
The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012 |
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Patsy* Tribelos
Anzahl der Beiträge: 204 Anmeldedatum: 21.07.14
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Es ist kompliziert Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Ivayne
 | Thema: Re: Eingangsbereich Sa 20 Jun - 2:12 | |
| cf: Straßen der Stadt
Keiner hält Wache am Eingang, überall liegt immer noch Zeug herum, das an die Überfälle erinnert. Es sieht nicht viel anders aus, als wie vor meinem Weggang. Zumindest scheint es nicht so durch den Tränenschleier. Den keiner sieht, ich selbst spüre ihn nur. Meine Haut brennt, mein Herz pocht und mein Körper fühlt sich an wie aus Gummi. Ich bin nicht dazu fähig, meine Beine richtig zu bewegen, fühle mich wie betrunken. Er ist zurück! Er lebt! Und er hasst dich!, rattert es durch meinen Kopf. Meine Gedanken gelten einzig und allein Milo. Dem Menschen, der es hätte schaffen können, dass ich mich wieder wertvoller auf dieser Welt fühle, geliebt und gebraucht. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Junge in der Straße dort er gewesen ist. Auf der Welt wandeln wenige Doppelgänger von jedem Menschen, die Chance einen davon jemals zu treffen, ist sehr gering. Doch Milo ist mein Seelenverwandter, derjenige, der mich aufgebaut hat, als mich die Ungewissheit über mein Leben nach dem Sklavencamp der Chosen quälte. Keiner hat mir bisher gesagt, was in meinem Gedächtnis fehlt. Generell hat sich kaum einer von den Mall Rats Zeit für mich genommen und ich weiß, dass ich gerade in meinem Selbstmitleid versinke, aber andererseits sollte eine Familie immer füreinander da sein. Ich bin bereit dazu, es für jemand anderen zu sein, jederzeit. Aber nun weiß ich gar nichts mehr, meine Welt ist zerbrochen, liegt in Scherben vor mir. Die depressiven Gedankenstränge sind zurück, winden sich durch meinen Körper wie Gift. Ich komme mir schäbig vor, weil ich das in der Straße einfach hab mit mir machen lassen. Und das ausgerechnet von...meiner Liebe. Von dem Jungen, der mir nie beteuert hat, dass er mich niemals verletzen wird, weil er der Überzeugung war, dass man Emotionen nicht steuern kann, sie passieren lassen und manchmal auch einsehen muss, dass sie sich verändern, sich wandeln oder umkehren, ohne dass man es möchte. Schlimmstenfalls können sie sogar ganz verschwinden, ihr Zauber erlischt und bloß selten kann die Flamme wieder entzündet werden oder in anderer Form weiterfunkeln. Milo wollte keine Versprechungen machen, die er nicht halten könnte. Er war in gewisser Weise ein Freigeist, der auch grausamen Realitäten in die Augen sah, sie als Teil des Lebenskreislaufs akzeptierte, was ihn teilweise sehr kühl wirken ließ. Seine andere Seite, die gefühlvolle, träumerische, liebevolle, machte ihn dagegen zu der liebenswertesten Person, die ich je kennen gelernt hatte auf diese Weise. Sie zeigte sich in Momenten, die selten und besonders waren, niemals in Gesellschaft vieler anderer. Und selbst da dachte ich bereits damals darüber nach, wie viele vor mir die Ehre gehabt hatten, Milo so nah zu sein, seine Komplimente zu hören, seine Wünsche und Ängste. Und Worte, die sich weich auf deine Seele legten, dass sie dich fliegen ließen, dich stark machten und den Glauben schafften, keiner auf der Welt könnte dir jemals wieder etwas anhaben, weil dein Inneres im Schutz der Worte, der Bedeutungen dahinter stand. Weil die schlechten Erlebnisse von guten übermalt wurden, die so viel mehr Gewicht hatten. Milo ging nie verschwenderisch mit dem was er sagte um. Er wählte alles mit Bedacht. Trotzdem blieben da oft die Zweifel in mir. Zu vertrauen konnte heißen, sich zu verlieren, wenn es schieflaufen würde. Und bei Trudy, bei Salene, bei so vielen anderen hatte ich mitbekommen, was die Liebe anstellen konnte. Sie hatte Schattenseiten, so dunkel, dass sie selbst Hass Konkurrenz machen könnte. Jemanden mehr als dieser in den Abgrund ziehen könnte. Doch jede Wehr hatte ihr Ende. Zu schön war der Traum, es verdient zu haben. Es wert zu sein, toll gefunden zu werden. Und die Gelegenheit zu bekommen, das auch dem Gegenüber zu bieten. Und eine Weile lang hat es existiert, das Wir zwischen Milo und mir. Meine Beziehung mit Höhen und Tiefen, bösen Diskussionen und intensiven Stunden der Harmonie. Angehalten hat es nicht. Das Schicksal des Lebens hat mir meinen Freund entrissen und jetzt, wo er zurück ist, ist es nicht nur so, dass seine Empfindungen sich geändert hätten. Nein, er kennt mich nicht mal mehr. Hat mich behandelt wie ein kaputtes Spielzeug, das man wegwirft, hat man keine Lust mehr darauf. Was ist nur mit ihm geschehen? Was hat sich in der Zeit seines Verschwindens zugetragen, das ihn so hat werden lassen? Würde er gequält, gefoltert, von den Technos manipuliert? Vollkommen seines Ichs entraubt und... Schluchzend lasse ich mich an einer der Säulen in der Eingangshalle auf den Boden sinken. Will den Einfall nicht weiterspinnen, nicht daran glauben, dass Milos Einzigartigkeit, seine Persönlichkeit aus Sarakasmus und Schalk, Zärtlichkeit und Ehrlichtkeit, Ernsthaftigkeit und Verrücktheit, seinem individuellen Touch vernichtet worden ist durch den Egoismus, eines anderen Menschen, der sich angemutet hat, darüber richten zu können, wie jemand sein soll. Du muss um ihn kämpfen. Du darfst nicht aufgeben, das bist du eurer Vergangenheit schuldig, flüstert mir mein inneres Ich zu. Ob die anderen auf der Farm auch wissen, dass Milo noch lebt? Haben auch Angel, Conny und der kleine Douggie die Entführung überstanden und sind zurück? Wimmernd versuche ich, den Tränenstrom zu stoppen, doch es ist unmöglich. Ich fühle mich wie in Ketten. Nur vage nehme ich Stimmen im oberen Stockwerk der Mall wahr, doch achte nicht auf sie. |
|  | | Cloe* Mall Rat

Anzahl der Beiträge: 495 Anmeldedatum: 12.10.13
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Vergeben Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Jessi
 | Thema: Re: Eingangsbereich Mo 22 Jun - 11:31 | |
| cf: Elektro-Technikladen
Vorsichtig betrete ich den Eingangsbereich. Ich schaue mich um. Kann aber nur ein schluchzen vernehmen. Was soll ich tun? Mit zaghaften Schritten gehe ich dem geräusch entgegen. Und dann bleibe ich Ruckartig stehen. Ich glaube, ich trau meinen Augen nicht. Sie muss es sein. Sie dem Überfall war sie verschwunden. Und dabei hatten wir reden wollen. Aber so wie die Situation scheint ist es nicht der richtige Augenblick um zu reden. Mit schnellen Schritten bin ich bei ihr. Patsy ist alles was ich sage und ziehe sie dann in meine Arme. Ich mag es nicht, sie so traurig zu sehen. Aber den Grund würde ich gerne wissen. ich bin doch so neugierig. Aber ich wede sie nicht fragen. ich werde warten bis sie es mir von selber erzählt. Hey süße, bitte nicht weinen. Alles wird wieder. Aber lass uns von hier weg. Sonst bekommen die anderen noch was mit. Und das muss ja nicht sein. Lass uns ... ich überlege kurz. Lass uns in dein Zimmer gehen meine ich und hacke mich bei ihr unter. Ich ziehe sie halb mit mir, als wir uns auf den Weg machen. Neugierig schaue ich immer wieder zu ihr hin, während wir durch die Mall laufen. Ich frage mich wer oder was ihr so zugesetzt hat. Das letzte mal habe ich sie so traurig gesehen, als Paul verschwunden war. Was ich aber auch verstehen kann. Ich hoffe sie erzählt mir, was passiert ist, da ich ihr gerne helfen würde.
tbc: Spicy Stile. - Cloe, 16, Mall Rats weitere Charas: Salene*, Danni*, Nick*, Kat*, Kiki*, Kira*, Ebony*, Jo*, Isa* |
|  | | Ram* Techno

Anzahl der Beiträge: 338 Anmeldedatum: 04.10.13
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Vergeben Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: (Lisa)
 | Thema: Re: Eingangsbereich Mi 24 Jun - 21:27 | |
| cf: Forever New
Ich komme langsam die Treppe herunter und lasse erneut meine Fingerspitzen spielerisch über das Treppengeländer wandern. Hier hält sich zu dieser Zeit niemand der Mall Rats auf und das soll mir auch ganz recht sein. Ich habe wenig Lust mir irgendwelche Kommentare anhören zu müssen. Ich schlendere durch die verwaiste, zugemüllte Eingangshalle, bleibe dann noch einmal kurz stehen und sehe zur Treppe. Ein leichtes Lächeln huscht über meine Lippen, als ich an Trudy denke. An unser völlig überraschendes Zusammentreffen in den Dünen, an die gemeinsame Zeit die wir hatten, die aber viel zu schnell wieder vergangen ist. Es erscheint mir alles so unwirklich. Doch sie macht mich glücklich. Sie ist vermutlich das beste, was mir je hätte passieren können. Und es ist schön zu wissen, dass sie voll und ganz zu mir steht. Ich vermisse sie jetzt schon. Ich wende mich schließlich ab, öffne die Tür und betrete die Straßen der Stadt. Ich bin recht zuversichtlich, dass ich es möglichst unauffällig zurück ins Vero Centre schaffen kann. Es gibt eine Menge zu tun und Chuck wartet immerhin auch schon eine halbe Ewigkeit auf mich. Und ich weiß, dass er es hasst, von jemandem hingehalten zu werden.
tbc: Straßen der Stadt - Ram, 20, crazy leader of the TechnosThere the rainstorm came over me, and I felt my spirit break, I had lost all of my belief you see, and realized my mistake.  sig made by Ivayne :* Weitere Charas: Ginger, Darleen, Ebony, Impala, Chuck, Ravenna |
|  | | Patsy* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 204 Anmeldedatum: 21.07.14 Alter: 17
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Es ist kompliziert Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Ivayne
 | Thema: Re: Eingangsbereich Do 25 Jun - 22:14 | |
| Ich bin völlig in mich versunken. Blitze zucken durch meinen Kopf, erhellen Szenen aus der Vergangenheit und tun unendlich stark weh. Alles um mich herum dreht sich, als hätte ich tausend Loopings ohne Pause in einer Achterbahn gedreht. Ich kann nicht einordnen, wo oben und unten, links oder rechts ist. Der Schwindel vermischt mein Umfeld wie ein Kaleidoskop. Genauso wie meine Gefühle, mit denen ich nicht weiß, wohin. Tränen können sie nicht ansatzweise ausdrücken, nicht zeigen, was in mir vorgeht. Dabei brennen sie auf meinem Gesicht, als würden sie es versuchen. Ich denke an damals, als ich Milo kennen gelernt habe. Im Gefangenenlager der Chosen wurden wir an diesem Tag gerade in Gruppen eingeteilt, die von den Aufsehern zu verschiedenen Plätzen gebracht werden würden, um dort die anfallenden Arbeiten zu verrichten und das für die nächste Zeit. Es war ein grauer Tag, Wolken hingen regenverkündend am Himmel und passten so sehr gut zu dem, was man in den Augen der anderen sehen konnte, die mit mir hier waren. Manche kannte ich aus der Stadt von früher, wenn ich ihnen mal zufällig auf der Straße oder den Märkten begegnet bin. Sie warn keine Freunde von mir, doch wir waren Leidensgenossen und das schaffte ebenfalls eine sehr starke Verbindung. Einige versuchten sich als Einzelkämpfer, rebellierten weiter gegen die Chosen und bekamen abends, wenn wir alle zum Appell gerufen wurden, vorgeführt, was mit Abtrünnigen und Verrätern passierte. Direkt umgebracht wurde kaum jemand. So schnell von ihre Sünde loszukommen, verdienten sie laut den Chosen nicht. Nur lebendig konnten sie den richtigen Weg erkennen, Zoot folgen und für ihn arbeiten oder eben bis es soweit war immer wieder spüren, wie grausam die Welt ohne den Schutz des großen Meisters war. Meine eigene Abwehr hatte ich dadurch, dass mein Spionageakt für die Mall Rats enttarnt worden war und ich daraufhin ohne mich verabschieden zu können, mit anderen aus der Stadt auf einen Laster gebracht und abtransportiert worden bin, äußerlich erst einmal fallen gelassen. Ich tat, was mir gesagt wurde, sammelte Steine von den Äckern, auf denen die Chosen Getreide und Gemüse pflanzen wollten, schippte bei sengender Hitze Löcher, von denen wir vermuteten, dass es Gräber waren, bei einer Beerdigung ist allerdings keiner, den ich kannte, jemals dabei gewesen, darum habe ich nie erfahren, welchen Zweck die Gruben erfüllen sollten und erledigte alles andere, was mit schwerer Arbeit zu tun hatte, weil sie mich gut von allem ablenkte. Etwas anderes als quälende Gedanken und Psychospielchen erschöpfte meine Glieder und das war mir recht nur recht. Alles schmerzte so extrem, dass es nicht leicht war, sich nach der Nachtruhe wieder aufzuraffen und weiterzumachen. Das Gute an den Schmerzen war hingegen, dass sie intensiv genug waren, um selbst das Denken auslaugend werden zu lassen, was wohl auch auf gewisse Weise gewollt war. Wir sollten nicht denken, wir sollten bloß funktionieren. Egal ob als Sklave oder als Mitglied des Tribes. In den Augen der Wachen sah man oft lediglich Leere, als wären die Personen dahinter bereits vor langer Zeit verschwunden. Eine weitere Sache, die man die Chosen nie hat öffentlich tun sehen ist, wie sie sich in ihrer Freizeit tatsächlich verhalten. Was fühlten sie uns gegenüber tief in ihrem Herzen? Hatten sie noch Wünsche und Träume oder entsagten sie dem, weil ihnen eingeredet worden war, dass sie nur für Zoot lebten und er ihnen die Erlösung bloß dann bringen würde, wenn sie ihm treu waren? Wieso glaubten sie das alles, hatten viele doch miterlebt, wie Brays Bruder gewesen ist, dass er kein gütiger Mensch gewesen ist, der für alle um sich herum das Beste wollte. Sein Leitspruch Power und Chaos pries dagegen das an, was den Virus auch so schlimm gemacht hatte. Nur die Machtgier der Hersteller des Mittels, aus dem er entsprungen war, die Machtgier der Politiker, die alles vertuscht haben und das Chaos, das auf der ganzen Welt überall sowieso bereits herrschte - war es für mich noch gar nicht greifbar, weil sich mein Kosmos damals um meine Familie, meine Geschwister, meine Eltern und Bob drehte, um meine Freunde aus der Schule und um den Traum, wenn ich groß war einmal Supermodel zu werden, so wie meine Freundinnen und ich es an gemeinsamen Nachmittagen gerne mit unseren Puppen spielten - waren schuld daran, dass alles hatte so weit kommen können, statt frühzeitig verhindert zu werden. Ich merke, dass ich in meinen Erinnerungen völlig abdrifte, langsam komme ich zu dem Tag zurück, an dem ich Milo zum ersten Mal sah. Wir waren zusammen in eine Gruppe eingeteilt worden, die diesmal Schädlinge von Kartoffeln sammeln sollte. Ich dachte an Dal. Auf seiner Farm sind Cloe und ich nicht unbedingt hilfsbereit gewesen. Es tat mir leid, nicht netter zu ihm gewesen zu sein... Jedes Gruppenmitglied bekam eine große Blechdose, in der wir die Käfer sammeln sollten. So wie in alten Zeiten, denn meine Großmutter hatte als Kind eine Weile in Deutschland gelebt, und dort hatten die Kinder Schulfrei bekommen, damit sie alle zu Hause auf den Farmen oder bei anderen Bauern mithelfen konnten, die Kartoffeln zu schützen, von denen ihre Familien auch bei der Ernte profitieren würden. Seit dem Virus ist vieles genau so gewesen, wie in früheren Zeiten. Wie nach dem Krieg, von dem meine Oma uns Kindern nur wenig erzählt hat. In Büchern konnte ich später trotzdem viel nachlesen, selbst wenn es dadurch, dass ich schon so lange nicht mehr viel gelesen hatte, sehr anstrengend war. Und es war erschreckend...gar nicht so unähnlich dem, was sich hier wiederholte. Bereits als der Aufpasser der Chosen uns auf dem Feld den Rücken zugekehrt hatte, um auf seinen Posten außerhalb des Gemüses zu gehen, wo ein Stuhl bereitstand und weit genug entfernt war, hörte ich den Jungen hinter mir jemand anderem etwas zuraunen. "Am liebsten würde ich die Viecher alle nehmen und den Chosen in ihr essen mischen. Doch selbst da würden mir die Parasiten leid tun." Ich drehte mich unauffällig so, dass ich die gelben gestreiften Tiere einsammeln konnte, wenn ich welche sah und die Jungen trotzdem sehen konnte. Irgendwie brachte mich der Gedanke seit Langem mal wieder zum Grinsen. Den Kumpel des Typen, der geredet hatte auch. Eigentlich unsere ganze Gruppe. Und damit war meine Aufmerksamkeit geweckt... Plötzlich höre ich meinen Namen. Eine wohlvertraute Stimme holt mich aus meiner Trance. Dann schließen sich Arme um mich, während ich weiterweine, nur lautlos. Und bei mir ist Cloe. Sie sagt etwas, das ich kaum höre. Dann zieht sie mich auf die Beine und nur weil ich weiß, dass sie es ist, die mich hier in der Eingangshalle der Mall gefunden hat, lasse ich es mir gefallen, dass sie mich mit sich nimmt. Wohin auch immer.
tbc: Spicy Style - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Leah* Tribelos

Anzahl der Beiträge: 135 Anmeldedatum: 21.03.15 Alter: 19
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Single Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: vampiresgirl (Mellie)
 | Thema: Re: Eingangsbereich Mo 6 Jul - 21:28 | |
| Draußen ist schönes, sonniges Wetter. Wie lange war ich eigentlich in der Mall? Ist es schon ein neuer Tag? Ich weiß es gar nicht. Ich musste einfach raus aus diesem Zimmer. Ich habe es nicht mehr ausgehalten. Ich lasse mich auf der Bank, die hier steht, nieder. Ich hoffe so sehr, dass ich hierbleiben kann. Und noch schöner fände ich es, wenn ich mal wieder einfach Leah sein könnte. Keine gehörlose Leah sondern einfach Leah. Ich möchte mal wieder Menschen treffen, die sich nicht an meiner Taubheit stören. Sie gehört zu mir natürlich aber ich bin mehr als nur taub. Erkennt das denn keiner? Selbst bei den Descents hat sich niemand daran gestört. Es wurde sogar Rücksicht darauf genommen aber das kann auch Zufall sein. Vielleicht war es ein Befehl von Blake. Oder sie waren es bereits gewohnt, einen Menschen mit einem Handicap um sich zu haben? Ich wollte aber auch nicht in Streit mit den beiden geraten. Wenn sie ein Problem mit meiner Taubheit haben, ist es schließlich ihr Problem nicht meins. Es war schwer genug meine Gehörlosigkeit selbst zu akzeptieren. Schließlich wollten mir meine Mitschüler damals einreden, ich wäre anders. Aber wer hat mich aufgemuntert, wenn es mir schlecht ging? Ich weiß es nicht mehr. Luca….Luca…Luca… Wer? Der Name steht in meiner Erinnerung. Er trägt sogar ein Gesicht. Ein junger dunkelblonder Mann. Diese Augen. Die sehen aus wie meine. Wie kann das sein? Luke ist mein einziger Bruder und seine Augen haben keinerlei Ähnlichkeit mit meinen. Ich löse den Verband. Er stört mich extrem. Ich lege ihn zusammengefaltet neben mich auf die Bank. Mein Kopf dankt es mir mit Schmerzen. Ich reibe mir die Schläfen. Ich halte mein Gesicht in den Sonnenschein. Es tut gut, die wärmende Kraft der Sonne auf meinem Gesicht zu spüren. Du bist frei, endlich, wie du es dir solange ersehnt hast. Warum kann ich mich trotzdem nicht darüber freuen? Innerlich bin ich total aufgewühlt. Finde keinen inneren Frieden. Ob die Chosen mich verfolgen? Nein, warum sollten sie? Und die Descents? Lässt Luke nach mir suchen? Wie geht’s ihm? Ob er Schwierigkeiten bekommen hat, weil ich abgehauen bin? Vergiss den Typen. Er ist an allem Schuld, auch daran, dass du dich so schlecht fühlst. Warum schließt er sich auch einer Bande von Sklavenjägern an? Luke ist Geschichte. Er bedeutet Gefahr. Dir bleibt keine Familie. Sieh es endlich ein. Vielleicht sind die Mall Rats eine gute Chance neu anzufangen. Eine ganz neue Leah. Ein Leben ohne Angst und ohne Schrecken. Bei diesen Gedanken wirke ich ein wenig zuversichtlicher. Ich sollte doch hier bleiben und den Mall Rats eine Chance geben. Vielleicht war das in Isas Zimmer grade wieder nur ein Missverständnis. Kann ja sein, dass sie es nur nett meinte aber es war trotzdem gedankenlos von ihr. Ich habe jahrelang für meine Selbstständigkeit gekämpft und nun soll ich mich wieder an einen Dolmetscher fesseln lassen? Das kann sie nicht wissen…. Ja, ich weiß. Plötzlich spüre ich etwas Nasses an meiner Hand. Amie sitzt vor mir und leckt mir die Hand. „Hey, da bist du ja.“ Ich streichle ihr den Kopf. Sie schmiegt sich zum Dank wieder in meine Hand. Seltsam, dass ein streunender Hund so auf menschliche Nähe fixiert ist. „Du brauchst wohl auch ne Freundin, was?“ frage ich die Hündin, die wieder ihren Kopf schief legt, als würde sie mir zuhören. „Du brauchst nichts zu sagen. Ich verstehe. Du hast sicher Hunger. Aber ich habe leider nichts.“ Die Hündin springt zu mir auf die Bank. Ich schmiege mich an sie und kraule ihr das weiche Fell. Es stimmt einfach. Der Hund ist des Menschen treuster Freund, und dabei ist egal dass ich Amie vielleicht einen halben Tag lang kenne. Hunde schauen dir tief in die Seele und erkennen dort dein wahres Ich, auch wenn du dir selbst noch nicht sicher bist, wer du eigentlich sein willst oder vielmehr wer du wirklich bist. Ein Hund ist ein sehr treuer Begleiter. Ich erinnere mich an Alicias Hund Mex, ein schwarzer Labrador. Er brachte es fertig jeden Tag zu Hause auszubrechen, um die 2 Meilen zur Schule zu laufen, um Alicia von der Schule abzuholen. Ich habe keine Ahnung, woher Mex den Weg kannte aber er fand ihn jeden Tag. Ich muss zugeben, ich war ziemlich neidisch auf Alicias Verbundenheit zu ihrem Hund aber meine Eltern gestatteten mir keinen Hund überhaupt kein Haustier, was ich sehr schade fand. Was mein Dad wohl sagen würde, wenn er mich mit Amie auf dieser Bank sitzen sähe? Egal, ob Luke unsere Eltern vermisst oder nicht, ich tue es auch nach all der Zeit. Manchmal braucht man einfach eine erwachsene Schulter zum Anlehnen oder einen Rat eines erfahreneren Menschen aber uns bleibt das für alle Zeit verwehrt. Es liegt an uns die Zukunft zu gestalten. Wie sie wohl aussieht? Ob da draußen wieder ein verrückter Tribe, die Weltherrschaft an sich reißen möchte? Aber Amie reißt mich aus meinen Gedanken, in dem sich mich anstupst. „Sorry, ich war in Gedanken.“ Ich lächele sie an. In diese treuen Hundeaugen sehen zu dürfen, ist wirklich der schönste Augenblick seit langem. Ich habe eine neue Beschützerin, nein viel mehr eine hündische Freundin, die mir treuer beisteht als es je ein anderer Mensch könnte, gefunden. „Wir werden sicher was zu essen für dich finden. Versprochen.“ Ich kraule ihr die Ohren und beobachte die vorbeigehenden Kinder. Da rennt Amie plötzlich weg. "Amie warte...." Aber sie läuft weiter. Es wird langsam aber sicher kühler und der Abend hält seinen Einzug. ich sollte lieber reingehen und mir ein Zimmer suchen.
tbc: Spicy Style -  |
|  | | Tai-San* Mall Rat

Anzahl der Beiträge: 709 Anmeldedatum: 19.10.13 Alter: 19 Ort: Sylvia-Park
Charakter der Figur Beziehungsstatus: Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Trudy85 (Ann-Kathrin)
 | Thema: Re: Eingangsbereich Di 21 Jul - 17:18 | |
| cf: Kerzengießerei
Auf dem Weg hinunter sehe ich niemanden, es muss auch mittlerweile mitten in der Nacht sein. Alle werden schlafen oder zumindest auf ihrem Zimmern sein. Im Book Shop war Leah nicht, ich frage mich wo sie ist. Ob sie wohl tatsächlich gegangen ist? Als ich die Treppe hinuntergehe, überlege ich, wo ich nach ihr Suchen könnte. Denn ich hoffe, dass sie nicht tatsächlich weggegangen ist, draußen könnte ihr wer weiß was passieren. Sie ist immer noch ziemlich angeschlagen, eigentlich sollte sie nicht mal aufstehen. Doch war sie so aufgebracht, dass wir sie nicht aufhalten konnten und wollten. Leises Stimmengemurmel dringt an meine Ohren und ich horche, woher es kommt. Es klingt wie Cloe und Patsy und.....Leah, da ist sie also. Mit schnellen Schritten durchquere ich den Raum und stehe vor der Tür, doch habe ich die leise Befürchtung, dass es dortdrinnen Probleme gibt. Patsy klingt völlig aufgewühlt und weint, Cloe hat scheinbar Mühe sie zu beruhigen.
tbc: Spicy Style |
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