The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012
 
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Ram*
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BeitragThema: Konferenzraum    Sa 4 Apr - 11:38

Einer kleiner, seriös wirkender Raum, bestehend aus einem langen Tisch und mehreren Stühlen.
Neonleuchten sind an der Decke angebracht und sogar eine Leinwand, mitsamt Projektor ist hier zu finden.
Nutzbar als Konferenz- oder Verhörraum.

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Ram, 20, crazy leader of the Technos
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Ram*
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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Sa 4 Apr - 12:05

cf: Lobby

Auf Blaze Worte erwidere ich nichts mehr. Ich bin nicht hier um lange Smalltalk mit einem Fremden zu halten. Reine Zeitverschwendung. Vielmehr will ich wissen, ob seine Informationen nun wirklich so brauchbar sind, wie er behauptet. Zumindest will er sein Wissen nicht in der Lobby kundtun und zieht es ebenso vor, ein Gespräch in einem angemesseneren Rahmen zu führen. Kluger Bursche. Somit braucht er kein großes Publikum für seine vermeintlich 'sagenhaften Enthüllungen'. Ein weiterer Pluspunkt. Ich fordere den Fremden, der sich Blaze nennt, also auf mir zu folgen und bahne mir mit zwei Wachen im Schlepptau den Weg durch die Flure Richtung Konferenzraum. Es ist ein steriler, seriös wirkender Raum, der mir perfekt geeignet für diese kleine Unterredung erscheint.

Ich trete in den Raum ein und bedeute Blaze mit einer raschen Handbewegung, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die beiden Wachen postieren sich erst einmal an der Tür. „Setz dich...Blaze.“ , sage ich, mustere ihn weiterhin misstrauisch und nehme ebenfalls Platz. Da der Morgen bereits angebrochen ist, fallen ein paar Sonnenstrahlen in den Raum, welche diesen in einem dämmrigen Licht erscheinen lassen. Ich lege meine Hände auf den Tisch und falte diese geschäftig, während ich den Fremden nun ernst und beinahe etwas feindselig ansehe. „Ich habe nicht viel Zeit, also würde ich vorschlagen, beginnen wir gleich mit den wirklich wichtigen Dingen.“, erhebe ich meine Stimme."Erst einmal...welchem Tribe gehörst du an? Das hast du der lieben Ginger verschwiegen, ich frage mich warum." Er sieht mir nicht wie jemand aus, der tribelos ist. Ich kann aber nicht genau sagen, woher ich diese Einschätzung nehme. "Worum geht es bei deinen Informationen? Und vor allem, was verlangst du dafür? Ich bin nicht naiv genug, um auf reine Nächstenliebe zu tippen.", ich hebe meine Augenbrauen an und mustere den Fremden neugierig.

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Carnival Souls-NPC*
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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Sa 4 Apr - 13:29

Blaze - 20 - Carnival Souls

cf: Lobby



Ohne groß noch etwas zu sagen, bedeutet mir Ram gefolgt von zwei Wachen den Weg in das Vero Centre durch die Gänge. Trotz allem, was zerstört worden sein muss, wirken die Flure ordentlich, viele sind dazu nicht besonders aufwendig dekoriert oder ähnliches. Den Geruch kann ich nicht ganz deuten. Es ist irgendein Gemisch aus Technikkram, wie man es früher aus Elektrogeschäften kannte, in denen man die Strahlung der Geräte, die man sonst gar nicht so wahrnahm, deutlich spüren konnte, weil so viele auf einmal dort waren und Krankenhaus. Letzteres nicht besonders stark, aber es passt zu dem Gerücht, dass der Anführer der Technos ein Problem mit Bakterien, Viren und dem ganzen Kram hat und somit wohl alles so sauber wie möglich halten lässt.

Wir gehen durch eine Tür in einen Raum, in dem man früher wohl Tagungen abgehalten hätte. Abgesehen von den Neonleuchten, die nicht ganz ins Bild passen wollen. Aber das tut nun auch nichts mehr zur Sache. Ich bin schließlich nicht hier, um Inneneinrichter zu spielen. Die Wachen bleiben an der Tür und versperren mir so wie ich es auch von den Verhören bei Aubrien kenne, wenn es Neuankömmlinge gibt, wie das bei diesem Nick und seiner Freundin der Fall gewesen ist und es wohl auch bei dem dritten Mädchen der Fall sein wird, den Fluchtweg, den ich nicht so schnell angehen werde, solang die Situation nicht eskaliert. Wobei ich erst mal keinen Grund dafür sehe, wieso sie das tun sollte. Mein Wissen zu löschen, nachdem ich es preisgegeben habe, würde immerhin nicht viel bringen, da ich nicht der Einzige bin, der darüber verfügt und zudem auch nicht alles detailgenau weiß.
Ich folge Rams Aufforderung mich zu setzen und nehme schräg gegebüber von ihm Platz, sodass genug Abstand zu den Wachen in meinem Rücken besteht und ich auch nicht zu nah am Anführer der Technos sitze. Mein Gegenüber macht daraufhin sehr deutlich, dass wir besser keine Zeit verschwenden sollten, wogegen ich nicht wirklich etwas einzuwenden habe.
"Ich gehöre zu den Carnival Souls. Wir stehen nicht wirklich darauf, mit unserer Existenz und Informationen um uns zu werfen und für deine Wache war es außerdem nicht sehr tragend, dieses Wissen über mich zu erlangen", sage ich ruhig und wahrheitsgemäß. Wirkt Ram sowieso schon nicht sehr angetan, würde die Verweigerung auf diese Frage zu antworten seine schlechte Laune wohl bloß schüren und das habe ich nicht vor. Außerdem weiß er als Anführer wahrscheinlich sowieso vage davon, dass es uns draußen im Freizeitpark gibt.
"Und wie ich Ginger bereits mitteilte, geht es um einen von euch, der uns in den letzten Tagen einen Besuch abgestattet hat. Sein Name ist Nick und er kam zusammen mit einem Mädchen vorbei. Beide forderten unbedingt Einlass, weil sie ein neues Leben beginnen wollten, was sie wohl um einiges leichter gekonnt hätten, wenn sie die Stadt komplett verlassen hätten. Jedenfalls stehen wir nicht besonders auf Leute, die unseren Wohnort zu ernst nehmen und glauben, jeder, der ein bisschen Spaß haben und sein Leben außerhalb vergessen möchte, kann kommen und gehen wie er will, wobei er stets mit offenen Armen empfangen wird", setzte ich gleich mit meinem Anliegen an. Dass Ram sich danach erkundigt, was ich als Gegenleistung erwarten würde, lässt ein Grinsen um meine Mundwinkel zucken.
"Mein Anführer verlangt nichts, außer dein Wort, mit dem du bestätigst, dass wir auch nach der Übermittlung meines Auftrags unsere Ruhe haben. Wir streben nicht nach der Weltherrschaft, das können die anderen Tribes unter sich ausmachen und das soll auch so bleiben. Und mir ist klar, wie zerbrechlich Worte sind, wie schnell sie nichtig werden können. Nur solltet ihr es brechen, würdet ihr damit leben müssen, dass es nicht konsequenzlos bliebe. Das soll keine Drohung sein. Bloß die Erklärung der Spielregeln. Ansonsten genügt uns zu wissen, mit wem wir es zu tun haben. Dass ein Techno von jetzt auf gleich oder gar nach den Übergriffen seine Sachen packt und meint, sein altes Leben aufgeben zu wollen, macht misstrauisch", erkläre ich und denke dabei an die ganzen Sachen, die Nick noch bei sich hatte und die Mel in seinen Taschen gefunden hat. Wenn er damit nichts mehr anfangen könnte, weshalb hat er das Zeug dann mit sich genommen, statt bloß ein paar Klamotten und sowas zusammenzusuchen, was wirklich überlebenswichtig ist und sonst schon mit seinem Technodasein abzuschließen, bevor er vor unserem Tor auftaucht?
"Hatte Nick ein wichtige Position im Tribe?", füge ich dann noch hinzu, denn sollte sie niedrig gewesen sein, hätte er vielleicht nicht so viel Technikkram bei sich gehabt, aber dann könnte Ram es auch einfach sagen. Und war sie hoch, nun, dann ist es wohl für beide Seiten ganz gut, das zu wissen.

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Zuletzt von Carnival Souls-NPC* am Sa 4 Apr - 15:24 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Ram*
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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Sa 4 Apr - 15:07

Es entgeht  mir nicht, dass Blaze sich alles sehr genau ansieht. Aber dies ist ihm nicht zu verübeln. Nicht viele haben noch das Vergnügen das Vero Centre von innen sehen zu dürfen. Die Zeiten sind zu aufrührerisch, als das man jedem Dahergelaufenen die Räumlichkeiten zeigen sollte. Es gibt genug Irre da draußen, die mit dem Wissen perfide Pläne schmieden könnten. Und ein Überfall reicht fürs erste. Blaze setzt sich und beginnt schließlich zu erzählen. Ich bin überrascht, dass er seinen Tribe nun so offen preisgibt, aber dies bedeutet deutlich weniger Arbeit für mich. Die Carnival Souls...hochinteressant. Tatsächlich habe ich schon beiläufig von dem Tribe gehört, welcher sich im Freizeitpark niedergelassen hat. Blaze erklärt noch, dass sie sich eher bedeckt halten. „Und das mit großem Erfolg, wie mir scheint...“, sage ich schließlich und ein amüsiertes Grinsen huscht über meine Lippen. „Die einen erzählen sich ihr arbeitet mit einem gewissen Top Hat zusammen, wieder andere halten euch für gefährliche Psychopathen, die sich nur zu gerne als Clowns verkleiden um kleine Kinder zu jagen.“ , ich lache leise. „Was davon ist die richtige Variante?“

Tatsächlich weiß ich nicht viel mehr über diesen Tribe, als die Geschichten, die man sich über sie erzählt. Allerdings halte ich nicht viel von Gerüchten. „Wer ist euer Anführer?“ Als Blaze nun zu seinem wahren Anliegen kommt, werden meine Gesichtszüge wieder ernst und ich verenge meine Augen. Jemand hat ihnen einen Besuch abgestattet? Bei dem Namen Nick, lehne ich mich unwillkürlich im Stuhl zurück und verschränke meine Arme. Kann das stimmen? Nick und ein Mädchen wollen bei den Carnival Souls ein neues Leben beginnen? Und das hinter meinem Rücken?! Zähneknirschend durchdenke ich diese Neuigkeit. Nick, der vermeintlich loyale Techno. Mein bester Mann. Wie kommt er dazu sich so zu verhalten? Ist das gewissen hormonellen Schüben aufgrund des Mädchens zuzuschreiben? Oder geht es hier schlicht um Verrat? Apropos Mädchen: "Wie lautet der Name seiner Begleitung?"

Bezüglich der Gegenleistung wollen sie nur mein Wort, dass der Tribe weiterhin seine Ruhe hat. Die Drohung die laut Blaze angeblich keine sein soll, kommt bei mir an. „Hör mal...Blaze.“, raune ich dunkel und lehne mich kurz etwas vor. „Wenn du glaubst, dass ich Angst vor möglichen Konsequenzen habe, dann irrst du dich.“ Meine Augen fixieren ihn. „Aber du hast Glück, mein Freund.“, sage ich dann und lächle gespielt gönnerhaft. „Ich habe kein Interesse daran, euch das Leben schwer zu machen. Dein Anführer hat mein Wort, dass ihr eure kleine Zirkusnummer im Freizeitpark ungestört fortführen könnt. Aber nur wenn ihr Nick und sein Wissen nicht gegen uns verwendet. Und er keine verräterischen Verhaltensweisen an den Tag legt.“, setze ich gleich noch meine Spielregeln fest.

Es macht misstrauisch, dass Nick so urplötzlich bei ihnen auftaucht? Allerdings. Ob Nick eine wichtige Position inne hatte? „Sagen wir es so...er war mein bester Mann. Glückwunsch.“, sage ich dann ironisch und erhebe mich verärgert von meinem Stuhl. Natürlich könnte ich lügen und ihn als unwichtigen Komparsen darstellen, aber das würde es Nick zu leicht machen. Dann würden die Carnival Souls ihn nicht für gefährlich halten und er könnte sein romantisches Zirkusleben führen. Ganz so leicht will ich es ihm aber nicht machen. „Hat er euch etwas geben. Etwas das mit den Technos in Verbindung steht?“ DAS würde für Verrat sprechen. Und DAS war unverzeihlich und gehörte bestraft.

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Sa 4 Apr - 17:54

Blaze - 20 - Carnival Souls



Was Ram davon berichtet, was es an Gerüchten auch über uns in der Stadt gibt, belustigt mich ebenfalls. Diese Varianten kannte ich noch gar nicht, obwohl wenn ich feiern gehe nicht selten auch was ans Tageslicht kommt. Solang ich mich nicht auf irgendein Mädchen einlasse und sie die Chance dazu bekommt, meine Tribetätowierung zu sehen, weiß immerhin keiner, wohin ich genau gehöre. So ist es bei uns allen. Nur im Sommer sieht es anders aus, aber da wir uns nicht besonders oft in der Stadt aufhalten, ist das Zeichen nur eins unter vielen Merkmalen, die andere Tribes mit sich herumtragen und über das sich kaum einer genauere Gedanken macht. Der Bezug zu Top Hat ist der einzige, der halbwegs zutrifft, auch wenn keiner weiß, wo er sich herumtreibt. Die Verbindung zu ihm besteht lediglich dadurch, dass Aubrien sein Bruder ist, mehr weiß keiner im Tribe, höchstens Dawn. Es ist weder bekannt, welches Verhältnis die beiden Brüder pflegten, noch ob Aubrien weiß, was aus seinem Bruder geworden ist, seit dessen Tribe - der Tribe Circus - durch andere verdrängt und zerstört worden ist. Sie waren verrückt, zumindest erzählt man sich das und im Gegensatz zu uns hielten sie sich mehr an ihr Zirkusmotto, wohingegen bei den Carnival Souls jeder sein kann, was er möchte. Genauso wie im Karneval selbst, obgleich man nicht immer unbedingt eine sichtbare Maske tragen muss.
"Was Sein und was Schein ist, findet man wohl nur heraus, wenn man in die Gegebenheiten des Tribes eingeweiht ist und in ihm lebt. Es ist allerdings immer sehr interessant zu hören, was sich Leute zusammenreimen, wenn sie etwas nicht richtig kennen oder verstehen", halte ich mich über interne Informationen bedeckt. Es gehört nicht zu meinen Aufgaben, Missverständnisse aus der Welt zu räumen und ich verspüre nicht das Bedürfnis, mein Zuhause verteidigen zu müssen. Eher empfinde ich es als Vorteil, dass nicht einmal jemand, der mit Technik so einiges erreicht hat, Näheres weiß - oder es zumindest nicht zugibt - sodass der Tribe ein Mysterium bleibt, vor dem sich keiner bedroht fühlen muss, selbst wenn es besteht. Ich könnte mir nur schwer einen von uns als Clown verkleidet vorstellen, außer Lissy vielleicht, die mit ihrer lockeren Art für jeden Spaß zu haben ist oder Mel, die ebenfalls einiges mitmacht, aber so tief gesunken, um sich den Inhalt des Lebens daher zu holen, unwissende kleine Wesen mit Traumas zu versehen, ist keiner. Bei Erwachsenen sieht das anders aus, wobei es im Park auch so genug Dinge gibt, die trotzdem sie nicht mehr funktionieren, einiges an Nervenkitzel bescheren können.
"Unser Anführer heißt Aubrien. Er kümmert sich sonst auch gerne selbst um gewisse Angelegenheiten, doch aktuell gibt es überall viel zu tun", entgegne ich weiter. Viel mehr als für ihn interessiert sich Ram nun jedoch für mein Gesagtes. Dass es für ihn tatsächlich ärgerlich ist, nicht nur ein Tribemitglied verloren zu haben, sondern in gewisser Weise unterlegen zu sein, weil er sich von einem Fremden eines Tribes, über den er fast nichts weiß, eröffnen lassen muss, hintergangen worden zu sein, ist dem Anführer der Technos ziemlich stark anzusehen. Seine amüsierte Miene ist verschwunden.
"Ihr Name ist Sally." Über das, was sie im Verhör über sich gesagt hat, verliere ich kein Wort. Ich arbeite zu unserem Vorteil, dass die Technos davon auch etwas haben, ist lediglich ein Nebeneffekt. Mehr über Nick zu erfahren, hilft uns dabei weiter, wie wir mit ihm umzugehen haben. Und das wird nicht bloß seine Auslieferung an seinen Extribe sein, denn hat er sich die Finger selbst schmutzig gemacht, indem er abgehauen ist, soll sein Blut nicht an unseren kleben, dadurch dass wir ihn ins offene Messer schicken. Uns ist klar, was mit Verrätern gemacht wird und das überall. Bloß die Extremen unterscheiden sich. Rams Entgegenkommen und die Aussage, er habe keine Angst vor nichts, nehme ich neutral hin.
"Es geht nicht um Angst. Bloß darum, dass man niemals davon ausgehen sollte, dass die Welt um einen herum ein einfacher Spielball ist. Oft irrt man sich und sie ist ein Flummi, der einen mit der Wucht zurücktrifft, mit der man den ersten wurf gemacht hat, falls nicht noch härter. Es geht nicht um das Auge um Auge- Prinzip. Aber darum, dass man nur so weit nach eigenen Regeln spielen kann, bis sie mit denen eines anderen kollidieren, der ebenso eigene entworfen hat", sage ich dazu weiterhin freundlich-distanziert. Solang man uns unser Leben leben lässt, wird keinem etwas geschehen, hinter jedem mutwilligen bösartigen Schaden steht hingegen eine Strafe. Dass Ram mich als seinen Freund bezeichnet, als sei das eine lustig lockere Unterhaltung, lasse ich unkommentiert. Wie es gemeint ist, kann ich mir denken, ohne es persönlich zu nehmen.
"Was Nick betrifft, haben wir keine Kontrolle darüber, was er tut oder nicht. Verräterisches Benehmen ist mehrdeutig interpretierbar. Bei den einen würde es schon anfangen, wenn jemand den Tribe ohne ein Wort verlässt und sich aus dem Staub macht, beim anderen erst dann, wenn Informationen und aussagekräftige Gegenstände den Besitzer wechseln, ohne für ihn bestimmt zu sein. Doch wie gesagt, wir hegen keinerlei Interesse daran, irgendwem zu schaden oder jemandes Gruppe zu zerstören. Genausowenig soll das mit uns geschehen, weshalb es wohl nachvollziehbar ist, sich darüber zu erkundigen, wer einem die Tür einrennt. Umso mehr bei diesen Umständen, spreche ich weiter, als Ram äußert, Nick sei sein bester Mann gewesen. Wow. Dass die Konversation in diese Richtung laufen würde, hätte ich nicht erwartet. Umso verwunderlicher ist dagegen, dass die Abwesenheit des Technos bisher kaum bemerkt worden zu sein scheint. Seine sozusagen rechte Hand verliert man immerhin nicht eben mal so, ohne danach zu suchen. Aufgewühlt erhebt sich Ram, ich lasse ihn dabei nicht aus den Augen. Auf noch so einen Übergiff wie bei den Leuten von Henry habe ich echt keine Lust. Deshalb stehe ich ebenfalls auf, um mit dem Techno wieder auf Augenhöhe zu sein, verschränke meine Arme.
"Das ist...sehr überraschend. Ist sein Verschwinden denn nicht bemerkt worden?", eröffne ich meinen Gedankengang, auf die nächste Frage nicke ich. Auch wenn ich weiß, da wohl sehr vorsichtig sein zu müssen. Ein falsches Wort könnte zur Eskalation führen, dazu, dass Ram sein Wort bricht, um zum Park zu gehen und das wiederzuholen, was ihm gehört. Sollte der Strom auch nicht funktionieren, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis dieses Problem gelöst ist und je nachdem, was Nick so alles bei sich getragen und den Wachen ausgehändigt hat, könnte etwas dabei sein, das für die Technos wirklich ein Risiko wäre. Auch wenn es zu keinem Albtraum führen würde, wäre die Möglichkeit einer Bedrohung da, mit der man nie gerne lebt.
"Da wir nicht auf dieselbe Art miteinander reden wir ihr", beginne ich und spiele damit auf die Headsets an, "verfüge ich in dieser Sekunde nicht über die neusten Erkenntnisse. Nur so viel, in seinen Reisetaschen war mehr als bloß Klamotten und Nahrung."
Mit Beendung dieses Satzes bin ich auf alles vorbereitet.

//Oha, der Post ist länger geworden als gedacht xD

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Sa 4 Apr - 19:02

Blaze scheint sichtlich zufrieden damit zu sein, was sich die Leute so über seinen Tribe berichten. Zugegebenermaßen spricht dies auch für deren Pläne, sich möglichst im Hintergrund zu halten und damit so wenig wie möglich Angriffsfläche zu bieten. Und wie zum Teufel ist Nick dann ausgerechnet auf diese Leute aufmerksam geworden?! „Hat Nick euch eröffnet, wie er auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet bei euch sein Dasein zu fristen?“, stelle ich nun die Frage, welche mir gerade durch den Kopf geschossen ist. Es ist mir wirklich nicht ganz klar. Nick ein Carnival Soul? Wen will er auf den Arm nehmen? Mich? Die Leute des anderen Tribes? Nick ist nicht gerade ein zartes Lämmchen und scheut auch nicht vor kleineren Scherereien zurück. Das kann absolut nicht im Interesse dieser Zirkusleute sein. Er passt nicht zu ihnen. Hat er vor, sich für die Kleine komplett zu verbiegen? Das wird nämlich nicht gut gehen.

Blaze offenbart mir nun, dass sein Anführer Aubrien heißt. Dieser Name sagt mir gar nichts. Ich werde weitergehende Recherchen durchführen müssen. Die kleine Freundin von Nick heißt also Sally. Ich krame in meinem Gedächtnis, irgendwie sagt mir der Name etwas, aber wirklich zuordnen kann ich ihn nicht. „Welchem Tribe gehört diese Sally an?“ Die Welt ist kein einfacher Spielball, sondern vielmehr ein Flummi, der völlig unerwartet zurückschlagen kann? Und es geht nicht um das Auge um Auge Prinzip? Ich verenge ein wenig die Augenbrauen und folge seinen philosophisch anmutenden Erläuterungen. Seine Worte klingen vernünftig. ZU vernünftig, für meinen Geschmack. Ich halte nicht viel von derartigen Weltverbesserern. Außerdem würde ich die Theorie mit dem Flummi wohl widerlegen wollen. Für mich ist alles im Leben berechenbar, in Bahnen verlaufend, selbst der kleine Flummi. Ich sage allerdings nichts weiter auf seine Worte. Ich bin nicht hier um mit ihm über das Leben zu philosophieren.

Die nächsten Worte gefallen mir aber ganz und gar nicht. Meiner Meinung nach plustert sich dieser Blaze ziemlich auf. Ob alle Mitglieder der Carnival Souls Meister der großen Worte sind? Ich kann sie mir bildhaft in irgendeiner verstaubten Bibliothek sitzend vorstellen, wie sie über die großen Philosophen der damaligen Welt diskutieren. Wie langweilig. Sie haben keine Kontrolle über Nicks Verhalten? Verräterisches Verhalten ist auf unterschiedliche Art und Weise zu interpretieren? So langsam verliere ich die Geduld und verdrehe die Augen. „Okay...“ , raune ich und stütze mich mit den Händen auf dem Tisch auf. „ICH sage dir jetzt, wie ICH verräterisches Verhalten interpretiere.“, ich fixiere Blaze ruhig aber mit einem finsteren Blick, der nichts gutes verheißt. „Dieses liegt vor, wenn unser guter alter Freund Nick, Informationen über Interna der Technos an euch weitergibt oder Gegenstände aus unserem Besitz weiterreicht.“ Meine Augen blitzen kurz bedrohlich auf.

Blaze zeigt sich überrascht darüber, dass ich Nick als meinen besten Mann betitele. Ob sein Verschwinden nicht bemerkt wurde? Ich lache kurz freudlos auf. „Ich bitte dich, für wie naiv hältst du uns? Natürlich haben wir es bemerkt. Aber wie du schon sagtest. Es gibt viel zu viel zu tun, an allen Fronten. Und Nick ist jemand der gut alleine klarkommt in dieser grausamen Welt, falls du verstehst was ich meine.“ Ich werfe ihm einen vielsagenden Blick zu. Nick war vermutlich das ein oder andere mal das 'grausame' in dieser Stadt.

Blaze verfügt nicht über neueste Informationen? Allerdings offenbart er mir, dass sich in Nicks Rucksack weitaus mehr befand als Banalitäten. Das sagt schon alles. Ich schlage wütend mit der Hand auf den Tisch. Verdammt! Wie kann Nick es wagen, wichtige Dinge der Technos mit zu den Carnival Souls zu nehmen? Was hat er davon?! Sicher will er sich damit den Eintritt erkaufen. Meine Wut richtet sich nicht direkt auf Blaze, dennoch funkle ich ihn entschlossen an. „Ich fordere das Eigentum der Technos von euch heraus! Und ich will mit Nick sprechen! So schnell wie möglich!“, fauche ich bestimmt. Die Wachen an der Tür haben nun ihre Augen auf Blaze und mich geheftet und wirken angespannter.

ooc: Macht nichts. Bei mir auch. xD

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Mo 6 Apr - 22:43

Blaze - 20 - Carnival Souls



Ram will die Gründe für Nicks Auftauchen bei uns draußen im Wald erfahren, darum denke ich flüchtig an das zurück, was man mir von der Szene am Eingangstor mit auf den Weg gegeben hat. Kami konnte einiges genau noch mal groß ausbreiten, denn sie hat sich über das, was Nick und seine Freundin so gesagt haben, um uns dazu zu überreden, sie aufzunehmen, ziemlich aufgeregt. Besonders über die Sache mit dem Strom, das für sie so gewirkt hat, als ob wir den beiden sogar etwas schuldig wären und sie nicht verurteilen dürften, weil die Technos immerhin die waren, die den Strom zurückgebracht haben. Nur wer nimmt schon etwas nicht an, das er quasi als Gegenleistung dafür bekommt, dass er viele Menschen verloren hat und womit er dazu beitragen kann, dass die Lebensqualität wenigstens ein bisschen steigt? Es ist ein Gehen über Leichen und Sklaven gewesen, denn keiner weiß genau, was mit den Personen passiert ist, die von den Technos entführt worden sind. Viele hat man bis heute nicht mehr gesehen. Doch ihr Verschwinden sollte wenigstens nicht sinnlos gewesen sein.
"Er wiederholte ständig, mit seinem Mädchen ein neues Leben beginnen zu wollen. Sie unterstützte das. Weshalb Nick mit seiner Freundin zu uns gekommen ist, statt die Gegend komplett zu verlassen, ist schwer zu sagen. Vielleicht wollte sie zumindest örtlich noch ein bisschen Kontakt zu ihren Leuten haben können oder hinter dem Verhalten eures ehemaligen Mitglieds steckt ein längerer Plan." Ich zucke mit den Schultern.
"Womöglich ist die Tatsache, dass wir uns aus allem so raushalten auch ganz attraktiv für viele Flüchtlinge und diverse andere Menschen. Viele bedenken nur nicht, dass sich wo raushalten auch darin begreift, nicht jeden reinzulassen. Und falls doch, eben Informationen über ihn einzuholen, wie aktuell. Personen, die woanders gesucht werden, weil sie jemandem geschadet haben zu verstecken, kann Konsequenzen haben, die nicht unbedingt wünschenswert sind, wenn es herauskommt", spreche ich anschließend weiter. Auf Aubriens Namen reagiert Ram kaum, dass sein Rateversuch mit Top Hat zuvor gar nicht so abwegig gewesen ist, scheint er nicht zu wissen. Also wohl ein indirekter Glückstreffer. Dass Ram genauso versuchen wird, etwas mehr über unseren Anführer herauszufinden, wie ich es bei ihm mit Nick tue, ist eine logische Schlussfolgerung. Ich denke nur, dass er nicht sehr erfolgreich sein wird im Angesicht dessen, dass selbst beim Tribe nur vage Gerüchte bestehen, von denen keiner weiß, was wirklich stimmt, außer er lebt bei uns oder hat es mal getan. Viele ehemalige Mitglieder sind meistens hingegen nur darum gegangen, um die Stadt zu verlassen und ihr Leben woanders weiter zu bereichern, mehr von Neuseeland zu sehen oder gar mit einem Schiff auf einen anderen Kontinent zu reisen. Und sollten sie ihr Kennzeichen nicht irgendwie selbst erneuert haben, kann sie nach ein paar Monaten auch keiner mehr als einen von uns identifizieren. Höchstens wir selbst wissen, wer einmal zu uns gehört hat und wer nicht. Etwas, das es noch schwerer machen wird, Details aus Aubriens Leben zu erfahren ist, dass nicht mal viele Gefährten sie kennen, da es bisher nie Situationen gegeben hat, in denen sie wirklich relevant gewesen wären. Geschichten von früher erzählten bei Gemeinschaftsabenden meistens andere, seine Rolle als Anführer nutzte er nicht genug aus, um ernsthaft hinterfragt zu werden. Es gibt einige neugierige Mitglieder, die meisten befassen sich, nachdem sie zu oft gegen eine Wand aus Schweigen oder Ablenkung gestoßen sind, allerdings lieber mit anderen Themen und geben auf.
Ram fragt erst mal nichts weiter über Aubrien, sondern fokussiert sich auf Nicks Freundin Sally. Ich denke an das Verhörgespräch, bei dem sie darüber geredet haben soll. Ob es sinnvoll ist, die Tribes, in denen sie war, auch noch mit in die Sache zu reißen, wo sowohl die Mall Rats als auch die Ecos eher sehr friedlich gesinnt sind und kaum Probleme gebrauchen könnten, bezweifle ich. Außerdem geht es hier zumindest nicht für mich um die Kleine des Technos, die mehr wie ein Mitläufertyp scheint, der alles für seine Liebe tun würde, sondern um Nick selbst. Natürlich versucht Ram, mehr über alles zu wissen, doch da muss er wohl selbst in Aktion treten und mit eigenen Informanten arbeiten.
"Sie gab an, vorher in Tribes gewesen zu sein, die sie nun aber verlassen hat. Anders als Nick hatte sie nichts bei sich, dass sie auf den ersten Blick einer Gruppe zugeordnet hätte", sage ich schlicht, was nicht einmal wirklich gelogen ist.
Was ich zu Nicks Verhalten sage, gefällt dem Anführer der Technos wie nicht anders zu denken, nicht besonders. Aber solange wir Nick nicht die Zunge herausschneiden, seine Hände fesseln oder seinen Mund mit Klebeband fixieren, wird er, sollte er das wollen, einen Weg finden, um die Technos zu verraten, ohne dass wir es verhindern könnten. Was auch nicht in unserem Sinne wäre, es ist immerhin stets gut, mehr über andere Tribes zu wissen als nur das Nötigste. Da ich es Ram offen gelassen habe, was genau er als Betrug ansieht und ihn so auf gewisse Weise nach seiner Ansicht gefragt habe, reagiert er mit strenger Miene, bei der seine Augen mich mustern wie ein Beutetier, das man nicht aus den Augen lassen darf, mit einer Erklärung. Ich muss immer noch vorsichtig meine Worte wählen. Von meinem Bruder und den Wachen weiß ich, dass Nick am Tor sein Headset, den Zapper und den Schlüssel zum Hauptquartier abgegeben hat, mit dem wir sogar Zutritt hier her hätten, ohne dass die Wachen etwas merken könnten. Wir müssten auf den Straßen bloß eine von ihnen überlisten, ihre Ausstattung an und nehmen und so zu den anderen zurückwandeln, als wäre es das Normalste der Welt.
In Gedanken ist diese Vorstellung sehr reizvoll, zu gern hätte ich es nun, wo es mir eingefallen ist, in Wirklichkeit durchgezogen und einem der Technos mal richtig etwas auf die Mütze gegeben. Wäre eines Tages ein Fehler passiert, hätte mich aber wohl ein qualvolles Ende durch Folter, um an Infos zu kommen oder ein schnelles durch einen Zapper erwartet und trotz gewisser Zustände mag ich mein Leben auf der Erde zu gern, um es durch sowas zu riskieren. Adrenalin kann ich mir durchaus auch woanders holen.
"Nun, dann wird es in Zukunft nicht sehr gemütlich werden und das hier sich mehr in die Länge ziehen als erwartet. Da ich momentan nur als Bote fungiere und nicht vorhabe, Diverses in die Hand zu nehmen, das da nicht hingehört, wirst du Weiteres an einem anderen Tag mit Aubrien regeln müssen", meine ich, ohne mich groß von dem Blitzen in Rams Augen beeindrucken zu lassen. Mein Gesicht ist wieder ein Pokerface. Bis Ram ironisch bemerkt, Nicks Abwesenheit sei wohl nicht unerkannt geblieben. Was er mit der Andeutung mein, kann ich nicht sagen. Persönlich habe ich dem Techno in unserer Gefangenschaft immerhin noch nicht gegenübergestanden, bloß dessen Bruder. Aber wenn Nick sich genauso aufspielt wie der werte Lord, dann kann das ja lustig sein.
"Ich will kein voreiliges Urteil fällen, doch gewisse Hilfe hat er wohl doch gebraucht. Nichts was wir getan haben, hätte ihn zu uns locken können außer seinem freien Willen. Bis ihr ihn gerade bei uns gefunden hättet, hätte es wohl ebenfalls etwas gedauert. Bloß wie du schon sagst, Naivität ist nicht gerade eine der ersten Charaktereigenschaften, die man einem Techno zuschreiben würde, genausowenig wie besonders starke Barmherzigkeit. Und unser Reich zu riskieren weil wir jemanden schützen, der keine besondere Verbindung zu uns und eventuell Taten auf dem Kerbholz hat, bei denen es sich nicht wirklich um Kavaliersdelikte handelt, würden wir liebend gern vermeiden. Einen Wolf im vermeintlichen Schafspelz holt sich immerhin keiner gern ins Haus." Meine Worte sind weiterhin ruhig, stehen im Gegenteil zu Rams Aufregung. Der verleiht er durch einen Schlag auf die Tischplatte Ausdruck, ich berherrsche mich dagegen zu zucken. Sich zu erschrecken ist ein natürlicher Reflex, ihn unter Kontrolle zu haben bringt öfters aber gerne mal mehr Vor- als Nachteile. Ram will seine Sachen, die Nick mitgenommen hat zurück und mit ihm reden. Sein Fauchen lässt mich an das eines Panthers denken.
"Wie zuvor erwähnt, das habe ich nicht zu entscheiden. Ich werde es ausrichten und mit meinem Anführer darüber sprechen. Er wird, nachdem nun bekannt ist, was Nick für eine Position hier hatte, ebenfalls danach sein, sich persönlich mit dir zu unterhalten. Damit ich etwas in die Wege leiten kann, darf es nun jedoch keine Probleme dabei geben, mich gehen zu lassen", meine ich, als ich den Blick zu den Wachen bemerke. Was genau Nick hier im Tribe neben dem gemacht hat, das Sally erwähnt hat - obwohl er laut ihr kein hohes Tier gewesen ist und Ram ihn als besten Mann bezeichnet hat - ist zwar noch nicht raus, dass der Techno jetzt noch bereit dazu ist, interne Geheimnisse ungeheim werden zu lassen, glaube ich allerdings kaum. Darum ist die Unterhaltung vorerst beendet, der Kern erledigt.

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Mi 8 Apr - 20:53

Blaze scheint nichts weiter darüber zu wissen, warum Nick mit seiner kleinen Gefährtin ausgerechnet bei den Carnival Souls einkehren wollte. Einmal mehr offenbart er, wie vorsichtig der Tribe mit Neuankömmlingen umgeht. Sie wollen wirklich jede Art von Ärger vermeiden. Hört, hört...Wenn sie Nick zu sich ins Boot holen, wird es im Freizeitpark vermutlich richtig lustig. Wirklich zu schade, dass ich nicht dabei sein kann. Der Bewohner des Freizeitparks hält sich, was diese Sally betrifft, sehr bedeckt. Ob es hier wirklich nur um dieses Mädchen geht? Schwer vorstellbar. Nick, ein hilfloser Sklave seiner eigenen Hormone? Da muss noch etwas anderes dahinter stecken. Als Blaze erwähnt, dass die ganze Geschichte wohl noch recht ungemütlich werden wird, nicke ich nur ernst. Sie sind hier die Moralapostel, die alles ganz genau abgesichert haben wollen. Dann soll es auch so sein!

Die Geschichte mit Nick gefällt mir ganz und gar nicht. Am liebsten würde ich ihn sofort zur Rede stellen. Wobei...bei ihm sollte so etwas bis ins kleinste Detail durchdacht sein. Eine kleine, harmlose Standpauke würde bei ihm wohl wenig bringen. Ich werde alles andere mit Aubrien regeln müssen? „Na schön...“, raune ich missgestimmt und lasse Blaze dabei nicht aus den Augen. „Dann richte deinem Anführer aus, dass ich ihn unverzüglich sprechen will. Und ich meine wirklich unverzüglich. Ich hoffe wir haben uns da verstanden!“ Zähneknirschend nehme ich die Situation hin, wie sie ist. Aber das wird für Nick ein Nachspiel haben, dafür werde ich sorgen. Ich halte keine Mitglieder gegen ihren Willen im Tribe fest. Aber Eigentum der Technos an andere Tribes, möglicherweise sogar an Feinde, weiterzureichen kann nicht ungestraft bleiben.

tbc: Rams Privatgemach

„Wie hoch stehen die Chancen, dass ihr ihn bei euch aufnehmt?“, frage ich schließlich mit unverhohlener Neugierde nach. Blaze erwähnt nun noch, dass sich kein Tribe gerne einen Wolf im Schafspelz in die Gemeinschaft holt. Ich ziehe leicht meine Augenbrauen an und mustere ihn belustigt. Ich stütze meine Hände auf dem Tisch ab und lehne mich leicht zu Blaze vor. „So ganz unter uns...“, raune ich leise. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass Nick ordentlich für Stimmung bei euch sorgen wird. Moral und Anstand sind schrecklich große Worte.“, ich erhebe mich wieder und schaue gespielt ehrfürchtig drein. „Aber sie sind in Nicks Wortschatz leider nicht enthalten. Was ich damit sagen will. Lasst ihn nicht aus den Augen.“ Es sollte kein Problem sein, ihn nun gehen zu lassen? „Ich halte dich nicht auf. Wir hören voneinander Blaze.“ Ich nicke den beiden Wachen an der Tür zu. „Begleitet unseren Freund hier doch bitte hinaus.“ Auch für mich ist diese Gespräch fürs erste beendet. Alles weitere werde ich mit diesem ominösen Aubrien klären müssen.

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Fr 10 Apr - 14:12

Blaze - 20 - Carnival Souls



Sehr begeistert zeigt sich Ram nicht, als ich mich von weiteren Entscheidungen lossage und sie meinem Anführer überlasse, aber schließlich hat er noch vor der Unterhaltung ja den kritischen Spruch über Informanten gebracht, der auf mich auch da bereits nicht zutraf. Ich fühle mich im Tribe wichtig genug, sodass ich mir keine Macht unter den Nagel reißen muss, obwohl sie mir nicht zusteht. Schon gar nicht, wenn mir das, um was es geht, eher auf die Nerven geht, was anders ist, wenn ich etwas selbst verursacht habe. Hier handelt es dagegen offenbar um einen Techno, der man Prinz spielen und sich groß fühlen wollte, um seinem Mädchen ein schönes Leben vorzuspielen, bis er ihr durch irgendwas ein Messer in den Rücken rammt, sie fallen lässt und wir im Tribe uns dann darum kümmern dürfen.
Als Ram meint, alles solle so rasch wie machbar in die Wege geleitet werden, muss ich mich kurz zurückhalten, um nicht die Augen zu verdrehen, da er es hier nicht mit einem kleinen Botenkind zu tun hat, das bloß funktioniert wie ein Roboter oder etwas schwer von Begriff ist. Wir selbst sind wohl auch ganz froh, wenn die Angelegenheit vom Tisch ist und wir uns nicht um Leute kümmern müssen, die unsere Energie nicht wert sind, weil sie nur an sich selbst denken und glauben, sich ein schönes Dasein machen zu können, vor allem, wenn sie einige Leichen im Keller zurückgelassen haben.
"Das werde ich tun. Du musst dich nur darauf vorbereiten, dass er anders als ich eure Hallen eher nicht betreten und vorziehen wird, dass alles auf neutralem Boden stattfindet. Ansonsten sollte es sich schnell regeln lassen."
Ich kenne Aubrien gut genug, um zu wissen, dass er selbst bei solch einer Sache keinen Techno freiwillig in den Park einladen, noch selbst den Schritt wagen und zum Hauptquartier der Technikfreaks kommen würde. Er steht drauf, wenn alles so gerichtet ist, dass keiner ein Ass aus dem Ärmel schütteln kann, sollte er sein Gemüt nicht kontrollieren können und es an seinem Gegenüber auslassen wollen.
Über Rams Frage nach Nicks Chancen, muss ich grinsen. Ich zucke mit den Schultern.
"Wie gesagt, um sich uns anzuschließen, genügt es nicht, sich einfach ein Ticket zu kaufen und man ist drin. Allein dass ich hier bin und mit dir diese Konversation führe, sollte zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit nicht wirklich hoch ist."
Schon gar nicht, weil das Entscheidungssystem im Tribe über die Meinungen aller Mitglieder geht, von denen einige schlechte Erinnerungen an die Technos haben, sei es persönlich oder durch die Entführungen ihrer Mitmenschen. Sollte dazu noch zusätzlich etwas kommen, das Nicks Eindruck auf andere negativ belasten sollte,  wird die Entscheidung über die Fortführung seines Plans schnell getroffen sein.
Die Haltung, die Ram einen Moment später einnimmt, lässt mich an alte Polizeifilme denken, in denen sich Cops in Verhören ähnlich verhalten haben, mit stechenden Blicken, einschüchternden Kommentaren, stichelnden Fragen. Ich beobachte ihn, höre, wie er Weiteres über Nick preisgibt.
"Was auch immer in ihm vorgeht, dort, wo er sich gerade befindet, kann er herzlich wenig tun, außer sein schönes...Zimmer bewundern. Aber danke. Es muss wohl etwas heißen, wenn der Anführer der Technos andere nun schon vor seinen Mitgliedern warnt."
Was wohl auch ein wenig daran liegen mag, dass Ram nicht durch Nick kommunizieren kann, nicht die Fäden in der Hand hält und es ihm darum nichts bringt, würde er uns schaden.
Letztendlich lässt er mich auch leichter ziehen, als erwartet, woraufhin ich mich mit einer theatralischen Verbeugung und einem Nicken sowie einem ernsten Lächeln verabschiede und den Wachen nach draußen folge. Wiederum darauf bedacht, nicht doch noch getäuscht zu werden. Sollte es Ram darauf anlegen, hätte er mich wohl als Geisel nehmen und im Tausch mit Nick wieder freigeben können. So gut ich mich auch wehren kann, gegen Zapper und echte Schusswaffen bin ich ebenso nicht machtlos.
Um noch mehr neugierigen Blicken oder etwas zu entgehen, dass uns noch mal aufhalten könnte, bringen mich die Wachen nicht durch die Lobby zurück, sondern zu einem Seitenausgang. Draußen scheint die Sonne, teilweise verdeckt von Wolken. Es ist Mittag, sodass die Unterhaltung länger gedauert haben muss als gedacht. Aber immerhin war sie soweit erfolgreich.
Mit einem Grinsen auf den Lippen lasse ich das Vero Centre hinter mir zurück, verschwinde in die Straßen der Stadt und laufe am Rand angekommen quer in den Wald hinein.

tbc: Moonlight Paradise Park

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Do 28 Mai - 22:57

cf: Lobby

Nachdem ich den Raum,betreten habe , hat einer unserer Wachen gut aufgepasst, und kommt auch schon mit einem Tablett hinein, dass er vorsichtig auf dem großen Tisch abstellt, und sich mit einem kurzen Nicken wieder davon macht.
Auf dem Tablett befinden sich eine Flasche Wasser, zwei Gläser und eine kleine Schale mit Keksen. Ich stolziere einmal um den Tisch herum, der sich durch den ganzen Raum erstrecken tut, hole aus einem der Schränke eine batteriebetriebene Schreibtischlampe hervor, knipse sie an, und platziere das helle Licht genau auf mein Gesicht. Mit übergeschlagenen Beinen und gefalteteten Händen auf dem Schoß, schaue ich Chuck in die Augen. OK, Sheriff. Ich bin bereit für ein Geständnis!, gebe ich mit einem verführerischen Blick von mir. Ich bin bereit ihm meine Version der Geschichte zu erzählen, denke ich böse lächelnd in mich hinein.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Fr 29 Mai - 21:00

cf: Lobby

Ich betrete lässig hinter Vanessa eine Art Konferenzraum und lasse meinen Blick für einen Augenblick schweifen. Der Raum ist zweckgemäß eingerichtet und scheint mir bestens für unsere kleine Unterredung geeignet zu sein. Meine Augen fallen auf eine Wache, welche ein Tablett auf dem Tisch ablegt. Ich begutachte das Tablett abfällig und lege meine Hand schnell auf die Schulter von Rams Gefolgsmann, welcher sich sofort zu mir dreht. Er wirkt etwas angespannt, als ich ihm einen kalten Blick schenke. „Das da ist lächerlich und weder angemessen für die Dame, noch für mich. So eine...Unterredung kann die Nerven aller Beteiligter ziemlich beanspruchen. Wir brauchen etwas, dass uns...entspannt. Und jetzt sag nicht, dass ihr nichts alkoholisches im Haus habt.“ Der Techno schenkt mir einen verwirrten Blick, scheinbar ist er es nicht gewohnt, dass man derart mit ihm umspringt. Er wird sich dran gewöhnen müssen, immerhin bin ich nun mit im Spiel! Der Techno erwacht aus seiner Starre, nickt und verlässt das Zimmer um das gewünschte zu besorgen.

Mein Blick gleitet wieder zu Vanessa, die eine Schreibtischlampe auf den Tisch stellt und sich setzt. Das Licht beleuchtet nun ihre zarten Gesichtszüge. Eine Raubkatze, gehüllt in den Mantel eines scheuen Rehs, geht es mir durch den Kopf. Ich nehme gegenüber von ihr Platz, lehne meine Arme auf den Tisch, falte die Hände und lehne mich etwas zu ihr vor. Sie erhebt herausfordernd ihre Stimme, funkelt mich verführerisch an. Sie ist bereit für ein Geständnis? Ich lächle kühl. „Komm schon Vanessa...“, sage ich leise und erwidere ihren Blick. „Geständnisse sind langweilig. Ich hatte gehofft du würdest mir mehr bieten.“ Der Techno erscheint und stellt uns eine Flasche Wodka auf den Tisch. Ich schaue diesen anerkennend an. „Sieh an. Das sieht schon viel besser aus. Du kannst gehen.“

Die Wache verschwindet und ich nehme die Flasche, schraube sie langsam auf und stelle ordentlich die Gläser bereit. „Also...“, beginne ich und schenke uns beiden etwas von dem Feuerwasser ein. „Auf unsere kleine Unterhaltung.“ Ich nehme mein Glas, proste ihr zu und leere dieses dann in einem Zug. Es tut verdammt gut und ich hoffe, dass das Getränk die Zunge der Süßen ein bisschen lockert. „Wie du sicher weißt, geht es um den Überfall auf drei eurer Mitglieder. Es kamen Schusswaffen zum Einsatz, weshalb wir den Übergriff nicht als harmlos abtun können. Warst du dabei? Wenn ja, würde ich dich bitten mir den genauen Ablauf des Geschehens darzulegen.“ Ich lehne mich im Stuhl zurück, sehe sie professionell an und warte auf ihre Ausführungen.

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Do 4 Jun - 15:21

Ich bin noch in meiner gleichen Position, und beobachte genau, wie Chuck unsere Wache zurecht
stutzt, da diese uns nur Wasser gebracht hat. Einige Sekunden später taucht die Wache auch schon mit einer Flasche
Wodka auf, woraufhin sich die Miene des Neuen aufhellen tut. Dieser Kerl hat Stil. Allerdings braucht er sich gar nicht einfallen zu lassen, dass ich durch den Alkohol redwilliger werde. Ich weiß mich stets zu kontrollieren. Nacheinander kippt er die Gläser mit der durchsitigen Flüssigkeit voll, prostet mir auf unsere Unterhaltung zu, und leert sein Glas in einem Zug. Definitiv kein Anfänger.

Geständnisse findet er also langweilig? Nun, wie würde er wohl darauf reagieren, wenn ich ihm erzählen würde, dass unser ehrführchtiger Anführer etwas mit einem Virt hat? So wie Chuck auf mich wirkt wäre er alles andere als erfreut darüber.Ein kleines böses Lächeln huscht über meine Lippen. Doch das tut hier jetzt definitiv nichts zur Sache. Meine Rache muss warten. Und ich werde zum richtigen Zeitpunkt zuschlagen.

Interessiert mustert er mich, während ich ihm zurückproste , und einen Schluck von dem Wodka nehme , der angenehm in meiner Kehle brennt. Auch mein Blick liegt auf ihm,mit einer Mischung aus Feuer und Gelassenheit. Chuck geht zum eigentlichemTeil des Gesprächs hinüber , und bittet mich , ihm den genauen Ablauf des Zusammentreffens zu schildern, woraufhin ich ihm über die Geschehnisse in Kentniss setze:

Es war Abends, und ich wollte etwas frische Luft schnappen. Also nahm ich drei unserer Männer mit und wir machten einen kleinen Rundgang in der Stadt. Plötzlich entdeckte ich ein mir sehr bekanntes Gesicht und steuerte auf dies zu. Naja jedenfalls dachte ich , dass es diese Person wäre. Doch als ich dann genau vor ihm stand , und ihn mit diesem Namen anredete , stellte sich heraus, dass er der Zwillingsbruder war. Die Person mit der ich ihn verwechselt hatte,heißt Nick und war vor einiger Zeit ein General unseres Tribes, der sich nach den Anschlägen still und heimlich davon gemacht hatte. Gereizt sagte er zu mir, wie ich es denn wagen könnte, ihm , Lord Harry zu nahe zu kommen. Er war umgarnt von Wachen , die nach einem kurzen Wortwechsel ihre Gewehre auf mich und meine Leute richteten, und nach einigen Sekunden auf meine Wachen feuerten. Er wollte mir anscheinend zeigen, dass sein Stamm , die sich Royal Hope nennen , keine halben Sachen machen würden. Natürlich habe ich ihn und seine kleinen Freunde davor gewarnt , sich nicht mit uns anzulegen. Die Technos werden immer doppelt so hart zurückschlagen , dass sollte ihm gewiss sein.Unsere verletzten Leute habe ich nach dem Angriff sofort zum Hauptquartier zurückgeschickt. Und bevor ich zurückgehen wollte , meinte dieser Harry, dass er wichtige Informationen oder so etwas in der Art, für unseren Anführer hätte. Wahrscheinlich eh alles nur heiße Luft. Mit einem abschätzigen Blick auf meine Fingernägel , mache ich eine kurze Pause, und sehe Chuck mit einer unschuldigen und empörten Miene an.
Plötzlich wagte sich dieser Kerl doch tatsächlich mich unsittlich zu berühren, und mir ebenso seine ekelhaften Virtlippen auf meine zu drücken. Natürlich lasse ich mir so etwas nicht gefallen, und habe ihn ein zweites Mal gedroht. Sagen wir etwas.... intensiver. Danach hat er sich mit seinen Leuten davon gemacht. Mal ganz ehrlich, ich lasse mich doch nicht von einem Virt verführen! , gebe ich angeekelt von mir. Was ich brauche , ist ein Mann.....Ein Mann mit Stil, hauche ich verführerisch und blicke Chuck tief in die Augen.
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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Do 4 Jun - 22:03

Meine Augen ruhen die meiste Zeit über kühl auf der hübschen Brünetten. Ich beobachte sie. Ihre Mimik, ihre Gestik, alles was bei einem Verhör von Belang sein könnte. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass es weniger die Worte meines Gegenübers sind, die Wert haben, vielmehr sind es die unausgesprochenen Signale. Und sie sendet mir eine Menge davon. Somit entgeht mir auch nicht, dass sich ihr Mienenspiel für einen kurzen Moment verändert. Irgendetwas scheint sie zu beschäftigen. Ist es das Gespräch? Oder etwas ganz anderes? Ich nehme ihr kleines, nahezu bösartiges Lächeln wahr und...es steht ihr verdammt gut! Sieh an, ein kleiner Teufel im Engelskostüm. Na, was heckst du gerade aus, Süße?! Ich werde es herausfinden, ob sie will oder nicht. Zufrieden beobachte ich sie nun dabei, wie sie von dem Wodka kostet. Schließlich erhebt sie ihre zarte Stimme und schildert mir überraschend genau, was an besagtem Tag vorgefallen ist. Ich verzichte darauf mitzuschreiben, lehne mich nur etwas im Stuhl zurück und spiele, während ich zuhöre, an dem goldenen Ring an meinem kleinen Finger.

Sie erzählt mir von einem gewissen Nick, auf dessen Zwillingsbruder sie bei einem Spaziergang gestoßen ist. Lord Harry?! Bei der Erwähnung dieses Namens ziehe ich die Augenbrauen in die Höhe, lasse sie aber weiter reden. Wie lächerlich, nur Schwächlinge müssen sich mit Adelstiteln schmücken! Sie hatten Schusswaffen dabei und richteten diese auf Rams Leute, sowie auf Vanessa. Sehr nervös, unser werter Lord! Sie schossen und nahmen es somit billigend in Kauf die Technos womöglich schwer zu verletzten. Meine Hand ballt sich leicht zu einer Faust und ich sehe alles andere als erfreut über diesen Umstand aus. Der Tribe heißt als Royal Hope. Nach dem ganzen Lord Quatsch, hätte ich von selbst auf den Namen kommen können. Vanessa macht eine Pause, begutachtet affektiert ihre Fingernägel und schaut mich dann wieder an. Ich erwidere ihren Blick und richte mich wieder in meinem Stuhl auf. „Royal Hope...“, raune ich leise und lasse mir nachdenklich den Namen auf der Zunge zergehen. „Was weißt du über diesen Tribe, Vanessa? Was soll der Unsinn mit den Adelstiteln?!“

Unser Lord meinte, er hätte Informationen für Ram? Ich lächle amüsiert. „Erst lässt er unsere Leute über den Haufen schießen und offenbart dann dass er Informationen hat? Humor hat unser Lord....das muss man ihm lassen. Kannst du mir beschreiben wie er aussieht? Ich bin seinem Zwillingsbruder Nick noch nie begegnet.“ Ich knirsche leicht mit den Zähnen. Ich werde den Lord in die Finger bekommen und dann wird er sich wünschen, dass er seinen kleinen Adelshintern niemals auf die Straßen dieser Stadt hinaus bewegt hätte! Doch das wirklich interessante an der ganzen Geschichte kommt erst jetzt. Vanessa berichtet, dass er sie unsittlich berührt hat, seine Lippen auf die ihren presste. Sie drohte ihm und er verschwand. Sie würde sich niemals von einem Virt verführen lassen? Sie braucht einen Mann mit Stil? Ein kaltes Lächeln huscht über meine Lippen, als sie diese Worte sinnlich haucht und mich dann ziemlich verführerisch anschaut. Ihre Augen werfen beinahe Funken und ja...ich genieße ihren heißen Blick! Und der Tisch vor uns hat auch so seine Vorzüge...doch ich bin viel zu sehr Profi, als das ich mich jetzt aus dem Konzept bringen lasse.

Warum auch immer, aber irgendetwas an ihrer Story ist seltsam. Vielleicht...weil sie alles andere als unschuldig auf mich wirkt. Ich lege meine Unterarme auf den Tisch und beuge mich zu der Brünetten vor, mustere ihre schönen Augen ebenso intensiv. „Bist du sicher, dass es so widerlich war?“, raune ich so leise wie sie. „Oder hat es dir nicht vielleicht doch ein bisschen gefallen. Angefasst zu werden von einem...schmutzigen Lord.“ Ich hebe meine Hand an und meine Fingerspitzen berühren zaghaft ihr unschuldig wirkendes Gesicht, fahren über ihre Wange, schließlich wie ein Lufthauch ihren Hals hinab, bis zu ihrem Dekollete. Dann ziehe ich die Hand zurück. „Virts können reizvoll sein...aber sie werden schnell langweilig, merk dir das. Es wäre nicht sehr klug von dir, mit ihm zu kooperieren. Er wird schon bald für seine Taten bezahlen. Ich denke, du möchtest da nicht mit hineingezogen werden?“ Mein kalter Blick ist eine deutliche Warnung. Jegliche Zusammenarbeit mit diesem Bastard käme einem Verrat gleich. Und dieser wird bei den Technos äußerst hart bestraft.

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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Do 4 Jun - 23:48

Mit einer schon fast sehr bedrohlichen, aber auch anziehenden Art hört Chuck sich an , was ich ihm gerade erzähle. Ich habe meine Version des Zusammentreffens mit diesem Möchtegernlord von mir gegeben, und die wichtigsten Details entsprechen alle der Wahrheit Nachdem er den Namen des Tribes  von diesem Harry nachdenklich aussprechen tut, da er sicherlich am Überlegen ist , diesen Namen vielleicht doch schon mal irgendwo gehört zu haben, fängt Chuck an Fragen zu stellen, so wie man es in einem professionellem Verhör auch tut. Ich komme mir vor , wie in einem dieser alten Krimis, mit mir ,Vanessa , in der Hauptrolle:

Ich, die  überaus traurige wunderschöne Frau, dessen Mann gerade ermordet worden war. Und Chuck , der Detektiv, mit den verführerischen Blick, wessen ich grundlos unterlegen bin, und der gerade dabei ist , mir ein Geständnis zu entlocken. Ein bittersüßer Streifen mit viel Knistern, Feuer , Verlangen und Leidenschaft  zwischen den Hauptdarstellern...

Ich habe keine Ahnung. Wahrscheinlich ist es wieder so ein Tribe der sich wichtig vorkommt , und es raushängen lässt . Sie besitzen keinen Anstand und müssen , wie ich finde , einfach mal wieder daran erinnert werden , wer hier wirklich etwas zu sagen hat. Ich konnte keinen Ort aus ihm herauskitzeln , an dem er und seine Amateurfreunde Fuß gefasst haben.

Plötzlich macht Chuck etwas , was man mir von unserem Anführer sehr bekannt vorkommt. Er versucht das Gespräch geschickt in eine andere Seitenlage zu kippen, in dem er Andeutungen macht, dass mir der Kuss mit diesem Harry vielleicht doch gefallen hätte. Ich lache auf. Natürlich nicht. Keine Sekunde habe ich es genossen, entgegne ich mit einem tiefen Blick in seine Augen. Wie könnte ich es auch genießen , wenn ich mit meinen Gedanken während des Kusses bei Ram gewesen war, wobei dieser wahrscheinlich gerade in dem Moment mit dieser widerlichen Kuh beschäftigt war?  Von dem Collier , dass ich von Harry bekommen habe, erwähnte ich nichts. Wieso auch?  Wahrscheinlich ist es eh nicht mal echt, andererseits macht es sich trotzdem gut zu einem meiner Kleider. Es ist nur ein Schmuckstück mit keinem persönlichen Wert für mich. Es braucht schon etwas mehr als ein paar Klunker ,um mich rum zu bekommen.

Chuck beugt sich zu mir rüber und berührt vorsichtig mit seinen Fingerspitzen mein Gesicht, und redet etwas davon , wie reizvoll Virts auf einen wirken können. Doch ich höre nur halb hin. Im Moment ist er die Person, die auf mich wirken tut.  Seine Berührungen , wie er langsam kaum spürbar seine Finger über meinen Hals , bis hin zu meinem Dekolleté streifen lässt, sein durchdringender Blick , der nichts sagen lässt, und dann doch aber so viel. Mein Puls beschleunigt sich für einen kurzen Moment, was ich darauf schiebe , dass er mich wahrscheinlich so an seinen Kumpel erinnert.

So schnell dieser intime Moment auch gekommen ist, so abrupt endet er auch wieder, als ich seine kalten Augen wahrnehme, die mir eine klare Warnung aussprechen , sich nicht auf den Feind ein zu lassen. Ich erwidere seinen Blick ruhig und gelassen, während ich im Inneren noch wie hypnotisiert von seinen Berührungen bin. Du kannst dich auf mich verlassen. Dies war eine einmalige Begegnung und wird sich auch nie wiederholen. Es sei denn , ich werde ihn bei seiner Verurteilung begrüßen dürfen, antworte ich in scharfem Ton und mit hochgezogener Augenbraue.

Durch die ganzen Schwankungen unseres Gesprächs ,habe ich glatt die Frage von ihm untergehen lassen, ob ich denn beschreiben könnte , wie Nick aussieht. Ich stehe kurz auf und bücke mich gekonnt zum Schrank hinunter , aus der ich Nicks Akte hervorziehe , die ich Chuck in die Hände gleiten lasse, und mich wieder brav auf meinen Stuhl setze
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BeitragThema: Re: Konferenzraum    Fr 5 Jun - 20:58

Vanessa gesteht mir, dass sie kaum etwas nützliches über die 'Royal Hope' weiß. Der Name der Gruppe missfällt mir, er mutet so...melodramatisch an. Glauben diese Leute daran, dass die Etablierung einer Adelsschicht die Welt verbessern könnte?! Dieses entnehme ich zumindest ihrem Namen. Wenn ja, dann sind sie nur Narren. Falsch wäre es allerdings sie zu unterschätzen. Die hübsche Brünette vor mir vermutet, dass sie sich bloß wichtig nehmen. Ihrer Meinung nach müssten diese Leute mal wieder in die Schranken gewiesen werden. Ich lächle sie eine Spur arrogant an. „Das wird früher oder später passieren, darauf kannst du dich verlassen. Niemand legt sich mit uns an, ohne dies bereuen zu müssen.“ Die Handlungen des angeblichen Lords lassen sich, was die Dreistigkeit angeht, kaum überbieten. Es wird die reinste Freude sein, ihn dafür büßen zu lassen! Vanessa kennt auch den Ort nicht, an dem sich die Gruppe niedergelassen hat? „Das wird sich herausfinden lassen.“, sage ich nachdenklich und mustere das Techno Mädchen dann.

„Sobald du noch einmal etwas von unserem Lord hören solltest, informierst du mich, verstanden?“, sage ich ernst und meine Stimme macht deutlich, dass ich in der Hinsicht keine Widerworte dulde. „Und du wirst ihn wiedersehen. Jemand wie er...lässt sich sein Spielzeug nicht einfach so durch die Lappen gehen.“ Als ich sie schließlich spielerisch frage, ob ihr seine 'unsittlichen Berührungen' nicht vielleicht doch gefallen haben, erklingt ihr helles Lachen im Raum. Sie widerspricht ziemlich vehement. Ich sehe Vanessa in die Augen, während meine Fingerspitzen ihre zarte Haut berühren, langsam darüber fahren. Dieser Moment birgt so viele unausgesprochenen Möglichkeiten, die süß und bitter zugleich sind. Sie erwidert diesen Blick und wehrt sich nicht gegen die plötzliche Nähe. Nach meiner ausgesprochenen Warnung, versichert sie mir, dass es zu keiner Kooperation mit dem Feind kommen wird. „Ich hoffe deine Worte entsprechen der Wahrheit.“, sage ich noch einmal ziemlich kalt. Freund und Feind...können immerhin so schnell wechseln, dass ich eine derartige Unterteilung beinahe für sinnlos erachte.

Meine Augen folgen der Brünetten, als diese grazil zu einem Schrank hinübergeht und mir dann eine Akte reicht. Ich schaue sie kurz fragend an, erkenne dann jedoch den Namen, der auf der Akte steht und nicke ihr zu. „Danke.“ Konzentriert blättere ich mich eine Weile durch das Dokument und speichere die wichtigsten Fakten schnell ab. Als ich einige Bilder des jungen, sportlichen Mannes erblicke, entferne ich eines und lasse es in meiner Hosentasche verschwinden. Vielleicht bringt es etwas, sich in der Stadt durchzufragen. Ich schaue wieder zu Vanessa und lege die Akte auf den Tisch. Schenke uns beiden von dem Wodka nach und leere mein Glas erneut in einem Zug. „Eine letzte Frage habe ich noch, dann bist du erlöst, meine Hübsche.“, raune ich leise und ein knappes Lächeln huscht über meine Lippen. „Hast du eine Idee, was für Informationen der Lord für Ram haben könnte? Du darfst gerne deine Fantasie ein bisschen spielen lassen...“, ich ziehe leicht meine Augenbrauen hoch. So wie ich sie einschätze, hat sie eine Menge Fantasie...und zwar eine sehr schmutzige.

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