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 Kleines Badezimmer

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Amber*
Mall Rat


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BeitragThema: Re: Kleines Badezimmer   So 31 Mai - 20:13

Noch immer ändert sich nichts an unserer Position. Ich vernehme seinen Herzschlag auf meinem Rücken. Aufgeregt pocht sein Herz in seiner Brust während sein Duft in meine Nase steigt. Ich schließe für einen Moment die Augen und atme kaum hörbar tief ein. Wenn unsere Vergangenheit der letzten Monate, sogar Jahre nicht zwischen uns stehen würde, so hätte ich mich ruhig in seine Arme geschmiegt. Für einen Moment genießen wir die stille und die Ruhe... Der Herzschlag ruhig und gleichzeitig doch so unruhig. Keiner von uns spricht ein Wort, bis Bray's Stimme schließlich die Ruhe bricht. Wenigstens geht es ihm gut.... Mein Herz schlägt unglaublich schnell während ich auf seine Worte warte.

In seiner Stimme liegt fast etwas zittriges als er spricht doch er scheint fest entschlossen mir und folgende Worte zu sagen die nun aus seiner Kehle kommen. Bevor er weiter spricht habe ich Angst seine Worte zu hören, aber es geht nicht anders... Ich muss ihn aussprechen lassen, auch wenn ich das vielleicht gar nicht hören will. Still liege ich auf seinem Oberkörper und vernehme jedes einzeln Wort.

Eigentlich will er mir damit nur meine Angst nehmen, doch eigentlich will ich es gar nicht hören. Unsere Worte zueinander bei unserem ersten Treffen waren falsch gewesen... Verletzend und auch Bray entschuldigt sich für sein Verhalten, auch wenn es mich schmerzt, was ich von ihm zu hören bekomme. Ich weiß, dass ich mit Jay sprechen sollte, aber ich weiß nicht, ob ich es wirklich will. Ich fürchte beide aus meinem Leben zu verlieren, wobei Bray mir gerade gegenteiliges zusichert. Auch mir treten in diesem Moment Tränen in die Augen die sich nun langsam den Weg über meine Wangen bahnen. Ich schlucke erstmals, um meine Stimme zu sammeln bevor ich ihm antworten kann.
"Wir.. wir werden eine Lösung finden." flüstere ich und versuche das Ersticken meiner Stimme zu verhindern, was nicht ganz gelingt. Gerne wäre ich einfach still bei ihm liegen geblieben, hätte seinen Geruch weiter wahrgenommen und einfach nicht an das Vergangene und an die Zukunft gedacht.. Ich schlucke nochmals und wische mir die Tränen aus den Augen.

"wir... " beginne ich unachtsam und bemerke was ich eben gesagt hatte... "...also.. Bray jr. braucht dich... und... ich...." wispere ich leise, auch wenn ich es nur schwer zugeben kann. Ich weiß, dass ich langsam aufstehen sollte und rappelt mich langsam hoch, und setze mich dann leicht resigniert an den Rand der Badewanne. Mein Kopf hängt etwas nach vorne und ich traue mich kaum Bray anzusehen... Fast geräuschlos warte ich auf seine Reaktion.
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Bray*
Mall Rat


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BeitragThema: Re: Kleines Badezimmer   Di 2 Jun - 12:54

Mein Gesicht brennt, während ich lautlos weine, mich dabei unendlich verletzlich fühle und es zulassen, weil ich in der Gegenwart der einzigen Person bin, bei der ich mich fallen lassen konnte, wann immer ich mochte, unwichtig, in welcher Stimmung ich mich gerade befand. Und sobald wir diesen Platz hier verlassen werden, sie mit unserem Sohn in die Mall zurückkehrt - wo von den Mall Rats mit Sicherheit einige Fragen auf Amber einprasseln werden, denen sie sich ohne mich stellen muss - ist unsere Zukunft ungewiss. Vor der Unterhaltung, die sie mit Jay führen wird, habe ich am meisten Angst. Ich habe ihr soeben mitgeteilt, dass es in Ordnung sein wird, bei ihm zu bleiben, denn unser Kind konnte schon nicht zusammen mit mir als seinem Vater aufwachsen, da soll ihr zweites Kind dieses Schicksal nicht ebenfalls teilen müssen. Jay soll sein Zuhause behalten können, das, was er sich mit Amber und den anderen aufgebaut hat und...ich möchte in der Welt, in der es ständig Leid und Hass gibt, nicht für weiteres sorgen. Ich war zu oft egoistisch, aber das bringt uns nirgendwo hin, macht es nicht einfacher.
Amber spricht eine ganze Weile lang nicht, ich fühle nur ihre Wärme, kann nichts sehen im Dunkel, kann nicht einmal sagen, welche Tageszeit wir mittlerweile haben, da das Bad über kein Fenster verfügt, über das Licht in den Raum dringen könnte.
Als sie dann meint, wir werden eine Lösung finden, klingt es hoffnungsgebend und resignierend zugleich. Uns bleibt nichts anderes übrig als eine zu finden, nur liegt es an ihr, die endgültige Entscheidung zu treffen. Ich lasse sie frei, falls sie das möchte, doch sollte sie empfinden, dass ihre Emotionen für mich stärker sind als die für Jay, werde ich sie nicht zurückweisen und...müsste dennoch etwas tun, um nicht bloß damit zufrieden zu sein. Es geht um mehr als darum, das Herz von Amber für sich zu gewinnen und danach ist alles gut. Das wird es nicht sein. Dafür ist das Leben zu kompliziert.
Schließlich höre ich Amber schlucken - hat sie etwa auch geweint? Ihr Stimme klingt gebrochen, als sie weiterredet.
"Das werden wir ganz bestimmt. Und...wie gesagt, ich werde für euch da sein. Was auch immer geschehen mag", murmele ich, als Amber sich von mir löst, sich aufrichtet und auf den Rand der Badewanne zurückkehrt. Zumindest hört es sich so an. Erkennen kann ich es bloß schemenhaft. Sekundenlang bleibe ich wo ich bin, regungslos. Zu gerne würde ich sie noch mal zu mir zurückziehen, doch wahrscheinlich sollte ich froh über das sein, was ich in den vergangenen Minuten unerwarteterweise bekommen habe. Also tue ich es ihr gleich, stehe auf und trete vorsichtig aus meinem Schlaflager hinaus, um Amber nicht noch auf den Boden zu katapultieren. Müde bin ich schon lange nicht mehr. Ich taste nach ihr und kriege ihre Schulter zu fassen.
"Wir schaffen das, solange wir zusammenhalten. Was hälst du davon, wenn wir uns nun etwas stärken gehen und dann..begleite ich euch zur Mall zurück, damit die anderen sich keine weiteren Sorgen machen müssen. In Ordnung?"
Ich lasse Amber los und taste mich quer durch das Badezimmer, um die Tür zu finden und endlich ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Die Atmosphäre ist so zwar viel intimer und intensiver, aber ich weiß, dass das nun zu nichts mehr führen würde, das wir beide am Ende nicht bereuen könnten, darum ist es jetzt Zeit, vernünftig zu sein. Nach ein paar Blindgängern ans Waschbecken und die Wandfliesen halte ich den Griff der Tür in meiner Hand, öffne sie und sehe, wie durch die offene Wohnzimmertür gerade noch ein schwaches Licht von draußen hereinfällt. Die Nacht ist wieder angebrochen. Heute noch rauszugehen wird zu gefährlich sein.

tbc: Flur und Küchennische

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Amber*
Mall Rat


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BeitragThema: Re: Kleines Badezimmer   Di 9 Jun - 20:50

Bray's Worte berühren mich... Auch wenn ich es kaum zugeben mag. Gerade will ich eigentlich gar nicht gehen, aber ich weiß, dass wir es müssen... Ich sehe ihn an und beiße meine Zähne zusammen.
"Wir... schaffen das wiederhole ich... Seine Worte sind schmerzlich.. Nicht nur für ihn.
"Du hast Recht..." versuche ich ihm zuzustimmen, auch wenn es sich doch so tragisch anfühlt und mich innerlich zu verletzen droht.. Fast wie ein scharfes Messer.

Ich beobachte ihn nun genau. Seine braunen Haare, seine müden Augen und sein trauriges Gesicht zeigt genau das, was auch in gerade fühle.
Ich nicke, als Bray vorschlägt sich zu stärken und dann in die Mall zu gehen... Ich bin schon lange nicht mehr müde, auch wenn wir die letzte Nacht beide kaum geschlafen hatten. Momentan kann ich nichts anderes tun als ihm in die Küchennische zu folgen. Bray jr. schläft dort. Mein kleiner Sohn... Unser, gemeinsamer kleiner Sohn.
Gerade bin ich unheimlich dankbar, dass Bray mir Hilfe zusichert und denkt, dass wir es irgendwie schaffen werden. Auch wenn wir es nicht genau definieren wie und was, so bin ich mir sicher, dass wir einen Weg finden... Einen doch gemeinsamen Weg...

tbc: Flur und Küchennische...

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