Mir geht es auch nicht ums gewinnen es ist nur schade weil ich mir echt Mühe gegeben habe...
Dann stell ich einfach mal hier online was ich geschrieben hab, dann war es wenigstens nicht umsonst

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Es war einmal ein kleines Mädchen, es war vielleicht acht oder neun Jahre alt, das rannte jeden Nachmittag um pünktlich viertel vor fünf nach Hause. Und das tat es nicht, weil seine Eltern darauf bestanden. Nein, das machte es ganz freiwillig. Die Freunde des Mädchens konnten das nicht verstehen, warum selbst das schönste Spiel unterbrochen wurde, nur um pünktlich um fünf vor fünf zuhause zu sein. Das Kind versuchte es ihnen zu erklären und die anderen in das Geheimnis einzuweihen, aber diese spürten nicht den gleichen Zauber, welcher das Mädchen jeden Nachmittag verzückte. Nie fand sie einen Gleichgesinnten, der ihre Leidenschaft teilte.
Ein oder zwei Jahre änderten nichts daran, nur, dass das Mädchen von einem Tag auf den anderen schon immer um fünf vor halb fünf zuhause sein wollte. Seine Freunde fanden sich mit dieser Besonderheit ab und mochten es trotz, oder gerade wegen seiner kleinen Verschrobenheit. Selbst seine Faschingsverkleidung fand nach dieser Zeit keiner mehr verwunderlich, auch wenn es sie öfter als nur zum Fasching trug. Es verkleidete sich nicht so wie die anderen als Cowboy, Pirat, Prinzessin oder Indianer. Obwohl es den letzteren sehr ähnlich sah mit der Gesichtsbemalung und den Federn in den Haaren. Aber das Mädchen wollte nichts davon hören, es es war kein Indianer!
Mit den Jahren wurde das Mädchen älter und plötzlich wollte es nicht mehr um Punkt fünf vor halb fünf Zuhause sein. Es war Wochen lang betrübt und niemand konnte es so richtig aufheitern. Auch wenn das Mädchen versucht hatte sich ein wenig des Zaubers aufzuheben, ja man könnte beinahe sagen ihn zu konservieren, traf es das Kind doch sehr schwer, dass er ihre einfach ohne Vorwarnung entrissen wurde. Von einem auf den anderen Tag war er weg. Und die aufbewahrten, vom Mädchen wohlbehütete Stücke waren nicht Vollständiges, ihnen fehlte ein Abschluss.
Der Schmerz wurde leichter mit der Zeit, trotzdem versuchte es das ganze zu einem würdigen Ende zubringen. Doch es gelang ihr nicht, auch nicht mit der Hilfe anderer, die ihr Geschichten erzählten, welche jedoch nur faden Erinnerungsfetzen glichen.
Aus dem Kind wurde eine Frau, die sich mittlerweile damit abgefunden hatte das ihr persönlicher Zauber wohl immer unvollendet in ihrem Schrank verstauben würde. Sie dachte nicht mehr direkt daran, lediglich ihr Unterbewusstsein, leitete sie immer wieder auf seine Bahn.
In einer neuartigen Welt, welche die Menschen, egal aus welcher Stadt, oder welchem Land sie auch kommen mögen, verknüpfte, fand sie ein kleines Stück Hoffnung. Sie lernte einen Mann kennen, der die Geschichte des Zaubers erzählt. Diese Erzählung reichte weiter als die, welche sie selbst hatte aufbewahren können. Er gab ihr neue Zuversicht, dass sie nicht die einzige war. Es gab Leute wie sie, die die gleiche Begeisterung und Freude empfunden hatten und das gleiche schmerzliche Loch in ihrem Herzen trugen. Der Mann erzählte die Geschichten dort wo unzählige Geschichten erzählt wurden und immer mehr versammelten sich um ihm zu lauschen. Doch nach weniger Zeit war es den Leuten nicht mehr genug den Erzählungen nur zu lauschen, sie wollten mehr. Also baute der Geschichtenerzähler eine eigene Welt, die nur für die Leute war, die einst den selben Zauber geteilt hatten.
Anfangs ging die Frau nur vorsichtig in diese Welt. Sie war sich nicht sicher, ob sie hier her gehörte, sie hatte zwar mit Hingabe den Worten des Erzählers gelauscht, aber ob sie selbst bereit war ein Teil dieser Welt zu werden wusste sie nicht. Sie hatte ein wenig Angst endlich Leuten zu begegnen, die die Freude zu dem teilten was sie selbst ein Leben lang begleitet hatte. Doch sie wurde gut geleitet von vielen Gleichgesinnten, die diese Welt schon länger bewohnten und vom Geschichtenerzähler selbst. Mit netten Worten hieß man sie willkommen und selbst die, die in mancher Hinsicht Konkurrenten darstellten, halfen ihr ein kleines Stück des Zaubers zurück zu bekommen. Die Welt war voller Spiele, interessanter Gespräche, Zusammenhalt und Aufregung. Man tauschte Neuigkeiten aus, blickte zusammen auf Altes zurück und erhielt nebenher noch Dinge, die den aufgehobenen verstaubten Zauber wieder erglänzen lies und diesen ergänzten. Das alles war dem Geschichtenerzähler und seiner Partnerin zu verdanken. Diese wollten die Welt Stück für Stück noch besser machen. Sie erfanden immer wieder neue Spiele, erzählten immer andere Geschichten und hielten die Welt zusammen. Schon bald fand sich die Frau als festes Mitglied dieser Gemeinschaft. Sie brachte selber Ideen ein und fand Spaß daran an dieser Welt mit zubauen. Denn dort hat sie das Gefühl, Leute gefunden haben, die sie verstanden und ihren Traum vom Zauber teilten. Sie fand Freunde, aus allen möglichen verschiedenen Städte, die sie sonst niemals kennen gelernt hätte. Die Freundschaften wurden mit der Zeit fester und drehten sich nicht mehr nur um den Zauber, dem diese Welt zugrunde lag. Wobei dieser dennoch den größten Teil ausmachte. Die Frau fühlte sich verstanden und angekommen.
Noch heute ist sie, das einstige unverstandene Mädchen, ein Teil dieser Welt, denn sie ist sich sicher:
''Zusammen können wir diesen Zauber am Leben erhalten!''
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Ich hoffe er gefällt euch beiden

Das Märchen entspricht natürlich nicht ganz der Wahrheit, aber Teile davon stimmen durchaus

Ich lösch die Nachricht am besten gleich aus dem Posteingang hier.
Wie weißt man eigentlich am Ende nach, das das sein Text ist?