The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
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 Untersuchungsraum 1

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Nick*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Di 22 Jul - 20:03

Der junge geht vor. Mit langsamen Schritten folge ich ihm.
Ich hoffe das das Zimmer nicht so weit weg liegt.
Thackery muss sich schnell wieder hin legen.

tbc: Krankenzimmer 1
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Thackery*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Di 22 Jul - 20:04

Der Junge zeigt uns den Weg in ein freies Zimmer.
Ich stütze mich auf Nick und zusammen gehen wir
Schritt für Schritt. Für den kurzen Weg zum Krankenzimmer
brauchen wir eine gefühlte Ewigkeit.

tbc: Krankenzimmer 1

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Rayenne*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 23 Jul - 15:56

Es ist, als wären Ben und ich uns nie begegnet, denn als er den Raum betritt, scheift sein Blick bloß flüchtig über Kaze und mich hinweg. Keine Begrüßung, kein gar nichts. Die Konzentration ist vollkommen auf den Verletzten und den anderen Unbekannten gerichtet. Was einerseits verständlich ist, einen Bewusstlosen hat man dagegen auch nicht alle Tage einfach mal so in den Armen, für die anderen wirkt es scheinbar aber kein bisschen seltsam. Auch für das Mädchen nicht, das neben Ben tritt und uns nicht mal bemerkt.
Nach ein wenig Hin - und Her, indem ich weiterhin versuche, Kaze wieder wach zu kriegen, verschwinden die anderen alle wieder. Keiner von ihnen kehrt zurück, um zu sehen, was mit uns ist. Ich bin kein sehr nachtragender Mensch, aber ich verstehe das Benehmen nicht und werde es mir merken, sollte ich einem von ihnen mal wieder begegnen.
Weil Kaze auf nichts was ich tue reagiert, nehme ich schließlich meine Tasche von der Schulter und platziere sie so, dass sie unter Kazes Kopf liegt und als Kissen dient. Danach erhebe ich mich und suche etwas, das ich mit dem Wasser, dass es noch verwunderlicherweise fließend aus dem Wasserhahn gibt - vielleicht durch eine Regenwasserversorgung auf einem anderen Teil des Daches - dann fällt mir mein Stofftaschentuch ein, das ich immer bei mir trage, aber nie benutze. Ich hole es vorsichtig aus einer Seitentasche meiner Umhängetasche, gehe zum Waschbecken und feuchte es mit dem angenehm kühlen Wasser an. Dann lege ich es auf Kazes Stirn. Und falls das noch nicht reich, befülle ich anschließend auch noch mal meine zu einer Schale geformten Hände mit Wasser und öffne sie direkt über Kazes Gesicht.

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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 23 Jul - 16:08

Mein Kopf dröhnt und ich fühle mich als hätte mich ein Zug erfasst. Langsam öffene ich die Augen. Das Licht blendet mich und ich sehe alles verschwommen. Ich kneife meine Augen intuitiv wieder zu. Ich spüre etwas kühles und feuchtes auf meiner Stirn. Neugierig taste ich danach. Mein erster Gedanke ist, es ich wurde von hinten angriffen und es muss Blut sein. Langsam öffne ich wieder meine Augen und sehe nun das Ray vor mir kniet. Ich fühle mich etwas orientierungslos und schaue sie fragend an, bevor ich meine Stimme wiederfinde. "Was... was ist passiert? Wurden wir angegriffen?" Mit Sicherheit klinge ich sehr unsicher. Ich raffe mich langsam wieder auf und spüre dabei etwas hartes hinter mir. Als ich mich umsehe, muss ich erkennen, dass es ein eiserner Schrank ist. Meine Augen richten sich wieder auf Ray, bis mir auffällt, dass wir plötzlich ganz allein in dem Raum sind. "Was... was ist hier los? Wo sind... die anderen hin?" Mein Kopf dröhnt vor Schmerzen und wilde Gedanken schwirren durch ihn. *War das alles nur eine Falle?* Fragen über Fragen die ich mir stelle, als ich Ray mit meinen Blicken mustere. Irgendwelche Blessuren kann ich an ihr jedoch nicht entdecken. Es wirkt auf mich alles sehr rätselhaft.

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Rayenne*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 23 Jul - 16:25

Das Wasser wirkt Wunder, bringt Kaze allmählich wieder in die Welt außerhalb der Ohnmacht zurück und ich kann mir vorstellen, wie seltsam die Lage für ihn sein muss, wo er von dem ganzen komischen Getue der anderen nicht einmal etwas mitbekommen hat. Und das letzte, was er erlebt hatte war dieses Einschlagen auf den Schrank des anderen Jungen mit dem Baseballschläger.
Ich schüttele den Kopf.
"Nein, alles okay. Eher im Gegenteil. Ben hatte die Fremden scheinbar auch bereits bemerkt und wollte Medikamente für den Verletzten holen oder so, aber als er zurückkam haben usn alle mehr oder weniger übersehen und den anderen Typ von hier weggebracht. Wahrscheinlich in ein anderes der leeren Krankenzimmer", berichte ich, um Kaze die erste Angst zu nehmen. Denn wer weiß, am Ende würde er vor lauter Schreck sofort wieder in Ohnmacht fallen.
"Und, geht's mit deinem Kopf? Willst du vielleicht etwas trinken?", spreche ich dann weiter.

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Kaze*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 23 Jul - 16:53

Ray schüttelt den Kopf und als sie erklärt was während meiner ungewollten Abesenheit passiert ist bin ich erleichtert. Jedoch frage ich mich nun mehr und mehr wer dieser ominöse Ben ist, den Ray zu kennen scheint. Ich schließe jedenfalls daraus, das keiner der vorher Anwesenden Ben gewesen sein kann. Aber ich frage mich wer sie sind. Es erscheint mir jedoch logisch, dass sie hier waren. Der eine Typ schien ja schwer verletzt zu sein. Das feuchte Tuch rutscht mir plötzlich von der Stirn und segelt in Richtung Boden. Ich greife nach ihm und kann es noch rechtzeitig erwischen bevor es unten aufkommt. In meinem Kopf hämmert es mächtig. Es fühlt sich an als würde ein Presslufthammer die Straße aufstemmen. Auf Rayennes Frage ob ich etwas trinken möchte nicke ich daher nur, während ich mir den schmerzenden Schädel mit der linken Hand halte. Mit der rechten Hand reiche ihr das feuchte Tuch, da ich davon ausgehen, das sie es mir auf den Kopf gelegt hat. "Danke Rayenne.... und danke das... das du mich nicht allein... gelassen hast in all dem Trubel...arg.." Es fühlt sich an als würden die Kopfschmerzen immer intensiver werden. Mit wahrscheinlich schmerzverzertem Gesicht schaue ich die an und lächel.

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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 23 Jul - 17:08

Kaze ist wieder kurz nachdenklich, dann setzt er sich komplett auf, wobei das Stofftuch ihm von der Stirn gleitet, er es ehe es den Boden berührt aber noch fangen kann und es mir zurück gibt. Der Stoß an den Schrank scheint ihn jedoch stärker erwischt zu haben als zunächst vermutet, denn obwohl wieder bei Bewusstsein wirkt Kaze nicht ganz bei der Sache, was sich dann auch als er wieder spricht weiter bemerkbar macht. Ich hole also schnell das Wasser aus meiner Tasche, die er ja nun nicht mehr als Kissen braucht und reiche ihm meine Feldflasche.
"Keine Ursache", meine ich mit einem freundlichen Lächeln.
"Ich glaube, für dich wäre es nun aber auch das Beste, dich ein bisschen hinzulegen, damit du dich ausruhen kannst. Und wenn du aufwachst, sind die Schmerzen vielleicht schon weniger. Ben hat aber auch zu den anderen was von Paracetamol gesagt. Ich kann zu ihnen gehen und fragen, ob er auch etwas davon für dich hat", schlage ich dann vor.

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Kaze*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 23 Jul - 17:26

Ich halte mir vor Schmerzen den Kopf und nicke nur. In meinen Gedanken bin ich Ray gerade unendlich dankbar, auch wenn ich es gerade nicht offen zeigen kann, dafür ist einfach dieses Schmerzgefühl zu stark. Ich sehe mich etwas um, sehr einladend finde ich es hier nicht so wirklich und hier zu bleiben würde mir sicher nur wenig helfen daher wende ich mich wieder zu Ray, die gerade dabei ist mir ihre Feldflasche zu reichen. Ich nippe an der Flasche ein paar mal. Ich fühl mich erfrischt, aber die Schmerzen trotzen der Erfrischung. "Ray vielleicht... vielleicht ist es besser wenn wir zurück in mein neues Zimmer gehen, da... da kann ich mich bestimmt einfacher erholen... als hier." Langsam setzte ich mich in Bewegung in Richtung Tür und fasse an meine Seite. Erleichtert fühle ich meine Tasche mit dem Schlüssel darin.

[gt: Eingangsbereich]


Zuletzt von Kaze* am Mi 23 Jul - 19:51 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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Rayenne*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 23 Jul - 17:38

Da Kaze wohl zu sehr neben sich steht, scheint er nicht komplett in der Lage, alles was ich sage richtig zu erfassen, das Wasser nimmt er jedoch entgegen. Meine Intention war ebenfalls gewesen, in sein Zimmer zu gehen, da er hier wirklich nicht viel Ruhe hätte, weil der Raum so nah an der Eingangshalle liegt, außerdem nicht sicher wirkt und die anderen aus welchen Gründen auch immer noch einmal zurückkommen könnten.
Somit nicke ich und folge Kaze zurück auf den Gang. Vorher werfe ich aber noch einen Blick aus dem Fenster, um am Stand der Sonne ungefähr erkennen zu können, wie spät es ist. KAze ist nämlich bestimmt nicht der Einzige, der sich über frisches Wasser freuen würde und Cody findet es bestimmt auch ganz gut, ein bisschen bewegt zu werden.

tbc: Eingangsbereich

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Mi 17 Sep - 16:39

cf: Gänge des Krankenhauses

Die Liege, auf der mich Ben behandelt hat ist mit einem
Papierüberwurf geschützt. Er ist aber noch verschmutzt
von der letzten Behandlung. Doch direkt neben der
Liege befindet sich ein Kasten, in dem frische Papierunterlagen
zu finden sind. Emily schiebt mich zur Liege hinüber. Ich
knülle die benutzte Unterlage, auf der sich noch gebrauchte
Kompressen und Tücher befinden zusammen und entsorge sie
im nahegelegenen Mülleimer. Immerhin will ich nicht, dass Emily
auch noch meinen Dreck wegräumen muss. "Hilfst du mir nochmal?",
frage ich Emily. Der Weg zur Liege ist überhaupt nicht weit.
Dafür ist die Liege ziemlich hoch. Nick hat mich letztes Mal
darauf abgelegt, also musste ich die Höhe nicht ganz alleine
überbrücken.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Do 18 Sep - 11:19

cf: Gänge des Krankenhauses

Ein leises Schaudern durchfährt mich als ich den Untersuchungsraum
betrete, weil mich alles an früher erinnert, als ich selbst noch hier lag.
Fast kann ich Dr. Jakes leise, melodische Stimme neben mir hören,
wie sie mir Fragen stellt. Thackery knüllt die benutzte, blutbeschmierte
Unterlage zusammen und wirft sie in den Mülleimer. Ihm scheint es
ein wenig unangenehm zu sein und vielleicht hat er auch das Gefühl mir
zur Last zu fallen, aber ich helfe gerne, das hab ich immer schon getan.
Früher in den Ferien habe ich hier im Krankenhaus ausgeholfen und es
war toll zu sehen wie dankbar die Menschen dafür waren.
Thackery reißt mich aus meinen Gedanken.
"Was...? Oh ja natürlich. Stütz dich einfach auf mich.",
antworte ich vielleicht ein wenig zu hastig, weil ich noch halb in meinen
Erinnerungen versunken bin. Die Liege ist ziemlich hoch und mit seiner
Verletzung fällt es ihm schwer allein hochzukommen, also biete ich mich
ihm als Stütze an, und schiebe selbst noch ein bisschen, bis er leicht
keuchend auf der Liege liegt. Auch mich hat die Aktion angestrengt,
aber ich versuche es mir nicht allzudeutlich anmerken zu lassen.
"Okay... entspann dich einfach einen Moment, während ich
frisches Verbandszeug suche, ja?"
, meine ich zu ihm und wende rasch
den Blick von seinen dunklen Augen, die mich so durcheinander bringen.
Wie macht er das nur?, frage ich mich und meine damit dieses
eigentümliche Gefühl, das ich irgendwo in der Magengegend habe, wenn
ich ihn ansehe. Ich probiere die Schränke durch. Bis auf den Medikamenten-
schrank sind alle offen und ich finde schnell was ich suche.
Bepackt mit den Sachen kehre ich zu Thackery zurück und lege sie neben
ihn auf die Liege. Ich zögere einen Moment, denn jetzt kam der unangenehme
Teil der Aufgabe. Oder der angenehme Teil?, fragt meine Stimme so
gehässig und unschuldig zugleich.
"Also... hmm... du müsstest... dich... ähm... also damit ich...
an deine Wunde komme... solltest du vielleicht... dich... frei machen."
,
druckse ich herum und laufe dabei röter an als jede Tomate und am liebsten
hätte ich mir vor den Kopf geschlagen, weil ich mich so dämlich anstelle.
Schließlich geht es nur um medizinische Versorgung und ich habe schon öfter
dabei geholfen einen Verband zu wechseln. Das ist keine große Sache.
Reiß dich mal zusammen! Was ist denn los mit dir?

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Do 18 Sep - 13:34

Emily hilft mir tatsächlich. Sie stützt mich als ich aufstehe
und dann hilft sie mir noch auf die Liege. Trotzdem fährt
es mir schmerzhaft in die Seite und ich keuche und schwitze
als ich mich endlich auf der Liege ausstrecken kann. Emily
macht sich auf die Suche nach Verbandsmaterial. Sie scheint
besorgt zu sein. Im Moment bin ich nicht in der Lage zu
antworten, mein Pulsschlag muss sich zuerst wieder
beruhigen. Ich versuche den Schmerz wegzuatmen und das
regungslose Liegen hilft und der Schmerz schrumpft langsam
wieder auf ein einigermaßen erträgliches Niveau. Ich habe die
Augen geschlossen, als Emily wieder neben die Liege tritt und
mich etwas verunsichert darauf hinweist, dass ich das OP-Hemd
noch loswerden muss. Ich bin froh, dass ich wenigstens Unterwäsche
trage, was früher unter diesen Hemden nicht immer üblich war. Trotzdem
ist es mir unangenehm. Ben  hat mich ja auch behandelt als ich
noch meine verschlissene Jeans getragen habe, aber meine Hose liegt im
Nebenzimmer. Sie ist total verdreckt, deshalb hatte ich sie abgestreift. Ich
wollte verhindern, dass der Schmutz in die Wunde gelangt. Außerdem riecht
sie ziemlich muffig. Das Hemd ist nicht schwer abzustreifen. Es wird nur durch
ein kleines Band am Rücken zusammen gehalten. Ich löse es mit dem Arm, der
durch die Stichwunde zwischen den Rippen nicht beeinträchtigt wird. Ich schlüpfe
aus den Ärmeln, lasse das Hemd aber so liegen, dass es mir über den Schoß fällt.
So fühle ich mich wenigstens nicht ganz so entblößt auch wenn ich bestimmt
inzwischen schon so rot im Gesicht bin, wie Emily. Aber dann sieht sie wenigstens,
dass es nicht nur ihr alleine irgendwie unangenehm ist. "Wenn ich dir irgendwie
helfen soll, dann musst du es nur sagen."
, bringe ich schließlich nach einer
peinlichen Schweigeminute hervor. Dem Hatter würde das ganze sicher noch
gefallen und ihm wäre das bestimmt nicht so unangenehm, wie mir gerade.


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Emily*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Do 18 Sep - 14:14

Thackery zögert kurz, bevor er meiner Bitte nachkommt. Es braucht
daher nicht erst einen Blick auf seine geröteten Wangen, damit ich
merke, dass ihm die Situation ebenfalls unangenehm ist.
Seltsamerweise erleichtert mich das tatsächlich ein wenig, weil ich
mir dann nicht mehr so idiotisch und verklemmt vorkomme.
Wie soll ich ihm auch erklären, dass er der erste Junge ist den ich
halb nackt vor mir liegen habe, von meinem Bruder mal abgesehen,
was natürlich etwas vollkommen anderes ist.
Und Charlie..., erinnert mich die gehässige Stimme in meinem
Kopf. Ich bringe sie gewaltsam zum schweigen, denn daran will ich
nun wirklich nicht denken. Nachdem wir eine Zeit lang geschwiegen
haben und sonst nichts passiert ist, bricht Thackery die Stille indem
er mir seine Mithilfe anbietet, falls ich sie brauchen sollte.
Ich nicke, schaffe sogar ein kleines Lächeln und atme dann tief durch.
"Es geht schon, aber danke. Sag mir bitte wenn ich dir
weh tue, ja?"
, bitte ich ihn und greife nach einer Schere um den
alten Verband durchzuschneiden, damit ich ihn leichter abstreifen
kann, ohne Thackery zusätzlich zu belasten. Vorsichtig hebe ich den
Stoff mit meinen Fingerspitzen ein wenig an und berühre dabei kurz
seine Brust. Sie ist unerwartet warm, trotz der kühlen Temperaturen
im Raum und der Tatsache, dass sie unbedeckt ist.
Ich konzentriere mich wieder auf die Schere und durchtrenne die Fasern
vorsichtig. Die beiden Enden sinken herab und so muss ich den alten
Verband nur noch unter ihm herausziehen.
"Kannst du deinen Oberkörper ein bisschen anheben, damit
ich den Verband rausziehen kann?"
, frage ich ihn und stütze ihn dabei
sanft mit der Hand, damit er weniger Mühe hat. Mit einem kurzen Ruck ist
der Verband entfernt und ich werfe ihn in den Mülleimer, während Thackery
sich wieder zurück auf die Liege sinken lässt, ziemlich fahl im Gesicht.
"Geht es?", erkundige ich mich besorgt, bevor ich die
Kompresse auf der Wunde, in Milimeterarbeit, ablöse. Jedes Zucken lässt mich
erschrocken innehalten. Ich hasse es ihm wehzutun, obwohl ich weiß,
dass es notwendig ist. Einer der Gründe warum ich mich dagegen entschieden
habe Ärztin werden zu wollen. Ich verabscheue es anderen Menschen weh zu
tun, auch wenn ich ihnen damit helfe.

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Thackery*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Do 18 Sep - 14:46

Emily scheint wirklich zu wissen, was sie tut. Ihre Handgriffe sind
sanft und trotzdem strahlen sie selbstsicherheit aus. Auch wenn
sie bis gerade eben noch genauso verunsichert war, wie ich selbst.
Sie scheint das nicht zum ersten Mal zu machen. Sie achtet auf
mich und fragt immer wieder, ob es so in Ordnung ist. Sie durchtrennt
den Verband mit einer Schere. Das Metall ist kalt auf meiner warmen Haut
und ich bekomme eine Gänsehaut. Ob es aber tatsächlich an dem kalten
Metall liegt oder an Emily kühler Hand auf meinem Köper vermag ich nicht
zu sagen. Der Druck des Verbandes löst sich und der Nachlassende
Druck auf der Wunde schmerzt. Mir ist übel und ich atme tief aus und ein.
Emily bittet mich mich etwas aufzurichten, damit sie den Verband unter
meinem Oberkörper hervorziehen kann. Mit ihrer Hilfe und unter Schmerzen
schaffe ich es. Emily fragt besorgt, ob sie weiter machen kann. "Ja gleich.", sage
ich zu ihr und ringe die Übelkeit nieder. Schweißperlen haben sich auf meiner
Stirn gesammelt, mir ist warm. Emily macht sich nun an der Kompresse zu
schaffen. Auch wenn sie mit ihren Fingern dabei sehr vorsichtig und geschickt
vorgeht, schmerzt es doch höllisch und ich kann ein Wimmern nicht unterdrücken.
Ich bin froh als sie die Kompresse endlich von der Wunde löst. Die Wunde sieht
bei weitem besser aus als letztes Mal. Sie ist weniger stark gerötet und es hat
sich kaum Eiter in der Wunde gebildet. Scheinbar schlagen die Antibiotika doch
an. Es erleichtert mich, dass die Wunde nun tatsächlich zu heilen scheint.

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Emily*
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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Do 18 Sep - 23:24

Endlich löst sich die Kompresse ganz ab und die Stichwunde kommt
darunter zum Vorschein. Thackery ist mittlerweile so weiß wie die
Wand hinter ihm und feiner Schweiß liegt auf seinem Gesicht.
Ich sehe mich kurz um und entdecke ein paar Papiertücher in einer
Box auf dem Schreibtisch. Ich schnappe mir die Box und ziehe ein
Tuch hervor mit dem ich sanft seine Stirn und die Wangen abtupfe.
Dabei betrachte ich die Wunde genauer. Sie sieht nicht schlecht
aus und ist zum Glück nicht entzündet. Trotzdem ist sie so tief, dass
sie höllisch schmerzen muss. Bisher hatte ich noch nicht mit Stichwunden
zu tun, man hat mich nur an kleinere und einfachere Verletzungen
gelassen, alles andere durfte man mir nicht zumuten, aus rechtlichen
Gründen.
"Ich werde die Wunde reinigen, bevor ich dir einen neuen
Verband anlege. Aber das wird ziemlich wehtun."
, warne ich ihn
und greife nach der dunklen Flasche die ich vorsichtshalber auf den
Boden gestellt habe, damit sie nicht von der Liege fallen und zerbrechen
kann. Vorsichtig gebe ich etwas davon auf einen Tupfer, dann halte
ich Thackery meinen anderen Arm hin.
"Pack so fest zu wie du musst, okay? Es ist nicht schlimm
wenn du mir wehtust, aber es hilft dir."
, erkläre ich ihm, denn so habe
ich es immer bei Schwester Susann gesehen. Natürlich war sie eine ganz
andere Person als ich. Groß, kräftig und gebieterisch, mit einem großen
Herzen. Jemanden an dem man sich wortwörtlich festhalten konnte.
"Okay, bereit?", frage ich und atme tief durch um mich
auf meine Aufgabe vorzubereiten.

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BeitragThema: Re: Untersuchungsraum 1   Do 18 Sep - 23:35

Emily befreit mich vom Schweiß in meinem Gesicht, während
ich versuche wieder zu Atem zu kommen. Die Übelkeit ist zwar
nun wieder etwas schwächer, aber ich weiß, dass sie wiederkommen
wird, sobald Emily sich an der Wunde zu schaffen macht. Allerdings
ist mir auch Bewusst, dass ich jetzt schon mehr Glück als Verstand
hatte und dass ich Glück habe überhaupt noch am Leben zu sein.
Emily hat bereits Desinfektionsmittel oder Jod bereitgelegt und auch
Tupfer und einen neuen Verband. Sie hält mir ihren Arm hin
und sagt, dass ich mich daran festhalten kann, dass es helfen soll.
Vorsichtig packe ich mit einer Hand ihren Arm, mit der anderen halte
ich mich an der Liege fest. Ich will Emily ja nicht weh tun. "Ich bin
bereit."
je länger wir warten, desto mulmiger wird mein Gefühl werden.
Also bringen wir es besser schnell hinter uns. Emily gibt etwas von
der Flüssigkeit aus der braunen Flasche auf einen Tupfer. Ich halte die
Luft an und wappne mich für den kommenden Schmerz. Als Emily meine
Stichwunde berührt, beiße ich mir auf die Lippen und meine Hand packt
automatisch fest zu, auch wenn ich versuche sie wieder zu lockern.
"Fuck! Das tut höllisch weh!", brülle ich aus vollem Hals. Aber das
und Emilys Unterstützung hilft tatsächlich und ich verliere nicht das
Bewusstsein.

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