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Vogelgezwitscher weckt mich.
Verschlafen strecke ich mich und werfe einen Blick aus dem Fenster des Baumhauses.
Das Lager liegt noch verlassen da und die anderen scheinen noch zu schlafen.
Wie so oft bin ich der erste, der aufgewacht ist.
Ich schlüpfe in meine Leinenhose und mein -hemd und binde mir mein braunes Halstuch um.
Dann esse ich die restlichen Heidelbeeren, die von gestern noch übrig sind und etwas Brot.
Ein Eichhörnchen huscht durch die Wipfel des Baumes. Ich lasse alles stehen und liegen und sehe ihm hinterher.
Hoffentlich klappt es! denke ich, während ich von hier aus beobachte wie das Eichörnchen misstrauisch die Nuss ansieht, die ich dort platziert habe.
"Na los! Nur noch ein kleines Stück!" murmle ich und warte gespannt darauf, dass das Eichhönchen die Nuss nimmt.
Etwas Geduld muss ich haben, bevor es soweit ist. Das Hörnchen sieht sich noch einmal um, dann schnappt es sich die Nuss und will schon zum Sprung ansetzen. Doch ich bin schneller, meine Hände ziehen an der Schnur, die neben dem Fenster angebracht ist und meine Falle schnappt zu.
Das Eichhörnchen lässt vor schreck noch die Nuss fallen, aber es ist bereits zu spät, das Netz hat sich bereits um seinen kleinen Körper gelegt.
Mein Jubel ist durch das ganze Lager zu hören. Ich habe es wirklich geschafft!
Vor Freude hopse ich durch das Baumhaus und vollführe einen kleinen Freudentanz.
Dann klettere ich aus dem Fenster, auf den Ast an dem eben noch das Eichhörnchen friedlich gesessen hat und nun strampelnd im Netz festhängt. Ich packe das kleine Kerlchen und nehme es mit ins Baumhaus.
Dort befreie ich es aus seinem Gefängnis und packe es in den kleinen Käfig.
Ich bin vorsichtig, schließlich will ich ihm nicht weh tun und ich will selbst nicht gebissen werden.