
The Tribe-RPG Forum | Nach der fünften Staffel | Über die ehemalige TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ und mehr! | Seit April 2012 |
| | | Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) | |
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| Autor | Nachricht |
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Trudy* Mall Rat
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Charakter der Figur Beziehungsstatus: Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Trudy85 (Ann-Kathrin)
 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Di 30 Sep - 17:48 | |
| Völlig ausgeruht und fröhlich wache ich auf. Brady ist bereits wach und hat sich ein bisschen im Wohnzimmer umgeschaut und eine alte Puppe gefunden, mit der sie ganz lieb spielt. Guten Morgen mein Schatz sage ich nachdem ich mich aufgesetzt und gestreckt habe. Sofort kommt sie auf mich zugestürmt und umarmt mich freudig. Du hast scheinbar ebenso gut geschlafen wie ich. Und auch den Magen knurrt genauso wie meiner stelle ich lachend fest, sie stimmt in mein Lachen ein und ich bin mal wieder einfach nur glücklich, das ich sie habe und sie so wohlerzogen, lieb und lebensfroh ist. Das hätte ich nicht erwartet, nachdem was ihr schon alles wiederfahren ist. Sollen wir uns mal in der Küche umsehen, ob wir was zu Essen finden? Dann könnten wir Bray damit überraschen sage ich zu meiner Tochter und stehe auf. Natürlich ist sie sofort Feuer und Flamme. Wir machen das Sofa wieder ordentlich, legen die Kissen an ihren Platz und die Decke zusammen. Dann gehen wir in die Küche.
tbc: Küche |
|  | | Bray* Mall Rat

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Charakter der Figur Beziehungsstatus: Es ist kompliziert Inventar: Mein \\\"Anti RPG\\\"-Account heißt: Ivayne
 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) So 28 Dez - 0:53 | |
| cf: Flur und Küchennische
Wie mechanisch laufe ich auf das Sofa zu, das mich gemütlich empfängt und federt, als ich mich auf die große Sitzfläche fallen lasse. Die Kissen sind weich. An einem Ende des einen Sitzteils liegt eine zusammengefaltete Wolldecke, die mir vorher noch gar nicht aufgefallen war, doch nun kommt sie mir gerade recht und ich lege sie über mich, während ich die Augen schließe. Irgendwo dringt von draußen durch die Fenster lauter Lärm in die Wohnung, der mich sofort nachdem ich in den Schlaf abgedriftet bin, zu dem Moment zurückkatapultiert, als ich mit Amber im Stall bin, nachdem Ebony uns beide aus der Stadt gejagt hat und wir beide die lauten Motoren von etwas hören, das wir als nie wieder möglich gehalten haben. Flugzeuge. Ich merke, wie mein Herz schneller schlägt, doch ich werde nicht wach, bin völlig in der Szene, die so vieles in unseren Leben nachhaltig verändern würde, nach allen Dingen davor, gefangen. Ich weiß noch genau, wie ich ungläubig in den Himmel starrte, an dem tatsächlich mehrere Flieger ihre Bahnen flogen, sie waren so laut als sie direkt über mir waren, dass ich mir fast die Ohren zuhalten musste. Damals fragte ich mich, ob am Ende doch Erwachsene den Virus überlebt und erst jetzt den Weg zu uns nach Neuseeland gefunden hatten, um nach weiteren Überlebenden zu suchen oder uns ihre Hilfe zu bringen. Stattdessen war weiteres Leid gekommen und ohne dass ich mich von Amber verabschieden, uns schützen oder verteidigen konnte, war mir schlagartig schwarz vor Augen und das nächste was ich danach erinnere ist der Transport mit ein paar anderen in einem Lieferwagen, zwischen uns diese Leute mit ihren Headsets und seltsamen Masken, sodass man nicht erkennen konnte, wer sich darunter verbarg.... - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Lia* Tribelos

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) So 28 Dez - 1:22 | |
| Langsam kehrte Ruhe in der kleine Wohnung ein. Auch wenn die beiden jeweils unruhige Morgenstunden durchlebten, versuchten sie etwas zu schlafen. Lia quälte sich mit der verletzten Hand durch die wenigen Stunden, die sie eigentlich zum Ausruhen nutzen wollte. Ihre Schmerzen waren mittlerweile so schlimm, dass man ihr Jammern und stöhnen bereits hier im Wohnzimmer hören konnte. Sie versuchte stark zu bleiben, aber die Schmerzen waren unerträglich... Nicht wissend, dass sie Bray damit sogar aus seinem Schlaf holte, drehte sie sich in seinem Bett immer noch hin und her.
- Gandhi said that whatever you do in life will be insignificant, but it's very important that you do it because nobody else will. Like when someone comes into your life and half of you says: "You're nowhere near ready". And the other half says: "Make him yours forever" |
|  | | Bray* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) So 28 Dez - 23:02 | |
| Als ich meine Augen das nächste Mal öffne, fühlt es sich an, als wäre eine Weile vergangen, inwiefern das stimmt kann ich dagegen nicht wirklich sagen, da es in diesem Zimmer zwar auf dem Fernseher eine Uhr gibt, diese aber nicht mehr tickt, weil die Batterien entweder leer oder entnommen worden sind. Trotz etwas Schlaf fühle ich mich kaum erholt, meine Hand schmerzt erneut und ich fühle mich, als wäre ein Klavier auf mir gelandet. Was nicht ganz zusammenhangslos zu dem Traum sein wird, der mich heute wie so oft heimgesucht hatte. Aus dem Nebenzimmer dringen weiterhin Stimmen, Lias Schlaf scheint sich ebenfalls noch nicht beruhigt zu haben und ich entscheide mich dazu, sie aus ihren Qualen zu wecken. Vielleicht sind es Erinnerungen an ihr früheres Leben oder ein Albtraum wie bei mir. Womöglich hat sie sich bei dem Sturz von ihrem Pferd aber auch mehr verletzt als gedacht und es kommt langsam unbewusst zum Vorschein. Kraftlos rappele ich mich auf und laufe zu meinem Schlafzimmer. Ohne zu klopfen, da dies wohl ohnehin überhört werden würde, trete ich ein.
tbc: Schlafzimmer - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Bray* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Sa 17 Jan - 0:33 | |
| cf: Schlafzimmer
Lia biegt ins Bad ein, während ich schon längst damit zugange bin, die Schränke im Wohnzimmer gründlich zu durchsuchen. Die Bewohner der Räume hier müssen sehr ordentlich gewesen sein, denn hinter einer Tür verbergen sich mehrere Ordner, in denen ich fein säuberlich Rechnungen, wichtige Papiere, Zeugnisse und andere Akten und Dokumente abgeheftet vorfinde. Dann halte ich ein Fotoalbum in der Hand. Es hat einen bunten Umschlag und ist ziemlich dick. In einem Anflug von Neugier klappe ich es auf, blättere das Papier, das vor den Bildern liegt um und betrachte die Menschen auf den schwarz-weißen Fotos vor mir. Daneben stehen die Namen der Personen, der Anlass des Bildes, wenn er nicht sowieso schon erkennbar ist, die Jahreszahlen. Ich überfliege mehrere Seiten, doch in mir bewegt sich nichts. Der Bezug zu den Menschen dort fehlt, aber sie sehen auf vielen Abbildungen ziemlich glücklich aus. Befreit und fröhlich, als hätte der Fotograf stets in den richtigen Momenten auf den Auslöser gedrückt. Es wäre toll, von meiner Familie auch so etwas zu haben, doch alles, was uns jemals gehört hat, ist in Wellington geblieben, falls es jetzt überhaupt noch dort ist und nicht von irgendwem entwendet und zerstört wurde... Ich stelle das Album zurück zu den Ordnern, schließe die Tür und mache mit den nächsten weiter. Irgendwo finde ich ein Päckchen Gummibänder, die man für die Schiene vielleicht gebrauchen kann, außerdem zwei lange Lineale aus Metall, ein kürzeres aus Holz, Sekundenkleber, von dem ich hoffe, er ist noch zu gebrauchen und einen weiteren Verbandskasten, der zusätzlich zu dem, was sich im Medizinschrank im Bad befunden hat, noch mal einiges an nützlichen Sachen zur Verfügung gibt. Daraus müsste sich eigentlich etwas machen lassen. Mit den ganzen Funden zusammen in den Händen erhebe ich mich und drehe mich um, wobei ich bemerke, dass Lia schon gar nicht mehr im Bad ist, sondern bereits wieder im Wohnzimmer steht. Ich zeige ihr, was ich habe. "Schau, damit könnte es womöglich klappen, etwas zu improvisieren. Wenn wir die Lineale zuerst verkleben, dann mit den Gummis lose an deinem Arm befestigen und alles fest mit dem Verband fixieren, in den wir noch mal ein Päckchen Eis reinarbeiten könnten, würde es zumindest schon mal aussehen wie eine Schiene. Gips habe ich leider nicht gefunden, aber das wäre auch zu überzufällig gewesen, wenn diese Familie sowas für die Handabdrücke ihrer Kinder oder so gehabt hätte. Was meinst du?", sage ich zu Lia. Dabei spüre ich, dass mein Magen etwas grummelt und mir so zu verstehen gibt, dass wir uns mal beeilen sollten, damit ich ihn gebührend füllen kann. Draußen wird es schon wieder dunkler. Wir sollten uns, wenn wir noch zum Markt wollen, also wirklich nicht mehr allzu viel Zeit lassen. - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Lia* Tribelos

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Sa 17 Jan - 18:14 | |
| cf: Schlafzimmer
Nachdem ich mich endlich wieder etwas frisch gemacht habe betrete ich das kleine Wohnzimmer. Ein leichter Geruch nach den schon älter wirkenden Holzmöbel schlägt mir entgegen und ich nehme auf dem kleinen Sofa platz, dass in der Ecke am Fenster steht. Bray stellt gerade ein dickes Buch, vermutlich ein Fotoalbum wieder in das Regal ehe er sich mir zuwendet und mir davon erzählt, was er gefunden hat. Ich grinse und beobachte ihn genau. Seine Augen sind etwas wacher als vorhin. Er wirkt nicht mehr ganz so traurig, und sogar ein bisschen Neugier meine ich darin zu erkennen. Ich frage mich, ob er handwerklich begabt ist, denn seine Worte und sein Blick zeigen mir fast schon, dass er gerne helfen würde eine Schiene zu bauen. Wie süß,... denke ich, als er mir das Lineal und die anderen Sachen zeigt, mit denen er für mich eine Schiene bauen möchte. Während ich meine Arm festhalte, um ihn nicht zu viel zu bewegen beiße ich kurz auf meine Lippen und kann ein Grinsen nicht verbergen. "Wow,.. Ich dachte an einen Ast von draußen würde es auch tun, aber ich lass mir gerne auch eine Schiene bauen!" meine ich frech und schenke ihm einen verstohlenen und liebevollen Blick. "... wie kann ich mich für deine Hilfe revanchieren Bray?" frage ich nun ein bisschen ernster und sehe ihn an. Was ohne Bray passiert wäre, möchte ich mir gar nicht erst ausmalen und streiche durch meine Haare. Ich musste mir irgendwie etwas besondres für ihn einfallen lassen, denn ich bin es nicht gewöhnt so viel Hilfe angeboten zu bekommen. In den letzten Jahren war ich hauptsächlich auf mich gestellt gewesen und von einen auf den anderen Tag hilft man mir ohne meine Absichten zu hinterfragen, bietet man mir sogar ein Bett zum Schlafen an. Fast selbstlos ohne Rücksicht auf das eigene Empfinden. Ich frage mich, was diesen Mann antreibt mich so zu behandeln, als wären wir gute Freunde, die einander schon ewig kennen.. Dann höre ich wie sein Bauch grummelt. Es ist so laut, dass ich es bis zu mir rüber hören kann und wieder folgt ein Lächeln meinerseits. "Ich glaube, wir sollten nun echt etwas zu Essen besorgen... Dein Bauch hat dich gerade verraten!" meine ich, bevor ich zu ihm rüber gehe und bei ihm stehen bleibe.
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|  | | Bray* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) So 18 Jan - 19:36 | |
| Bei der Vorstellung davon, dass Lia jetzt noch eine Schiene aus Ästen bauen wollen würde, muss ich etwas lächeln. Es ist eine interessante Idee, aber es wäre vor allem jetzt wo der Tag langsam dem Ende zugeht, wirklich schwierig geworden, Holz zu finden, das gut genug und zudem noch grade gewesen wäre, damit der Arm sich auch richtig richtet und in der natürlichen Position bleibt, ohne von einem schiefen Ast wieder verschoben oder falsch gehalten zu werden. Dass ich etwas Nützliches tun kann, nachdem ich mich in der Mall und auch allgemein seit meiner Rückkehr ungebraucht gefühlt habe, hat mir sehr geholfen. "Oh, ein Ast hätte eher zur Last denn zur Hilfe werden können. Ich bin froh darüber, dass dieses Haus nach all den Jahren noch so viel zu bieten hat, selbst wenn es jedes Mal, wenn ich unerartet etwas finde, wieder seltsam ist zu glauben, dass es niemand zuvor entdeckt hat. Und du musst dich nicht bedanken. Sieh was ich getan habe einfach als eine Art Willkommensgeschenk in der Stadt für einen guten Neuanfang. Und deinen Begleiter finden wir auch noch irgendwie", erwiedere ich freundlich. Ich möchte keine Gegenleistung haben, kein Tausch für das, was ich mache, weil ich es gerne tue und nicht nur, um etwas zurückzubekommen. Als Lia mein Magenknurren anspricht, werde ich fast etwas verlegen, wobei Hunger wohl auch heute noch nichts Ungewöhnliches ist und schon gar kein Grund, wegen dem man sich schämen müsste. Ich gehe an ihr vorbei zu dem Sofa, auf dem sie eben noch gesessen hat und lege die Sachen ab. Danach gehe ich in die Küche, hole etwas frisch gefrorenes Eis aus der Truhe und zertrümmere es auf einem Handtuch in einer neuen Tüte mit einem Topf, sodass man es wieder besser in den Verband einarbeiten kann. Mit der Kühlung gehe ich zurück ins Wohnzimmer und nehme auf der Couch Platz. "Wir werden sofort gehen, wenn ich das fertig habe. Es wird hoffentlich nicht so lange dauern", meine ich zu Lia und bitte sie mit einer Geste, zu mir zu kommen. - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Lia* Tribelos

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Di 20 Jan - 23:56 | |
| Ich beobachte Bray ein bisschen. Er erklärt mir, dass ein Ast auch mehr zur Last hätte fallen können und ich muss grinsen, denn meine Schiene hätte vermutlich nur aus einem dicken Ast ausgesehen. Bray will hingegen für mich tatsächlich eine ordentliche Schiene basteln, sofern sich das aus den wenigen Dingen machen ließ. "Du bist also ein von den seltenen Alles-Könner!" stelle ich frech fest während ich Bray dabei beobachte, wie er mit den Dingen hantiert. "und ich glaube, dass ist das außergewöhnlichste und liebste Willkommensgeschenk, dass ich je bekommen habe!" ich muss lächeln hoffe, dass ich ihm auch endlich Eines entlocken kann. Ich habe das Bedürfnis ein Lächeln von ihm zu sehen und damit verbunden das Gefühl, dass es ihm nicht ganz so schlecht geht, wie ich den Eindruck habe. Auch wenn Bray freundlich ist, lastet etwas auf seiner Seele, dass ihn traurig wirken lässt. Oder sieht er vielleicht immer so verletzt drein? Als Bray mein Pferd erwähnt verschwindet mein zartes Lachen jedoch. Mit einem Mal kommt die Sorge um meinen vierbeinigen Freund zurück. Ich hoffe innerlich, dass er wieder in jene Richtung gelaufen ist die aus der Stadt führt, denn ich fürchte, dass er hier bereits geschnappt worden wäre, auch wenn er eigentlich eher scheu ist zu fremden. Ich versuche mich daran zu erinnern, in welche Richtung mein Pferd gelaufen ist als ich gestürzt bin, aber ich schaffe es gerade nicht. Alles ging so schnell... Bis gerade eben habe ich versucht die Sorgen zu verdrängen, die mich gerade wieder einholen. Ich weiß, dass ich ihn finden musste.. Erst als er weiter spricht bin ich wieder in der Lage seinen Gedanken zu folgen und Bray will schnell los. Ich nicke. "Du hast Recht,.. wir sollten los!" erkläre ich und warte bis Bray fertig und bereit ist zu gehen. Ich beschließe später nochmals Bray darauf anzusprechen, ob ich nicht doch etwas für ihn tun konnte... und wenn es vielleicht nur ein offenes Ohr war. Ich weiß nicht, was in ihm vorgeht, habe aber das Gefühl dass ihn etwas belastet, dass er mir gerade nicht erzählen will. Versteh das doch einfach, wenn er nicht sprechen will erklärt mir mein Gewissen, doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es manchmal einfach besser war über das zu sprechen, was einem auf der Seele brannte. Ich bin mir sicher, dass sich Bray danach besser fühlen würde, so fern ich mit meiner Vermutung recht behalte. "Dann sollten wir jetzt wohl besser los..." wispere ich und halte immer noch meinen Arm fest. Das mit der Schiene konnten wir gleich noch zu Ende bringen. - Gandhi said that whatever you do in life will be insignificant, but it's very important that you do it because nobody else will. Like when someone comes into your life and half of you says: "You're nowhere near ready". And the other half says: "Make him yours forever" |
|  | | Bray* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) So 25 Jan - 0:25 | |
| Sobald Lia neben mir ist, messe ich mit einem der Lineale die breite ihres Armes ab, damit der Abstand zwischen den Schienenteilen später weder zu groß noch zu klein sein wird. Danach mache ich mich ans Werk. Meine Bekannte sieht mir dabei neugierig und bewundernd zu, was sie dann auch äußert und mich damit etwas verlegen macht. Als einen Alleskönner habe ich mich nie betrachtet, eher im Gegenteil, vor allem nachdem ich gefangen worden war, weil ich nicht mal dazu fähig gewesen bin, meine schwangere Freundin vor den Technos zu beschützen. Ich bin zwar auch bloß ein Mensch, der gegen technische Waffen nichts ausrichten kann, dennoch kam ich niemals darüber hinweg. Und jetzt, wo ich die Ausmaße Jahre später noch mehr zu spüren bekomme, weiß ich nicht, ob diese Wunde jemals ganz heilen können wird. "Es freut mich, dass du dich hier wohlfühlst. Aber nicht zu viel des Dankes. So besonders ist was ich tue auch wieder nicht", meine ich, während ich die Metallineale durch ein drittes verbinde und alles mit Kleber und Gummibändern fixiere. Es dauert ein bisschen und ein paar Minuten sagt keiner von uns ein Wort, dann bin ich mir sicher, dass alles stabil genug ist und bitte Lia darum, still zu halten, während ich die Schiene anbringe. Durch das gefrorene Eis, das zwar zerkleinert ist aber immer noch Widerstand bietet, ist das gar nicht so einfach. Doch schließlich wickele ich alles flink mit dem Verband ein, sodass man von Weitem vielleicht sogar echt meinen könnte, es handele sich an Lias Arm um einen Gips. Hoffentlich wird es auch wie einer helfen. "In Ordnung, dann lass uns gehen", sage ich, als ich mich erhebe und gemeinsam gehen wir mit ein paar Sachen zum Tauschen aus der Wohnung.
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|  | | Amber* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Di 3 März - 0:01 | |
| Immer noch sitze ich neben Bray jr. auf dem kleinen Sofa. Er ist mittlerweile eingeschlafen, während ich wach und munter neben ihm sitze. Ich beobachte das Flackern der kleinen Kerze und vernehme, dass draußen in der Küche jemand etwas zubereiten scheint. Zumindest hört man wie Dinge abgestellt werden und sich jemand in der Küche bewegt... der knarrende Boden verrät es.
Ich muss an Bray's letzte Worte denken... Er hatte wohl noch einen Gast hier, von welchem ich nicht genau weiß. Ist... ist er wieder vergeben?? unweigerlich drängen sich mir Gedanken in den Kopf, die ich selbst zwar nicht glauben kann, aber sich mir aufdrängen. Wieso fällt es mir gerade so schwer diese Gedanken aus den Kopf zu bekommen? Wieso hat er überhaupt hier besuch.... War es ein Mädchen, dass noch in dem kleinen Schlafzimmer ist, welches weder ich noch Bray jr. zuerst betreten hatten? Ich schüttle den Kopf, um die Gedanken zu verdrängen und sehe aus dem Fenster... Die Zeit ist voran geschritten und ich denke an Jay, welchen ich heute Nacht versetzt und enttäuscht hatte. Ich weiß, dass er es verstehen wird, wenn ich ihm erkläre, wo ich denn war und warum ich Nachts nicht nachhause gekommen war. Ebenso denke ich an Caleb, welchen ich gestern Nachmittag noch selbst in sein Kettchen gelegt hatte. Er fehlt mir und ich fühle mich gerade als eine schlechte Mama eines meiner Kinder alleine gelassen zu haben, auch wenn ich weiß, dass Jay gut auf ihn aufpasst. Ich fahre mir über meine müden Augen. Ich weiß, dass ich eigentlich schlafen sollte, doch ich fühle mich wach.. Meine Gedanken verbieten mir so etwas wie Schlaf gerade und zwingen mir Gedanken über meine Vergangenheit auf... über alles Unausgesprochene, das zwischen Bray und mir liegt... über alle Worte, die wir nicht gesprochen hatten und trotzdem uns beiden auf den Herzen liegen.
Vorsichtig fische ich mir mit meinen Fingern die zweite Decke von dem Regal und lege sie über meine Beine. Mir ist leicht kalt und ich sollte trotzdem versuchen zur Ruhe zu kommen... Doch dann wird die Tür geöffnet... Bray betritt das Zimmer und mit einem Mal ist mein Puls wieder auf 180. Ich blicke zu ihm und ihm Kerzenschein erkenne ich seine Umrisse. Sein Schatten an der Wand. Für einen Moment steht er einfach nur da. Ich beobachte ihn und lasse ihn nicht aus den Augen. Sein Blick ruht auf uns und erst nach einem kurzen moment schaffe ich es mit leiser Stimme ihn anzusprechen, um unseren Sohn nicht zu wecken. "Hey" flüstere ich leise, während er langsam näher kommt. |
|  | | Bray* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Mi 4 März - 12:48 | |
| cf: Flür -und Küchennische - Küche
Im Wohnzimmer hat Amber sich nicht von der Stelle bewegt, unser Kind hat seine Energie für heute wohl aber doch aufgebraucht und ist seinem seiner Mutter eingeschlafen. Er sieht friedlich aus, ganz anders als in der Mall, als er krank war und das hohe Fieber hatte. Seine Gesichtsfarbe ist wieder gesund, sein Atem geht gleichmäßig. Das Tablett stelle ich leise auf den Couchtisch vor dem Sofa und bleibe selbst stehen. Amber sieht erschöpft aus, so als müsste sie es ihrem Sohn gleichtun und sich etwas Ruhe gönnen. Vor allem, wo sie wohl sof früh sie kann am nächsten Morgen zurück in die Mall gehen wird, um ihren Freund von seinen Sorgen zu erlösen und ihm dann wohl alles zu erklären. Über ihre Beine hat sie eine Decke gelegt und ich muss zugeben, es ist nicht unbedingt kühl in der Wohnung, aber man merkt deutlich, dass es keine Heizung gibt oder einen Ofen, die Wärme spenden könnten. "Hallo. Ich habe euch etwas zu Essen gemacht. Es ist nicht viel, aber es ist frisch und schmeckt gut",, sage ich, auch wenn es offensichtlich ist, genauso wie dass die beiden hier wohl kaum noch viel zu sich nehmen und eher gleich einschlafen werden. Jetzt, wo Bray jr. nicht mehr unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind wir lediglich mit einander konfrontiert. Allein. Denn auch Lia wird so schnell nicht erwachen. Die Stimmung spannt sich an, ich habe keine Ahnung, wie ich ein Gespräch beginnen soll oder mit welchem Thema, denn ich bin mir nicht sicher, was dabei ans Licht kommen würde und ob ich das hören möchte. Amber ist hier ja, aber ihr Verhalten vorhin hat gezeigt, dass sie sich damit dennoch nicht ganz wohl fühlt, ja fast ertappt, weil sie es heimlich gemacht zu haben scheint. Wer weiß, vielleicht ist sie nur hergekommen, um mir mitzuteilen, dass sie sich für Jay entschieden hat und wollte mit dem Besuch bloß ihr Gewissen bereinigen, damit sie mir gleichzeitig zeigen kann, dass ich trotzdem Kontakt zu meinem Kind haben könnte...Ich will es erfahren und auch nicht. Denn dann wäre das hier zu schnell vorüber und es war..schön gewesen. "Ist der Kleine wohl doch der Macht des Schlafes zum Opfer gefallen", murmele ich lächelnd, als ich meinen Sohn betrachte. Wenn er so dalag war kaum zu glauben, wie viel Energie in ihm steckte. "Du kannst dich ruhig auch hinlegen für ein paar Stunden. Morgen wird sicher ein anstrengender Tag",, biete ich dann Amber an. - Signa made by Ivayne - please don't copy
Zuletzt von Bray* am Do 5 März - 22:58 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | Amber* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Mi 4 März - 23:25 | |
| Ich blicke auf die große Schale in seinen Händen. Er hat uns etwas zu essen gemacht? Mein Herz wird schwer. Bray bemüht sich sehr uns den nächtlichen Aufenthalt so gut als möglich zu gestalten und ich schäme mich fast dafür, dass ich mir anmerken habe lassen, dass ich Jay von alle dem hier nicht informiert und selbst nicht geplant hatte, die Nacht hier zu verbringen. "Danke!" flüstere ich und beobachte, wie er die Schale abstellt. Er bewegt sich ganz vorsichtig im Raum, um Bray jr, nicht zu wecken. Ich erkenne jedoch, dass Bray seine Augen nicht von seinem Sohn nimmt und ihn eindringlich beobachtet.Ich ahne, dass er die Zeit nur zu gern aufholen möchte und ihm vermutlich stundenlang auch nur beim Schlafen zusehen könnte... Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Auch ich beobachte unsere Sohn gerne... vor allem, wenn ich nicht schlafen kann. Mittlerweile bin ich ruhiger geworden. Die Decke liegt immer noch über meinen Beinen und ich friere etwas, denn ich habe schon lange nicht mehr geschlafen. Übermüdung lässt mich frieren,... auch dann, wenn es eigentlich gar nicht kalt ist. Mein Blick konzentriert sich dann wieder auf Bray jr und wird durch Bray's Worte wieder auf sich gezogen.
"Du hast Recht..Es war ein sehr anstrengender Tag für ihn heute... ich meine... für uns alle.." korrigiere ich mich dann und schaue etwas beschämt zu Boden. Vor Bray bleibt jedoch nichts verborgen und meine Müdigkeit steht mir wohl mit großen Buchstaben mitten ins Gesicht geschrieben, so dass er mir anbietet etwas zu schlafen. Ich schmunzle kurz und schüttle dann den Kopf. "... Ich glaube, dass ich gerade nicht schlafen kann." gestehe ich und weiß genau, dass es ihm ähnlich ergeht und vermutlich nur deswegen auch noch auf war und nächtens herumgeistert. Wir kennen uns zu gut und es macht mir fast schon ein bisschen angst, dass trotz der vergangenen Zeit noch so eine Vertrautheit zwischen uns existierte, die uns unsere Gedanken erkennen lässt. Ich bin nicht müde, nur mein Körper ist es. Genau so wenig bin ich hungrig, auch wenn mein Magen knurrt.
Sanft schiebe ich Bray Jr. etwas zur Seite und lege seinen Kopf auf meinen Schoß, so dass noch etwas Platz auf der Couch frei wird und Bray sich zu uns setzen kann. Immer wieder streichle ich über sein Köpfchen. Er scheint jedoch davon nichts mitzubekommen. Ganz tief ist er in seine Traumwelt versunken. Mein Herz klopft bist zum Hals, weil wir nun wirklich ganz für uns sind und die Zeit hätten über uns zu sprechen. Ich bin unweigerlich nervös und meine Hände sind sogar etwas schwitzig. Ich merke, dass eine gewisse Anspannung zwischen uns herrscht, die vermutlich gar nicht hätte sein dürfen und doch nicht zu verhindern ist. Ich weiß nicht, wie wir unser Gespräch beginnen sollen und wenn ich ehrlich bin, weiß ich auch nicht, was ich zu Bray sagen soll. Ich weiß, dass mein Herz gewässerweise immer für ihn schlagen wird, auch wenn ich seit einiger Zeit jemanden an meiner Seite habe.. Ich fühle mich zerrissen zwischen zwei Männern, welche ich beide liebe.. jeden auf seine besondere Art und Weise. Ich blicke zu Bray und biete ihm nur mit meinen Augen ein, neben mir Platz zu nehmen, während mein Herz bis zum Hals klopft. |
|  | | Bray* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Do 5 März - 23:22 | |
| Amber verfolgt jeden meiner Schritte. Sie ist überrascht davon, dass ich nicht mit leeren Händen zurückkomme, nach meinem Besuch erkundigt sie sich allerdings nicht, ich habe es aber auch vorgezogen, Lia erst mal nicht mehr zu erwähnen. Dass wir nicht völlig allein in der Wohnung sind, weiß Amber nun wenigstens. Sie bedankt sich für den Obstsalat, lässt die Schalen auf dem Tisch jedoch zunächst unberüht und beschreibt ihr Aussehen und garantiert auch mein eigenes mit den nächsten Worten am besten. Keiner von uns hat vielleicht schwer gearbeitet, die physische Anstrengung ist trotzdem zu spüren und liegt und allen in den Gliedern, wahrscheinlich sogar noch aus den verangenen Tagen. Die Unsicherheit in Ambers Stimme erhöht auch wieder meine eigene, vor allem als sie zugibt, trotz allem nicht einschlafen zu können. Ein erneutes Gespräch würde die Gefahr bergen, noch mal mehr den Bach herunter zu gehen und das will ich nicht. Dazu habe ich nicht mehr die Kraft, nicht in dieser Nacht. Und Amber traut sich ja nicht einmal, das Essen anzurühren, obwohl ihr Magen ihren Hunger verrät, was die Distanzs zwischen und nicht gerade verringert. Dann tut sie etwas Verwunderliches, legt unser Kind ein wenig zur Seite, sodass sie rutschen kann und Platz für mich da ist. Ziemlich nah bei ihr. Ich wünsche mir einmal mehr die alten Zeiten zurück, in denen man über so viele Dinge reden konnte, ohne ernsthaft werden zu müssen. Einfach banales Alltagszeug, das einen amüsiert hat, aber keinen in Gefahr bringen konnte. Selten zumindest. Aus einem sponatenen Impuls heraus setze ich mich jedoch einfach vorsichtig, nehme eine der Schalen und lege sie mit einem Löffel in Ambers Hände. Dann hole ich mir eine eigene und beginne zu essen. "Du solltest etwas zu dir nehmen. Es wird dir gut tun und deinem Körper auch. Sonst wirst du krank...und das wäre..sehr schlimm", rede ich vor mich hin und komme mir dabei vor wie ein unbeholfener kleiner Junge, wie ein Idiot. Nicht mal wegen dem Sinn der Worte, die wirklich ernst gemein sind, sondern wegen der Art wie ich sie sage. "Zumindest mein Besuch hat ebenfalls in den Schlaf gefunden", schneide ich doch das Thema Lia an. "Es ist eine junge Frau. Sie heißt Lia und ich bin ihr in der Nacht begegnet als...nachdem wir uns..ausgesprochen haben. Sie war von ihrem Pferd gestürzt und hat sich dabei den Arm gebrochen. Weil es schon so spät gewesen ist und die Technos und alle möglichen anderen Leute draußen ihr Unwesen treiben, habe ich sie mit hier her gebracht und verarztet. Wegen den Zwischenfällen draußen hat sie sich jedoch in den letzten Tagen kaum an die Öffentlichkeit getraut und wenn ich Wasser holen gegangen bin, meistens in der Wohnung gewartet. Sie schläft mittlerweile aber endlich. Ihre Verletzung hat ihr ganz schön zu schaffen gemacht" , spreche ich weiter und streife dabei über den immer noch vorhandenen Verband meiner eigenen Wunde, der nach den paar Tagen, in denen ich keine frischen Mullbinden mehr gefunden habe, etwas gräulich geworden ist. "Sie ist nett", füge ich dann noch hinzu, "Ihr würdet euch bestimmt gut verstehen." - Signa made by Ivayne - please don't copy |
|  | | Amber* Mall Rat

Anzahl der Beiträge: 737 Anmeldedatum: 03.09.13 Alter: 20 Ort: Sylvia Park Auckland
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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Fr 6 März - 23:31 | |
| Obwohl mir kalt ist, sind meine Hände schwitzig als Bray mir die kleine Schale mit etwas Obstsalat in die Hand drückt und sich neben mich setzt. Sein Geruch dringt in meine Nase und ich schließe kaum merklich und wirklich nur einen kleinen Augenblick meine Augen und erinnere mich an unsere gemeinsame Vergangenheit. An jene Situation, in welcher mir sein Duft erstmals in die Nase gestiegen ist. Gleich fühle ich mich zurück versetzt in eine Zeit, die längst nicht mehr wahr... Schwermut steigt in mir hoch.
Ich bin überrascht, aber eigentlich weiß ich, dass er damit recht hat. Ich sollte etwas essen auch wenn mein Magen bereits beginnt zu streiken. Ich beginne vorsichtig zu essen, obwohl in meinem Magen gefühlte tausend Schmetterlinge sitzen die das klein geschnittene Obst umher wirbeln. Niemals hätte ich gedacht, dass mir seine Anwesenheit in solch ein Gefühl versetzen könnten... Doch nachdem was alles passiert war, schlagen die Flügel der kleinen Tiere nur noch unruhiger. "Schmeckt lecker... danke für deine Mühe,..." wispere ich und schiebe erneut einen Löffel in den Mund, obwohl mein Bauch immer noch anderer Meinung ist, und es definitiv nicht am Geschmack liegt. Brav esse ich weiter, während Bray weiter zuhöre. Ich sehe ihn abwartend an und lege den Löffel zur Seite. Unsere Blicke treffen sich erneut und mein Herz klopft mir bis zum Hals. Ich warte darauf, dass er mit mir über "uns" spricht und erwarte unangenehme Fragen, die ich selbst nicht zu beantworten weiß. Vielleicht Vorwürfe, etwas zu der Situation auf der Dachterrasse,... Wünsche, Anschuldigungen, über mein Auftauchen heute hier mit unserem Kind, Anschuldigungen Jay nicht informiert zu haben, einfach die Mall auf eigene Faust verlassen zu haben.. ALLES erwarte ich gerade, nur nicht das, was Bray mir dann zu berichten beginnt.. Ich schlucke das bisschen Obst hinunter, welches ich gerade noch in meinem Mund habe und sehe dann zu Bray jr. Ich bin fast etwas darüber enttäuscht, dass Bray über seinen Besuch zu sprechen beginnt, wobei wir wirklich wichtigere Dinge zu besprechen hatten. Mein Herz, welches mir eben noch bis zum Hals geklopft hat beruhigt sich etwas und ich streichle Bray jr. sanft über den Kopf.... sein "Besuch" dröhnt eine Stimme in meinem Kopf mit etwas Unglauben, ob nicht doch mehr hinter der ganzen Geschichte ist, die er gerade eben nicht erwähnt. Unweigerlich steigt ein bisschen Eifersucht in mir auf und ich nicke nur. Vermutlich ist sie mehr als nur "nett" Mein Kopf drängt mir Gedanken auf, die ich gar nicht zulassen möchte und innerlich habe ich mir für diese Gedanken gerade selbst eine Ohrfeige verpasst. Es geht mich schließlich nichts an und wenn er noch so viele hübsche, verletzte und freundliche Mädchen bei sich aufnehmen wolle, konnte es mir letztendlich egal sein.
"... Schön,.. sieht so aus, als wärst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen" kommentiere ich seine Rede knapp und ärgere mich, dass mein Kopf so etwas wie Eifersucht verspürt. Ich versuche meine Gedanken nicht zu sehr aufbrausen zu lassen und blicke letztendlich wieder zu Bray. "... wenigstens jemand der etwas Ruhe findet.. Genau wie Bray jr." flüstere ich dann mit ruhiger Stimme und mein Gemüt wird wieder ruhiger. Die eben für wenige Sekunden aus mir gesprochene Eifersucht ist nun wie verflogen und auch wenn ich mit meiner Reaktion mich fast verraten hätte, so schiebe ich diese Gedanken die mir nicht einmal zustehen zur Seite. Ich beginne jedoch nicht über Jay zu sprechen, denn ich weiß, dass es Bray verletzen würde und ich lasse auch Caleb aus meinen Worten. Ich vermisse ihn, denn auch ich hatte ihn heute alleine gelassen, obwohl ich abends immer versuche beide Kinder ins Bett zu bringen. Nur heute nicht.
Bray erwähnt, dass sein Besuch sich bestimmt gut mit mir verstehen würde und innerlich bin ich mir dabei nicht ganz so sicher, doch ich gehe darauf nicht ein... lausche nur weiter seinen Worten, die mehr erklärend wirken. Ich frage mich, warum er mir das alles so genau und detailreich erzählt. Entweder war mehr zwischen ihr und ihm, so dass sein schlechtes Gewissen aus ihm sprach oder er wollte damit die Lage klar stellen, dass zwischen den beiden eben genau gar nichts passiert war. Gerade weiß ich seine Rede nicht zu deuten, während mein Kopf schon Ersteres als mögliche Antwort gewählt hatte ohne mich bewusst entscheiden zu lassen.
".. vielleicht sollten wir wirklich ins Bett gehen!" kündige ich ganz ruhig und flüsternd an und stelle die fast leere Schüssel leise auf den kleinen Tisch, da meine Enttäuschung über das Gespräch über die Unbekannte, vom Pferd Gestürzte, doch mehr meine Gefühle belastet als ich es zugeben möchte. Ich streichle Bray jr. nochmals sanft, während ich darauf hoffe, dass Bray meiner Bitte nach kommt, um meine Enttäuschung über das von ihm gewählte Gesprächsthema nicht noch wachsen zu lassen. |
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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Sa 7 März - 13:36 | |
| Ich rechne schon fast damit, dass Amber protestiert, die Schale ablehnt oder nur einen Bissen nimmt und dann meint, wirklich keinen Hunger zu haben oder nichts runterzubekommen. Zu meiner Freude beginnt sie allerdings normal zu essen, mehr oder minder. Denn obwohl sie meint, es würde ihr gut bekommen, spricht ihre Mine eine andere Sprache. Sie sieht aus, als würden ihr die Fruchtstückchen wie Steine in den Magen fallen. Weil ich mir denken kann, dass es ihr unangenehm ist, falls ich sie darauf anspreche und ich überhaupt froh bin, dass sie etwas ruhiger wird und die Spannung ein wenig aus dem Raum schwindet, während wir essen und ich von Lia erzähle, spreche ich Amber nicht darauf an. Sie hört mir aufmerksam zu, wie genau sie es aufnimmt, dass ich eine fremde Frau in der Wohnung habe, kann ich jedoch nicht ganz deuten. Als sie meint, ich wäre zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, was sich in verknüpfung mit dem, was zuvor geschehen ist, zunächst völlig absurd anhört, aber dann doch Sinn ergibt, weil ich einerseits durch den Streit mit Amber etwas zerstört und durch die Begegnung mit Lia für diese etwas gerettet haben könnte, nicke ich. "Ja, scheint so. Vor allem, weil die Überfälle auf die Stadt nur kurz danach stattgefunden haben. Wenn die da jemandem in die falschen Hände gefallen wäre oder sich noch mehr verletzt hätte, hätte das schlimm ausgehen können. Und ja. Es hat lange gedauert, bis sie schlafen konnte. Meistens hat sie Albträume oder starke Schmerzen gehabt und dann kam natürlich noch die Panik hinzu und dass sie dadurch, dass ihr Pferd abgehauen ist, all ihre Sachen verloren hat. Vielleicht finden wir das Tier noch mal wieder, sollte es keiner eingefangen haben. Aber das ist wohl eher unwahrscheinlich, genauso wie dass die Taschen nicht geplündert worden sind, wo viele die Zerstörungen zu ihrem Vorteil genutzt haben oder wieder durchgedreht sind..." Es ist schlimm, jemandem dabei zusehen zu müssen, wie er leidet und nicht wil daran ändern zu können. Genauso war es bei meinem Kind gewesen, als er dieses schlimme Fieber gehabt hat. Wieder denke ich daran, dass Amber es mir vorenthalten wollte, wie schlecht es meinem Sohn wirklich ging. Als wüsste ich nicht, wie grausam die Welt ist und was Krankheiten anrichten können. Jeder auf der Welt weiß es, spätestens seit dem Virus. Amber wirkt nachdenklich und streicht unserem Kind wieder sanft über den Kopf. Sie hat den Großteil des Essens verzehrt, aber aufgehört. Trotzdem sie meinte, nicht schlafen zu können, schlägt sie doch vor, ins Bett zu gehen, woraus ich schließe, dass ihr das Thema vielleicht doch unangenehmer ist als sie nach außen dringen lässt oder ihre Erschöpfung sie doch langsam zu übermannen droht oder alles zusammen. "Natürlich", erwidere ich. "Wir haben aber hoffentlich Zeit dafür, morgen noch mal zu reden. Bevor du..ihr...zurück zur Mall geht." Ich erhebe mich vom Sofa, stelle meine Schale zu der von Amber auf den Tisch und lächele sie beruhigend an. "Dann wünsche ich dir eine gute Nacht. Wenn du mal ins Bad müssen solltest, das ist direkt wenn du aus dem Wohnzimmer kommst hinter der ersten Tür rechts." Ich würde sie gerne umarmen oder sonstwie vertrauter behandeln, aber das scheint mir unpassend zu sein. Also bleibt nur mein Lächeln. Anschließend nehme ich das Tablett und gehe in Richtung Flur. "Falls etwas sein sollte, ich bin in der Nähe", sage ich noch schnell, dann trete ich aus dem Zimmer heraus und lasse das zurück, was hätte sein können.
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|  | | Amber* Mall Rat

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 | Thema: Re: Wohnzimmer (re.Wo. 1. OG) Mo 9 März - 23:04 | |
| Mein Herz schlägt mir selbst bis zum Hals, als ich auf die Antwort von Bray warte. Ich streichle unseren Sohn ganz sanft immer wieder, während mein Blick auf seinem schlafenden Körper ruht. Bray erzählt mir weiter von den Überfällen und von seiner Bekanntschaft, deren Existenz weder bis jetzt bezeugen konnte, noch wollte ich von dem allen genau hören. Es gab andere Dinge die in meinem Kopf waren. Wichtigere Dinge. Mit einem Mal fühlt sich mein Herz schwer an. Ich schäme mich fast für meine Gedanken etwas eifersüchtig zu sein auf ein Mädchen, dass ich noch nicht einmal gesehen hatte und doch so eine große Präsenz bei Bray zeigte, dass er mir darüber ausführlich berichtet. Gottseidank wirft der Schein der Kerze nur ein wenig Licht in den Raum, so dass man nicht gut erkennen kann, dass mich seine Worte mehr treffen als ich es zugeben möchte. Ichweiß, dass ich nun Jay an meiner Seite habe und ich akzeptieren muss, dass auch Bray seinen Weg weiter geht... Trotz alledem fühle ich eine gewisse Traurigkeit und leere, mit jedem Wort das er spricht.
Bray gehört zu meinem Leben, er ist der Vater meines ersten Kindes und trotzdem fühle ich mich durch seine Worte noch weiter weg... Noch weiter weg, als ich noch im Glauben war, er sei tod. Versuch es endlich zu akzeptieren! brüllt mein Gewissen, während meine Herz nach der Vertrautheit sehnt, die sich noch tief in meinem inneren versteckt und nicht hervor kommen will. Ich hatte Hoffnung in dieses Gespräch gesetzt, wobei wir nur an der Oberfläche kratzten und das was uns WIRKLICH beschäftigte kein bisschen ansprachen. Ich schlucke und warte noch immer auf Bray's Worte, doch er erkennt nicht, dass ich eigentlich gar nicht schlafen will. Respektiert meine Entscheidung den Abend zu beenden, auch wenn ich mir anderes gewünscht hätte und steht letztendlich auf und zieht meinen Blick somit auf sich. Er wünscht mir eine gute Nacht und unsere Blicke treffen sich erneut im Schatten der Nacht. Wie gerne würde ich ihn umarmen und ihm zeigen, dass er mir mehr bedeutet, als ich gerade zugestehen möchte, aber da war das fremde Mädchen, welches offensichtlich dabei war meinen einmaligen Platz in seinem Herz zu verdrängen und ich versuche an Jay zu denken, um die Eifersucht in mir noch weiter hochzutreiben.
".. D..as wünsch ich dir auch Bray,.. und danke, dass du uns dein Wohnzimmer lässt!" flüstert ich und muss letztendlich mit ansehen, wie er den Raum verlässt.Er lässt zurück, was hätte sein können und ich atme geräuschvoll aus. Ärger mich, eine wichtige Chance verpasst zu haben und auch selbst dran schuld zu sein. Letztendlich hatte ich ihn auch weggeschickt. An Schlaf vermag ich trotzdem nicht zu denken... schweigend lege ich mich dann zu Bray jr. Doch kein Schlaf will über mich kommen. Ich höre noch, wie ind er Küche das Geschirr abgestellt wird, erahne ein paar Tritte, bis es in der Wohnung still wird und ich nur mehr das leise und ruhige atmen von Bray jr. vernehme. Ich versuche es ihm gleich zu tun, schlafe aber nicht ein. Es vergehen ein paar Minuten... vielleicht auch eine Stunde oder zwei... Ich weiß es nicht einzuschätzen, ob ich vielleicht doch geschlafen hatte, oder nur wach vor mich hingestarrt hatte. Ich war mit den Gedanken bei Bray,.. bei Jay.. bei unseren Kindern, wieder bei Bray, wieder in meiner unserer Vergangenheit, bei unserem Streit, bei unserem Wiedersehen, bei seinem Grab, bei meinem Grab.. Gedanken über Gedanken hetzen durch mein Gedächtnis, so dass ich mich zwinge letztendlich aufzustehen und ins Badezimmer zu gehen. Etwas Wasser in meinen Gesicht würde meinen Kopf vielleicht abkühlen.. Ich kann nicht anders und nehme die kleine Kerze und tappe damit ins Bad nachdem ich mich versichert hatte, dass Bray jr. noch schlief.
tbc: Badezimmer |
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