immer schlechter hörte. Kein angenehmes Gefühl aber immer noch besser als gar nichts zu hören. Wie Leah so leben konnte, konnte ich mir nie richtig vorstellen. Währenddessen steht das Mädchen weiterhin hinter ihrem Tresen und starrt mich entgeistert an. Auch ihre Freundin scheint von meinem Erscheinen nicht gerade begeistert zu sein. Ist das hier vielleicht doch keine Bar? Aber selbst wenn es keine Bar ist, warum hängt dann draußen ein Schild und die Tür war ja auch nicht abgeschlossen. Ziemlich leichtsinnig für zwei verängstigte Mädchen. Doch das Mädchen schenkt mir dann doch ein Glas Limonade ein. Ich nehme das Glas und trinke die Limo leer. Ich nicke ihr dankend zu. Ganz schön geizig ist sie. Nach meinem Verständnis ist die Kette viel mehr wert als das eine Glas Limonade. Währenddessen will das Mädchen von mir wissen ob ich neu in der Stadt wäre. Ich schüttele mit dem Kopf. Immerhin bin ich hier geboren. Und immer noch spüre ich keinerlei Lust mit einem der beiden ein wirkliches Gespräch anzufangen. Obwohl das Mädchen hinter dem Tresen echt heiß ist, wenn sie nicht so eine feige Statur abgeben würde. Ich kann ihre Angst förmlich riechen. Als nächstes will sie womöglich noch wissen welchem Tribe ich angehöre. Obwohl ich noch nie einem Tribe angehört habe, aber das kann das Mädchen natürlich nicht wissen. Seit dem Tod meiner Schwester bin ich ein richtiger Einzelgänger geworden, der Menschenansammlungen meidet. Die wenigen Wochen, die ich jetzt schon in Freiheit lebe, genieße ich richtig. Na ja dann will ich mich mal auf meinen weiteren Weg begeben. Ich versuche aufstehen aber mein verletztes Bein lässt das nicht zu. Ich verziehe schmerzverzerrt das Gesicht und reibe erneut an meinem Oberschenkel herum. Dann halte ich dem Mädchen das Glas erneut hin. Mann, bist du bescheuert? Denkst du, die Limo könnte deine Schmerzen lindern? Wärst du diesem dämlichen Hund lieber Mal nicht zu nahe gekommen. Du Idiot. Die beiden sehen mich immer noch ziemlich skeptisch an. Was haben die eigentlich für ein Problem? Immerhin müssten zahlende Gäste in einer Bar gern gesehen sein oder etwa nicht? Ich reibe mir mit dem Arm über die Stirn. Man, ist hier so heiß oder schwitze ich nur so sehr? Ich halte mich zitternd am Tresen fest um nicht vom Stuhl zu kippen, dabei ist mir nicht mal schwindelig. Ausversehen fällt mir dabei das Glas aus der Hand und zerschellt am Boden in tausend Stücke. Ewig kann ich jedoch auch nicht auf diesem Stuhl sitzen. Irgendwann wird der Laden hier sicher schließen. Ich stehe dann doch zitternd auf und humpele vorsichtig Richtung Ausgang aber ich komme nicht weit weil die Kraft nicht reicht. Ich setze mich auf einen Stuhl, der an einem der kleinen Bistrotische steht, welche im Raum verteilt stehen. Erstmal werde ich nirgendwohin gehen können, wird mir bewusst, selbst wenn sie mich auffordern werden zu gehen. Das Mädchen hinter dem Tresen hatte sich derweil neben ihre Freundin gestellt, steht aber immer noch auf Distanz, als könnte ich sie gleich anfallen, trotz meiner Verletzung. Gut vielleicht ist ihr in ihrer Aufregung um die fremde Person in ihrer Bar auch noch nicht aufgefallen, dass eben diese Person sich nicht gerade in einer starken, angriffsbereiten Position befindet und schwer verletzt ist. Dämlicher Hund. Ich konnte Hunde noch nie leiden. Einer meiner Freunde hatte vor dem Virus ein solches Haustier. Ich bin damals nur mit dem Köter Gassi gegangen weil es Leah so sehr gefiel. Allein wäre ich nie auf die Idee gekommen mich einem Hund zu nähern. Aber diesmal bin ich einfach leichtsinnig gewesen. Was man nicht alles tut wenn man Hunger hat. Ich wusste vor dem Aufenthalt im Sklavencamp nicht was richtiger Hunger ist. Ein schreckliches Gefühl. Man kann an nichts anderes mehr denken als ans Essen und wie man etwas organisieren kann. Hunger habe ich erstmal keinen mehr, da ich ja mit dem Brot abhauen konnte aber was Richtiges zu essen wäre auch nicht schlecht. Ob die Mädchen mir da weiterhelfen können? Ein Verbandswechsel an meinem Bein wäre, glaube ich auch nicht so verkehrt, da mein Verband eher provisorisch war. Ich konnte leider kein Verbandsmaterial auftreiben und habe mein Hemd zur Bandage umfunktioniert. Ich schiebe mein linkes Hosenbein ein Stück nach oben. Der Anblick, der sich mir dort bietet, lässt mich erschaudern. Das Blut hat das Hemd längst durchdrungen. Beinahe hätte mich übergeben aber ich reiße mich dennoch zusammen. Nachdem ich schon ihr Glas zerdeppert habe, will ich nicht auch noch ihren schönen, sauberen Fußboden versauen. Mein Blick bleibt an den Bodenfliesen hängen. Blut? Mein Blick fällt wieder auf mein Bein. Das Blut rinnt tröpfchenweise auf den Boden vor mir. „Sorry.“ flüstere ich so leise das ich mich selbst kaum höre, in Blickrichtung der Mädchen. -  |
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